Afro Haare färben: Friseur Tipps für die perfekte Coloration

Afro Hair gehört aufgrund der sehr dichten und voluminösen Mähne zu den anspruchsvolleren Haartypen. Bei der Pflege sowie dem Styling gibt es einige Besonderheiten zu beachten. Wer seine Afro Haare richtig pflegt, kann sich über eine gesunde Afromähne freuen, die mit einer tollen Optik beeindruckt.

Typische Afrohaare lassen sich schnell an der sehr stark gelockten und gekrausten Optik erkennen. Die dunklen Naturlocken sind ferner von einer Spiralform geprägt. Die Haarstruktur bringt es mit sich, dass sich bei Afro Haaren die Haarlänge um 75 % verkürzt.

Du willst wissen, wie man Afrohaare richtig kämmt, wäscht und stylt? Hier sind einige Tipps und Tricks, wie Sie Ihre Afro-Haare optimal pflegen und färben können.

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Was sind Afro Haare?

Als Afro Haare bezeichnet man Naturlocken, die sehr stark gelockt sind. Die Locken zeigen sich dabei in einer feinen Spiralform. Sie wirken daher mehr gekraust als gelockt und liegen oft sehr weit oben am Kopf an. Durch diese spezielle Struktur wird die Länge erheblich gekürzt. Wie lang Afro Haare eigentlich sind, sieht man erst richtig, wenn diese geglättet werden.

Das naturkrause Haar hat einen besonderen Anspruch an die Pflege, denn durch das Volumen, die Dichte und die engmaschigen Locken sind Afro Haare schwer zu bändigen und neigen dazu, schnell stumpf auszusehen. Das begründet sich aus der Tatsache heraus, dass Afro Hair sehr feuchtigkeitsarm ist. Das trockene Haar ist darüber hinaus besonders anfällig für Schädigungen.

Afro Haare - unterschiedliche Haartypen

Afro Haare werden in unterschiedliche Haarstrukturen unterteilt. Bevor Du Dich nach Pflegeprodukten umsiehst, ist es wichtig, Deine Haare einem der Haartypen zuzuordnen. Nur so kannst Du die Pflege entsprechend auf die Bedürfnisse der Haare abstimmen.

Die Untergliederung setzt sich aus Zahlen zusammen, die Hinweise auf die Textur geben und Buchstaben je Zahl von a bis c, welche die Lockengröße beschreiben. A bezieht sich auf sehr große Locken bis c sehr enge, krausige Locken.

  • Haartyp 1: Glatt
  • Haartyp 2: Wellig
  • Haartyp 3: Lockig
  • Haartyp 4: Kraus

Die meisten Menschen mit Afrohaaren finden sich bei den Haartypen 3 a-c und 4 a-c wieder.

Aufgrund der Fülle und Dichte denken die meisten Menschen, dass Afrohaare sehr robust und kräftig sind. Das stimmt jedoch nicht ganz. Im Gegenteil - Afro Haare haben eine sehr empfindliche Haarstruktur, sind sehr anfällig, verlieren schnell Feuchtigkeit, trocknen aus und brechen häufig.

Damit sich Afro Haare in ihrer ganzen Schönheit zeigen, auf die so manch einer neidisch sein wird, haben wir Dir nachfolgend unsere besten Tipps zusammengestellt.

Pflege von Afro Haaren

Bevor wir uns dem Färben widmen, ist es wichtig, die Grundlagen der Afro-Haarpflege zu verstehen. Hier sind einige grundlegende Tipps:

