Wer sie hat, kämpft damit und wer sie nicht hat, möchte sie unbedingt - Naturlocken! Locken sind wunderschön, wenn man sie richtig pflegt. Wichtig ist es, dass sie mit genügend Feuchtigkeit gepflegt werden und die Produkte auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt werden.
Doch wie pflegt man Naturlocken richtig? Welche Produkte sind am besten geeignet? Und gibt es denn überhaupt einen Unterschied darin, wie man glatte und lockige Haare pflegt? Locken haben meistens ihren eigenen Kopf und verhalten sich nicht immer so wie man möchte - besonders wenn sie durch häufige Hitzeeinwirkung oder Farbbehandlungen geschädigt sind.
Im Gegensatz zu glattem Haar sind Naturlocken trockener, empfindlicher und benötigen eine Extraportion Aufmerksamkeit. Mit der richtigen Lockenpflege kannst du Frizz bändigen, Sprungkraft fördern und deine Locken glänzend in Szene setzen.
Lockige Haare sind in ihrer Haarstruktur anders als glatte Haare - durch die Krümmung der einzelnen Haare liegt die Schuppenschicht häufig nicht ganz glatt an, was sie empfindlicher für äußere Einflüsse macht. Hitze oder Colorationen können hier schneller Schäden verursachen, da das Haar porös wird und die Feuchtigkeit rasch verliert.
Zusätzlich liegt lockiges Haar nicht so an der Kopfhaut an, wie das glatte Haare tun. Dadurch wird das Haar weniger mit dem hauteigenen Talg versorgt, was die Haare zwar weniger fettig, aber auch weniger weich und geschmeidig macht - im Endeffekt auch eher trockener werden lässt.
Lockige Haare sind oft trocken und tendieren dazu, voluminöser zu sein - manchmal mehr als erwünscht. Jede Naturlocke und Welle ist anders, daher sollte man als allererstes die eigenen Haare kennenlernen - sind sie eher fein, oder dick? Sind sie durch Farbe oder häufiges Glätten geschädigt? Hat man starke Locken oder eher Wellen? Dann wird die Lockenpflege-Routine auf den individuellen Haartyp angepasst.
Lockige Haare brauchen viel Fürsorge. Von der Haarwäsche bis zum Styling ist daher einiges zu beachten, damit die Naturlocken richtig gepflegt werden und schön aussehen.
Ein Feuchtigkeitsshampoo kann lockiges und trockenes Haar wieder glänzend und geschmeidig machen. Spezielle Locken-Shampoos haben den Vorteil, dass sie die Sprungkraft der Haare fördern.
Gelockte Haare benötigen tatsächlich intensivere Pflege als glatte. Theoretisch kannst du zum Waschen auch einfach ein Shampoo und eine Spülung für trockene Haare verwenden. Spezielle Locken-Produkte haben allerdings den Vorteil, dass sie nicht nur intensiv pflegen, sondern auch die Sprungkraft der Haare fördern.
Damit Ihr lockiges Haar gepflegt, aber nicht beschwert wird, drehen Sie Ihre Wasch-Routine um. Tragen Sie beim „Reverse Washing“ zuerst den Conditioner, dann das Shampoo auf.
Im Allgemeinen ist die Verwendung von einem Conditioner oder einer Maske unumgänglich, auch um die Knoten leichter aus dem Haar zu entfernen. Wer sehr feine Haare hat, kann Reverse Washing probieren - also zuerst Conditioner oder Maske verwenden und danach erst mit Shampoo waschen.
Bei trockener Luft brauchen die Haare übrigens noch mehr Pflege, da die häufig spröde Haarstruktur von Locken die Feuchtigkeit noch schneller verliert als eine glatte Haarstruktur. Haaröle sind ideal, um die Haare vor dem Trocknen nochmal ordentlich mit Feuchtigkeit zu versorgen.
Um Ihre Naturlocken zu pflegen, sollten Sie zu Shampoos und Conditionern mit natürlichen Lipiden wie Sheabutter, Jojoba- oder Macadamiaöl greifen. Sie umhüllen jede Strähne mit einem schimmernden Schutzfilm und versorgen das Haar bis in die Tiefe mit Feuchtigkeit.
Wirken Sie trockenen Naturlocken mit einer wöchentlichen Repair-Kur entgegen.
Bürsten sollte man das lockige Haar nur sehr vorsichtig - ein grobzinkiger Kamm oder spezielle Entwirrbürsten sind schonender für das Haar. Entweder sollte man das Haar im trockenen Zustand direkt vor der Haarwäsche vorsichtig entwirren, oder in der Dusche, wenn es mit Conditioner oder Maske gesättigt ist. So entstehen am wenigsten Haarschäden.
Benutzen Sie zum Entwirren Ihrer Naturlocken am besten einen grobzinkigen Kamm. Eine Bürste trennt die Haarsträhnen zu stark, das Haar wirkt dann struppig und aufgebauscht. Alternativ können Sie Ihre Locken stylen, indem Sie mit Ihren Fingern wie mit einem Kamm durch Ihre Haare fahren.
Am besten nur direkt nach dem Haarewaschen und mit einem grob gezinkten Kamm. "Bis zur nächsten Haarwäsche versuchen, die Haare nicht mehr zu bürsten, um die natürliche Kringelstruktur zu wahren. Denn so sehen Locken am schönsten aus", sagt Andreas Wild.
Egal welcher Lockentyp, man sollte besonders mit Hitze vorsichtig sein, da das Haar davon leichter geschädigt wird. Wenn man einen Haartrockner oder andere Hitzestyling-Tools verwendet, ist ein Hitzeschutz unbedingt notwendig!
Um die Lockenstruktur zu schonen, werden die Haare am besten an der Luft getrocknet. Und damit sie danach nicht schlapp wirken, sollte man eine definierende Lockencreme verwenden, die mit etwas Druck in die Locken eingeknetet wird. Es hilft auch, die Strähnen beim Lufttrocknen am Kopf festzuclippen, damit sie eine gute Sprungkraft bekommen.
Lassen Sie es am besten einfach an der Luft trocknen - so fällt es ganz natürlich und wird geschont. Arbeiten Sie nach der Haarwäsche spezielle Lockenmittel wie Lockencreme in die Haare ein, um Ihre Locken richtig schön zu stylen.
Wenn du also föhnst, dann am besten mit dem Diffuser auf kleiner Gebläse- und Hitzestufe. Der Aufsatz verteilt die Luft gleichmäßig: Das reduziert Frizz und sorgt für besser definierte Locken.
Je länger die Haare werden, desto weniger springen die Locken. Wer seine Naturlocken am liebsten mit genügend Sprungkraft sieht, wählt deshalb einen kürzeren Haarschnitt. Zu beachten ist, dass der Haarschnitt trotzdem zur Gesichtsform passen muss. Je breiter das Gesicht, desto länger sollten die Haare sein.
Kommt darauf an, was du willst: je kürzer die Haare, desto besser die Sprungkraft. Stufen sorgen dafür, dass lange Locken weiterhin schön springen und sich nicht aushängen. Aber Vorsicht: Das Deckhaar nie zu kurz schneiden lassen. Sonst droht ein 80er-Jahre-Gedächtnis-Effekt. Wünschst du dir hingegen, dass die Locken sich etwas aushängen und deine Mähne etwas glatter erscheint, solltest du die Haare möglichst lang und auf einer Länge tragen.
Bevor du blind in den nächstbesten Salon läufst, solltest du dich vorher bei anderen Frauen mit Locken erkundigen, zu welchem Friseur sie gehen. Denn krause Haare zu schneiden, ist tatsächlich eine Kunst. "Es sollte unbedingt jemand sein, der sich mit Locken gut auskennt", rät Andreas Wild, John Frieda Senior Stylist. "Und es gilt immer: Erst länger lassen und gegebenenfalls im trockenen Zustand nachschneiden, da sich Locken trocken immer noch einmal ein Stück zusammenziehen."
Ein schulterlanger Haarschnitt eignet sich vor allem bei lockigem, aber nicht sonderlich dickem Haar. Bei einem vollen Lockenschopf kann das Haar auch lang getragen werden.
Klares Ja von Andreas Wild: "Lockiges Haar mit einem Pony ist super trendy" Statt die Stirnfransen glatt zu föhnen und durchs Glätteisen zu ziehen, kannst du sie einfach der Luft trocknen lassen und mit etwas Styling-Creme in Form bringen.
Wichtig: Lasse den Pony richtig fransig und nicht zu akkurat schneiden. Der mittlere Part sollte im nassen Zustand bis zur Nasenspitze reichen, damit die Haare im trockenen Zustand locker über die Brauen fallen. Nach außen hin sollte der Lockenpony sanft in die längeren Haare übergehen.
Die Wahl der richtigen Produkte ist entscheidend für die Gesundheit und das Aussehen Ihrer Naturlocken. Hier sind einige Empfehlungen:
Das richtige Locken-Shampoo macht die Locken kämmbar und sorgt dafür, dass sie nicht mehr lasch und spröde vom Kopf hängen. Locken werden gut gereinigt und fühlen sich nach dem Waschen gesünder, gepflegter und geschmeidiger an.
Um Ihre Naturlocken optimal zu pflegen, sollten Sie zu Shampoos und Conditionern mit natürlichen Lipiden wie Sheabutter, Jojoba- oder Macadamiaöl greifen. Diese Inhaltsstoffe umhüllen jede Strähne mit einem schimmernden Schutzfilm und versorgen das Haar bis in die Tiefe mit Feuchtigkeit.
Ein Leave-In-Produkt nach der Haarwäsche erleichtert das anschließende Kämmen und verringert die Gefahr für Haarbruch.
Stylingprodukte können helfen, Ihre Locken zu definieren, Frizz zu reduzieren und ihnen zusätzlichen Glanz zu verleihen. Hier sind einige beliebte Optionen:
Lockengel ist ideal, um Korkenzieherlocken zu definieren. Es verleiht den Haaren starken Halt, sodass die Locken den ganzen Tag über in Form bleiben. Cremewachs kann vielfältig eingesetzt werden und hilft unter anderem dabei, Locken zu definieren und Frizz zu reduzieren.
Damit deine Locken gesund, definiert und glänzend bleiben, solltest du auf folgende Punkte achten:
Da gilt: Finger weg! "Versuche, so selten wie es geht, in die Haare zu langen und sie möglichst nicht zu kämmen zwischen den Haarwäschen", rät Wild. "Für noch mehr und lang anhaltender Sprungkraft kannst du mit einem Lockenstab nachhelfen."
Schützen Sie Ihre Locken über Nacht, indem Sie einen Kopfkissenbezug aus Seide oder Satin wählen und Ihr Haar zu einem lockeren, hohen Dutt zusammenbinden. Nachts ist das Haar besonders anfällig durch Reibung beim Schlafen. Seiden- oder Bambuskissenbezug verwenden - sie schützen die Struktur und sorgen für weniger Knoten und weicheres Haar am Morgen.
Um die idealen Pflegeprodukte für Ihre Naturlocken zu finden, ist es hilfreich, die Struktur und Porosität Ihrer Haare zu kennen. Hier sind einige wichtige Aspekte:
Diese Einordnung deiner Locken zu einem Haartyp kann dir bei deiner Pflege helfen.
| Eigenschaft | Hohe Porosität | Normale Porosität | Geringe Porosität |
|---|---|---|---|
| Schuppenschicht | Weit offen, nimmt Feuchtigkeit schnell auf und verliert sie auch schnell | Kompakt, nimmt Feuchtigkeit gut auf und speichert sie | Sehr kompakt, nimmt Feuchtigkeit schwer auf |
| Pflege | Benötigt Proteine und bestimmte Öle | Ausgewogene Pflege mit Feuchtigkeit und Proteinen | Vorsicht mit Proteinen, hydrolysierte Proteine sind besser geeignet |
tags: #Naturlocken #lange #Haare #Pflege
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