Psoriasis, oder Schuppenflechte, zählt bekanntermaßen zu den nicht-ansteckenden, chronischen Autoimmunerkrankungen mit erblicher Disposition. Die Hautkrankheit ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. In diesem Artikel erfahren Sie, was Psoriasis ist und welche Rolle Vitamin D dabei spielt.
Psoriasis ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung der Haut und als solche heißt das, dass das Immunsystem fälschlich eigene Körperzellen angreift. In diesem Fall betrifft es die Haut.
In der Regel dauert der normale Erneuerungsprozess der Haut rund vier Wochen. Bei Psoriasis sind es nur wenige Tage. Die Zellen reifen nicht vollständig aus, verkleben und bilden die typischen silbrigen Schuppen auf geröteter Haut. Diese werden auch Plaques genannt.
Psoriasis ist nicht ansteckend und verläuft in Schüben. Obwohl die Erkrankung nicht heilbar ist, lässt sie sich dennoch gut behandeln. Die Therapie zielt darauf ab, die Entzündung zu bremsen, Symptome zu lindern und Schübe zu verhindern.
Häufig sind Ellenbogen, Knie, Kopfhaut und Rücken betroffen. In manchen Fällen kommt es zusätzlich zu Gelenkentzündungen. Dann spricht man von Psoriasis-Arthritis.
Psoriasis kann auch die Psyche belasten. Die sichtbaren Hautveränderungen führen bei vielen Betroffenen zu Rückzug und Scham, was das Risiko für Depressionen erhöht.
Psoriasis kann in jedem Alter auftreten, beginnt aber häufig in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter. Etwa zwei bis drei Prozent der Menschen in Deutschland leiden an Schuppenflechte.
Bei einem Ausbruch ist die genetische Veranlagung fast immer vorhanden. Dennoch gilt: Wer die Veranlagung hat, kann sie im Laufe des Lebens entwickeln, muss aber nicht. Denn erst durch auslösende Faktoren bricht die Krankheit aus. Dazu zählen:
Auch das Mikrobiom im Darm scheint eine Rolle zu spielen. Ein Ungleichgewicht im Mikrobiom kann Entzündungen im ganzen Körper verstärken, so auch in der Haut.
Vitamin D ist ein wichtiger Baustein für die Gesundheit. Der Körper bildet es, wenn Sonnenlicht auf die Haut trifft. Deshalb wird Vitamin D umgangssprachlich auch als Sonnenvitamin bezeichnet. Vitamin D hält nachweislich das Immunsystem im Gleichgewicht und reguliert Entzündungen. Außerdem fördert es die Reifung gesunder Hautzellen.
In unseren Breitengraden und vor allem im Winter ist die Sonneneinstrahlung jedoch oft zu gering. Ein Vitamin-D-Mangel ist deshalb weit verbreitet. Das Risiko für Mangelerscheinungen erhöht sich zudem für Menschen mit chronischen Erkrankungen oder gestörter Darmaufnahme.
Auch bei Menschen mit Psoriasis zeigen Studien auffällig häufig niedrige Blutwerte. Es wird daher vermutet, dass ein Mangel die Hautverschlechterung begünstigt.
Die Sonne spielt eine große Rolle für einen ausgeglichenen Vitamin-D-Haushalt. Während wir die meisten Vitamine über die Nahrung aufnehmen müssen, kann der Körper Vitamin D in der Haut mithilfe von Sonnenlicht selbst bilden. Das Vitamin wird deshalb häufig auch als Sonnenvitamin bezeichnet. Bei Kontakt mit den UV-B-Strahlen der Sonne wird das in der Haut natürlich vorhandene Provitamin D3 in Prävitamin D3 umgewandelt. Weitere Stoffwechselprozesse bilden hieraus schließlich Vitamin D.
Für diesen Vorgang ist vor allem die Intensität der UV-B-Strahlung maßgeblich. Diese lässt im Winter stark nach, sodass die Bildung von Vitamin D durch die Sonne so gut wie nicht möglich ist. Daher kann es sinnvoll sein, das Vitamin während der Wintermonate mit Nahrungsergänzungsmitteln zu supplementieren. Auch die Verwendung von Sonnencreme beeinträchtigt die Vitamin-D-Bildung, da ein Eindringen der UV-B-Strahlen in die Haut verhindert wird. Gleichzeitig schützt die Sonnenpflege aber natürlich vor den schädlichen Auswirkungen von UV-Strahlung.