  • Kämmen: Besonders gut lassen sich Afrohaare nur im feuchten Zustand mit einer groben Bürste kämmen. Vorab solltest Du eine Leave-in-Pflege ins Haar einarbeiten, was für eine bessere Kämmbarkeit sorgt. Zudem ist Vorsicht geboten. Kämme Deine Afrohaare von unten nach oben und vermeide Zerren und Reißen. Grundsätzlich reicht es aus, Afro Haare einmal die Woche zu kämmen und diese an allen anderen Tagen mit den Fingern zu entwirren.
  • Waschen: Auch beim Waschen von Afro Haaren heißt es - weniger ist mehr. Greife auf Produkte zurück, die frei von Silikonen, Sulfaten und Parabenen sind. Ein Shampoo sollte Deine Afrohaare mit ausreichend Feuchtigkeit versorgen. Ebenso gut geeignet sind Öle wie Arganöl, die die Feuchtigkeit einschließen. Vor dem Waschen kannst Du zusätzlich ein Leave-In-Produkt einarbeiten und die Haare sanft entwirren. Eine Haarspülung beim Haarewaschen solltest Du nur dann nutzen, wenn Du das Bedürfnis hast oder Deine Haare öfter wäscht.
  • Wie oft wäscht man Afro Haare? Einmal die Woche ist eine Haarwäsche bei Afrohaaren ausreichend. Zu häufiges Haarewaschen trocknet die Haare schnell aus, macht sie stumpf und spröde. Fühlst Du Dich mit häufigeren Haarwäschen wohler, nutze zusätzliche Pflegeprodukte wie einen Conditioner.
  • Trocknen: Am Ende der Haarwäsche arbeitest Du einen Leave-in-Conditioner auf Wasserbasis ein und lässt sie lufttrocknen, um Spliss und weiteres Austrocknen zu vermeiden. Zudem verlieren geföhnte Locken schnell ihre natürlich schöne Form.
  • Refresh für den Tag: Am Tag solltest Du Deine Afrohaare mehrmals mit einem Gemisch aus etwas Leave-in-Conditioner und Wasser befeuchten. Nutze dazu eine kleine Sprühflasche, die handlich in jede Tasche passt.
  • Pflegetipp für die Nacht: Bette Deine Afrohaare auf einem Seiden- oder Satinkissen, um die sonst übliche Reibung an Baumwollstoffen zu vermeiden. Es bilden sich weniger Knoten, die Haare werden nicht geschädigt und behalten länger ihre Feuchtigkeit. Ein weiterer Expertentipp ist es, die Afrohaare am Abend vor dem Schlafen zu flechten.

Afro Look stylen

Das Tolle bei Afro Haaren ist, dass sie nicht nur offen richtig toll aussehen, sondern sich vielseitig stylen lassen. Beliebt sind Braids. Die geflochtenen Zöpfe gibt es heute in unterschiedlichen Variationen - vom Klassiker, der eng am Kopf geflochten wird, bis hin zu Chunky Braids als aufwendige Flechtfrisur.

Der Gang zu einem Profi lohnt sich. Braids haben zusätzlich den Vorteil, dass sie die Afro Haare vor Haarbruch und Spliss schützen. Unser letzter Tipp: Afro Haare sollte man nicht oder nur gelegentlich mit einem Glätteisen glätten. Die Hitze schadet den Haaren besonders.

Hast Du noch Fragen zu Afrohaaren oder möchtest Du Dich zur richtigen Pflege beraten lassen? Sprich uns dazu einfach in einem unserer Shops an oder wende Dich an uns über den „Hilfe & Kontakt“-Button im Onlineshop.

Afro Haare und Farbe

Haben Sie Afro Haare und möchten eine Typ-Veränderung vollziehen, kann Ihnen dies durch das Färben der Haare gelingen. Wie Sie dabei am besten vorgehen, haben wir für Sie zusammengefasst.

Vorbereitung der Afro Haare auf das Färben

Da Afro Haare eine sehr schwache Haarstruktur haben und leicht brechen können, ist es wichtig, dass Sie das Färben Ihrer Haare gezielt vorbereiten. So gelingt es Ihnen, das bestmögliche Ereignis zu erzielen.

Der erste Schritt ist die Wahl der richtigen Farbe. Wählen Sie einen Farbton, der gut zu Ihrer Haut und Ihrer Persönlichkeit passt. Vermeiden Sie zu aufdringliche Töne, um Enttäuschungen vorzubeugen. Denken Sie daran, auch genügend Farbe für Ihre Haare zu kaufen: Je länger Ihre Haare sind, umso mehr Farbe benötigen Sie.

Kräftigen Sie Ihre Haare vor dem Färben: Es empfiehlt sich, zwei Tage vorher eine feuchtigkeitspflegende Haarkur aufzutragen. Verwenden Sie am besten kein Shampoo, bevor Sie Ihre Haare färben. Bevor Sie mit dem Färben loslegen, sollten Sie Ihre Afro Haare gründlich durchkämmen.

Anleitung zum Färben

Haben Sie eine passende Farbe gewählt und Ihre Haare ideal vorbereitet, können Sie auch schon mit dem Färben beginnen:

  1. Lesen Sie unbedingt im Voraus die Packungsanleitung durch. Im Regelfall finden Sie in der Packung auch ein Paar Handschuhe.
  2. Um am Ende keine böse Überraschung zu erleben, sollten Sie zunächst einen "Strähnentest" durchführen: Tragen Sie eine geringe Farbmenge auf eine Strähne auf.
  3. Während des Färbens kann auch etwas des Mittels auf Ihr Gesicht kommen.
  4. Färben Sie nun jeden der vier Abschnitte mit dem Färbemittel ein. Durch den Strähnentest sollten Sie wissen, wie lange Ihre Afro Haare benötigen, um die Farbe anzunehmen.
  5. Spülen Sie Ihre Haare abschließend gründlich ab. Es ist wichtig, dass keine Spuren des Färbemittels mehr in Ihren Haaren übrig bleiben.

Nach dem Färben der Afro Haare

Damit die Farbe auch nicht an Intensität verliert und Ihre Haare möglichst gut geschützt werden, ist die richtige Pflege wichtig.

Verwenden Sie im Anschluss an den Färbevorgang eine Haarkur. Oft ist in den Färbe-Packungen bereits eine kräftigende Kur enthalten; andernfalls sollten Sie eine andere Haarkur wählen. Um die Haare nicht unnötig zu strapazieren, ist es empfehlenswert, wenn Sie diese an der frischen Luft trocknen lassen.

Gerade zu den extremen Temperaturen im Sommer sowie Winter solltet du besonders gut auf deine Mähne achten, da unsere Haare viel Feuchtigkeit brauchen. Denn Hitze und Kälte trocknen Haare aus. Minusgrade trocknet ebenfalls die Afrohaare aus. Um deine Haare zu schützen, empfiehlt es sich regelmäßige „Coditionings“ oder „Haarmasken“ zu verwenden, damit deine Haare mit den nötigen Nährstoffen versorgen werden.

Färbetechniken: Balayage und Pintura

Highlight-Techniken wie der Dauerbrenner Balayage machen nicht den Anschein, von der Bildfläche, beziehungsweise unseren Köpfen zu verschwinden. Zwar gibt es jede Saison ein paar Updates; gerade angesagte Grundtöne, die an den Spitzen magisch in eine komplementäre, hellere Farbe übergehen und dann so instagrammable Namen bekommen wie „Blonde Roast“ oder „Toasted Coconut“.

Die Technik aber bleibt die selbe. Balayage ist deswegen so beliebt, weil durch das Verzichten auf Folien ein fließenderer Übergang vom dunkleren zum helleren Ton erzielt werden kann. Das schmeichelt jedem Gesicht und lässt das Haar lebendiger aussehen - auch Natural Hair, nur braucht das nicht nur besondere Pflege, auch beim Färben muss einiges beachtet werden.

Werden die Übergänge nicht fachmännisch gebleacht, können Strähnen sonst schnell zu akkurat und klobig wirken.

Die Pintura-Technik wurde extra für die Bedürfnisse und Beschaffenheit von Afrohaar konzipiert und hellt die Curls subtil auf, ohne zu strähnig zu wirken. Diese neue Methode kommt aus den USA, aber bahnt sich gerade, Strähne für Strähne, seinen Weg über den großen Teich, hinein in deutsche Friseurläden.

Was ist Pintura & was muss man beim Färben von Natural Hair bedenken?

