Wer von Natur aus krauses oder lockiges Haar hat, kann seine Haare glätten. Eine dauerhafte Haarglättung lässt sich allein mithilfe von chemischen Wirkstoffen oder zusätzlich durch Hitze erreichen. Beides kann aber die Haare strapazieren und bei falscher Ausführung zu Haarbruch und Spliss führen.
Wer glatte Haare haben möchte, findet mehrere Wege, um ans Ziel zu gelangen. Möglich ist eine permanente Lösung mit chemischen Mitteln, die die Haare dauerhaft glatt hält. Wer die Haare kurzfristig und nur an bestimmten Tagen glatt tragen möchte, erreicht dies zum Beispiel mit einem Glätteisen.
Möchten Sie nur für ein besonderes Ereignis glatte Haare, können Sie auf eine chemische Prozedur verzichten. Vorübergehend glätten Sie Ihre Haare beispielsweise mit einem Glätteisen, das Sie selbst zu Hause anwenden. Es gibt inzwischen eine große Auswahl an Produkten, die Sie in Drogerien, im Fachhandel oder auch online kaufen können. Die Haare bleiben dadurch aber unter Umständen nicht über Nacht glatt. Auch in Kontakt mit Wasser oder bei hoher Luftfeuchtigkeit kräuselt sich das Haar schnell wieder. Für dauerhafte Ergebnisse braucht es möglicherweise eine chemische Behandlung.
Bevor es mit dem Glätteisen los geht, bürsten Sie Ihre Haare gründlich aus und verwenden anschließend einen passenden Hitzeschutz für das Haar. Hitzeschutz gibt es etwa als Sprays oder Seren. Sie bewahren vor Schäden durch Austrocknen. Glätten Sie das Haar nicht in nassem Zustand, da das zusätzlich schädigt. Das Glätteisen sollte außerdem nicht zu heiß werden. Bei dünnem Haar reichen möglicherweise schon Temperaturen von 130 Grad, um es glatt zu ziehen. Starten Sie demnach zuerst im niedrigen Temperatur-Bereich - vielleicht erzielen Sie so schon gute Ergebnisse. Steigern Sie erst nach und nach.
Nach dem Glätten hält Öl das Haar geschmeidig und gesund. Verwenden Sie regelmäßig Kuren oder Haarmasken, um das Haar dauerhaft zu pflegen. Diese entsprechen in etwa Spülungen, besitzen aber weit mehr pflegende Inhaltsstoffe.
Haare glätten ohne Hitze funktioniert bei normal gelockten Haaren mithilfe chemischer Präparate, die ähnlich aufgebaut sind wie Dauerwellmittel und nach demselben Prinzip wirken: Zunächst wird das Mittel für die chemische Haarglättung auf die Haare aufgetragen. Es enthält den Wirkstoff Thioglykolsäure, der die Schwefelbrücken auflöst, die das Haar in seiner Form stabil halten.
Im Unterschied zur Dauerwelle werden die Haare aber während der Einwirkzeit mehrfach vorsichtig mit einem großen, grobzinkigen Kamm gekämmt und glattgezogen. Nach dem Auswaschen erhalten die Haare ein Fixiermittel auf Basis von Wasserstoffperoxid, damit die neue glatte Form erhalten bleibt. Bei besonders krausem, schwer zähmbarem Haar ist das Haareglätten ohne Glätteisen kaum möglich. Zusätzlich zu den chemischen Substanzen werden die Haare dann mit einem speziellen heißen Glätteisen bearbeitet. Nachdem das Präparat zur Umformung aufgetragen wurde, werden die Haare mit dem 160 bis 180 Grad heißen Glätteisen glattgezogen und anschließend mit dem Fixiermittel in der neuen Form stabilisiert.
Mit dieser Methode wird auch stark gekrauste Haare gleichmäßig und glänzend - und zwar langfristig. Dauerhaft geglättetes Haar bleibt außerdem natürlich auch über Nacht glatt.
Eine permanente, chemische Haarglättung macht das Haar glatt. Es gibt aber noch andere Mittel, mit denen Sie störrisches oder welliges Haar bändigen. Versuchen Sie es beispielsweise mit Naturprodukten: So wird etwa Milch eine glättende Wirkung nachgesagt. Alternativ dazu hat Kokosöl eventuell einen ähnlichen Effekt. Die Wirksamkeit dieser Stoffe ist allerdings nicht wissenschaftlich belegt. Das Ergebnis ist möglicherweise weniger stark ausgeprägt als mit chemischen Mitteln oder der Hitze eines Glätteisens. Ebenfalls hilft ein herkömmlicher Föhn dabei, Haare glatt zu ziehen. Nutzen Sie dabei die Kaltluft-Stufe, so wird das Haar weniger geschädigt. Während des Föhnens einfach die Haare vom Ansatz her bürsten.
Wer sich die Haare glättet, stellt sich vielleicht irgendwann die Frage: Ist Haare glätten schädlich? Da beim dauerhaften Haareglätten Chemikalien eingesetzt werden, trocknen die Haare aus und werden brüchig. Das gilt auch beim Haareglätten mit Glätteisen - die Hitze bedeutet puren Stress für die Haare. Deshalb ist die Pflege vor der Behandlung besonders wichtig. Etwa durch Hitzeschutz in Form von Seren oder Sprays. Außerdem sollte Sie sich für die dauerhafte Haarglättung immer in die Hände eines erfahrenen Friseur-Profis begeben, um eine professionelle, weitgehend schonende Haarglättung sicherzustellen.
Das ist auch deshalb ratsam, da in manchen Mitteln zum Haareglätten Formaldehyd nachgewiesen wurde. Der Stoff gilt als Allergieauslöser, reizt häufig Haut und Augen gilt als krebserregend. Deshalb ist Formaldehyd in der Europäischen Union als Inhaltsstoff für Haarglättungsmittel verboten, gelangt jedoch immer wieder auf den europäischen und deutschen Markt. Ein erfahrener Mitarbeitender im Friseur-Salon kennt das Risiko und verwendet Mittel ohne diesen Inhaltsstoff.
Jein. Natürlich solltest du deine Haare nicht jeden Morgen dieser krassen Hitze aussetzen. Durch das Glätten mit dem Glätteisen oder dem Locken mit einem Lockenstab werden dem Haar Feuchtigkeit entzogen, damit es in der gewünschten Form bleibt. Auf Dauer trocknen Glätteisen, Lockenstab und Co. die Haare also unglaublich aus und machen sie brüchig.
Bei der Auswahl von Glätteisen, die nicht schädlich für das Haar sind, sollten Sie auf einige entscheidende Merkmale achten.
Die Häufigkeit, mit der man sich die Haare glätten darf, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der Haartyp, die Haarstruktur und die verwendeten Produkte. Generell ist es empfehlenswert, das Glätten auf ein bis zwei Mal pro Woche zu beschränken, um Hitzeschäden zu vermeiden. Häufiges Glätten kann das Haar austrocknen und zu Spliss führen, insbesondere bei feinem oder geschädigtem Haar.
Chemisches Glätten kann potenziell schädlich für das Haar sein, insbesondere wenn es nicht korrekt durchgeführt wird oder wenn die verwendeten Produkte von minderer Qualität sind. Diese Behandlungen enthalten häufig starke Chemikalien, die die Haarstruktur angreifen können. Bei unsachgemäßer Anwendung kann es zu Haarbruch, Spliss und einer allgemeinen Verschlechterung der Haarqualität kommen.
Es ist wichtig, dass Sie sich für professionelle Produkte entscheiden, die speziell für chemische Glättungen entwickelt wurden. Hochwertige Pflegeprodukte und die richtige Technik können dazu beitragen, Schäden zu minimieren. Eine gründliche Vorbehandlung und die Nachsorge mit pflegenden Produkten sind entscheidend, um die Gesundheit des Haares zu erhalten.
Obwohl viele glauben, dass das Lufttrocknen der Haare die schonendste Methode ist, kann es tatsächlich mehr Schäden verursachen als das Föhnen. Je länger Deine Haare also nass bleiben, desto länger sind diese empfindlichen Strukturen diesem Druck ausgesetzt, was zu Brüchen und langfristigen Schäden führen kann. Daher ist es wichtig, die Trocknungszeit zu verkürzen, ohne dabei Deine Haare durch unsachgemäße Trocknungsmethoden zusätzlich zu strapazieren.
Es gibt auch Styler, die Haartrockner und Glätteisen in einem kombinieren und es ermöglichen, Dein Haar ohne Hitzeschäden zu stylen. Insbesondere für diejenigen, die nach Alternativen zum herkömmlichen Föhnen suchen, ist dieser Styler eine hervorragende Wahl. Er sorgt nicht nur für eine Trocknung ohne Hitzeschäden, sondern fungiert auch als Glätteisen auf nassem Haar.
Glatt, glänzend, flexibel, elastisch - so sollten Haare auch im Test aussehen, nachdem sie mit Haarglättern bearbeitet wurden. Knapp vorn liegt Chi G2, der ab rund 120 Euro zu haben ist. Ab rund 50 Euro erhältlich und kaum schlechter sind Remington S8598 Keratin Protect und Braun Satin Hair 7 ST 780. Babyliss ST482E Straight & Curl Brilliance für rund 75 Euro gehört ebenfalls zu den Besten. Alle vier schafften das angestrebte Frisierergebnis.
Haarglätter geben jedoch nicht nur neue Form. Sie verleihen dem Haar zusätzlich Glanz und machen es leichter kämmbar. Unter Hitze und Druck bügeln sie abstehende Haarschuppen glatt. Diese legen sich wie ein Mantel um die inneren Haarfasern. Das Haar glänzt - allerdings erst nach einer Behandlung mit Temperaturen von mehr als 120 Grad Celsius.
Die Tabelle zeigt Bewertungen der Stiftung Warentest für sieben Haarglätter, darunter Geräte von Remington, Braun und Udo Walz. Sie kosten 17 bis 64 Euro.
| Marke | Modell | Preis (ca.) | Bewertung |
|---|---|---|---|
| Remington | [Modellname] | [Preis] | [Bewertung] |
| Braun | [Modellname] | [Preis] | [Bewertung] |
| Udo Walz | [Modellname] | [Preis] | [Bewertung] |
| Severin | [Modellname] | [Preis] | [Bewertung] |
Wichtiger Hinweis: Die Testergebnisse beziehen sich auf eine technische Prüfung, Sicherheit, Handhabung und Frisierergebnis. Ob die Geräte sicher sind, bleibt jedoch offen.
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