Mehl gegen fettige Haare: Anwendung und effektive Tipps

Du leidest unter fettigem Haar, obwohl Du es regelmäßig wäschst? Das kann dazu führen, dass Deine Mähne ungepflegt und strähnig aussieht. Viele leiden schon nach einem Tag wieder unter fettigen Haaren und greifen direkt zur Shampoo-Flasche. Damit ist jetzt Schluss! Wir verraten Dir, wie Du Deine fettige Kopfhaut in den Griff bekommst, sie länger frisch hältst und das ganz ohne häufiges Haarewaschen. Außerdem haben wir Tipp und Tricks für Dich, wie Du fettige Haare auf die Schnelle kaschierst. Ob mit Haarverlängerung oder Echthaar - unsere Tipps für Deine Haare sind Gold wert.

Typische Ursachen für fettige Haare

Die Talgdrüsen an den Haarwurzeln produzieren regelmäßig Talg, um die Kopfhaut geschmeidig zu halten und sie vor dem Austrocknen zu schützen. Zudem dient der Talg als Säureschutzmantel der Haut und hält schädliche Bakterien, Viren und Keime fern. Eine fettige Kopfhaut ist also nichts Schlimmes, sondern ein natürlicher Prozess des Körpers. Kommt es jedoch über einen längeren Zeitraum zu überschüssigem Talg, solltest Du einen Arzt aufsuchen.

Die Ursachen für fettiges Haar sind vielfältig: von übermäßiger Haarpflege und Haarwäsche bis hin zu Stress ist alles möglich. Wenn der natürliche Rhythmus Deiner Talgdrüsen durcheinander gerät, ist eine fettige Kopfhaut quasi vorprogrammiert. Weitere Gründe für fettige Haare sind:

  • Hormone: Hormonschwankungen, insbesondere während der Pubertät, Schwangerschaft oder Menopause, können die Talgproduktion beeinflussen. Zudem können die Talgdrüsen auch durch hormonelle Verhütungsmittel verrückt spielen.
  • Stress: Ob beruflich oder privat - Stress erhöht die Ausschüttung von Kortison und Adrenalin. Das wirkt sich auch auf Dein Kopfhautmilieu aus und begünstigt fettige Strähnen sowie Haarausfall.
  • Ernährung: Die Ernährung kann einen wesentlichen Einfluss auf die Gesundheit der Haare haben. Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen, wie Vitaminen und Mineralstoffen, kann das Gleichgewicht der Talgproduktion stören. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vitaminen, Mineralien und gesunden Fetten sind, kann dazu beitragen, die Haare gesund zu halten und übermäßige Öligkeit zu reduzieren. Ernähre Dich gesund und ausgewogen, um alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe aufzunehmen. Sonst begünstigst Du eine gereizte Kopfhaut.
  • Medikamente: Nimmst Du regelmäßig Medikamente ein? Auch das kann sich auf Deine Kopfhaut auswirken - wenn Du diesen Verdacht hast, sprich am besten mit Deinem Arzt darüber.
  • Kopfbedeckungen: Im Sommer oder Winter sind sie ein modisches Accessoire, aber wenn nicht genug frische Luft an Deine Kopfhaut kommt, fettet der Haaransatz schneller. Eine Cap oder Mütze ist Dein ständiger Begleiter? Achte darauf, immer mal Luft an Deine Kopfhaut zu lassen.
  • Falsche Hygienepraktiken: Stimme alle Deine Haarpflegeprodukte wie z.B. Dein Shampoo auf Deine Kopfhaut ab, da es ansonsten Deine Kopfhaut irritieren und die Talgproduktion anregen kann.

Tipps und Tricks gegen fettiges Haar

Das Wichtigste für Dich: Finde heraus, warum Dein Haar so schnell fettig wird. Wäschst Du Deine Haare zu oft? Sie gewöhnen sich schnell an einen Rhythmus und produzieren überschüssigen Talg, wenn Du sie öfter wäschst. Versuche, nach und nach die Abstände zwischen den Haarwäschen zu vergrößern und Deine Pflegeroutine anzupassen. Weiterhin solltest Du folgende Tipps beachten:

