Unsere Wimpern sind ein wichtiger Bestandteil des Auges, obwohl sie nichts zur Sehkraft beitragen. Als Wimpern bezeichnet man die etwa 10 mm langen, feinen, leicht gebogenen Haare an Ober- und Unterlid des Menschen. Sie haben eine wichtige Schutzfunktion als Teil unseres Auges.
Wimpern haben die Aufgabe, unser empfindliches Auge zu schützen. Dies tun sie, indem sie Schmutzpartikel, Insekten oder andere kleine Fremdstoffe abfangen können. Wir besitzen etwa 150 bis 250 Wimpern am oberen Augenlid.
Sicherlich haben Sie es mehrmals bemerkt, dass Sie unwillkürlich Ihre Augenlider schließen, wenn etwas zu nahe an Ihr Auge kommt und Ihre Wimpern berührt. Obwohl die Wimpern nicht imstande sind, das Sonnenlicht vollständig zu filtern, bewähren sie sich sehr gut, wenn es um den Schutz vor einem starken Licht geht. Die Wimpern verringern auch den Luftstrom, um seinen Kontakt mit dem Auge zu minimieren, was ebenfalls das richtige Feuchtigkeitsniveau des Tränenfilms bewahrt.
Für uns sind sie selbstverständlich - doch wissen wir auch, woraus die feinen Härchen bestehen oder wofür sie eigentlich wirklich gut sind? Wimpern sind eine hauteigene Hornsubstanz, die ständig wächst und gedeiht. Ihre Grundbausubstanz? Keratin. Deshalb ähneln Wimpernhärchen auch der sonstigen menschlichen Körperbehaarung. Keratine sind aminosäurehaltige Faserproteine, die jedoch nicht wasserlöslich sind.
Eine jede Wimper setzt sich aus vielen abgestorbenen Hautzellen (auch: Keratinozyten) zusammen. Dieses Geflecht ist auf der einen Seite äußerst starr, auf der anderen Seite aber auch leicht flexibel. Stellt Euch eine Wimper auch gern als kurzes Borstenhaar vor, das von zusätzlichen Schweiß- und Talgdrüsen umschlossen wird. Darunter auch Meibom- und Zeis-Drüsen, verantwortlich für die Sekretbildung am Augenlid (auch Augenbutter genannt). Durch dieses Sekret sorgt der Körper dafür, dass nicht zu viel Tränenflüssigkeit entsteht und das Auge womöglich überläuft.
Die Wimpernwurzel ist der Teil der Wimper, der sich unter der Haut in einer länglichen Einstülpung, dem Haarfollikel oder Haarbalg, befindet. Im untersten Bereich, an der zuvor angesprochen Haarpapille, entsteht das Wimpernhaar. Etwas höher, in der sogenannten Matrix, befinden sich zahlreiche Melanozyten (Pigmentzellen), die ihre Pigmente an das heranwachsende Haar abgeben und dem Härchen so seine Farbe verleihen.
Mit der Zeit wandert das Haar entlang des Haarfollikels immer weiter nach oben - solange, bis es als Wimper aus der obersten Hautschicht heraussprießt. Damit Haut und Haar jedoch immer schön geschmeidig bleiben, werden sie von den umliegenden Talg- und Schweißdrüsen quasi “eingefettet”.
Mascara-Reste und Co. können diese Drüsen verstopfen. Deshalb solltet Ihr Euch also immer gut abschminken, denn schlechte oder mangelnde Pflege kann unweigerlich zu schmerzlichen Entzündung des Augenlids führen. Oder aber auch zu beschädigten Wimpern.
Wimpern haben einen bestimmten Lebenszyklus. Jeden Tag verlieren wir etwa 2 - 3 Wimpern und das ist ein total normaler Prozess. Unsere Wimpern werden nach einer Lebensdauer von etwa 100-150 Tagen abgestoßen und durch neue ersetzt. Im Schnitt verlieren wir ca. 4-8 Wimpern-Härchen pro Tag. Bei mehr könnte ein Wimpernausfall (lat.
Der Wachstumszyklus der Wimpern durchläuft drei Phasen:
Anagenphase - ist ein aktiver Prozess, der unter der Haut beginnt. Katagenphase - ist die Zeit, wenn die Wimpernzellen absterben. Jede dieser Phasen umfasst etwa 33 % der Wimpern. Das sind gleichmäßige Prozesse, deshalb sehen wir in der Regel keine ernsten Lücken, denn diese werden regelmäßig mit neuen Wimpern aufgefüllt. So verläuft der Zyklus, wenn jedes der Härchen für 2 bis sogar 4 Monate an seinem Platz bleibt.
Unser Haar wächst täglich etwa einen Drittelmillimeter (also ungefähr 1 cm pro Monat). Das Haarwachstum gliedert sich in drei Phasen, die jedes Haar im Laufe seines Lebens mehrmals durchläuft:
Insgesamt durchläuft eine gesunde Haarwurzel diesen Zyklus bis zu zehnmal, bis das letzte Mal ein Haar ausfällt.
Tabelle: Wachstumsphasen der Wimpern
| Phase | Dauer | Beschreibung |
|---|---|---|
| Anagen (Wachstumsphase) | 2-10 Jahre (Kopfhaar) | Aktive Wachstumsphase der Haare |
| Katagen (Übergangsphase) | ca. 14 Tage | Übergang zum Stillstand des Wachstums |
| Telogen (Ruhephase) | 3-8 Monate | Ruhephase vor dem Ausfallen des Haares |
An Wimpern können sich verschiedene Krankheitsbilder zeigen. Ein Beispiel wäre eine Lidrandentzündung (Blepharitis). Bei dieser Krankheit sind die Wimpern verklebt, vor allem nach dem Schlafen. Der Lidrand ist rot und geschwollen. Es kann auch vereinzelt zu einem Ausfall der Wimpern kommen.
Eine Lidrandentzündung kann in Kombination mit Hautkrankheiten auftreten oder am Lid selbst entstehen. Um die Wurzeln der Wimpern herum gibt es verschiedene Talg- und Schweißdrüsen: Moll-Drüsen, Zeis-Drüsen und Meibom-Drüsen und Tarsaldrüsen. Kommt es durch genetische Dispositionen zu einer veränderten Fettsekretion an den Drüsen der Augenlider, kann dies auch eine Lidrandentzündung verursachen. Entscheidend für die Therapie ist die Hygiene des Augenrandes.
Ein weiteres Krankheitsbild ist die Lidfehlstellung, bezeichnet als Entropium. Die Wimpern und das Augenlid sind nach innen gedreht. Dadurch wird ein Fremdkörpergefühl verursacht. Grund ist zum Beispiel die altersbedingte Muskelerschlaffung des Augenringmuskels (Musculus orbicularis oculi). Dies kann operativ behandelt werden.
Lange, volle Wimpern öffnen den Blick, lassen die Augen strahlen und verleihen dem Gesicht einen ausdrucksstarken Look - doch perfekte Wimpern sind kein Zufall. Statt täglich nur auf Mascara zu setzen, lohnt sich ein ganzheitlicher Pflegeansatz, der sowohl die äußere Pflege als auch die innere Nährstoffversorgung berücksichtigt. Wie bekommt man perfekte Wimpern? Um dauerhaft volle und gesunde Wimpern zu erreichen, bedarf es mehr als nur kosmetische Akzente. Entscheidend ist die Kombination aus nährstoffreicher Pflege, sanfter Anwendung und dem Schutz vor schädlichen Einflüssen.
Die Wimpernstruktur besteht - ähnlich wie unser Kopfhaar - aus Keratin, einem Protein, das durch äußere Einflüsse wie aggressive Make-up-Entferner, häufiges Tuschen oder mechanische Belastung durch Wimpernzange geschädigt werden kann.
Um den Wimpern viel Pflege zu bieten, kann man zum Beispiel Vitamin E gut einsetzen. Es kräftigt Haarwurzeln und tut besonders den feinen Wimpern gut. Dadurch wachsen Wimpern auch schneller. Als Wimpernkur dienen auch Öle, zum Beispiel Kokosöl, Olivenöl und Arganöl mit Vitamin E.
Tipps für die richtige Anwendung:
Die Grundlage für perfekte Wimpern beginnt im Inneren.
Gerade für Menschen mit sensibler Augenpartie ist es wichtig, auf reizfreie Formulierungen zu setzen. Die Haut um die Augen ist besonders dünn und reagiert empfindlich auf aggressive Inhaltsstoffe. Prostaglandine können zwar schnelle Ergebnisse liefern, sind jedoch häufig mit Nebenwirkungen wie Rötungen, Juckreiz oder sogar Verfärbungen der Iris verbunden. Diese sanfte Formulierung ist dermatologisch getestet und speziell für empfindliche Haut entwickelt.
Perfekte Wimpern sind das Ergebnis gezielter Pflege und eines ganzheitlichen Konzepts: Mit hochwertigen, natürlichen Produkten, regelmäßiger Anwendung und einer ausgewogenen Ernährung wird dein Wimperntraum Realität.
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