Neue Therapieansätze bei Haarausfall: Hoffnung für Betroffene

Haarausfall betrifft viele Menschen und kann unterschiedliche Ursachen haben. Bis zu 70 Prozent der Männer sind im Laufe ihres Lebens von genetisch bedingtem Haarausfall betroffen. Auch vor Frauen macht die sogenannte androgenetische Alopezie nicht Halt. Bis zu 40 Prozent haben Probleme mit dem vererbten Haarausfall, der durch eine Überempfindlichkeit der Haare auf männliche Sexualhormone - sogenannte Androgene - verursacht wird.

Unabhängig von der Ursache stellt der Haarverlust für die Betroffenen oft eine erhebliche Belastung dar. Ein Allheilmittel existiert bis dato nicht, jedoch gibt es neue Forschungsansätze, die vielversprechend erscheinen.

Haarausfall stoppen - 4 Tipps für deinen natürlichen Haarwuchs

Innovative Therapieansätze im Überblick

Trotz langjähriger Forschung gibt es bislang keine endgültige Lösung bei Haarausfall. Dennoch sind Wissenschaftler stetig auf der Suche nach wirksamen Mitteln. Die folgenden Ansätze könnten neue Hoffnung für Betroffene bieten:

1. Heuschnupfen-Medikamente

Untersuchungen deuten darauf hin, dass Heuschnupfen-Medikamente auch bei Haarausfall wirksam sein könnten. Mehrere Studien legen nahe, dass eine Lösung mit einem Prozent des Antihistaminikums Ceterizin genetisch bedingten Haarausfall bekämpfen könnte.

2. Vitamin D

Das „Sonnenvitamin“ wird vom Körper durch die Einwirkung von UV-Strahlen der Sonne produziert. Ein Mangel an Vitamin D kann den Wachstumszyklus stören und die Dermis - die Hautschicht, in der sich die Haarfollikel befinden - schwächen, was das Risiko von Haarausfall nachweislich erhöht. In einer Studie konnten Forscher zeigen, dass kahlköpfige Mäuse, denen Vitamin D verabreicht wurde, neue Haare bekamen.

Vitamin D kann das Risiko von Haarausfall reduzieren.

3. Arthritis-Medikamente

Ein spezielles Medikament, das ursprünglich für Patienten mit rheumatoider Arthritis entwickelt wurde, könnte ebenfalls bei Haarausfall helfen. Ähnlich verhält es sich bei entzündlichem Haarausfall, der Alopecia areata genannt wird, bei dem das Immunsystem die Haarfollikel angreift. Untersuchungen mit Arthritis-Patienten zeigten, dass bei Patienten mit kahlen Stellen neues Haar wuchs. Diese Medikamente sollten jedoch nur nach Absprache mit einem Arzt eingenommen werden, da sie unangenehme Nebenwirkungen haben können, die bis zu lebensbedrohlichen Blutgerinnseln reichen.

4. Eine bestimmte Zuckerart: 2-Desoxy-D-Ribose

2-Desoxy-D-Ribose ist eine Zuckerart, die natürlich im Körper vorkommt. Wenn sie in einem Gel für die Kopfhaut verwendet wird, kann sie das Haarwachstum anregen. Der Zucker stimuliert das Wachstum neuer Blutgefäße, um sauerstoffreiches Blut zu Geweben und Organen zu transportieren.

Der Durchbruch mit Desoxyribose?

Eigentlich wollte das Team um Sheila MacNeil von der University of Sheffield und Muhammed Yar von der COMSATS University Islamabad untersuchen, wie der Zucker namens 2-Desoxy-D-Ribose (2dDR) - auch Desoxyribose genannt - zur Wundheilung beitragen kann. Desoxyribose ist ein wichtiger Bestandteil der Nukleotide, den Bausteinen der Nukleinsäuren, die in allen lebenden Organismen vorkommen.

