Die 5 besten Haarmasken im Test: Welche ist die Richtige für Dich?

Unsere Haare müssen im Alltag einiges aushalten, daher haben sie ab und zu eine kleine Spa-Einheit mehr als verdient. Doch da Haarkuren meist etwas mehr kosten, ist es gar nicht so leicht, sich zu entscheiden. Wir wollen dir bei der Entscheidung helfen und haben deshalb fünf der beliebtesten Haarmasken selbst getestet.

Nicht nur in der Drogerie, auch online ist die Auswahl an Haarmasken riesig. Aber welche Haarkur ist die beste? Welche hält ihre Produktversprechungen und wo sehen wir wirklich eine deutliche Pflege unserer Haare? Das haben wir uns auch gefragt und daher die beliebtesten Produkte dem Praxis-Test unterzogen.

Haarmasken richtig anwenden: Tipps & Mythen im Experten-Talk

Was unterscheidet eine Haarkur von einem Conditioner?

Ein Conditioner, zu Deutsch Spülung, enthält deutlich weniger Pflege-Power. Sein Hauptjob: Durch einen sauren pH-Wert die Schuppenschicht schließen. Die Haare lassen sich durch Anwendung einer Spülung leichter kämmen und glänzen mehr. Eine Maske hingegen ist eine intensive Haarpflege, quasi ein Bonus für sehr trockenes, strapaziertes Haar. Eine Kur ergänzt die Spülung, ersetzt sie aber nicht.

Wie wirkt eigentlich eine Haarkur?

Die meisten Kuren öffnen die Schuppenschicht der Haare, um Pflegestoffe in der Tiefe einzulagern. Unser Haar ist negativ geladen. Je kaputter, umso negativer. Das kann zu Frizz und unruhigen Haaren führen. Kuren hingegen sind in den meisten Fällen kationisch, also positiv formuliert. Und weil positiv und negativ sich anziehen, dockt die Haarkur vor allem an den Stellen an, an denen Ihr Haar die Extra-Pflege besonders braucht.

Ratsam sind Haarkuren vor allem bei gefärbten, blondierten, gesträhnten, brüchigen, splissigen und frizzigen Haaren.

Wie wendet man eine Haarkur richtig an?

  1. Eine Maske gehört ins feuchte, nicht ins nasse Haare. Die Haare nach dem Shampoonieren deshalb sanft ausdrücken.
  2. Einen Klecks Kur ab Kinnhöhe bis hinunter in die die Spitzen verteilen.
  3. Der letzte Rest auf den Händen kann auch ins Deckhaar. Die Ansätze sollten Sie dabei aussparen, um sie nicht zu beschweren.
  4. Anschließend die Kur mit den Fingern oder einem Tangle Teezer im Haar verteilen.
  5. Die Einwirkzeit des Herstellers beachten und nicht überziehen.
  6. Gründlich ausspülen und danach einen Conditioner auftragen, um die Schuppenschicht zu schließen.

Bonus-Tipp: Wenn Sie nach dem Auftragen der Kur eine Duschhaube über die Haare ziehen, staut sich durch den Oklussionseffekt die Wärme der Kopfhaut an und die Kur wirkt besonders gut.

Im Schnitt etwa bei jeder vierten Wäsche. Wer nur einmal in der Woche wäscht, was ideal wäre, muss also nur einmal im Monat eine Kur verwenden. Wer zweimal wöchentlich wäscht, kurt alle 14 Tage.

Fünf Haarmasken im Test

#1 Redken Extreme Strength Builder Plus

Bei vielen zählt diese Haarkur bereits zur absoluten Grundausstattung. Der hohe Anteil an aufbauenden Ceramiden soll unser Haar von innen heraus aufbauen und dadurch auch direkt widerstandsfähiger machen. Die Pflegemaske soll nicht nur Haarschäden lindern können, sondern zudem für eine Glanz- und Schutzschicht auf den Haaren sorgen. Sie wird im handtuchtrockenen Haar aufgetragen und nach fünf bis 15 Minuten Einwirkzeit ausgespült.

Fazit: Die cremige Haarkur lässt sich sehr gut aufs Haar auftragen. Ihr Duft erinnert ein bisschen an ein Männerparfum, der nach dem Auswaschen aber auch sehr schnell wieder verfliegt. Tatsächlich fühlen sich die Haare bereits nach der ersten Anwendung deutlich geschmeidiger und irgendwie gestärkt an, außerdem verleiht sie dem Haar einen sehr schönen Glanz.

#2 JOHN FRIEDA Repair & Detox

Diese Pflegemaske mit Avocado-Öl und grünem Tee soll das Haar von unnötigem Ballast befreien und es pflegen. Durch das sanfte Beseitigen von Produktrückständen soll sich das Haar regenerieren können. Trockenes, strapaziertes und geschädigtes Haar soll besonders gut versorgt werden und dadurch an Geschmeidigkeit und Glanz gewinnen. Die Maske wird in die nassen Haarlängen einmassiert und nach drei bis fünf Minuten wieder ausgespült.

Fazit: Die Kur hat eine relativ feste Konsistenz, lässt sich aber gut ins nasse Haar einarbeiten. Schon beim Auftragen merkt man, dass sie die Haare geschmeidiger macht. Kleine Knoten in den Haaren lassen sich so sofort mit den Fingern lösen. Der Duft der Maske erinnert etwas an Alkohol, wovon nach dem Ausspülen aber nichts mehr zu merken ist.

#3 Morrocanoil Weightless Hydrating

Das in dieser Morrocanoil-Maske enthaltene Arganöl soll besonders tief in das Haar eindringen und es dadurch mit wohltuender und pflegender Feuchtigkeit versorgen. Das Haar soll so gekräftigt werden und nach der Anwendung besonders schön glänzen. Die Maske wird großzügig im nassen Haar verteilt und nach fünf bis sieben Minuten wieder ausgespült.

Fazit: Der unvergleichliche Duft von Moroccanoil-Produkten steigt einem auch direkt bei dieser Haarmaske in die Nase. Wer ihn mag, kann ihr also direkt einen Pluspunkt geben. Sie lässt sich sehr gut ins Haar einmassieren und ebenso gut wieder ausspülen. Die Haare lassen sich wunderbar durchkämmen und fühlen sich nach dem Trocknen besonders geschmeidig und gepflegt an.

#4 Garnier Fructis Hair Food Aloe Vera

Die feuchtigkeitsspendende Haarmaske ist für normales bis trockenes Haar gedacht und verspricht eine Extra-Portion Pflege. Und das ohne Bestandteile tierischen Ursprungs, denn sie ist vegan und noch dazu frei von Silikonen. Sie kann als Spülung, als Maske und auch als Leave-in-Pflege angewendet werden. Die Maske soll die Haare entwirren und Glanz schenken. Wenn du sie auf dein nasses Haar aufgetragen hast, kannst du sie nach drei Minuten wieder ausspülen.

Fazit: Die Maske riecht sehr frisch und lässt sich gut ins Haar einmassieren. Vor allem, wenn man dieses Produkt als Spülung benutzt, kann das Ergebnis überzeugen. Nach dem Shampoo ins Haar einmassiert und kurz danach wieder ausgespült, fühlen sich die Haare geschmeidig an.

#5 Kérastase Nutritive

Durch einen speziellen Nährstoffkomplex soll diese Haarmaske dem Haar nicht nur Feuchtigkeit spenden, sondern es zudem vor erneutem Austrocknen bewahren. Speziell bei dickem und trockenem Haar soll die Maske ein sehr gutes Ergebnis in Sachen Geschmeidigkeit und Glanz erzielen können. Sie wird ins handtuchtrockene Haar aufgetragen und nach 5-10 Minuten wieder ausgewaschen.

Fazit: Schon nach der ersten Anwendung fühlt sich die Haarstruktur wie geglättet und insgesamt sehr geschmeidig an. Diese Maske beschwert die Haare nicht und sie lassen sich besonders gut durchkämmen. Selbst, wer zu fettigen Haaren neigt, sollte diese Maske sehr gut anwenden können, da sie auch einige Zeit nach der Anwendung nicht nachfettet. Der erfrischende Duft der Haarmaske erinnert an Kräuter.

Haarkur-Test: Tipps für die Auswahl

Für ein optimales Pflegeergebnis solltest du deinen Haaren einmal wöchentlich eine Spa-Einheit mit einer Haarmaske gönnen. Du wirst schon nach der ersten Anwendung merken, dass sie sich direkt gepflegter und geschmeidiger anfühlen. Wichtig ist es daher, die Maske zu verwenden, die zu deinen Pflegeansprüchen passt.

Deswegen hier noch einmal der Schnell-Überblick:

  • Trockenes, strapaziertes Haar? Redken Extreme Strength Builder Plus Maske
  • Geschädigtes Haar? John Frieda - Deep Cleanse & Repair Maske
  • Alle Haartypen: Morrocanoil Weightless Hydrating
  • Normales bis trockenes Haar? Garnier Fructis Hair Food Aloe Vera
  • Dickes, trockenes Haar? Kérastase Nutritive Masquintense

Wer eher dünnes und schnell fettendes Haar hat, sollte auf jeden Fall darauf achten, keine zu reichhaltige Haarkur zu wählen. Diese könnte dein Haar zusätzlich platt wirken und es schneller fettig werden lassen. Du kannst auch die Haarkur nur in den Längen verteilen und den gesamten Haaransatz aussparen, so pflegst du deine Längen und Spitzen, beschwerst den Ansatz aber nicht.

Haarkur verwenden: die besten Tipps

Gerade wenn du eine Haarkur als feste Routine zum Beispiel einmal wöchentlich aufträgst, gibt es einige Tipps, die den Effekt der Kur noch verstärken können:

  • Kämme die Haare nach dem Auftragen der Kur unter der Dusche durch. So verteilst du die Haarmaske optimal in deinen Haaren und sie kann so überall ihre Wirkung entfalten.
  • Umwickele die Haare mit der bereits aufgetragenen Haarkur mit einem Handtuch oder einem Mikrofaser-Turban, sodass die Maske noch intensiver einwirken kann. So kannst du dich erst in aller Ruhe eincremen oder umziehen, bevor du die Kur dann nach 10-15 Minuten wieder auswäschst.
  • Wasche die Haarkur nicht nur mit Wasser aus, sondern trage danach auch noch Conditioner auf. So wird die Haaroberfläche verschlossen und alle pflegenden Inhaltsstoffe der Kur bleiben da, wo sie hingehören.
  • Achte beim Auswaschen außerdem darauf, dass wirklich keine Reste der Pflegeprodukte mehr in den Haaren zurückbleiben.

Weitere Empfehlungen aus der VOGUE Beauty-Redaktion

Die VOGUE Beauty-Redaktion hat sich einmal quer durchs Sortiment getestet und empfiehlt diese sechs Masken, denn sie vollziehen nahezu Wunderheilungen, wenn es um geschädigtes Haar geht:

  • #1 Die beste Haarkur für blondierte Haare: Christophe Robin Shade Variation Mask - Baby Blonde
  • #2 Die beste Haarkur für gefärbte Haare: Haarkur "Chroma AbsoluMasque Chroma Filler" von Kérastase
  • #3 Die beste Haarkur für brüchige Haare: K18 Haarpflege "Biomimetic Leave-In Molecular Repair Hair Mask"
  • #4 Die beste Haarkur für lange Haare: "Elvital Dream Length XXL Fiber Mask" von L'Oréal Paris
  • #5 Die beste Haarkur für feines Haar: Olaplex No.8 Bond "Intense Moisture Mask"-Haarpflege

Haarkur aus Tiegel oder Tube: Was ist besser?

Aus einem Tiegel lässt sich auch der letzte Milliliter restlos herauskratzen, dafür verspielt er ein paar Handling-Punkte unter der Dusche: In einer Hand den Tiegel, in der anderen den Deckel, da kann es (ohne Ablagefläche) eine Herausforderung sein, die gewünschte Menge des Elixiers in die Haare einzumassieren. Aus der Tube hingegen kannst du das oft teuer gekaufte Wundermittel nie zu 100 Prozent herausquetschen. Am Ende ist das Verpackungsdesign aber natürlich - ebenso wie Konsistenz und Duft - reine Geschmackssache.

Was ist eigentlich besser - eine Haarkur oder eine Haarmaske?

Das ist im wahrsten Sinne Kopfsache. Für die schnelle Pflege zwischendurch und den Kampf gegen Spliss & Co. vollbringt eine Haarkur schon Wunder - Föhnen, Färben und Frisieren fordern aber härtere Geschütze für ein noch weicheres Ergebnis. Eine Haarkur ist der erste Schritt in Sachen Pflege und Schutz. Sie ist deutlich reichhaltiger als eine Haarspülung, aber nicht so schwer wie eine Haarmaske. Ein guter Kompromiss also. Und da Haare so individuell sind wie der eigene Alltag, gibt es Haarkuren für die verschiedensten Bedürfnisse.

Weitere Empfehlungen und Produkte im Vergleich

Hier ist eine Tabelle mit weiteren empfohlenen Haarmasken und ihren Vorteilen und Nachteilen:

Produkt Warum wir es empfehlen Vorteile Nachteile
“Kérastase Nutritive Masquintense” Für dickes, widerspenstiges Haar Pflegt, verleiht Glanz und eine seidige Textur, minimiert Frizz Relativ hoher Preis
“Shu Uemura Urban Moisture Hydro-Nourishing Treatment” Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen Hochwertige und luxuriöse Formulierung Hoher Preis
“Garnier Wahre Schätze 1-Minute Haarkur - Reparierend” Schnelle Anwendung, pflegende Wirkung von Honig Schnelle Einwirkzeit, natürliche Inhaltsstoffe Nichts Spezielles
“Aveda Botanical Repair Bond-Building Flash Treatment” Schnelle Ergebnisse in nur zehn Minuten Bond-Building-Technologie, natürliche und pflanzliche Inhaltsstoffe Natürlicher Duft könnte nicht jedermanns Sache sein
“Kerargan 100 % Natural Castor Oil Mask” Bei Haarausfall, stimuliert das Haarwachstum Kräftigt das Haar und soll das Wachstum ankurbeln Für extrem feines Haar eventuell nicht die beste Option
“K18 Leave-in Molecular Repair Hair Mask” Repariert Haare auf molekularer Ebene Tiefenwirksame Reparatur, lang anhaltende Ergebnisse Relativ klein und teuer
“L’Oréal Professionnel Paris Absolut Repair Molecular Professional Mask” Starkes Wirkstofftrio für kräftige Haarstruktur Effektive Formulierung zu einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis Duft könnte als “zu männlich” empfunden werden
“Ouai Treatment Masque” Luxus für dünneres Haar, ohne zu beschweren Spendet intensive Feuchtigkeit und Nährstoffe Etwas teurer
“Marlies Möller Softness Overnight Hair Mask” Tiefenwirksame Pflege über Nacht Regeneriert das Haar von innen heraus Kann Spuren auf dem Kissenbezug hinterlassen
“Coco & Eve Like A Virgin Super Nourishing Coconut & Fig Hair Masque” Wunderbarer Duft nach Feige und Kokosnuss Vielseitig, spendet intensive Feuchtigkeit Hohe Ölkonzentration könnte zu fettigem Haar führen
“John Frieda Frizz Ease Wunder-Kur” Bändigung von Frizz und Glättung von krausem Haar Super Preispunkt bei toller Wirkung Einige Varianten enthalten Silikone
“Glynt Sun Mask” von Glynt Für sonnengeschädigtes Haar Wirkstoffe versorgen stumpfes Sommerhaar intensiv mit regenerierenden Nährstoffen Außerhalb der Sommerzeit eventuell weniger nützlich
“Bond Maintenance No. 0” von Olaplex Repariert chemisch geschädigtes Haar Stellt beschädigte Disulfidbrücken im Haar wieder her Benötigt ein weiteres Produkt, das “Bond Maintenance No. 3”
“Rich Repair 60sec Treatment” von Goldwell Dualsenses Schnelle Reparatur in nur 60 Sekunden Ideal für schnelle und effektive Pflege Bei feinem Haar könnte die reichhaltige Pflege zu einem beschwerten Gefühl führen
“Revlon Professional Restart Color Protective Jelly Mask” Für gefärbtes Haar, schützt die Haarfarbe Spezielle Formel soll die Haarfarbe schützen Für nicht coloriertes Haar vielleicht nicht die beste Wahl

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