Besonders während der kälteren und sonnenarmen Jahreszeiten nutzen viele Menschen gerne die Sonnenbank. Allerdings ist die UV-Strahlung in Solarien in etwa so intensiv wie die Strahlung der Sonne am Äquator zur Mittagszeit. Bei den meisten Solarien wird die für die Vitamin D-Synthese benötigte UV-B-Strahlung weitestgehend herausgefiltert, um Sonnenbrand vorzubeugen. Die UV-A-Strahlen werden hingegen intensiviert, um den gewünschten Bräunungseffekt zu erzielen.
Vitamin D-Mangel ist in Deutschland weit verbreitet. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sind fast 60 % der Bevölkerung nicht ausreichend mit dem wichtigen Vitamin versorgt. Als Ursache für einen Vitamin D-Mangel kommen verschiedene Einflussfaktoren in Frage: Bestimmte körperliche Anliegen, die Einnahme von Medikamenten sowie anhaltender Stress sind mögliche Auslöser für ein Vitamin D-Defizit. Auch Faktoren wie zunehmendes Alter, Übergewicht, der eigene Hauttyp und der individuelle Lebensstil beeinflussen, wie effektiv die Haut Vitamin D herstellen kann.
Die Unterversorgung mit Vitamin D betrifft jedoch vor allem Menschen, die sich viel in Innenräumen aufhalten und wenig Kontakt mit Sonnenlicht haben.
Ein Vitamin D-Defizit wirkt sich in unterschiedlicher Weise auch auf die Haut aus. Für ein geschmeidig glattes Hautbild ist eine intakte Hautschutzbarriere essenziell. Sie schützt vor Feuchtigkeitsverlust und vor Einflüssen aus der Umwelt, wie etwa UV-Strahlung, Allergenen und schädlichen Bakterien. Ist das Gleichgewicht dieser natürlichen Schutzbarriere jedoch gestört, wird sie durchlässig. Die Haut neigt vermehrt zu Trockenheit, rauen Stellen, Spannungsgefühlen, Irritationen und Anzeichen von Falten. Stetig anhaltender oder wiederkehrender Juckreiz kann das Wohlbefinden stark beeinträchtigen. Dazu kommt, dass die Ursachen vielfältig und nicht immer leicht zu bestimmen sind. Ein möglicher Grund für unangenehm juckende Haut ist ein Mangel an Vitamin D.
Neigt die Haut zu Unreinheiten bis hin zu Akne, liegt eine erhöhte Produktivität der Talgdrüsen vor. Der übermäßige Talg setzt sich in den Poren ab und verstopft sie. Es bilden sich Mitesser, woraus bei Kontakt mit Bakterien inflammatorische Anzeichen von Pickeln entstehen können. Zu Unreinheiten und Akne neigende Haut wird ebenfalls durch ein Vitamin D-Defizit begünstigt.
Vitamin D gewinnt auch in Zusammenhang mit bestimmten akuten oder chronischen Hautanliegen immer mehr an Bedeutung. Bei Neurodermitis (auch: atopisches Ekzem, atopische Dermatitis) handelt es sich um ein chronisches, in Schüben verlaufendes Hautanliegen. Das Hautbild ist von Inflammationen, trockenen Stellen und Rötungen geprägt, die von teils starkem Juckreiz begleitet werden. Vor allem im Winter lässt sich häufig eine Intensivierung der Neurodermitis beobachten. Hier kann eine Supplementierung mit Vitamin D hilfreich sein.
Schuppenflechte (auch: Psoriasis) bezeichnet ebenfalls ein chronisches, inflammatorisches Hautanliegen. Schuppenflechte wird durch eine Autoimmunreaktion ausgelöst, wobei der Körper die eigenen Hautzellen angreift. Die Haut reagiert darauf mit einer verstärkten Bildung von Hautzellen und übermäßiger Verhornung. Die für Schuppenflechte typischen Anzeichen sind rote Flecken mit silbern wirkenden Hautschuppen sowie starker Juckreiz. Dank seiner antiinflammatorischen Wirkung kann Vitamin D diese Anzeichen mildern und der Abwehrreaktion der Haut entgegenwirken.