Als die Forschenden die Desoxyribose in Form eines Gels auf die Wunden von Mäusen auftrugen, stellten sie aber auch noch etwas anderes fest: 2dDR kann offensichtlich nicht nur Wunden verschließen - sondern auch den Haarwuchs anregen. Um herauszufinden, warum das so ist, stellten die Wissenschaftler*innen den menschlichen erblich bedingten Haarausfall bei Mäusen nach. Bei einer Gruppe von Mäusen trugen sie anschließend eine kleine Dosis 2dDR auf die kahlen Stellen auf. 20 Tage lang kontrollierte das Forschungsteam daraufhin das Haarwachstum der Mäuse und kam zu dem Ergebnis: Der natürlich vorkommende Zucker 2dDR ist genauso wirksam wie das chemisch hergestellte Medikament Minoxidil.

„Dieser pro-angiogene Desoxy-Ribose-Zucker kommt in der Natur vor, ist kostengünstig und stabil, und wir haben gezeigt, dass er von einer Vielzahl von Trägergelen oder Verbänden abgegeben werden kann“, sagt Yar. Das mache ihn zu einem guten Kandidaten für die weitere Forschung zur Behandlung von erblich bedingtem Haarausfall.

Weitere Behandlungsmethoden

Eine Heilung der androgenetischen Alopezie gibt es bislang nicht - probate Mittel gegen den Haarausfall aber schon. Die wirksamsten werden allerdings chemisch hergestellt.

Wer wegen seiner Haarprobleme ärztlichen Rat sucht, kann je nach Ursache des Problems auch mit Medikamenten behandelt werden. Die Expertin erklärt: “Beispielsweise Minoxidil und Finasterid in örtlicher oder innerlicher Anwendung. Das Finasterid bei Männern. Minoxidil verbessert die Durchblutung um die Haarwurzeln herum und hilft so, die Haare besser mit Nährstoffen zu versorgen. Minoxidil wird lokal auf die Kopfhaut aufgetragen und wirkt nur solange, wie es angewendet wird. Ursprünglich wurde es gegen Bluthochdruck entwickelt. Dabei stellte man durch Zufall fest, dass das Medikament das Haarwachstum anregt. Warum Minoxidil genau gegen Haarausfall hilft, ist noch immer unklar. Man geht davon aus, dass durch eine Erweiterung der Blutgefäße die Durchblutung verbessert wird und die Haarfollikel so mit mehr Nährstoffen versorgt werden.

Finasterid ist nur für Männer zugelassen. Es senkt den Spiegel des Hormons Dihydrotestosteron (DHT). Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnen aber vor Finasterid.

Gesundheits-Coach Dr. Der Experte erklärt: “Nebenwirkungen können zum Beispiel Impotenz, die Einschränkung der Libido oder Erektionsstörungen sein. Selten können Nebenwirkungen nach Absetzen des Medikaments noch anhalten - auch Post-Finasterid-Syndrom genannt.

Eigenblutbehandlungen werden bei verschiedenen Krankheiten eingesetzt. In der Wissenschaft sind sie in vielen Fällen umstritten. Wie steht es um die PRP-Behandlung, also plättchenreiches Plasma, bei Haarausfall? Dafür wird Patienten Blut abgenommen und Blutplättchen herausgefiltert. Sie werden in konzentrierter Form wieder in die Kopfhaut injiziert.

Wenn die Haare durch die bekannten Behandlungsmethoden nicht mehr zum Wachsen angeregt werden können, hilft nur eine Transplantation.

Haartransplantation als letzte Option bei Haarausfall.

SEFFIHAIR®: Regenerative Therapie gegen Haarausfall

In unserer Privatpraxis in der Frankfurter Innenstadt bieten wir mit SEFFIHAIR® eine nachhaltig wirksame Behandlungsmethode an, deren Erfolge durch internationale Studien belegt sind. Mit dieser regenerativen Therapie gegen androgenetische Alopezie und andere Formen des Haarausfalls bei Frauen und Männern steht Betroffenen ein neues schonendes, minimalinvasives Mittel zur Verfügung, Haarverlust zu stoppen und die Lebensqualität wieder zu steigern. Der innovative Ansatz der regenerativen Eigenzellentherapie (Autologe Regenerative Therapie ART) basiert auf aus eigenem Fettgewebe entnommenen Stammzellen.

Das sogenannte Nanofett (die Bezeichnung "Nano" bezieht sich hier auf die Größe des entnommenen Gewebes) wird speziell aufbereitet, aber nicht manipuliert und entfaltet in der Kopfhaut starke regenerative Eigenschaften. SEFFIHAIR® ist ein wirksames Mittel gegen Haarverlust bei Männern und Frauen. Diese regenerative Behandlungsmethode kann sowohl bei androgenetischer Alopezie, bei kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata), bei diffusem Haarausfall (Alopecia diffusa) als auch bei anderen Formen des Haarverlusts eingesetzt werden.

Bei dieser minimalinvasiven Haarausfall-Behandlung werden zunächst mit einer Mikrokanüle kleinste Mengen an Fettgewebe an einer geeigneten Körperstelle der Patientin oder des Patienten entnommen. Die aufbereiteten Stammzellen werden im Anschluss in die Kopfhaut injiziert. Follikel, die dünnere Haare hervorbringen, werden so gestärkt, um dickeres Haar zu erzeugen, und inaktive Follikel stimuliert, sodass sie ihre Aktivität wieder aufnehmen. Gleichzeitig wirkt diese Behandlungsmethode entzündungshemmend und durchblutungsfördernd für eine gesunde Kopfhaut.

Die Haarausfall-Therapie wird in den Behandlungsräumen unserer Privatpraxis in Frankfurt durchgeführt. Eine einzelne Sitzung dauert zwischen 60 und 90 Minuten. Wie viele Behandlungen nötig sind, um den Haarverlust zu stoppen und neues Haarwachstum anzuregen, hängt von den individuellen Gegebenheiten ab und wird in einem vorangehenden Beratungsgespräch geklärt. Der minimalinvasive Eingriff zur Entnahme der Fettzellen findet mit örtlicher Betäubung statt. Die anschließende Behandlung der Kopfhaut erfolgt mit kurzen dünnen Nadeln und ist praktisch schmerzfrei. Bereits wenige Stunden nach der Haarausfall-Behandlung können die Patienten ihre gewohnten Aktivitäten wieder aufnehmen. Es wird empfohlen, die behandelten Hautpartien gut hydratisiert zu halten sowie in den ersten Tagen vor Sonne zu schützen bzw. einen Sonnenschutz zu verwenden.

Ja. Die autologe Haarausfall-Therapie von SEFFIHAIR® kann mit anderen Behandlungsmethoden gegen Haarverlust kombiniert wird. SEFFIHAIR® kann mit allen verbreiteten, bewährten Behandlungen wie z.B. Mesotherapie mit Wirkstoffcocktail oder Eigenblut, LED Lichttherapie, Carboxytherapie, oder Injektion von Dutasterid sowie der Einnahme von Medikamenten oder Produkten gegen Haarausfall angewendet werden, die bspw.

Wichtige Fakten und Tipps

Wie viele Haarwurzeln ein Mensch hat, steht schon bei der Geburt fest. Neue Haarfollikel zu erzeugen, ist nicht möglich. Die Ursachen für Haarausfall sind dabei vielschichtig. Oft kommen mehrere Gründe zusammen - von Hormonschwankungen über Stress bis hin zu Autoimmunerkrankungen - und müssen erstmal eingegrenzt werden.

100 Haare täglich zu verlieren ist normal, weil sich unsere Haare in einem ständigen Wachstumszyklus befinden. 100 Haare mögen auf den ersten Blick viel erscheinen - aber wir haben ungefähr 100.000 Haare auf dem Kopf. “Wenn man über mehrere Wochen täglich deutlich mehr als 100 Haare verliert oder kahle Stellen bemerkt, sollte man das medizinisch abklären lassen,” rät Gesundheitscoach Dr.

Die häufigste Form des Haarverlusts bei Männern und Frauen ist die genetische, familiäre Veranlagung. Beim genetisch bedingten Haarausfall liegt also das Problem direkt an den überempfindlichen Haarfollikeln in der Kopfhaut. Weil Gene sich nicht verändern lassen, ist das Ziel, zumindest das Voranschreiten des erblich bedingten Haarausfalls aufzuhalten.

Auch Stress kann auf das Haarfollikel einwirken und an entzündlichen Reaktionen wie etwa beim kreisrunden Haarausfall beteiligt sein. Die Haarwurzel wird zusätzlich befeuert über benachbarte, ebenfalls gestresste Immun- und Gefäßzellen. Aber Haare reagieren nicht immer auf Stress. Experten vermuten, es hängt von der Art, Intensität und Dauer des Stresses ab. Dr. Zimmermann erklärt: “Entscheidend ist immer die Ursache. Die kann eben sehr unterschiedlich sein. Deshalb ist eine ärztliche Diagnose extrem wichtig.

Kosmetische Produkte und ihre Wirkung

Studien liefern gemischte Ergebnisse über den Erfolg kosmetischer Produkte für die Haarpflege. Professorin Natalie Garcia Bartels aus Berlin weiß, warum. Mit einem Shampoo, so die Professorin, werde lediglich das äußere, tote Hornmaterial des Haares behandelt und daher kein größerer Effekt erzeugt. “Haarausfall und dessen Ursachen müssen quasi in der Kopfhaut behandelt werden.

Koffein soll in der Kopfhaut wirken und ist besonders oft in Haarpflegeprodukten enthalten. Koffein wirke jedoch nicht bei jedem. Von Experten empfohlen wird etwa in Shampoo eine Koffeinkonzentration von mindestens 0,2 Prozent - idealerweise jedoch 1 Prozent oder mehr. Außerdem raten Experten, Koffein täglich ein- bis zweimal anzuwenden, mit mindestens zwei Minuten Einwirkzeit - und das über Monate. So könnte es die Follikel anregen.

Viele möchten voluminöses und glänzendes Haar. Über die Haarstruktur entscheiden aber die Gene.

Kosten einer Haartransplantation

Viele reisen mittlerweile in die Türkei für eine Haartransplantation, weil es dort günstiger ist. Mit welchen Kosten muss man hier oder im Ausland rechnen? Dr. Zimmermann schätzt, dass je nach Umfang die Kosten für eine Haartransplantation in Deutschland zwischen 3.000 und 10.000 Euro liegen. Im Ausland seien die Kosten erheblich niedriger - in der Türkei oft zwischen 2.000 und 5.000 Euro.

Alopecia Areata: Wenn das Immunsystem die Haarwurzeln angreift

Haarausfall kann auch sehr dramatisch sein und das Leben verändern - etwa beim kompletten Haarausfall, sogar schon im jugendlichen Alter. Es beginnt mit dem Verlust der Kopfhaare, betrifft aber in manchen Fällen später den ganzen Körper. Viele Betroffene tragen dann eine Perücke, schminken sich fehlende Augenbrauen oder denken über eine Tätowierung als Ersatz nach.

Alopecia universalis ist eine Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem betrachtet die Haarwurzel plötzlich als Feind - als wäre sie ein Virus oder Bakterium. Eine Chance, dass wieder Haare wachsen, besteht nur, wenn sich das Immunsystem normalisiert. Die Situation mit dem totalen Haarausfall erleben auch Krebspatienten. Durch die Chemotherapie fallen bei vielen als Nebenwirkung vorübergehend die Haare aus.

Wichtig ist für gesunde Haare, dass man die Haarzellen gesund hält, damit sie weiter Haare produzieren. Dazu gehören Aminosäuren, Vitamine, Spurenelemente, Botenstoffe, Hormone - und wenig Stress. Hier geht es vor allem um Eisen, Vitamin D und B12, Zink, Selen und ausreichend Proteine.

Die Rolle des Zuckergels

Ein simples Zuckergel könnte sich als neues Mittel gegen Haarausfall entpuppen. Erblich bedingter Haarausfall betrifft etwa 70 Prozent der Männer und bis zu 40 Prozent aller Frauen. Gerade als PTA in der Apotheke begegnen Sie täglich Betroffenen.

Was das Zuckergel gegen Haarausfall so besonders macht? Wirksame Mittel gegen Haarausfall sind bisher gerade für Frauen Mangelware. Lokal wird Minoxidil angewendet, das aber Reizungen hervorrufen kann. Das ist beim Zuckergel nicht der Fall. Männern stehen als weiteres Mittel Tabletten zur Verfügung, aber auch diese sind mit Nebenwirkungen behaftet. Gegen Haarausfall, der oft mit starken psychischen Belastungen einhergeht, fehlen also bisher sichere, ungiftige Behandlungen.

Hier kommt das Zuckergel ins Spiel. Es könnte sich als das neue Mittel herausstellen, das zuverlässig gegen lästigen Haarausfall wirkt. Britische und pakistanische Forschende haben einen körpereigenen Zucker in Gelform eigentlich für einen anderen Zweck verwendet und festgestellt, dass es auch als Mittel gegen Haarausfall nützlich sein könnte.

Ein Team an der University of Sheffield forscht in Zusammenarbeit mit der COMSATS University in Pakistan schon jahrelang an Zuckergelen. Als Mittel gegen Haarausfall hatten sie die verwendete Desoxyribose, die auch Bestandteil der menschlichen DNA ist, gar nicht auf dem Schirm. Vielmehr forschten sie an Mitteln zur Wundheilungsförderung.

Sie stellten fest, dass bei Mäusen das Fell neben den Wunden, die sie mit dem Zuckergel behandelt hatten, schneller nachwuchs als bei unbehandelten Tieren. Daher führten sie weitere Untersuchungen im Hinblick auf eine mögliche Verwendung des Zuckergels als Mittel gegen Haarausfall durch. Mäusen mit testosteronbedingtem Haarausfall wurde das Fell vom Rücken entfernt und die kahle Stelle anschließend drei Wochen lang mit dem Zuckergel behandelt. Das Ergebnis: Das Fell wuchs bei den mit Zucker behandelten Mäusen kräftiger nach. Ist damit ein neues Mittel gegen Haarausfall bei Menschen geboren?

Die Forscher um Sheila Mac Neil testeten neben Zuckergel auch Minoxidil, das bewährte Mittel gegen Haarausfall, an den Mäusen. Dessen Wirkung war vergleichbar mit der des einfachen, natürlich vorkommenden Zuckers. Für Sheila MacNeil sieht die zukünftige Behandlung des Haarausfalls als ganz einfach aus: Durch „Verwendung eines natürlich vorkommenden Desoxyribose-Zuckers, um die Blutversorgung der Haarfollikel zu steigern und so das Haarwachstum zu fördern.“

An den kahlen Stellen, die mit dem Zucker behandelt wurden, stellten die Forscher nämlich eine generelle Zunahme der Blutgefäße und der Hautzellen fest. Das sorgt dafür, dass weniger Haare ausfallen.„Je besser die Blutversorgung der Haarzwiebel ist, desto größer ist ihr Durchmesser und desto stärker ist das Haarwachstum."

Behandlung von Haarausfall mit Exosomen und PRF

Die Behandlung von Haarausfall mit Exosomen aus körpereigenem Blut ist ein vielversprechender, sanfter Ansatz, den wir im BO-Institut in Weinheim anbieten.

Exosomen sind winzige Signalträger, die Zellen zur Regeneration anregen. Bei unserer Therapie gewinnen wir diese wertvollen Exosomen aus Ihren eigenen Blutplättchen (ähnlich dem Verfahren bei PRP). Durch die Injektion in die Kopfhaut werden die Haarfollikel revitalisiert, das Haarwachstum angeregt und die Haargesundheit verbessert. Erste Erfahrungen deuten auf eine deutliche Zunahme der Haardichte und -qualität hin.

PRF (Plättchenreiches Fibrin) aus Eigenblut kann neuesten Studien zufolge das Haarwachstum stark anregen. Blutplättchen enthalten bioaktive Stoffe, Stammzellen und Hormone, die Zellregeneration und -wachstum fördern.

In der Haarbehandlung führt PRF zu dichterem, dickerem Haar durch Follikel-Erholung. Für optimale Ergebnisse sind meist 3 Behandlungen im Abstand von 4 Wochen nötig, wobei das Endergebnis nach etwa 8 Monaten sichtbar wird. PRF fördert die Neubildung von Blutgefäßen (Neoangiogenese), was die Durchblutung der Follikel verbessert und das Ergebnis jahrelang anhalten kann.

Besonders wirksam ist PRF bei beginnendem Haarausfall; bei bereits abgebauten Follikeln hilft es nicht mehr. Die Wirkung kann durch eine Kombination mit Exosomen verstärkt werden. Die Injektion erfolgt schmerzarm und präzise mit einer Mesopistole. Auch für das MicroNeedling gibt es zahlreiche Studien zur Effektivität der Behandlung bei Haarausfall. Die Wirkung entspricht den anderen regenerativen Verfahren durch Ausschüttung von Wachstumsfaktoren, Verbesserung der Mikrozirkulation und Erhöhung der Zellteilungsrate.

Optimal sind oftmals Kombinationsbehandlungen aus oben genannten Verfahren. Welche Therapie für Sie optimal wäre, bespreche ich mit Ihnen gerne im persönlichen Gespräch.

DP Exo Grow Shampoo und Conditioner

DP Exo Grow Shampoo und Conditioner können eine unterstützende Rolle bei der Reduzierung von Haarausfall spielen, indem sie die Kopfhaut nähren und die Haarfollikel stärken.

Das Shampoo enthält Inhaltsstoffe wie Hasuo-Pflanzenextrakte, ein patentiertes Bio-Enzym und Sophora Japonica, die die Durchblutung der Kopfhaut anregen, die Regeneration der Haarfollikel unterstützen und antioxidative Eigenschaften besitzen.

Jede Behandlung setzt eine gute Beratung vorab voraus. Daher vereinbaren Sie am besten direkt einen Termin bei uns. Gemeinsam finden wir heraus, was für Sie sinnvoll ist und welche Methode am besten zu Ihnen passt. Für die Behandlung heißt Sie Dr. med.

Alopecia Areata: Neue Therapieoption mit JAK-Inhibitoren

Die Alopecia areata ist eine chronische, immunvermittelte Erkrankung, die durch akuten oder chronischen Haarausfall gekennzeichnet ist und alle Lebensalter betreffen kann. Die Ursachen sind noch nicht geklärt. Infekte oder starker psychischer Stress könnten als Auslöser infrage kommen. Von einem solchen Haarausfall sind in Deutschland schätzungsweise zwei Prozent aller Menschen - Männer und Frauen gleichermaßen - betroffen.

Die Alopecia areata ist nach der androgenetischen Alopezie (anlagebedingter Haarausfall) die zweithäufigste Ursache für Haarausfall. Dabei sind die Erscheinungsformen sehr unterschiedlich: Sie reichen von kleinen haarlosen Stellen bis zum vollständigen Verlust der Kopf- und Körperbehaarung. Der kreisrunde Haarausfall kann mit einem hohen Leidensdruck einhergehen.

Die EU-Kommission hat nun einen ersten JAK-Inhibitor (Baricitinib) für die Behandlung einer schweren Alopecia areata zugelassen.

Aus therapeutischer Sicht standen bislang noch keine allgemein verfügbaren oder zugelassenen Behandlungsoptionen zur Verfügung, die dauerhaft oder zumindest langfristig den kreisrunden Haarausfall unterbinden. Es gab Off-Label-Therapieversuche, die aber nur bedingt zufriedenstellend waren wie die Behandlung mit unspezifischen Immunsuppressiva wie Glukokortikoide, Methotrexat oder Ciclosporin sowie topische entzündungshemmende Kortison-Lösungen.

Am 20. Juni 2022 hat die EU-Kommission (einem Votum der Europäischen Arzneimittelagentur EMA folgend) mit dem Januskinase-Hemmer Baricitinib nun ein erstes Medikament zur Behandlung Erwachsener mit schwerem kreisrunden Haarausfall zugelassen. Der JAK-Hemmer ist bereits seit 2017 auf dem Markt und wurde ursprünglich für die Behandlung der rheumatoiden Arthritis entwickelt. Eine erste Zulassungserweiterung erfolgte 2020 für die atopische Dermatitis (Neurodermitis). Der Einsatz bei kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata) eröffnet Dermatologinnen und Dermatologen nun neue Wege.

„Mit Baricitnib können wir die schwere Alopecia areata nun zielgerichtet behandeln. Für die Patientinnen und Patienten bedeutet das einen Zurückgewinn von Lebensqualität, denn die Belastungen von Haarausfall auf die Psyche und die damit einhergehende Stigmatisierung sind groß“, sagt, Prof. Dr. med. Michael Hertl, Präsident der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG).

Die Behandlung mit Baricitinib, das als Tablette einmal am Tag verabreicht wird, gilt als sicher. In zwei doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten Zulassungsstudien (BRAVE-AA1 und BRAVE-AA2) erwies sich der JAK-Hemmer in Vergleich mit Placebo als deutlich wirksamer. Untersucht wurde vor allem, wie sich das Medikament auf das Nachwachsen der Kopfhaare auswirkt. In beiden Studien wuchsen die Haare bei 35,9 bis 38,8 Prozent der Studienteilnehmenden nach, die eine Dosierung von 4 mg Baricitinib erhalten hatten. Im Vergleich dazu waren es bei einer Dosierung von 2 mg Baricitnib bei BRAVE-AA1 22,8 und bei BRAVE-AA2 32,6 Prozent. In den Placebogruppen lag der Prozentsatz bei ca. 6,2 bis 16,6 Prozent.

Auf der Basis dieser Ergebnisse wurde daher Baricitinib in der höheren Dosierung mit 4 mg zugelassen. Die Studienergebnisse zeigen, dass mit Baricitinib eine mindestens 80-prozentige Wiederbehaarung der Kopfhaut möglich sein kann. „Das sind ermutigende Ergebnisse. Es ist zu erwarten, dass weitere JAK-Inhibitoren für diese Indikation eine Zulassung erhalten werden“, betont DDG-Präsident Hertl.

Zu den Nebenwirkungen einer Therapie mit Baricitinib können erhöhte Cholesterin-Werte, Atemwegs- und Harnwegsinfektionen, Kopfschmerzen, Zoster (Gürtelrose) und Herpes-Infektionen an der Haut gehören.

Eine automatische Erstattung der Verordnungskosten ist für alle Arzneimittel gegen Haarverlust durch das Gesetz ausgeschlossen. Für Patientinnen und Patienten heißt das, sie müssen die sehr teure Therapie (etwa 1000 Euro pro Monat) bis auf weiteres aus eigner Tasche zahlen. Anträge auf Kostenübernahme können aber auf individueller Basis an die Krankenkasse gestellt werden.

Alopecia Areata: Kreisrunder Haarausfall am Kopf.

Ziel dieses Vorhabens ist die Entwicklung eines neuen, auf dem löslichen CD83 Protein basierenden Produkts für die topische Behandlung hormonell- und autoimmun-bedingten Haarausfalls. Weltweit leiden ca. 70% aller Männer und 40% aller Frauen unter hormonell bedingtem Haarausfall (androgene Alopezie). Darüber hinaus leiden ca. 2% der Weltbevölkerung unter der autoimmun-bedingten Form des Haarausfalls (kreisrunder Haarausfall bzw. Alopecia areata). Für beide Formen des Haarausfalls stehen jedoch nur limitiert wirksame und darüber hinaus keine heilenden Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Deshalb besteht ein großer medizinischer Bedarf, neue Therapieformen für Patienten mit Haarausfall zu entwickeln. In präklinischen Studien konnten wir eindrucksvoll zeigen, dass dss lösliche CD83 Molekül (sCD83) neues Haarwachstum bei Mäusen induziert.

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