Erst vor ein paar Wochen beim Friseur gewesen und der Haaransatz ist schon wieder zu erkennen? Um die Naturhaarfarbe oder den grauen Ansatz zu kaschieren, werden viele selbst tätig und färben den Ansatz zu Hause nach. Mit der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung gelingt es in einfachen Schritten, die perfekte Haarfarbe zu erhalten. Wir zeigen euch, worauf ihr beim Ansatz färben achten müsst.
Leider halten Haarfärbemittel nicht ewig, denn die Haare wachsen. Und noch hat keiner ein Wundermittel erfunden, mit dem man die Haarfarbe des Nachwuchses von Grund auf beeinflussen könnte. Deshalb werden nachgewachsene Ansätze nachgefärbt. Und mit etwas Übung schafft man es sogar selbst zu Hause.
Wie oft muss ich den Ansatz färben? Der Ansatz sollte maximal alle sechs bis acht Wochen nachgefärbt werden, damit die Haare gesund bleiben und die Kopfhaut geschont wird. In dieser Zeit wachsen die Haare im Schnitt 2 cm, wodurch man den Ansatz zu sehen bekommt.
Was ist besser: Tönung oder Haarfarbe? Grundsätzlich sollte man beim Ansatz dasselbe Produkt verwenden, das auch in den Längen verwendet wurde. Am besten eignen sich Intensivtönungen oder permanente Haarfarben, da sie eine lange Haltbarkeit garantieren. Zum Mischen und Auftragen benötigt man Färbezubehör wie Färbepinsel, Schalen, Auftrageflaschen, Folie und Messbecher.
Beim Ansatz selber färben ist einiges zu beachten. Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Zuerst wird das Haarfärbemittel ausgewählt und angemischt. Wird der Ansatz selber gefärbt, sollte man Haut und Kleidung unbedingt schützen.
Vor dem Haarefärben wird das Haar in vier Bereiche unterteilt. Mit einem Stielkamm zieht man eine horizontale Linie am Hinterkopf vom einen bis zum anderen Ohr. Danach zieht man eine senkrechte Linie vom Scheitel bis zum Nacken.
Beim Färben beginnt man immer am Hinterkopf, da die Haare hier weniger strapaziert sind als am Oberkopf und die Farbe deshalb länger wirken muss. Man sollte trotzdem darauf achten, die Farbe zügig weiter aufzutragen.
Die Farbe wird Strähne für Strähne aufgetragen. Dazu werden die Strähnen glatt gekämmt und gezogen, damit eine gleichmäßige Fläche zum Auftragen entsteht. Der Haaransatz sollte komplett mit Farbe bedeckt sein. Es sollte keine Flecken auf der Kopfhaut geben, die nicht mit Farbe bedeckt sind. Der Ansatz wird nur so weit gefärbt, wie er herausgewachsen ist, denn nur so wird das Ergebnis gleichmäßig.
Man arbeitet sich beim Ansatz färben von hinten nach vorne. Zum Schluss wird der Haaransatz an der Stirn und auch am Nacken nochmal bepinselt, damit die Farbe auch gleichmäßig wirkt, wenn man sich einen Zopf macht.
Die Einwirkzeit richtet sich je nach Haarfärbemittel nach der Packungsbeilage. Wir empfehlen nach Ablauf der Einwirkzeit den Rest des Färbemittels mit einem feinen Kamm im ganzen Haar zu verteilen und noch zwei bis fünf Minuten zu warten, bevor man die Farbe rauswäscht. So garantiert man ein möglichst gleichmäßiges Ergebnis.
Nach dem Färben sollte man eine Haarkur verwenden, dadurch sorgt man für gesunde Haare und ein strahlendes Finish.
Bei colorierten Haaren ist bei der Pflege allgemein wichtig, dass Glanz und Leuchtkraft der Haarfarbe unterstützt werden. Die Farbe soll lange anhalten und sich nicht auswaschen. Mit dem besten Shampoo für coloriertes Haar hält das Frisch-vom-Friseur-Gefühl länger als gewöhnlich. Dazu kombiniert man im besten Fall Conditioner und Haarkuren aus denselben Pflegelinien.
Wenn eine vollständige Grauabdeckung gewünscht ist, wählt man am besten eine permanente Haarfarbe von einer Profi-Marke aus dem Friseurbedarf. Hier empfehlen wir zum Beispiel Schwarzkopf Igora Royal oder Goldwell Elumen. Beim Färben von grauen Ansätzen ist wichtig, dass die Haare richtig abgeteilt und die Kopfhaut millimetergenau mit Farbe bedeckt werden.
Wenn sich der Ansatz langsam zeigt, ist die einfachste Methode, ihn einfach wieder zu färben. Wem das ständige Färben nervt, der sollte über diese Alternativen nachdenken:
Der Griff zu Haarfärbemitteln ist dir zu heikel und du überlässt das lieber dem Profi? Wenn du dir unsicher bist, ist das mit Sicherheit der beste Weg für dich. Alternativ gibt es aber auch für dich einige Produkte, die du zum Ansatz kaschieren für kurze Zeit anwenden kannst. Allen voran ist das der Ansatzspray, der einfach wie ein Haarspray aufgesprüht wird. Weiters gibt es verschiedene Haarpuder mit Farbpigmenten.
Ist das Ansatz färben für dich auf Dauer zu stressig oder kostspielig, solltest du auch alternative Färbetechniken in Betracht ziehen. Damit wird häufiges Ansatz färben vermieden, weil man den Ansatz schlichtweg nicht oder nicht so stark sieht.
