Die Frage, ob Männer ihre Beine rasieren sollten, ist so alt wie der Rasierer selbst. Während sich die Meinungen von Männern - und Frauen - auf der ganzen Welt scheiden, gibt es eine Spezies, für die das Beine-Rasieren beim Mann komplett natürlich und sogar notwendig ist: den Sportler. Rasierte Männerbeine sind für ihn wie Brot und Wasser. Doch auch abseits des Sports stellt sich die Frage: Beinrasur - ja oder nein?
Warum rasieren sich Sportler die Beine?
Vor allem bei Radfahrern und Schwimmern ist die Beinrasur schon lange gang und gäbe. Es gibt viele Gründe, warum sich Sportler die Beine rasieren. Ob Mann oder Frau, Profi oder Freizeitsportler. Hier sind die wichtigsten Gründe:
- Hygiene: Sportler trainieren regelmäßig und sind entsprechend oft schmutzig und verschwitzt. Ohne Haare lässt sich Dreck leichter abwaschen und Pflegeprodukte leichter auftragen. Während der Fahrt schwitzt der Sportler nicht nur. Staub, Fliegen, Ketten-Öl - alles landet irgendwie am Schienenbein. In Beinhaaren verklebt das Zeug, auf glatter Haut kann man es dagegen mit einem feuchten Tuch leicht nach dem Training einfach abwischen.
- Massage: Die Muskeln der Profis werden ständig durchgeknetet und rasierte Körperteile lassen sich angenehmer massieren. Physio-Therapeuten gehen meist mit Öl an die Beine. Bei der Massage würden die Haare und das Öl dann verkleben. Zudem fühlt sich die Massage auf glatter Haut einfach viel besser an.
- Wundversorgung: Stürzt ein Radfahrer vom Rad, kann er seine Hautabschürfungen leichter reinigen - das Infektionsrisiko sinkt. Beinhaare verfangen sich oft in Wunden, was das Reinigen der offenen Stellen erschwert. Der Heilungsprozess wird verlangsamt, denn die Haare brauchen Zeit, aus der Wunde herauszuwachsen. Ohne Haare kann man die Wunde besser auswaschen und pflegen. Und aus eigener Erfahrung: Auf glatter Haut halten Pflaster besser und gehen auch schmerzfreier wieder herunter.
- Aerodynamik und Leistung: Als erstes geht es darum, dass rasierte Männerbeine die persönliche Bestzeit verbessern können. Das ist nicht nur ein Mythos, sondern durch Studien belegt. Allerdings handelt es sich sowohl bei Fahrradfahrern als auch bei Schwimmern nur um Nanosekunden. Schwimmer gleiten besser durch das Wasser. "Es kommt auf Kleinigkeiten an, um noch schneller zu werden. Da ist jede Körperbehaarung störend", sagte der Weltfußballer mal in einem Interview.
- Komfort: Cremes bleiben nicht an den Haaren hängen. Pflaster und Tapes haften besser und werden ohne Schmerzen entfernt. Egal ob bei der Tiefenmassage oder beim Bandagieren der Sprunggelenke, eingeklemmte Beinhaare sind unangenehm. Und das Abziehen vom Sport-Tape wird schnell zur unfreiwilligen Enthaarung.
- Schnelleres Trocknen: Steige ich aus dem Wasser oder habe ich viel geschwitzt, reicht es auch mit einem Handtuch darüber zu fahren - oder ich lasse es im Wettkampf nach dem Schwimmen durch den Fahrtwind trocknen.
- Besseres Einziehen von Lotionen: Und sie bilden dabei wiederum keine Röllchen. Wer seine Beine also mal mit diversen Mittelchen pflegt, den stören Haare nur.
- Optik: Ok, ich will es nicht verschweigen: Die Muskeln zeichnen sich einfach deutlicher ab ohne Haare.
Es sind schließlich nicht nur Frauen, die schöne Beine haben. Kritiker stempeln rasierte Männer zwar gerne als androgyn ab, tatsächlich betont ein glattes Bein aber die Beinmuskulatur. Warum seine Waden und Oberschenkel stundenlang im Fitnessstudio stählen und sie dann hinter einem Urwald verstecken?
Körperpflege für Männer: Rasieren mit Gillette BODY & Gillette STYLER | Tutorial
Auch Männer haben schöne Beine
Ego, Hygiene und (medizinischer) Komfort sind ebenfalls wesentliche Argumente, die dafür sprechen, sich abseits vom professionellen Leistungssport, zum Rasierer zu greifen. Viele Gym-Sportler greifen regelmäßig zum Rasierer, weil ein glattrasiertes Bein die hart erarbeitete Beinmuskulatur betont. Das gilt natürlich auch für den Rest deines Körpers, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass sich Bodybuilder oft vom Hals abwärts komplett rasieren.
