Zeichnet euch als nächstes euren Haaransatz ein. Gebt euch danach die grobe Haarrichtung vor, wie die Haare später fallen sollen. Macht die Linien dabei nicht völlig gerade, sondern gebogen um den Kopf herum. Legt die hinteren Haare um den Ponyansatz herum. Damit steht die Grundlage für eure zukünftige Frisur.
Plant das mit ein und lasst nicht zu knapp Platz zu eurer Kopfbegrenzungslinie, wie im folgenden Beispiel.
Im ersten Beispiel war der Haaransatz auch gleich die Scheitellinie für den Pony. Gebt Euch wieder Eure grobe Frisur vor, wie die Haare am Ende fallen würden. Der Pony fällt in diesem Beispiel vom Scheitelpunkt über den Haaransatz hinaus.
Einfach erklärt sind Haare nichts anderes als eine Ansammlung von vielen Strichen. Wie breit ihr die Strähnen macht, ist Geschmackssache. Ist euer Stil insgesamt eher detailarm, dann wirken zu detaillierte Haare im Bild deplatziert.
Wenn Ihr eure Haare detaillierter ausarbeitet, achtet darauf, dass ihr die Strähnen in der Dicke etwas variiert. Neben der Dicke der einzelnen Strähnen könnt ihr auch noch ein paar Striche innerhalb der Strähnen einziehen. Wichtig ist: Versucht immer eine Mixtur aus langen und kurzen Strichen zu machen.
Links seht ihr, wie sich die Striche wild kreuzen, man kann nicht sagen, welche Strähne ist oben und welche unten. Zeigt dem Betrachter deutlich, welche Strähne oben ist und welche unten.
Normale Locken könnt ihr durch einfache wellige Linien erzeugen. Versucht sie annähernd parallel verlaufen zu lassen. Dicke der Strähne zu arg variiert, wirkt es unnatürlich.
Gerade bei Korkenzieherlocken, als auch bei Zöpfen tritt dieses Phänomen häufig auf. Stellt euch die Strähne am besten als ein Band vor und zeichnet zwei Bögen für den Verlauf der beiden Begrenzungslinien. Diese dann am Scheitelpunkt durch einen waagerechten Strich verbinden.
Korkenzieherlocken sind eine besondere Form von Locken. Die Haare hätten einen leicht diagonalen Verlauf zur Längsrichtung des Rohres. Im folgenden Bild seht ihr den Verlauf dieser Spirale. Schneidet die Außenseite der Locke nicht völlig gerade ab, sondern gebt ihr einen leicht welligen Verlauf.
Um Haaren mit der Coloration den nötigen natürlichen Glanz zu verleihen, die Farbe nicht einfach flächig auf die Haare verteilen. Am besten oben am Kopf ein Band von Highlights platzieren.
Eine Variante ist, die Highlights in Haarrichtung auszufransen. Achtet darauf, dass die Zacken fließend in die Haarrichtung übergehen. Auch das Highlight etwas flächiger lassen und nur die Kanten ausfransen. Im vorangegangenen Beispiel ist eine lockige Strähne jeweils mit versetzten Highlights coloriert.
Den dem vorangegangen Beispiel habe ich die Stellen, wo sich die Strähnen überlagern und in die Täler noch ein paar Schatten legt. Gerade wenn ihr die unterlagernden Strähnen etwas in Schatten legt, könnt Ihr sehr leicht Plastizität in eure Frisur bringen.
Um die Haare belebter wirken zu lassen oder auch um Stimmung in das Bild zu bringen, bietet es sich an, die Haare fliegen zu lassen. Die einfachste Form, einen Grund für bewegte Haare zu haben, ist Wind.
Die Richtungspfeile geben die Richtung der Haare vor, in diesem Fall von vorne nach hinten. Was passiert bei dieser Bewegung? Die Haare fallen normaler Weise locker ins Gesicht.
Bei den hinteren Haaren aufpassen: Auch wenn die Bewegung waagerecht ist, werden die Haare nicht völlig waagerecht vom Kopf abstehen. Lasst sie dazu in der Mitte leicht nach unten fallen.
Ganz wichtig auch, wenn ihr die Haare in Bewegung setzt, beispielsweise durch Wind, noch an Hintergrundelementen wie Büschen und Bäumen diese Bewegung wiederholt hat.
Um Locken zum Fliegen zu bringen: Zeichnet euch zuerst ein paar gerade Linien, welche die grobe Flugrichtung der Haare festlegen. Hilfslinien dann die welligen Lockenlinien anordnen. Dies erleichtert euch die Übersicht zu behalten.
Bei Cornrows werden die Haare eng an der Kopfhaut entlang geflochten, wobei immer wieder eine Strähne Haar aufgenommen und in den Zopf integriert wird. Alternativ trägt diese Flechtfrisur, die auch heute immer wieder zu sehen ist, den Namen Cornrolls, Cane Rows oder einfach kurz Rows.
Cornrows sind keine reine Damenfrisur. Sie werden auch von Männern getragen.
Thermofiberhaar ist kein herkömmliches Kunsthaar, sondern künstliches Haar, das dem echten Haar zum Verwechseln ähnelt. Gerade wenn breitere, lange Cornrows gewünscht sind und das eigene Haar dies nicht hergibt, ist Kunsthaar ein Muss.
Cornrows können so ein paar Tage oder eben auch bis zu 8 Wochen halten. Flechtet man Kunsthaar mit ein, halten die Zöpfe noch länger.
Wie bei allen Flechtfrisuren sollte man Reibung an den Zöpfen und am Ansatz vermeiden. Denn nur so sehen die Cornrows lange schön aus.
Für Cornrows für Männer und Frauen braucht man gleichermaßen eine gewisse Mindesthaarlänge. Empfehlenswert sind rund zehn Zentimeter. Je länger die Haare sind, desto schöner sehen die Flechtzöpfe aus. Außerdem halten sie besser.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Mindesthaarlänge | 10 cm |
| Haltbarkeit | Tage bis 8 Wochen (mit Kunsthaar länger) |
| Kosten | 200 - 600 Euro |
| Pflege | Reibung vermeiden, selten waschen |
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