Der Sommer naht, und mit ihm die Zeit für kurze Kleider und Röcke. Doch lästige Härchen an den Beinen und unter den Achseln können das Vergnügen trüben. Ein Nassrasierer kann hier Abhilfe schaffen. Bei einem Nassrasierer gleiten die Klingen des Rasierers über die nasse Haut und schneiden so die Haare ab.
Durch die vorherige Aufweichung der Haut und Haare mit Wasser gelingt die Rasur einwandfrei. In der Regel haben Nassrasierer einen ergonomischen Griff sowie einen Gelstreifen, der die Rasur bei Wasserkontakt noch angenehmer macht. Doch welcher Nassrasierer ist der richtige für Sie? Dieser Artikel bietet Ihnen einen umfassenden Überblick und Vergleich.
Ein Nassrasierer entfernt die Haare, indem er über die vorher angefeuchtete beziehungsweise nasse Haut gleitet und so die Haare entfernt. Die Nassrasur eignet sich am besten, wenn man eine gründliche Rasur haben möchte und die entsprechende Zeit dafür aufwenden kann. Zunächst weicht man seine Haut mit Wasser auf, trägt ein Peeling auf und beginnt danach zu rasieren.
Um die Haare und die Haut für die Rasur vorzubereiten, weicht man sie zunächst mit warmem Wasser und einer milden Seife auf. Zusätzlich ist die Verwendung eines Rasierschaumes- oder Gels, um die Haut zusätzlich vor Schnittverletzungen zu schützen. Nun rasiert man die Haare in Wuchsrichtung und pflegt die Haut anschließend mit einer entsprechenden Creme.
Zunächst kürzt man die Haare bei zu großer Länge mit einem Trimmer, da man sonst Gefahr läuft, dass die Haare herausgezogen werden. Dies führt dann zu kleinen Beschädigungen der Haut und somit zu Rasierpickeln.
Zudem ist wichtig, dass der Rasierkopf beweglich ist und sich demnach der entsprechenden Körperstelle anpassen kann. In den meisten Fällen sind beim Kauf eines Nassrasierers Klingen für den Austausch dabei. Zudem sind auch Rasierer-Sets erhältlich, welche unterschiedliche Griffe oder einen Mini-Rasierer für unterwegs beinhalten.
Hier gilt grundsätzlich, dass die Klinge sauber und scharf sein muss, um eine einwandfreie Rasur zu gewährleisten. Gleiten die Klingen nicht mehr so gut über die Haut, sind die Klingen wahrscheinlich stumpf. In diesem Fall ersetzt man sie.
Während der Rasur setzen sich schnell Härchen in den Klingen ab. Dadurch stumpft der Rasierer ab und die Rasur ist nicht mehr sauber.
Alle Rasierer haben parallel angeordnete Rasierklingen. Bei Nassrasierern sind in der Regel 3, 5 oder 6 Klingen vorhanden.
Worauf achtet die Fachpresse beim Vergleich von Nassrasierern? Ein Nassrasierer sollte sanft und gründlich rasieren, dabei gut in der Hand liegen und einen flexiblen Kopf besitzen. Dabei haben Sie die Wahl zwischen preiswerten Einwegrasierern (die allerdings schneller abstumpfen) und Systemrasierern mit Wechselklingen.
Die richtige Klingenanzahl: Drei, vier oder fünf? Die richtige Anzahl der Klingen gehört zu den meistgestellten Fragen. Sie ist abhängig von Hauttyp und Bartdichte, für die meisten ist ein Nassrasierer mit drei bis fünf Klingen optimal. Mehr Klingen rasieren gründlicher, können aber auch Hautirritationen verursachen. Wichtig ist, dass der Rasierer gut zur eigenen Haut passt.
Achten Sie auf Flexibilität des Kopfes und Gleitstreifen, um an besonders empfindlichen Stellen Schnitte zu vermeiden. Die Klingen eines Nassrasierers sollten je nach Häufigkeit der Rasur und Hauttyp etwa alle fünf bis zehn Rasuren gewechselt werden.
Wie oft sollte man die Klingen wechseln? Stumpfe Klingen erhöhen das Risiko von Hautirritationen und führen zu einer weniger gründlichen Rasur. Wenn Sie merken, dass der Rasierer ziept oder Ihre Haut nach der Rasur gereizt ist, ist es Zeit für einen Wechsel. Eine regelmäßige Kontrolle der Klingen sorgt für eine bessere Rasur und gesunde Haut.
Der wohl bekannteste Hersteller von Damen Nassrasierern ist Gilette Venus. Das Unternehmen bietet sowohl Einwegrasierer als auch Systemrasierer in den unterschiedlichsten Ausführungen an. Zusätzlich lassen sich auch passende Pflegeprodukte im Produktportfolio finden. Beim Kauf eines Systemrasierers sind in der Regel Ersatzklingen dabei. Die Preise beginnen hier bei 10 Euro. Die Ersatzklingen lassen sich ebenfalls ab 10 Euro erwerben.
Ein weiterer bekannter Hersteller von Nassrasierern im Damenbereich ist Wilkinson Sword. Auch hier erstreckt sich die Produktpalette von Einwegrasierern bis hin zu Systemrasierern und Trimmern. Die Systemrasierer von Wilkinson unterscheiden sich in der Marke. Hier gibt es zum einen die Serie Intuition, Quattro for women und Hydro Silk. Die Preise hier liegen etwas über den Preisen von Gilette Venus und beginnen bei 15 Euro.
Stiftung Warentest testet in seinem Nassrasierer-Test 05/2020 den Gilette Venus ComfortGlide Spa Breeze mit drei Rasierklingen. Ebenfalls in der 05er Ausgabe der Stiftung Warentest getestet wurde der Swirl Flexiball Damenrasierer. Dieser besitzt 5 Klingen sowie Feuchtigkeitsstreifen.
Der Wilkinson Sword Quattro Women mit 3 Klingen hat bei bisher jedem Test überzeugt, und so auch wieder in der Ausgabe 05/2020 der Stiftung Warentest. Es gibt viele Hersteller für Nassrasierer, wobei Gilette mit dem Gillette Venus Embrace die Stiftung Warentest überzeugt.
Stiftung Warentest hat Nassrasierer für Herren (Ausgabe 12/2024) getestet. Die Experten haben 16 Systemrasierer mit Drei- bis Sechs-Klingen-Block sowie vier Rasierhobel einer Prüfung unterzogen.
Unter den getesteten Modellen befinden sich teurere Marken-Produkte, aber auch günstige Rasierer von Supermärkten, Discountern und Drogerien. Die gute Nachricht: Von den insgesamt 20 getesteten Rasierern schneiden alle gut ab.
Bei den insgesamt guten Ergebnissen ist es wenig überraschend, dass sich gleich mehrere Rasierer den ersten Platz teilen. Es handelt sich dabei um jeweils zwei Rasierer der bekannten Marken Gillette und Wilkinson.
Mit Preisen zwischen 10 und 20 Euro für den Rasierer und 3 bis 5 Euro pro Ersatzklinge, sind die nahmhaften Testsieger auf Dauer nicht gerade erschwinglich.
Unter den Rasierhobeln schneidet der Störtebekker Silber am besten ab.
Die Stiftung Warentest kam in ihrem Test auf das gleiche Ergebnis. Dort führt die Bestenliste ein 5-Klingen-Rasierer an (Gillette Fusion5 Proglide), direkt darauf folgen ein 2-Klingen-Modell (Gillette SkinGuard) und anschließend ein Rasierer mit drei Schneiden (Gillette Mach3).
Im Gesamtergebnis erhielten alle vier Premiummodelle - Gillette Fusion 5, Gillette Labs, Wilkinson Hydro 5 und Wilkinson Hydro 5 Ultimate - die Note „gut (1,8)“. Unterschiede zeigten sich jedoch in den Einzelkategorien. Besonders in der „Rasurgründlichkeit“ konnten die Markenrasierer mit Bestnoten zwischen 1,6 und 1,7 die Spitzenplätze sichern.
Der günstige Aldi Lacura Men 4-Klingen-Rasierer kam hier auf „gut (1,8)“ und lag damit nur knapp dahinter.
