Tipps für die schonende Rasur sehr empfindlicher Haut

Die Rasur kann für Menschen mit empfindlicher Haut eine echte Herausforderung sein. Hautirritationen wie Rötungen und Brennen sind dabei keine Seltenheit. Empfindliche Haut reagiert oft stärker auf äußere Einflüsse, was sich auch bei der Rasur bemerkbar macht. Beim Rasieren wird die oberste Hautschicht stark beansprucht, was bei sensibler Haut häufig zu Reizungen führt.

Die La Roche Posay TOLERIANE Dermallergo Creme pflegt trockene bis sehr trockene, zu Allergien neigende Haut.

Vor allem bei wiederholtem Rasieren auf der bereits gereizten Haut kann es zu Rötungen, Spannungsgefühlen und unangenehmem Brennen kommen. Diese Reaktionen werden auch als Rasurbrand bezeichnet. In ernsteren Fällen kann sich zudem eine Follikulitis entwickeln.

Mit 55 Jahren hat ein Mann schon etwa 3500 Stunden seines Lebens mit Rasieren verbracht. Ob dabei Lust oder Frust aufkommt, hängt davon ab, ob sich die Rasiertechnik für die Haut- und Haarbeschaffenheit eignet. Grundsätzlich gilt: Egal ob nass oder trocken - jede Rasur stresst die Haut. Etwa 0,1 Millimeter der oberen Hornschicht werden abgetragen, und selbst sanfteste Schersysteme oder Rasierklingen verletzen die Haut.

Ursachen für Hautreizungen

Eine robuste Haut kann die kleinen Wunden schnell selbst reparieren. Sensible Haut dagegen bleibt gereizt. Sie trocknet aus, brennt, und Flecken oder Pickel bilden sich. Kommt sie jetzt noch mit den falschen Pflegeprodukten in Berührung, die sie beispielsweise austrocknen, kann obendrein ihr natürlicher Säureschutzmantel verloren gehen.

Aber auch robustere Haut reagiert manchmal empfindlich. Stumpfe Rasierklingen etwa schneiden die Barthaare nicht ab, sondern zerren sie aus dem Schaft, was vorübergehend zu unschönen Papeln führen kann. "Entzündete Haarbälge, die häufig mit eitrigen Pickeln einhergehen, entstehen zudem oft durch schlecht gereinigte Rasierer oder wenn etwa Pickel angeschnitten werden", sagt der Münchner Hautarzt Dr. Thomas Hebel. "Auch eingewachsene Haare können diese sogenannte Rasurfollikulitis auslösen."

Bei stark verhornter Haut legen sich die Haare unter der Haut zuweilen quer, wachsen dort weiter und bilden kleine Papeln. Werden sie beim Rasieren aufgeschnitten, gelangen möglicherweise Krankheitserreger in den Haarbalg und lösen eine Entzündung aus. Auch Männer mit kräftigen, gekräuselten Barthaaren leiden häufig unter entzündeten Haarbälgen: Wenn die Haare länger werden, machen sie kehrt und wachsen nicht selten wieder in die Haut hinein.

Nass- oder Trockenrasur?

Ob du deine empfindliche Haut besser trocken oder nass rasierst, hängt in erster Linie von deinen persönlichen Vorlieben sowie von der Beschaffenheit deiner Haut ab. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile.

Die Trockenrasur ist besonders für eine schnelle und unkomplizierte Rasur gedacht. Elektrische Rasierer sind hierfür ideal und ermöglichen ein schonendes Rasieren, da sie weniger direkten Kontakt mit der Haut haben. Wähle einen elektrischen Rasierer mit scharfen Klingen und einem leistungsstarken Motor, um ein möglichst reibungsloses Ergebnis erzielen zu können.

Die Nassrasur gilt oft als gründlicher und kann bei richtiger Anwendung ebenfalls schonend für empfindliche Haut sein. Allerdings besteht ein höheres Risiko für winzige Schnitte, wenn die Klinge des Rasierers stumpf oder die Rasurtechnik nicht optimal ist. Für die Nassrasur sind deshalb Rasierer mit einer einzelnen Klinge eine gute Wahl. Sie sind schonender zur Haut als Mehrklingenrasierer. Diese solltest du bei empfindlicher Haut meiden. Denn: Je mehr Klingen ein Rasierer hat, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie deiner Haut mikrofeine Schnitte zufügen.

Auch für Frauen gibt es spezielle Rasierer für empfindliche Haut. Diese sind meist mit einem zusätzlich pflegenden Feuchtigkeitsstreifen versehen, um Irritationen während der Rasur vorzubeugen.

Vorteile der Nassrasur:

  • Gründlichkeit
  • Feuchtigkeit macht die Haut kurzfristig weicher
  • Rasierschaum oder -gel lassen die Klinge leichter gleiten

Vorteile der Trockenrasur:

  • Schonender für empfindliche Hauttypen
  • Weniger Risiko für kleine Schnitte und Wunden
  • Tendenziell weniger belastend

Die richtige Vorbereitung

Eine sorgfältige Vorbereitung der Haut trägt wesentlich dazu bei, Hautreizungen während der Rasur zu vermeiden. Vor dem Rasieren solltest du deine Haut deshalb sorgfältig reinigen, um Schmutz, Talg und abgestorbene Hautzellen zu entfernen. Verwende dazu einen milden, feuchtigkeitsspendenden Reiniger für Gesicht und/oder Körper, wie unser La Roche Posay CICAPLAST Lavant B5 Reinigungsgel.