„Pintura ist eine Färbetechnik, extra für natürliches Haar“, so die Expertin gegenüber unseren Kolleg*innen von R29-US. „Wörtlich heißt es ‘zeichnen' und genau das machen die Stylist*innen beim Färben auch. Per Hand werden die Locken, ohne Verwendung von Folien, angemalt. Der größte Unterschied zu der auf europäischem Haar angewendeten Balayage-Technik ist, dass die Form, Länge und Dichte jeder einzelnen Locke zuvor begutachtet und beim 'Malen' beachtet werden muss. Erst dann kann mit der Pintura-Technik eine individuelle Haarfarbe kreiert werden, die speziell auf das Haar einer Klientin ausgerichtet ist, den Anschein von mehr Tiefe und Bewegung macht und nur ihrem Gesicht schmeichelt.“

Einer der Gründe, wieso Techniken wie Balayage oder eben Pintura nicht mehr wegzudenken sind, ist genau diese Individualität. Man hat die Möglichkeit, nur ein paar feine Strähnen rund um das Gesicht herum und an den Enden zu zeichnen oder aber man verändert die komplette Haarfarbe mit vielen, strategisch gesetzten Highlights.

Wichtiger Hinweis

Egal für welche Variante man sich entscheidet, bitte niemals alleine zu Hause färben oder bleichen, sondern nur im Salon bei Profis - besonders bei Natural Hair! Sowieso kannst du Bleach komplett aus dem Weg gehen, indem dein*e Friseur*in nach einem High Lift Tint fragst, der kommt ganz ohne die schädliche Bleiche aus.

Haarschonende Produkte

In der Regel ist Natural Hair trockener und empfindlicher als anderen Haartypen, aber mit ein paar schützenden Produkten und neuartigen Methoden wie Wella Professionals Koleston Perfect with ME+, Olaplex und INNOluxe wird das Haar beim Färben viel weniger angegriffen, als noch vor ein paar Jahren. „Auf Grund dieser die Haarstruktur schützenden Innovationen können ganz neue Färbetechniken, auch auf Afrohaar, angewendet werden“, fügt Zoë hinzu.

Warum sollte ich meine Haare bei einem Friseur färben lassen?

Die Preise für das Färben sind bei Ihrem Friseur natürlich höher als beim Griff zur Haarfarbe aus dem Drogerie- oder Supermarkt. Warum Sie Ihre Haare trotzdem in einem Friseursalon färben lassen sollten, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag. Übrigens sollten Sie bevorzugt solche Friseure aufsuchen, die sich wie unser Salon Black and White auf das Färben spezialisiert haben.

Wenn Sie sich für eine dauerhafte Koloration oder Blondierung entscheiden, bleibt die Farbe bis zum Nachwachsen der Haare sichtbar. Kolorationen enthalten nämlich Ammoniak oder andere Quellmittel, welche die Schuppenschicht des Haares öffnen und dafür sorgen, dass die gewünschte Haarfarbe tief in Ihr Haar eindringt. Auf diese Weise verankern sich die Farbmoleküle dauerhaft in Ihrem Haar.

Ihr Friseur weiß, wie das Ergebnis in Ihrem Haar wirkt. Bei Produkten aus dem Supermarkt kann die Farbe gelingen oder leider auch anders aussehen als gewünscht. Nicht selten führt das heimische Färben zu Farbtönen, die einen Gelb-, Orange- oder auch Grünstich aufweisen. Wer nachher den Farbton beim Friseur korrigieren lassen muss, hat nichts gewonnen.

Da jede Haarfarbe das Haar belastet, sollten Sie sich - insbesondere bei dünnen oder empfindlichen Haaren - für ein hochwertiges Produkt vom Friseur entscheiden. Meistens sind die in Salons eingesetzten Farben nämlich schonender für Ihr Haar. Ferner kann Ihr Friseur passende Pflegeprodukte nach dem Färben auftragen, um Ihr Haar bestmöglich nachzubehandeln.

Worauf sollte man bei der Salonwahl achten?

Zunächst einmal müssen Sie sich natürlich wohlfühlen - mit Ihrem Friseur und auch in dem Salon, den Sie sich ausgesucht haben. Ferner sollte sich ein professioneller Friseur immer Zeit für Sie nehmen. Das fängt bereits mit einer Farbberatung an. Hilfreich kann es natürlich sein, wenn Sie zu Ihrem Stammfriseur gehen, der bereits mit Ihrem Stil und Ihren Haaren vertraut ist.

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