Interessant ist, dass auch einige weitere günstige Eigenmarken in der Rasurgründlichkeit sich auf Augenhöhe mit den Premiumprodukten von Gillette und Wilkinson positionieren.
Was bei den Nassrasierern in die Werbeschlacht geworfen wird, ist schon erstaunlich: Einwegrasierer, Systemrasierer, klassische Rasierhobel - und all das auch noch in unterschiedlichen Ausführungen und Preisklassen.
Dass vor allem Systemrasierer so beliebt sind, hat andere Gründe als die Qualität der Rasur. Die liegen vor allem im gezielten Marketing. Denn bei gleichbleibender Technik werben Nassrasierer mit immer attraktiveren Details. So wurde zum Beispiel die Klingenanzahl von zwei Stück auf nunmehr fünf bis sieben Stück erhöht.
Die Hersteller sprechen von einer noch dichteren Lagerung der einzelnen Klingenblätter und einer noch gründlicheren Rasur, vom Vermeiden mehrfacher Nachrasuren und vom Schutz vor Entzündungen. Auf ihren Webseiten preisen die Anbieter ihre Klingen-Techniken als bahnbrechend und die Rasur als „klügste“, individuelle oder gar als „Erlebnis“.
Immer häufiger wird Rücksicht auf die sensible Haut genommen - bei Produkten für Frauen wie für Männer. Dabei helfen sollen beispielsweise stoßdämpfende Technologien (z. B. „Hydro Sense“ bei Wilkinson oder SkinGuard bei Gilette) oder Schutzkissen an den Enden des Rasierkopfs (z. B. „Shilette Ladyshave Venus Divine“).
Für die Frage nach der besten Rasur sind solch krönende Maßnahmen unerheblich. Das angenehmere Gefühl bei der Rasur sei aber teuer erkauft, notiert Guter Rat und verweist auf herkömmliche 5-Klingen-Rasierer, die ihre Sache nicht schlechter machen.
Auch beim Systemrasierer müssen Sie den Klingenblock wechseln. Dem reinen Komfort dienen auch Feuchtigkeitsstreifen, die Sie anfangs unten und bei neueren Nassrasierern nun auch oben an den Klingen anbringen können.
Vorgelagerte Gummilamellen sollen zudem die Haare vor den Klingen aufrichten und so das Nachrasieren überflüssig machen. Viele der Klingen sind federnd gelagert, wodurch die Gefahr, sich zu schneiden, auf ein Minimum reduziert werden soll. Einige sind speziell gehärtet, um ausdauernder zu rasieren.
Doch um gute Rasurergebnisse zu erzielen, wird all das nicht gebraucht; der Komfort ist der eigentliche Vorteil. Auch auf Hautstraffen oder bestimmte Rasierwinkel - wie bei einem Rasierhobel - ist ein Systemrasierer nicht angewiesen und er benötigt auch keinen Rasierdruck.
Auch dass Rasierköpfe hinter Gittern (aus „Sicherheitsgründen“) nicht die Qualität der Klingen erhöhen, liegt auf der Hand. Daher sollten Sie auch die ausgefeiltesten Klingenblöcke von Systemrasierern nur acht bis maximal zwölfmal verwenden. Anschließend sollten Sie sie gegen neue austauschen.
Für den Unterhalt von Einwegrasierern zahlen Sie weniger. Dies wiederum führt zu einem der Hauptvorteile von Einwegrasierern und Rasurhobeln der ersten Generation: Beide kommen im Unterhalt günstiger. Denn bei den Rasurhobeln müssen Sie nur zwei einfache Rasierblätter austauschen, bei den Wegwerfrasierern wird kurzerhand das ganze Gerät nach der Rasur entsorgt.
Ein Tipp von Stiftung Warentest sei noch nachgereicht: Wenn Sie auf den Preis schauen müssen, sollten Sie größere Packungen an Ersatzklingen kaufen. Deren Stückpreis ist oft geringer.
Rasieren ist eine wiederkehrende Aufgabe und begleitet Männer ab dem ersten Bartwuchs bis zu ihrem Lebensende. Keine triviale Tätigkeit - es lohnt sich also, die richtige Methode für sich zu finden. Mit welcher Rasurvariante man sich am Ende am wohlsten fühlt, ist eine äußerst individuelle Sache.
Viele Männer entscheiden sich für die Nassrasur mit Systemrasierern und nicht wenige nehmen einfach den nächstbesten, den sie günstig bei ihrem Discounter oder Drogeriemarkt entdecken.
Um herauszufinden, wie lange, haben wir viel Zeit investiert - insgesamt rund zwei Jahre. Mehrere Testpersonen haben die 12 Nassrasierer im Alltag benutzt, bis die Klingen streikten. Neben dem Kostenfaktor haben wir auch die Handhabung, die Gründlichkeit und eventuelle Hautreizungen in unsere Bewertung einbezogen.
Am Ende hat sich ein klarer Sieger herauskristallisiert - aber wie immer gibt es auch Alternativen, die eigene Stärken aufweisen.
Für die Nassrasur spricht ihre Gründlichkeit. Weil die Klinge sehr nah über die Haut gleitet, werden Barthaare ebenda abgeschnitten. Elektrorasierer haben zum Schutz fein gelochte Metallplatten, die zwar die Haut vor Verletzungen schützen, aber aufgrund des größeren Abstands zur Haut minimale Stoppeln hinterlassen.
Dadurch wird die Haut nicht ganz so glatt und der Bartschatten wird früher wieder sichtbar. Auch die Kosten sind ein wichtiger Faktor. Nassrasierer kosten zwar bei der Anschaffung nicht viel, die Klingen gehen jedoch stark ins Geld - und man muss sie oft wechseln.
Auch für Männer mit unebener Gesichtshaut geht nichts über die Elektrorasur. Sich mit einem Rasierapparat zu schneiden, ist nahezu unmöglich. An den offenen Schneiden von Nassrasierern kann man sich hingegen relativ leicht verletzen, und das Risiko wird durch den Rasierschaum noch gesteigert.
Darüber hinaus ist Nassrasieren zeitaufwendiger als die Trockenrasur. Viele Nassrasur-Afficionados schwören auf Rasierhobel. Diese sind teurer in der Anschaffung, aber meist auch hochwertiger und oft auch schöner gestaltet.
Im Gegenzug sind die Klingen deutlich günstiger und man ist flexibel bei der Wahl des Herstellers, denn Rasierhobel nutzen standardisierte Klingen. Der Umgang mit Rasierhobeln erfordert aber Übung und Konzentration, denn hier zieht man die Klinge direkt über die Haut - eine Schutzzone gibt es nicht.
Aus diesem Grund kann man sich mit Rasierhobeln leichter verletzen, gleichzeitig ist ihre Gründlichkeit unschlagbar. Die meisten handelsüblichen Systemrasierer nutzen entweder drei oder fünf Einzelklingen. Es gibt auch Ausnahmen, die mit zwei, vier oder gar sechs Klingen aufwarten, diese sind aber eher selten - in unserem Test ist der Wilkinson Quattro das einzige Modell mit einer geraden Anzahl Schneiden.
Unter den von uns getesteten Systemrasierern gab es keine merklichen Unterschiede zwischen Modellen mit drei und mit fünf Klingen - weder bei der Gründlichkeit, noch bei der Hautirritation oder der Lebensdauer schnitten die 5-Klingen-Rasierer besser ab. Unser Testsieger ist ein 3-Klingen-Rasierer und erledigte seine Aufgabe dennoch besser als seine Konkurrenten mit mehr Schneiden.
Hier eine Übersicht der besten Nassrasierer im Test, basierend auf verschiedenen Quellen:
| Produkt | Hersteller | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Fusion 5 | Gillette | Rasiergenauigkeit, Gleitstreifen |
| Hydro 5 Hautschutz | Wilkinson Sword | Komfortabler Rasiergriff |
| ProGlide | Gillette | Streichelzarte Rasur |
| Mach3 | Gillette | Bewährter Klassiker, lange Haltbarkeit |
| Hydro 5 | Wilkinson Sword | Ergonomischer Griff |
Hier sind noch einige zusätzliche Tipps für eine perfekte Nassrasur:
Mit diesen Tipps und dem richtigen Nassrasierer steht einer glatten und gepflegten Haut nichts mehr im Wege!
tags: #nassrasierer #test #vergleich
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