Wie rasiere ich als Mann die Beine?
Wenn du es wagen willst, hier sind ein paar Tipps, wie du deine sportlichen Männerbeine rasieren kannst:
- Vorbereitung: Brause deine Beine vor der Rasur mit warmem Wasser ab. Nutze am besten einen Rasierer mit integriertem Trimmer wie den Wilkinson Sword HYDRO 5 Groomer. Mit dem höhenverstellbaren Kammaufsatz trimmst du lange Haare zunächst, bevor du deine Beine komplett glatt rasierst. Warmes Wasser bereitet deine Haut auf die Rasur vor und weicht die Haare etwas auf. Zusätzlich empfehlen wir dir ein Peeling zu machen. Damit entfernst du neben Schmutz auch abgestorbene Hautzellen und verhinderst eingewachsene Haare.
- Rasierschaum oder -gel: Verwende Rasierschaum oder -gel! Dann kann der Rasierer besser gleiten. Du solltest immer Rasierschaum oder -gel verwenden, wenn du deine Beinhaare rasierst, vor allem wenn du empfindliche Haut hast. Rasiergel versorgt deine Haut mit Feuchtigkeit, macht die Haare weich und lässt die Rasierklinge leichter über die Haut gleiten.
- Die Rasur: Rasiere deine Beine mit dem bidirektionalen Scherkopf in kreisenden, zügigen Bewegungen vom Knöchel zum Oberschenkel hin. Rasiere deine Haare in Richtung des Haarwuchses, um Irritationen und eingewachsene Haare zu vermeiden. Anschließende kannst du auch gegen den Strich rasieren und bekommst so ein noch glatteres Ergebnis. Spüle alle 2-3 Züge die Klinge und entferne Haare und Rasiergel. Wenn die Klinge verstopft, kann es schnell zu Verletzungen an der Haarwurzel kommen.
- Nachbereitung: Tupfe deine Beine nach der Rasur trocken, anstatt wie wild mit dem Handtuch drauflos zu rubbeln. Eine Feuchtigkeitspflege hilft, die Haut zu reparieren und Feuchtigkeit einzuschließen. Eine Beinrasur reizt die Haut und sollte anschließend immer mit einer Feuchtigkeitspflege versorgt werden. Wir empfehlen dir eine Lotion für sensible Haut (ohne Alkohol), um unnötiges Brennen zu vermeiden.
Alternativen zur Rasur
Ja, die bekanntesten Alternativen sind Waxen oder Epilieren. Von beiden Methoden erhältst du ein Ergebnis, das um einiges länger anhält, als bei einer Rasur, aber in der Anwendung um einiges schmerzhafter ist.
Unser Favorit, wenn es um ein lang anhaltendes Ergebnis geht, ist eine IPL-Behandlung (IPL steht für: Intense Pulsed Light). Bei diesem Verfahren wird ein Lichtstrahl auf die Haarfollikel konzentriert, wodurch diese erhitzt werden und das Nachwachsen der Haare verhindert wird. Je nach Haut- und Haartyp hast du nach ein paar Anwendungen bis zu 12 Monaten glatte Haut.
Wichtig: IPL kann nicht bei jedem Hauttyp angewendet werden. In der Regel nur bei hellen bis mittelbraunen Hauttypen und bei natürlich blondem bis dunkelbraunem/schwarzem Haar. Je größer der Unterschied zwischen Haut- und Haarton, umso einfacher lässt sich ein gutes Ergebnis erzielen.
Nachteile der Beinrasur
Leider ja. Viele empfinden es als sehr unangenehm, wenn die Haare nachwachsen und die kleinen Stoppel am Hosenbein reiben. Deshalb greifen manche Männer in den Wintermonaten eher nicht zum Rasierer.
Ein weiterer Nachteil, den bestimmt viele Männer von der Gesichtsrasur kennen, sind eingewachsene Haare. Dies kann die bei Beinhaaren natürlich auch passieren und um das zu vermeiden, ist eine gute Pflege und regelmäßiges Peeling wichtig.
Fazit
Männerbeine rasieren, ja oder nein? Diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten. Rasierte Männer-Beine sind kein Trend, sondern reine Geschmacksache oder ein sportlich-medizinischer Vorteil.
tags:
#Beinhaare #rasieren #ja #oder #nein
Populäre Artikel: