Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, das viele Frauen im Laufe ihres Lebens betrifft. Es kann verschiedene Ursachen haben, von hormonellen Veränderungen bis hin zu Stress und genetischer Veranlagung. Dieser Artikel beleuchtet die häufigsten Ursachen für plötzlichen und starken Haarausfall bei Frauen und bietet Lösungsansätze, um das Problem anzugehen.
Haare folgen einem kontinuierlichen Wachstumszyklus: Sie werden aus Zellen in der Haarzwiebel gebildet, wachsen und fallen nach einer gewissen Zeit aus, nur um durch nachwachsende Haare ersetzt zu werden. Wenn Haarausfall bei Frauen jedoch über mehrere Wochen anhält und täglich mehr als 100 Haare ausfallen oder lichte Stellen entstehen, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um vermehrten Haarausfall.
Wichtig: Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall. Es gibt verschiedene Arten von Haarausfall, die sich in ihren Mustern und Ursachen unterscheiden:
Haarausfall bei Frauen kann vielfältige Ursachen haben. Hier sind einige der häufigsten:
Hormonelle Veränderungen können bei Frauen zu plötzlichem Ausfall der Haare führen. Schwangerschaft, Geburt, Wechseljahre, das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) und Schilddrüsenprobleme sind einige der möglichen hormonellen Veränderungen, die den Ausfall verursachen können. Während der Schwangerschaft kann der Hormonspiegel im Körper einer Frau stark ansteigen, was zu einem verbesserten Haarwachstum führen kann.
Nach der Geburt kann es jedoch zu einem plötzlichen Hormonabfall kommen, der zu Ausfall führt. Dies wird als postpartaler Haarausfall bezeichnet und tritt in der Regel 2-3 Monate nach der Geburt auf. Während der Wechseljahre nimmt die Hormonproduktion im Körper ab, was zu einem dünner werdenden Haar führen kann. Zudem steigt meist die Produktion von männlichen Hormonen. Die wiederum für Haarverlust verantwortlich sind. Wissenschaftlich spricht man dann von androgenetische Alopezie, die übersetzt werden kann mit „Haarausfall aufgrund von männlichen Hormonen.“
PCOS ist eine hormonelle Störung, bei der der Körper zu viele männliche Hormone produziert. Dies kann zu Haarausfall im Kopfbereich und verstärktem Haarwuchs im Gesicht und Körper führen. Viele Frauen kennen es: vermehrter Haarausfall durch einen aus dem Gleichgewicht geratenen Hormonhaushalt. Bei Frauen kann der Haarausfall viele Ursachen haben, wie z.B. eine Schwangerschaft, die Wechseljahre, die Einnahme bzw. das Absetzen der Antibabypille oder eine erbliche Veranlagung.
Auch die Einnahme der „Pille“ (Kontrazeptiva) kann Haarausfall verursachen. Dies kann auf bestimmte Gestagene zurückzuführen sein, die in der Pille enthalten sind. Einige Gestagene, die eine androgene Wirkung haben, können Haarausfall verursachen, wie zum Beispiel Norethisteron, Levonorgestrel und Tibolon.
Auf der anderen Seite klagen viele Frauen über Haarausfall nach dem Absetzen der Pille. Der plötzliche Abfall der Östrogenspiegel kann dazu führen, dass sich Haare im Wachstumsstadium in das Ruhe- und Ausfallsstadium verschieben. Im Körper einer Schwangeren läuft die Östrogenproduktion auf Hochtouren. Der erhöhte Östrogenspiegel hält die Haare länger als üblich in der sog. Wachstumsphase. Sie erscheinen jetzt besonders glänzend und kraftvoll, was viele Frauen erfreut. Ab der 8. Woche nach der Entbindung erfolgt dann häufig ein plötzliches Absinken des Östrogenspiegel.
Der Körper schickt vermehrt Haare in die Ruhephase (Telogenphase), die durch äußere Einflüsse, wie Kämmen oder Waschen, nun leicht ausfallen können. Gegen den Glauben vieler frisch gebackener Mütter steckt also nicht das Stillen hinter dem vermehrten Haarausfall, sondern der Abfall des Östrogenspiegels nach der Schwangerschaft, was in der Regel genau in die Stillzeit fällt. Unter normalen Umständen ist dieser vermehrte Haarausfall nur eine temporäre Erscheinung - nach ca. 6-12 Monate pendelt sich der Hormonhaushalt wieder ein und die Haare wachsen wieder wie gewohnt.
In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, was dünner werdende und vermehrt ausfallende Haare zur Folge haben kann. Aber: nicht immer ist das Ungleichgewicht dieser Hormone für den Haarausfall verantwortlich. Während der Wechseljahre spielen Hormone zwar eine wichtige Rolle, die eigentliche Ursache für vermehrten Haarausfall liegt allerdings oft in einer vererbten Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem Hormon Dihydrotestosteron (DHT). Man spricht in diesem Fall daher von erblich bedingtem Haarausfall.
Stress kann den Körper aus dem Gleichgewicht bringen und zu Haarausfall führen. Gerade, wenn Stress über einen längeren Zeitraum anhält oder besonders viele Belastungen zu bewältigen sind, kann das zu Haarausfall bei Frauen führen. Ursache für dieses Symptom sind meist verschiedene Neurotransmitter (Botenstoffe), die die Haarfollikel negativ beeinflussen. Um jeden Haarfollikel liegt ein dichtes Netz von Nervenfasern, die verschiedene neuronale Botenstoffe enthalten.
Stress erhöht die Konzentration der entscheidenden Botenstoffe und somit die Zahl der Nervenfasern an den Haarfollikeln. Passiert dies während des Übergangs des Haars von der Wachstumsphase in die Ruhephase, kann dies zu einer Entzündungsreaktion des Haarfollikels und schließlich zum vorzeitigen Stopp des Haarwachstums führen. Die Folge ist meist diffuser Haarausfall, der auch sehr plötzlich und stark auftreten kann.
Wenn du unter Stress stehst, kann dies die Haarwurzeln beeinflussen und das Haarwachstum stören. Stress kann auch zu einer Verengung der Blutgefäße in der Kopfhaut führen, was den Nährstofffluss zu den Haarfollikeln beeinträchtigen kann. In einigen Fällen kann der Stress selbst nicht die direkte Ursache für den Haarausfall sein, sondern die Auswirkungen des Stresses, wie ungesunde Gewohnheiten, beispielsweise schlechte Ernährung, Schlafmangel und unzureichende Hygiene, können zu Haarausfall beitragen.
Neben verschiedenen hormonellen Veränderungen und Stress können weitere Auslöser Medikamente sein. Denkbar ist es, dass einige Medikamente, die zur Behandlung von Krebs, Arthritis, Depressionen, Blutverdünnung und Blutdruck eingesetzt werden, Nebenwirkungen haben können, die zu einem Ausfall der Haare führen. Des Weiteren ist es auch möglich, dass hormonelle Verhütungsmethoden, wie die Pille oder Hormonpflaster zu Haarausfall führen können.
Eine schlechte Ernährung kann auch zu Haarausfall führen. Eine unausgewogene Ernährung kann dazu führen, dass dein Körper nicht genügend Nährstoffe erhält, die für das Haarwachstum und die Haargesundheit wichtig sind. Zu den Nährstoffen, die für das Haarwachstum wichtig sind, gehören Proteine, Vitamine und Mineralstoffe wie Eisen, Zink und B-Vitamine. Ein Mangel an diesen Nährstoffen kann zu Haarausfall führen.
Erblich bedingter Haarausfall ist ebenso möglich. Die Veranlagung für Haarausfall kann von den Eltern auf die Kinder weitergegeben werden. Diese Art von Haarausfall wird als androgenetische Alopezie bezeichnet und ist die häufigste Form von Haarausfall bei Frauen und Männern. Androgenetische Alopezie tritt auf, wenn das männliche Hormon Dihydrotestosteron (DHT) die Haarfollikel schädigt und das Haarwachstum beeinträchtigt. Frauen haben normalerweise weniger DHT als Männer, aber Frauen mit einer genetischen Veranlagung für Alopezie können trotzdem betroffen sein.
Im Gegensatz zu Männern sind Frauen nicht ganz so häufig davon betroffen. Lichten sich bei Frauen die Haare besonders im Scheitelbereich, ist das meist Veranlagungssache. Die Tendenz zum Haarverlust haben die Eltern den Betroffenen praktisch mit in die Wiege gelegt. In diesen Fällen reagiert die Haarzwiebel sehr empfindlich auf körpereigene, das Haarwachstum steuernde Hormone. Die Haarwurzeln betroffener Frauen reagieren besonders empfindlich auf das körpereigene Hormon Dihydrotestosteron (DHT), welches aus Testosteron gebildet wird. Dies führt dazu, dass die nachwachsenden Haare immer kürzer und dünner werden und vorzeitig ausfallen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Haarausfall zu behandeln und das Haarwachstum zu fördern:
Die einfachste und wirkungsvollste Möglichkeit, stressbedingtem Haarausfall vorzubeugen, ist, dem Stress erst gar keine Chance zu geben. Neben einem guten Zeitmanagement und einem gesunden Lebensstil sind regelmäßige Ruhepausen und guter Schlaf wichtig. Yoga und autogenes Training sind bekannte Methoden zur Entspannung und zum Stressabbau. Sowohl Yoga als auch autogenes Training können nach einer kurzen Anlernzeit leicht allein zu Hause durchgeführt werden.
Wenn der Haarausfall über mehrere Monate anhält oder sehr stark auftritt, sollte zur Sicherheit ein Hautarzt aufgesucht werden. Ist die „Pille“ möglicherweise die Ursache des Haarausfalls, könnte evtl. der Wechsel zu einem Präparat mit niedrigerem Gestagengehalt hilfreich sein. Betroffene sollten sich diesbezüglich ärztlich beraten lassen.
In diesen Fällen ist eine ärztliche Untersuchung bzw. das Arztgespräch unumgänglich. Nur nach einer genauen Diagnose können gezielte medizinische Maßnahmen getroffen oder über einen möglichen Wechsel der Medikation gesprochen werden.
Zusätzlich gibt es in der Apotheke spezielle Shampoos oder Tonics, die speziell für Frauen mit nicht krankheitsbedingtem Haarausfall entwickelt wurden. Hier bieten sich unter anderem das Pantovigar® Tonic und das Pantovigar® Shampoo für Frauen an.
Behandelt wird der erblich bedingte Haarausfall bei Frauen oftmals mit Kopfhautlösungen zur äußeren Anwendung, wie z. B. dem verschreibungsfreien Arzneimittel Pantostin® aus der Apotheke mit dem Wirkstoff Alfatradiol. Indem Alfatradiol die Bildung des haarwurzelschädigenden (DHT) hemmt, sorgt der Wirkstoff für eine Reduzierung bzw. ein Stoppen des Haarausfalls. Die gute Wirkung und Verträglichkeit von Alfatradiol wurde in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. Die Anwendung ist denkbar einfach. Nur 1 x täglich (vorzugsweise abends) wird die Lösung auf die Kopfhaut aufgetragen und leicht einmassiert. Der spezielle Applikator unterstützt eine exakte Dosierung der Lösung ohne Nachlaufen der Flüssigkeit.
Die Schulmedizin hat bei hormonell bedingtem Haarausfall meist nur Hormontherapien zu bieten. Doch immer mehr Frauen besinnen sich auf alte Heilmittel und wagen den Blick über den kulturellen Tellerrand. Zu den wichtigsten Hormonpflanzen zählen Yamswurzel, Mönchspfeffer, Bockshornklee, Nachtkerze, Schafgarbe, Frauenmantel, Rotklee, Passionsblume, Hopfen und Traubensilberkerze. Die Heilpflanzen können als Tee getrunken oder als Tinktur bzw. Sud in die Kopfhaut einmassiert werden. Auf diese Weise kann die Durchblutung gefördert und das Haarwachstum angeregt werden. Wird der Körper über die Ernährung ausreichend mit Nährstoffen versorgt, werden die Haarwurzeln zusätzlich gestärkt.
Ein gutes Zusammenspiel der Hormone sorgt ebenso wie eine gute Mineralstoffversorgung für gesundes, kräftiges Haar. Natürliches Kräutershampoo und Pflegeprodukte sowie Heilkräuter wie Brennnessel, Schafgarbe, Rosmarin, aber auch Nachtkerze und Weißdorn in Form von Tee oder Tinkturen unterstützen den Haarwuchs und können Haarausfall entgegenwirken.
Um Haarausfall aufgrund von Ernährungsproblemen zu vermeiden, solltest du eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Protein, Vitaminen und Mineralstoffen zu dir nehmen. Um Haarausfall in den Wechseljahren zu reduzieren, ist eine Ernährung reich an den Vitaminen C, B und A sowie den Mineralstoffen Zink, Eisen, Kupfer, Magnesium oder Calcium sinnvoll. Auch ein gesundes Körpergewicht mag gegen Haarausfall in den Wechseljahren helfen. Übergewichtige Frauen mit einem Body-Mass-Index von mehr als 25 leiden statistisch gesehen öfter an Haarausfall in der Postmenopause als normalgewichtige Frauen.
Frauen, die mit synthetischen Hormonen wie z. B. aus Antibabypillen, Hormonringen oder Hormonspiralen verhüten, sind nachweislich von einer Unterversorgung mit Vitalstoffen betroffen. denn hormonelle Verhütungsmittel sind echte Mikronährstoffräuber! Durch eine Mikronährstoffanalyse aus dem Blut können Defizite im Vitamin- und Mineralstoffhaushalt schnell aufgedeckt und der persönliche Bedarf an Vitalstoffen ermittelt werden. Die gezielte Einnahme von hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln führt schnell ans Ziel. Gleichzeitig unterstützen wir damit auch unsere Hormonbalance.
Die Nährstoffe, die wir über Lebensmittel aufnehmen, haben Einfluss auf etliche Abläufe im Körper - auch auf Haarwuchs und -gesundheit. Achte darauf, dass du genügend Zink und Eisen zu dir nimmst und lasse deine Haare so oft wie möglich an der Luft trocknen, anstatt sie zu föhnen oder zu glätten.
Hier ist eine Tabelle mit wichtigen Nährstoffen und ihren Quellen:
| Nährstoff | Quellen |
|---|---|
| Eisen | Fleisch, Hirse, Erbsen, Bohnen, Linsen, Sesam, Kürbiskerne, Spinat |
| Zink | Fleisch (besonders Rindfleisch), Fisch, Meeresfrüchte, Haferflocken, Käse, Linsen, Sojabohnen, Nüsse, grüne Erbsen, Sonnenblumenkerne, Hirse, Weizenkleie, Eier |
| Vitamine C, B und A | Obst und Gemüse |
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