  • Vermeide häufiges Waschen: Wasche Deine Haare ein- bis zweimal pro Woche und nur mit lauwarmem Wasser, denn zu heißes Wasser regt die Talgdrüsen an. Wasche Deine Haare am besten auch morgens, statt abends vor dem Schlafengehen, da die Talgdrüsen besonders nachts arbeiten.
  • Setze auf die richtige Haarpflege: Verwende Pflegeprodukte und milde Shampoos , die zu Deinem Haartypen passen und nicht extra ölig sind.
  • Lass Dir beim Waschen Zeit: Verwende für Deine Haarwäsche ein mildes Shampoo und massiere dies gründlich und sanft ein, um Deine Kopfhaut vollständig zu säubern - Deine Kopfhaut wird es Dir danken. Als Faustregel gilt: Shampooniere Deine Haare für eine Minute. Für eine intensive Reinigung lasse das Shampoo kurz einwirken und spüle es dann gut aus. Achte darauf, Deine Kopfhaut beim Shampoonieren nicht zu kräftig zu massieren, da dies die Talgproduktion zusätzlich anregen kann.
  • Stelle den Föhn auf eine niedrige Stufe: Achte darauf, nur bei niedrigster Temperatur zu föhnen, um Haarschäden zu vermeiden. Achte zudem auf 30 cm Abstand zu Deinem Haar.
  • Bürsten reinigen: Dieser Schritt wird oftmals vernachlässigt. Achte darauf, Deine Bürsten und Kämme regelmäßig, im Idealfall einmal die Woche, mit einem milden Shampoo zu reinigen, um Talgablagerungen und Rückstände von Styling-Produkten zu entfernen.
  • Styling-Tools reinigen: Auch Deine Styling-Tools solltest Du vor jeder Verwendung von Rückständen befreien.
  • Haare nicht zu häufig bürsten: Zu häufiges Bürsten und Kämmen verteilt das Fett von der Kopfhaut in die Haarlängen. Greife Dir zudem im Alltag nicht häufig ins Haar, da dies die Haare schneller fetten lässt.
  • Verwende Trockenshampoo: Dieses Produkt ist Dein Freund und Helfer für zwischendurch, um den Haarwaschtag etwas hinauszuzögern und neue Frische am Ansatz zu schaffen. Als kleiner Extratipp: Verwende das Trockenshampoo abends vor dem Schlafengehen. Am nächsten Morgen kämmst Du Deine Haare gut durch und hast direkt eine frische Mähne.

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5 effektive Hausmittel gegen fettige Haare

Das wohl gängigste Mittel, um Deine fettige Mähne in den Griff zu bekommen, ist Trockenshampoo. Doch was machst Du, wenn mal kein Trockenshampoo griffbereit ist? Wir stellen Dir weitere wirkungsvolle Hausmittel vor, die ein klassisches Trockenshampoo ersetzen:

  • Babypuder: Entfernt überschüssiges Fett von der Kopfhaut und sorgt dafür, dass Dein Haar nicht mehr so strähnig aussieht. Gib etwas davon auf Deinen Haaransatz und massiere es sanft mit einem Handtuch ein. Kämme Dein Haar anschließend gut durch.
  • Mehl: Mehl haben wahrscheinlich noch mehr Menschen zu Hause und funktioniert genauso wie Babypuder.
  • Kakaopulver: Falls Du eine dunkle Mähne hast, sind die oben genannten Optionen eher nichts für Dich, da sie weiße Rückstände hinterlassen. Verwende stattdessen zuckerfreies Kakaopulver, da es farblich besser zu Deinem Haar passt.
  • Kamillentee: Kamille hat eine beruhigende Wirkung und ist daher perfekt für eine gestresste Kopfhaut geeignet. Gieße dafür eine Kanne Kamillentee auf und lass ihn ziehen, bis er nur noch lauwarm ist. Spüle damit Deine Haare aus, lass das ganze 10 bis 15 Minuten einwirken und wasche am Ende alles mit Wasser aus.
  • Heilerde: Eine Heilerde-Kur bewirkt bei regelmäßiger Anwendung wahre Wunder. Heilerde besteht aus fein gemahlenem Ton und wird mit etwas Wasser zu einem Brei angerührt. Diesen verteilst Du dann einfach auf Deiner Kopfhaut und lässt ihn ca. 20 Minuten einwirken. Die Heilerde wirkt ähnlich wie Löschpapier und saugt das Fett auf, sodass die Haare nicht mehr so schnell nachfetten.

Fettige Haare verstecken: Accessoires als Hingucker

Nicht nur mit Hausmitteln, sondern auch mit Accessoires kannst Du Deine fettige Mähne kaschieren. Um Deinen fettigen Ansatz zu verstecken, gibt es Kopfbedeckungen, die nicht nur stylish aussehen, sondern auch ihren Zweck erfüllen. Gerade im Sommer ist eine Kappe nicht nur als Sonnenschutz geeignet. Aber Achtung: Deine Kopfhaut braucht Luft, ansonsten fetten Deine Haare immer schnell nach! Trage Deine Kopfbedeckung also nicht den ganzen Tag über.

Eine weitere Möglichkeit für ein stylishes Accessoire sind Zopfhaarbänder. Diese eignen sich zu allen Jahreszeiten. Es kaschiert zudem hervorragend einen fettigen Ansatz. Kleiner Tipp: Damit das Haarband an Ort und Stelle bleibt, kannst Du es ganz einfach mit ein paar Klammern und Haarspray fixieren.

5 einfache Frisuren bei fettigen Haaren

Für jeden Anlass gibt es die perfekte stylishe Frisur, deshalb haben wir für Dich unsere Top 5 Frisuren zusammengestellt, um Deiner fettigen Haarpracht den Kampf anzusagen:

  • Sleek Bun: Bei dieser aktuellen Trendfrisur greifst Du zu Haargel und stylst Deine Haare damit zu einem strengen Dutt zusammen.
  • Ponytail/Pferdeschwanz: Ein ganz einfacher Zopf kann auch schon Abhilfe verschaffen. Hierbei ist wichtig, dass die Haare nach hinten gekämmt werden, sodass der Scheitel nicht mehr erkennbar ist.
  • Wet Look: Der Wet Look ist vielleicht nicht komplett alltagstauglich, eignet sich trotzdem gut, um fettige Strähnen zu überdecken. Dabei trägst Du Deine Haare offen und stylst sie einfach mit etwas Gel nach hinten.
  • Half Bun/Halbzopf: Der Halbzopf ist einer der beliebtesten Styles, um fettige Haare zu verbergen, da Du Deine Mähne trotzdem noch offen tragen kannst. Für einen Half-Updo teilst Du Deine obere Haarpartie einfach ab und bindest sie zu einem kleinen Zopf oder Dutt zusammen.
  • Braids: Hierbei sind Deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Am besten eignet sich der Bauernzopf, um Deinen Haaransatz zu kaschieren. Alle anderen Flechtfrisuren sind natürlich auch erlaubt.

Generell sind Stylings mit Mittel- und Seitenscheitel praktischer, um Deinen fettigen Ansatz schnell zu kaschieren. Frisuren mit Pony bieten sich bei schnell fettenden Haaren wiederum weniger an. Mit Sicherheit ist auch für Dich die passende Frisur dabei. Für mehr Halt und um den fettigen Ansatz besser zu kaschieren, eignet sich Haarspray oder Gel!

Unsere Tipps und Tricks helfen Dir auf die Schnelle fettige Haare zu kaschieren. Falls Du extrem schnell fettige Haare bekommst oder sogar direkt nach dem Waschen unter fettigen Haaren leidest, solltest Du Dich genauer mit der Ursache auseinandersetzen.

Alternative zum herkömmlichen Shampoo: Roggenmehl-Shampoo

Roggenmehl-Shampoo ist eine natürliche Alternative zu konventionellem Haarshampoo mit synthetischen Inhaltsstoffen. Denn Roggenmehl ist frei von schädlichen Zusatzstoffen und seine Proteine pflegen deine Haare. Konventionelle Haarpflegeprodukte enthalten zahlreiche synthetische Inhaltsstoffe. Von Tensiden und Parfüm über Glycerin bis hin zu Silikonen: All diese Stoffe sollen vermeintlich die Haare pflegen. Doch sie gelten als umstritten.

Seit mehreren Jahren beschäftigt sich die No-Poo-Bewegung mit schonenden Alternativen - auch der Umwelt zuliebe. Eine beliebte Option ist Roggenmehl-Shampoo. Roggenmehl ist wegen seines niedrigen Glutenanteils besonders gut geeignet, um sich damit die Haare zu waschen. Für das Roggenmehl-Shampoo benötigst du nichts weiter als Roggenmehl und warmes Wasser.

Roggenmehl ist natürlich und vegan. Es ist frei von synthetischen Tensiden, Parfüm, Silikonen und anderen fragwürdigen Zusatzstoffen. Zudem wird Mehl üblicherweise in Papiertüten verkauft. Roggenmehl-Shampoo hat denselben pH-Wert wie deine Haut (circa 5) und ist daher besonders gut verträglich.

Das Getreide steckt voller Aminosäuren (wie etwa Glutaminsäure) und Mineralstoffen wie Kupfer, Kalium und Phosphor. Auch enthält es wertvolle Vitamine wie Folsäure. Nährstoffe wie diese werden konventionellen Shampoos häufig künstlich beigefügt. Im Roggenmehl sind sie natürlicherweise enthalten und pflegen deine Haare. Außerdem: Roggen gehört zu den Getreidesorten, die in Deutschland wachsen.

Roggenmehl-Shampoo ist frei von Zusatzstoffen und pflegt deine Haare natürlich. Damit keine Mehlreste in deinen Haaren kleben bleiben, solltest du möglichst feines Roggenmehl verwenden. Optimal geeignet sind beispielsweise Roggenmehl Type 815 oder 1150.

Mische je nach Haarlänge drei bis fünf Esslöffel Roggenmehl in einer Schüssel mit etwa 300 Milliliter lauwarmem Wasser. Rühre die Mischung an, bis sie eine glatte, gelartige Konsistenz hat. Am besten lässt du dein frisch angerührtes Roggenmehl etwa 10-60 Minuten stehen. Je länger du das Mehl ziehen lässt, desto mehr soll sich der Stärkeanteil verringern. Auch sollen sich die Nährstoffe so besser lösen. Wichtig: Hast du fettige Haare, solltest du das Roggenmehl nicht so lange ziehen lassen (maximal 15 Minuten).

Verteile den Mehlbrei gleichmäßig in den Haaren und massiere deine Kopfhaut. Es reicht, das Roggenmehl im oberen Bereich anzuwenden. Anders als bei basischen Haarseifen musst du nach der Haarwäsche mit Roggenmehl-Shampoo keine weitere Spülung anwenden, um den pH-Wert auszugleichen. Eine gelegentliche saure Rinse mit Apfelessig kann aber hilfreich sein, um das Mehl vollständig aus deinen Haaren zu entfernen.

Haarseifen oder festes Shampoo sind nachhaltige Alternativen zu Roggenmehl-Shampoo. Jeder Mensch ist einzigartig - Haare benötigen deshalb oft individuelle Pflege. Nicht für jede:n ist Roggenmehl-Shampoo die richtige Wahl.

Hier eine Tabelle, die die verschiedenen Mehlsorten und ihre Eignung für unterschiedliche Haartypen zusammenfasst:

Mehlsorte Haartyp Hinweise
Roggenmehl Feines und glattes Haar Geringer Glutenanteil, gut verträglich
Vollkornmehl Dickes und lockiges Haar Kann schwer auszuwaschen sein
Kichererbsenmehl Alle Haartypen Alternative Option
Reismehl Alle Haartypen Alternative Option
Weizen- oder Dinkelmehl Nicht empfohlen Hoher Glutenanteil, kann kleben

Anwendung von Mehl als Trockenshampoo:

  1. Gib etwas Mehl (oder Babypuder) auf Deinen Haaransatz.
  2. Massiere es sanft mit einem Handtuch ein.
  3. Kämme Dein Haar anschließend gut durch.

SO kannst du fettiges Haar sofort behandeln💥(MUSST du kennen)🤯

Häufig gestellte Fragen

Warum fetten meine Haare so schnell?

Für einen öligen Ansatz gibt es verschiedene Ursachen. Die Talgdrüsen an den Haarwurzeln produzieren Talg, um die Kopfhaut geschmeidig zu halten und vor dem Austrocknen zu schützen. Faktoren wie häufiges Haarewaschen, Stress, hormonelle Veränderungen, Ernährung und Medikamente können jedoch dazu führen, dass die Haare schneller nachfetten.

Was kann ich tun, dass meine Haare nicht so schnell nachfetten?

Es gibt verschiedene Tipps, um das Nachfetten der Haare zu vermindern:

  • Wasche nur mit lauwarmem Wasser.
  • Massiere Dein Shampoo gründlich und sanft ein.
  • Verwende Trockenshampoo zwischen den Haarwäschen.
  • Vermeide zu häufiges Styling mit Hitze.

Welche Hausmittel nutze ich bei einem fettigen Haaransatz?

Babypuder, Mehl oder zuckerfreies Kakaopulver eignen sich hervorragend als Ersatz für Trockenshampoo.

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