Neben Vitamin D gibt es noch weitere Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die sich positiv auf die Haut auswirken können.
Auf dem Fachkongress NUTRITION 2023 präsentierten Forscher der amerikanischen Brown University neue Daten zur Rolle von Vitamin D bei Psoriasis.
Die Auswertung von über 40.000 Patientendaten, darunter 491 Betroffene mit Psoriasis, ergab: Je niedriger der Vitamin-D-Spiegel im Blut, desto schwerer ausgeprägt war die Hautbeteiligung. Konkret wiesen 39 Prozent der schwer Erkrankten einen klaren Vitamin-D-Mangel auf, bei milderen Verläufen waren es nur 25 Prozent.
Auch weitere Studien prüften die Wirkung von Vitamin-D-Präparaten. In einer Untersuchung erhielten Patienten sechs Monate lang hochdosiertes Vitamin D2, was zu einer sichtbaren Hautverbesserung führte. Nebenwirkungen traten kaum auf.
Dennoch bleibt die Datenlage uneinheitlich. Nicht alle Studien in der Vergangenheit zeigen denselben Effekt. Eine chinesische Metaanalyse fand nur in einer von vier Studien eine eindeutige Wirkung. Möglicherweise ist Vitamin D2 etwas wirksamer als D3. Bei Autoimmunerkrankungen wie Psoriasis setzen Studien deutlich höhere Mengen ein. Diese können teils bis zu 10.000 IE pro Tag betragen. Jedoch sollte eine solche Menge nie ohne ärztliche Aufsicht eingenommen und stets durch regelmäßige Blutkontrollen überwacht werden. Eine Überdosierung von Vitamin D kann Kalziumüberschuss und andere starke Nebenwirkungen hervorrufen.
Die Rolle von Vitamin D bei der Behandlung von Psoriasis ist ein wachsendes Forschungsgebiet, allerdings ist die Studienlage zu einem möglichen Zusammenhang zwischen Vitamin D-Spiegel und dem Schweregrad der Erkrankung bisher gering. Forscher der Brown University in den USA gingen der Fragestellung nun erneut nach und werteten die Daten von 40.401Teilnehmern des National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) aus, von denen 491 Patienten an Psoriasis litten.
Bei den Teilnehmern mit Psoriasis untersuchten die Wissenschaftler die Serumspiegel der Vitamin D-Vorstufe 25-Hydroxy-Vitamin-D sowie das Ausmaß des von der Schuppenflechte betroffenen Hautareals (Body Surface Area, BSA). Die Analyse zielte darauf ab, eine mögliche Assoziation zwischen dem Vitamin D-Spiegel und dem Schweregrad der Psoriasis zu identifizieren.
In der Auswertung zeigte sich ein linearer Trend zwischen der Schwere der Ausprägung der Erkrankung und dem 25-Hydroxy-Vitamin-D-Serumspiegel. Während die Teilnehmer mit der geringsten betroffenen Hautfläche die höchsten 25-Hydroxy-Vitamin-D-Spiegel aufwiesen (67 nmol/l), wurde bei den Patienten mit der am stärksten betroffenen Hautfläche lediglich ein 25-Hydroxy-Vitamin D-Spiegel von 56 nmol/l festgestellt. Einen pathologischen Vitamin D-Mangel wiesen 39% der Teilnehmer in der Gruppe mit der höchsten BSA auf, aber nur 25% der Patienten in der Gruppe mit der geringsten BSA.
Den Wissenschaftlern zufolge legen die Ergebnisse nahe, dass Vitamin D eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Psoriasis spielen könnte. Nicht nur topische Vitamin D-Präparate, sondern auch die Supplementierung mit Calcitriol könnten sich potenziell positiv auf die Therapie der Psoriasis auswirken.
Wie bei jeder wissenschaftlichen Untersuchung gibt es auch hier Limitationen. Die Studie basiert auf einer Querschnittsanalyse, was kausale Schlussfolgerungen erschwert. Weitere Untersuchungen sind notwendig, um die genaue Rolle von Vitamin D bei Psoriasis zu klären und konkrete Behandlungsempfehlungen abzuleiten.
Auch wenn die Ursachen einer Neurodermitis beziehungsweise atopischen Dermatitis nach wie vor nicht eindeutig geklärt sind, werden eine genetische Veranlagung, Umweltbelastungen, eine geschwächte Immunabwehr von Haut und Körper sowie verschiedene Trigger wie beispielsweise Nahrungsmittel, Stress, Allergien, Klima und Infekte als auslösende und verstärkende Faktoren diskutiert. Aus dem Bereich der Ernährung ist der Einfluss von Nahrungsmittelallergien und Ausschlussdiäten auf Neurodermitis-Symptome gut dokumentiert. Welche Effekte essenzielle Biofaktoren wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente auf die Hauterkrankung haben, ist hingegen bislang wenig untersucht worden.
Laut Studien können Patienten mit atopischem Ekzem wie auch Patienten mit Psoriasis eher unter einem Defizit von Zink, Vitamin D3 oder Vitamin C leiden. Hinsichtlich der Dosierung wird vom BfR eine Aufnahme von bis zu 1.000 mg Vitamin C täglich über einen längeren Zeitraum als gut verträglich angesehen.
Nicht nur Akne oder Neurodermitis, sondern auch Psoriasis kann durch einen Zinkmangel begünstigt werden, wie zuletzt eine Metaanalyse aus dem Jahre 2019 zeigen konnte.
Eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen wirkt Haarausfall entgegen und stärkt die Haarfollikel. Hier erfahren Sie, wie Sie Schritt für Schritt Ihren Vitaminmangel ausgleichen und Ihr Haarwachstum fördern können.
Bevor Sie gegen Haarausfall vorgehen, klären Sie die Ursachen. Stellen Sie zunächst fest, ob ein Vitaminmangel besteht und welcher Nährstoff betroffen ist, um anschließend die richtigen Schritte zu unternehmen. Dabei hilft eine umfassende Diagnose durch eine medizinische Fachkraft. Sie kann auf verschiedene Weise erfolgen:
Eine gezielte Diagnose, welcher Vitaminmangel vorliegt, legt die Basis, um die Ursachen des Haarausfalls zu verstehen und individuell darauf abgestimmte Maßnahmen zu entwickeln.
Eine ausgewogene Ernährung ist die Grundlage für gesundes Haar. Sie liefert die notwendigen Vitamine und Mineralstoffe, um die Haarfollikel zu stärken und das Wachstum zu fördern. Setzen Sie auf nährstoffreiche Lebensmittel, um Ihren Bedarf an essenziellen Nährstoffen zu decken:
Durch eine bewusste Umstellung Ihrer Ernährung können Sie das Haarwachstum von innen heraus fördern. Kleine Anpassungen im Speiseplan machen oft einen großen Unterschied.
Manchmal reicht die Ernährung allein nicht aus, um den Vitamin- und Mineralstoffbedarf zu decken - vor allem bei einem starken Vitaminmangel oder besonderen Lebensumständen. In diesen Fällen sind Nahrungsergänzungsmittel eine sinnvolle Ergänzung. Sämtliche Vitamine und Mineralstoffe können Sie einzeln als Präparate einnehmen, um gezielt Mängel auszugleichen. Außerdem gibt es zahlreiche Supplements, die speziell für die Förderung gesunder Haare entwickelt wurden. Kombipräparate für Haar, Haut und Nägel enthalten oft eine ausgewogene Formel, die die Zellregeneration fördert und die Haarstruktur stärkt.
Neben der inneren Versorgung spielt auch die äußere Pflege eine wichtige Rolle beim Kampf gegen Haarausfall. Spezielle Haarpflegeprodukte unterstützen das Haarwachstum und stärken die Kopfhaut. Durch die regelmäßige Anwendung dieser Produkte können Sie die äußeren Bedürfnisse Ihres Haares gezielt unterstützen und gleichzeitig die innere Versorgung ergänzen. Wählen Sie Pflegeprodukte, die auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind, und integrieren Sie diese in Ihre tägliche Haarpflege. Eine regelmäßige Anwendung kann sichtbare Verbesserungen erzielen und Ihre Haare wieder kräftig und vital wirken lassen.
In der Behandlung einer Psoriasis gibt es zwei Bereiche, bei denen der Einsatz von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen zu berücksichtigen ist. Obwohl die orale Anwendung von Glukokortikoiden zur Langzeitbehandlung der Psoriasis nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht empfohlen werden kann, wird der Entzündungshemmer nach wie vor häufig eingesetzt. Im Hinblick auf den Biofaktorenstatus gilt es zu berücksichtigen, dass Glukokortikoide zu einer verstärkten Ausscheidung der Mineralstoffe Magnesium, Kalium und Zink sowie von Vitamin C führen können. Zudem gibt es Hinweise, dass die intestinale Resorption von Vitamin C gestört werden kann. Weiterhin ist nachgewiesen, dass oral eingesetzte Glukokortikoide durch Hemmung der Osteoblastenaktivität und Calciumresorption das Risiko für Knochenschwund und Frakturen erhöhen. Auch kann es sekundär zu einem Vitamin-D3-Mangel kommen, der ebenfalls mit einem erhöhten Osteoporose-Risiko korreliert.
Ciclosporin - ein Immunsuppressivum aus der Gruppe der Calcineurin-Hemmer - fördert die Ausscheidung von Magnesium. Das kann zu einem Magnesiummangel mit entsprechenden Mangelsymptomen und insbesondere Risiken für Herz und Kreislauf wie Hypertonie, Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz führen.
Der Folatantagonist Methotrexat wirkt antiphlogistisch und ebenfalls immunsuppressiv und hemmt die Aktivierung von Folsäure, welche die Zellen des Immunsystems zur Zellteilung benötigen. Methotrexat-Präparate können daher zu einem Folsäuremangel führen, aber auch die Vitamin-B12-Resorption hemmen und so zu Mangelerscheinungen der beiden Vitamine führen. Außerdem kann der Homocystein-Serumspiegel als Folge eines gestörten Folsäure- und Vitamin-B12-Metabolismus ansteigen. Homocystein ist ein toxisches Stoffwechselzwischenprodukt, das Blutgefäße schädigt und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. Zudem gibt es Hinweise - auch aus Metaanalysen - dass Patientinnen und Patienten mit Psoriasis höhere Homocystein-Serumspiegel und niedrigere Folatspiegel im Vergleich zu gesunden Kontrollen aufweisen können.
„In der Betreuung von Psoriasis-Patientinnen und -Patienten empfiehlt es sich daher, unter einer Behandlung mit den genannten Arzneimitteln regelhaft den Biofaktorenstatus zu prüfen und einen eventuellen Mangel durch eine gezielte Supplementierung auszugleichen“, betont Prof. Hans Georg Classen, Vorsitzender der Gesellschaft für Biofaktoren (GfB). „Praxisrelevante Tipps zur Labordiagnostik und Mangelsymptomatik der einzelnen Biofaktoren finden Sie auf der Webseite der GfB“, so Prof.
Aufgrund seiner antiinflammatorischen und immunmodulatorischen Wirkungen wird Vitamin D3 in der topischen Behandlung der Psoriasis bereits seit langem eingesetzt. Auch wenn die Studienlage noch vergleichsweise begrenzt ist, zeigen wissenschaftliche Untersuchungen bei Betroffenen mit Autoimmunerkrankungen wie der Schuppenflechte ein erhöhtes Risiko für eine Unterversorgung an Vitamin D3 oder sogar einen Vitamin-D3-Mangel. Dabei korrelieren die Vitamin-D3-Spiegel auch mit dem klinischen Schweregrad der Psoriasis - definiert anhand des Psoriasis Area Severity Score (PASI-Score).
Die Prävalenz eines Vitamin-D3-Mangels mit Calcidiolmangel, das heißt 25-Hydroxy-Vitamin-D3-Spiegeln unter 20 ng/ml bzw. 50 nmol/l, bei Patientinnen und Patienten mit Psoriasis betrug 57,8 % gegenüber 37,5 % bei an rheumatoider Arthritis (RA) Erkrankten und 29,7 % bei gesunden Kontrollpersonen.
Im Winter stieg die Prävalenz des Vitamin-D3-Mangels bei Psoriasis-Patientinnen und -Patienten auf 80,9 %, bei RA-Erkrankten auf 41,3 % und bei gesunden Kontrollpersonen auf 30,3 %. Es konnte nicht nur in Beobachtungsstudien eine Korrelation zwischen dem Vitamin-D3-Status und der Psoriasis nachgewiesen werden.
Auch Interventionsstudien konnten die vorteilhafte Wirkung einer Vitamin-D3-Supplementierung bei Psoriasis zeigen - mit zum Teil vergleichbaren, teilweise sogar besseren Effekten im Vergleich zur Anwendung von Kortikosteroiden. Allerdings sind auch Studien bekannt, in denen eine Wirkung auf Krankheitsparameter nicht nachgewiesen werden konnte.
Ausgewählte Mikronährstoffe zeichnen sich auch durch eigenständige Effekte in der Behandlung einer Psoriasis aus. Wegen der entzündungshemmenden und immunmodulatorischen Effekte ist beispielsweise die topische Anwendung von Vitamin D3 in Form der Vitamin-D3-Analoga und Antipsoriatika Tacalcitol oder Calcipotriol seit Langem bekannt.
Nicht nur ein atopisches Ekzem, sondern auch eine Schuppenflechte kann durch ein Zinkdefizit gefördert werden. Zudem zeigte eine Zinksupplementation bei Psoriasis positive Effekte - und das nicht nur in Bezug auf die Hautsymptomatik, sondern auch in Bezug auf Prävention und Behandlung der Psoriasis-Arthritis.
Vitamin D kann über die Nahrung, aber auch über die Haut aufgenommen werden. Hierfür stehen verschiedene Produktarten zur Auswahl:
Den Tagesbedarf an Vitamin D über die Nahrung zu decken, ist schwierig. Zwar kommt das Vitamin in verschiedenen Nahrungsmitteln vor, jedoch nur in geringen Mengen. Dabei ist Vitamin D vor allem in tierischen Nahrungsquellen zu finden, insbesondere in Leber und fettreichen Fischen. Darüber hinaus enthalten auch Avocados sowie einige Pilzsorten, wie Champignons und Pfifferlinge, kleine Mengen an Vitamin D. Besonders in den Wintermonaten reicht dies aber nicht aus, um den Tagesbedarf zu decken. Immer häufiger sind auch Lebensmittel erhältlich, denen Vitamin D zugesetzt wird.
Eine Unterversorgung mit Vitamin D wirkt sich auf das Hautbild aus und begünstigt Anzeichen von Trockenheit, Juckreiz, Ekzemen oder Akne. Eine Pflege mit hautstärkenden Inhaltsstoffen kann diese Anzeichen mildern und langfristig zu einem ebenmäßigeren, frischen Teint beitragen.
Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D ist unerlässlich für unser Wohlbefinden und unsere Haut. Es wird vom Körper mithilfe von Sonnenlicht in der Haut gebildet und zum Teil auch über die Nahrung aufgenommen. Allerdings ist Vitamin D-Mangel in Deutschland weit verbreitet. Die Unterversorgung mit Vitamin D kann sich sichtbar auf die Haut auswirken. So kommt es häufig zu Trockenheit, Juckreiz und der Neigung zu Ekzemen. Anzeichen von Unreinheiten und Akne können ebenfalls durch ein Vitamin D-Defizit begünstigt werden. In vielen Fällen ist eine Supplementierung des Vitamins durch Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll. Zudem können spezielle Cremes mit Vitamin D bei Hautanliegen wie Schuppenflechte oder Neurodermitis mildernd wirkend.
Tabelle: Empfohlene Tagesdosis Zink
| Gruppe | Empfohlene Tagesdosis |
|---|---|
| Säuglinge | 5 mg |
| Kinder vor der Pubertät | 10 mg |
| Erwachsene (DGE) | 7-16 mg (abhängig von Geschlecht, Alter und Ernährung) |
| Höchstdosis in Nahrungsergänzungsmitteln (BfR) | 6,5 mg |
| Zur Behandlung von Hauterkrankungen (kurzfristig) | 10-50 mg (über zugelassene Arzneimittel) |
tags: #Vitamin #D #Mangel #Schuppen #Ursachen
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