Bei der Balayage werden einzelne Strähnen mit einer Fege-Bewegung bepinselt und so freihändig gefärbt. Eine Balayage wird niemals bis zum Ansatz gefärbt, weshalb man beim Nachfärben auch länger warten kann als bei Ganzkopf-Colorationen.
Lowlights sind Strähnen, die wenige Nuancen dunkler sind als die Ausgangshaarfarbe. Sie sollen dem Haar optisch mehr Volumen verleihen.
Babylights sind sehr feine Highlights, die sich ebenfalls nur zwei oder drei Stufen vom Grundton unterscheiden.
Beim Grey Blending werden graue Haare nicht abgedeckt, sondern mit Farbakzenten ausgeglichen.
Angesichts der riesigen Auswahl an Haarfarben in allen erdenklichen Nuancen, stehst Du vor einer großen Entscheidung, welche Nuancen Deinem Typ am besten schmeicheln. Achte bei der Wahl des richtigen Farbtons auf Deinen Hautunterton (kühl, neutral oder warm) und Deine Augenfarbe. Kühle Nuancen wie Asch- oder Platinblond unterstreichen einen von Natur aus kühlen Teint mit bläulichen Untertönen und eher hellen Augenfarben. Kupfer- und Goldtöne harmonieren hingegen besonders gut mit warmen Hauttypen und dunklen Augen.
Ein wichtiger Tipp für den idealen Farbton: Experten empfehlen, sich nicht mehr als eine oder zwei Nuancen von der Ausgangsfarbe Deiner Haare zu verändern. Bevor Du Dich also für eine radikale Veränderung entscheidest, solltest Du den damit verbundenen Pflegeaufwand Deiner Traumhaarfarbe in Betracht ziehen. Du bist immer noch unsicher? Bei der Auswahl der Haarfarbe sind auch die Eigenschaften und Inhaltsstoffe der Coloration zu berücksichtigen.
Bevor Du Deine Haare selbst färbst, sollte Du sicherstellen, dass sie in einem guten Zustand sind. Verzichte deshalb beim Stylen auf Hitze und investiere in eine gute Spülung oder Haarmaske, um Dein Haar mit reichlich Feuchtigkeit zu versorgen.
Bevor Du loslegst, lege alle benötigten Utensilien für das Haare färben bereit. Zieh Dir geeignete Kleidung an! Auch wenn die Farbe nicht tropft - beim Färben kann immer mal ein Malheur passieren.
Wenn Du zum ersten Mal eine neue Farbe ausprobierst, ist ein Farbtest unerlässlich. Außerdem sollest Du unbedingt vor jeder Haarfärbe-Session einen Allergieverdachtstest machen, um sicherzugehen, dass Du alle Inhaltsstoffe verträgst.
Das A und O für einen harmonischen Übergang zwischen Ansatz und colorierten Haaren ist das Finden der richtigen Farbnuance und des richtigen Färbemittels. Beides sollte genau dem entsprechen, mit dem der Rest der Haare gefärbt wurde.
Generell hast du die Wahl zwischen Coloration, Tönung und Intensivtönung. Eine Coloration öffnet die Schuppenschicht der Haare und lagert die Pigmente im Haar dauerhaft an. Sie kann deine Haare super dunkel färben, aber nur um zwei bis drei Nuancen aufhellen. Wenn du heller gehen möchtest, ist eine Blondierung nötig.
Eine Tönung kann nur dunkler färben, arbeitet dabei aber schonender als die Coloration. Denn sie öffnet die Schuppenschicht nicht und lagert die Pigmente stattdessen nur am Haar an. Die halten demnach auch nicht so lange im Haar und sind nach sechs bis acht Wochen wieder verschwunden.
Dann gibt es noch die Intensivtönung: Sie ist quasi der Kompromiss zwischen Coloration und Tönung, da sie die Schuppenschicht etwas öffnet und Pigmente eingelagert werden. Sie wäscht sich nach etwa 20 Wäschen wieder aus. Auch kann sie deinen Farbton nicht nur dunkler machen, sondern auch bis zu 1,5 Töne aufhellen.
Folgende Regeln können dir helfen, deine perfekte Ansatz-Farbe zu finden:
Möchtest du einen grauen Ansatz färben, gelten folgende Regeln:
Generell solltest du deinen Haaren vier bis sechs Wochen Färbe-Pause gönnen. Eine Tönung ist schonender für die Haare als eine Coloration und kann nach vier Wochen wiederholt werden. Färbst du deine Haare sehr hell, solltest du auf jeden Fall acht Wochen mit dem Färben des Ansatzes warten. Stresst dich dein nachwachsender Ansatz immer sehr schnell, es dann aber meist noch viel zu früh zum Nachfärben? Dann probiere doch in der nächsten Wartezeit ein Farb-Glossing aus. Seine schonende Formulierung kann für ein paar Tage den Übergang zwischen Ansatz und colorierten Haaren sanft ausgleichen.
| Problem | Lösung |
|---|---|
| Harte Kanten beim Übergang | Kleine Bürste verwenden, um die Haarfarbe sanft zu verstreichen. |
| Strähnchen nachfärben | "Messer-Trick": Stumpfe Seite eines Buttermessers verwenden, um feine Strähnen zu setzen. |
| Balayage/Ombré Ansatz | Längen antoupieren, damit sie weniger Farbe abbekommen. |
| Dunkler Ansatz bei blonden Haaren | Blondierung in zwei Schritten: Blondierung auftragen, dann Silbershampoo gegen Gelbstich. |
| Graue Ansätze | Haare in möglichst viele kleine Partien aufteilen, um keine Stelle zu übersehen. |
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