Ein anschließendes sanftes Peeling kann dabei helfen, die Hautoberfläche zu glätten, sodass der Rasierer leichter über die Haut gleitet und die Klingen nicht mit Hautschüppchen verstopfen. Bei empfindlicher Haut wirkt ein mechanisches Peeling jedoch oft reizend. Hier kann stattdessen ein chemisches Peeling mit Wirkstoffen wie Salicylsäure oder Milchsäure sinnvoll sein.

Intimrasur für Männer mit Gillette BODY & Gillette STYLER | Tutorial

Tipp: Rasiere dich am besten direkt nach dem Duschen. Die Wärme und der feuchte Dampf öffnen die Poren und sorgen so dafür, dass sich die Haut leichter rasieren lässt.

Vorbereitung Nassrasur

Das Wichtigste ist, den Rasierschaum oder das -gel etwas einwirken zu lassen, bevor du mit der Rasur beginnst. Noch besser ist es, die Haut einen Schritt davor mit einem warmen (nicht heißen) Waschlappen zu befeuchten. Die Wärme und der feuchte Dampf sorgen dafür, dass die Poren der Haut sich öffnen, die Bartstoppeln hervortreten und das Haar leichter zu rasieren ist. Alternativ kannst du auch vor der Rasur duschen, dann ist die Haut bereits „eingeweicht“.

Vorbereitung Trockenrasur

Bei der Trockenrasur mit einem elektrischen Rasierer ist davon abzuraten, vor der Rasur zu duschen, weil es die Haut noch empfindlicher machen kann. Hier kommt es eher darauf an, das individuell passende Gerät zu finden. Es gibt auch Rasierer, die eine „Mischform“ aus Nass und Trocken darstellen; diese sind auch auf nasser bzw. feuchter Haut anwendbar. Manche Rasierer kannst du sogar mit unter die Dusche nehmen. Zugunsten der Sorgfalt ist es jedoch besser, die beiden Vorgänge klar zu trennen.

Die richtige Rasurtechnik

Eine sanfte Rasur ist bei empfindlicher Haut besonders wichtig.

  • Rasierschaum ohne Alkohol: Bei der Nassrasur solltest du einen Rasierschaum oder ein Rasiergel verwenden. Auf diese Weise werden die Haare weicher und der Rasierer gleitet einfacher über die Haut. Wähle ein Produkt, dass keinen Alkohol enthält.
  • In Wuchsrichtung rasieren: Vermeide es, kreuz und quer zu rasieren und rasiere stets in Wuchsrichtung der Haare.
  • Wenig Druck ausüben: Achte darauf, mit dem Rasierer nur wenig Druck auf die Haut auszuüben. Starker Druck kann die Haut verletzen und zu winzigen Schnitten führen.
  • Rasierer regelmäßig reinigen: Reinige deinen Rasierer nach jeder Verwendung gründlich, um Bakterienansammlungen zu vermeiden.

Bei der Nassrasur solltest du von Einwegrasierern Abstand nehmen und lieber auf langfristig nutzbare Produkte setzen, bei denen regelmäßig die Klinge ausgewechselt werden kann. Nicht zuletzt aus Gründen der Umweltfreundlichkeit. Tipp: Wer als Mann einen empfindlichen Hauttyp hat, findet im Bereich der Nassrasierer für Frauen manchmal die passendere Produkte.

Die Meinungen von Expert:innen gehen auseinander, wenn es um die Technik des Rasierens an sich geht: gegen den Strich? Mit dem Strich? Egal? Im Zweifel empfiehlt es sich aber bei empfindlicher Haut, nicht gegen den Strich zu rasieren. Zwar ist die Trockenrasur etwas weniger belastend für die Haut als eine Nassrasur, aber vor allem bei Scherfolien-Geräten gehst du mit einer Rasur in Wuchsrichtung auf Nummer sicher.

Wichtig ist, sowohl bei der Nass- als auch bei der Trockenrasur nicht zu viel Druck auf die Haut auszuüben. Entgegen des intuitiven Gedankens, dass mehr Druck auch mehr Gründlichkeit bedeutet, ist es zielführender, ruhig und gleichmäßig in klarer Linie zu rasieren. Sonst wird aus dem Rasieren tatsächlich eher ein „Schaben“, das deine Haut zusätzlich belastet und noch nicht einmal zu besseren Ergebnissen führt.

Pflege nach der Rasur

Aftershave ist eine Pflege speziell zur Anwendung nach der Rasur. Es erfrischt die beanspruchte Haut, spendet ihr Feuchtigkeit und wirkt angenehm beruhigend. Ein Aftershave für sensible Haut sollte idealerweise weder Alkohol noch Duftstoffe enthalten.

Anzeichen von Trockenheit und Irritationen kommen beim Rasieren von empfindlicher Haut häufig vor. Trage daher als Ergänzung zum Aftershave eine feuchtigkeitsspendende Creme für empfindliche Haut auf. Die La Roche Posay TOLERIANE Dermallergo Creme pflegt trockene bis sehr trockene, zu Allergien neigende Haut. Die Formel der leichten Creme mit Sphingobioma, Neurosensine und Thermalwasser versorgt die Haut sofort mit Feuchtigkeit, mildert Hautreizungen und stärkt das hauteigene Mikrobiom. Ist deine Haut nach der Rasur sehr gereizt, pflegt und schützt La Roche Posay CICAPLAST Baume B5+.

Tipp: Verwende die Creme deiner Wahl nicht nur im Anschluss an die Rasur, sondern auch als Teil deiner täglichen Hautpflegeroutine.

Zur optimalen Pflege empfindlicher Haut nach einer Nassrasur sollten zunächst alle Reste von Rasierschaum oder Rasiergel sowie lose Haare sorgfältig mit warmem Wasser von Gesicht und Hals abgewaschen werden. Danach können After Shave Lotions, Cremes oder Gel helfen, die Haut zu kühlen und zu beruhigen. Reine After Shaves, die meist Alkohol enthalten, sind dagegen weniger geeignet und können, zumindest im ersten Moment, für zusätzliche Reizungen und Irritationen der Haut sorgen.

Nach der Rasur ist ein Aftershave-Fluid eine gute Wahl, zum Beispiel mit antimikrobiellen Inhaltsstoffen. Alpha-Bisabolol, ein Inhaltsstoff der Kamille, beugt außerdem bei kleinen Schnittwunden Entzündungen vor. Auch Aftershave-Balsam mit beruhigenden Inhaltsstoffen sowie rückfettenden und hautschützenden Wirkstoffen wie Sheabutter oder Jojobaöl hilft.

Weitere Enthaarungsmethoden

Neben der Rasur gibt es auch andere Methoden zur Haarentfernung, die für empfindliche Haut geeignet sein können:

Waxing

Dabei werden Wachstreifen auf die Haut aufgetragen und mit einer ruckartigen Bewegung entfernt. Die Haare werden an der Wurzel herausgerissen und wachsen erst nach ca. vier Wochen wieder nach. Was ziemlich brutal klingt, ist im Praxistest gar nicht so schlimm.

Sugaring

Sugaring, eine Methode aus Asien und dem Nahen Osten, die für jede Körperstelle geeignet ist, ist dem Waxing recht ähnlich - jedoch wesentlich schonender für die Haut. Was es fürs Sugaring braucht? Eine spezielle Paste aus Zucker, Wasser und Zitrone, auch Halawa genannt. Durch Kneten erwärmt man die Paste leicht und trägt sie anschließend (am besten mit Handschuhen) entgegen der Wuchsrichtung auf. Hand samt Paste ruckartig zurückziehen und an der nächsten Stelle weiter so fortfahren. Der Effekt? Die Härchen werden durch diese Bewegung in Haarwuchsrichtung herausgerissen, was den Schmerz im Vergleich zum Waxing erträglich macht. Wer selbst Hand anlegen mag, kauft eine schon fertig gemischte Paste für zuhause in der Drogerie (ca. 20 Euro).

Enthaarungscreme

Im Gegensatz zum Waxing oder Epilieren ist Enthaarungscreme völlig schmerzfrei und eignet sich besonders für robuste Körperstellen wie Rücken, Beine, Bauch und eventuell auch die Achseln. Grundsätzlich kann auch der Intimbereich mit Enthaarungscreme behandelt werden. Aber Vorsicht: Die empfindlichen Schleimhäute dürfen auf keinen Fall in Kontakt mit der Enthaarungscreme kommen. Lesen Sie außerdem auf der Verpackung nach, ob die Creme explizit für den Intimbereich geeignet ist.

Wie funktioniert Enthaarungscreme überhaupt? Ein auf Schwefel basierender Wirkstoff destabilisiert die Haare samt Wurzel und bewirkt, dass die Härchen von alleine ausfallen. Was es zu beachten gilt - vor allem bei empfindlicher Haut: Probieren Sie die Enthaarungscreme einen Tag zuvor auf einer kleinen Haustelle aus. So testen Sie ganz einfach erst einmal auf Unverträglichkeit. Halten Sie sich ganz genau an die auf der Packung vorgegebene Einwirkzeit. Denn wird die Creme zu schnell entfernt, bleiben Härchen stehen. Lässt man die Creme allerdings zu lange auf der Haut, kann es zu Hautirritationen und Rötungen kommen. Da die Haut nach der Anwendung etwas empfindlich sein kann, sollten Sie in den nächsten 24 Stunden den direkten Sonnenkontakt meiden. Eine beruhigende und pflegende Bodylotion hingegen macht nun durchaus Sinn, zum Beispiel das Hyaluron Hydro Balsam oder die Hydro-Lotion sowie die Haut in Balance Pflegeserie von medipharma cosmetis.

tags: #sehr #empfindliche #haut #rasieren #tipps

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen