Robert Redford, eine Ikone Hollywoods, hat im Laufe seiner langen Karriere immer wieder für Gesprächsstoff gesorgt. Neben seinen schauspielerischen Leistungen und seinem Engagement für den Naturschutz, gab es auch Spekulationen über sein Aussehen, insbesondere über die Frage, ob er eine Perücke trägt.
Robert Redford im Jahr 2017 (Quelle: Wikimedia Commons)
Bis seine Schauspielkarriere in Gang kam, dauerte es eine Weile - später zählte Robert Redford zu den größten Legenden Hollywoods. Seinen Durchbruch auf der Leinwand schaffte der gebürtige Kalifornier 1969 als Bankräuber Sundance Kid in der Westernkomödie 'Zwei Banditen', bevor er in den 1970ern mit seinen Filmen zum Publikumsmagneten an der Kinokasse avancierte. 1980 startete er mit 'Eine ganz normale Familie' dann auch als Regisseur und gewann den ersten von zwei Oscars. Den zweiten Goldjungen erhielt Robert Redford dann schon 2002 für sein Lebenswerk.
Seine Kindheit verbrachte der spätere Großverdiener in ärmlichen Verhältnissen. Dank seines Talents als Baseballspieler wurde er mit einem Stipendium der "University of Colorado in Boulder" belohnt, doch dann erschütterte ihn der Tod seiner Mutter so sehr, dass er zur Flasche griff. Er musste die Universität verlassen und verbrachte mehrere Jahre auf Reisen durch Europa und mit Kunststudien in Florenz und Paris. 1958 kehrte er dann in die USA zurück, um Kunst zu studieren und seine Leidenschaft für die Schauspielerei zu entdecken.
Es dauerte zehn Jahre bis zum Durchbruch: 1967 machte ihn die Komödie 'Barfuß im Park' mit Jane Fonda bekannt. 1969 brachte 'Zwei Banditen' den internationalen Durchbruch, gefolgt von zwei Riesenhits: 'So wie wir waren', eine romantische Love-Story mit Barbra Streisand, und 'Der Clou', beide 1973. Außerdem beeindruckte Redford mit politisch engagierten Filmen wie dem Wahlkampfdrama 'Bill MacKay - Der Kandidat' (1972) und 'Die Unbestechlichen' (1976) über die Watergate-Affäre.
Immer wieder zog es ihn auch zu Blockbustern: Ob nun als einfühlsamer Pferdeflüsterer, der Scarlett Johansson zurück in den Sattel hilft, als CIA-Agent, der neben Brad Pitt in dem Thriller 'Spy Game' für Spannung sorgt, oder als Milliardär, der Demi Moore 'Ein unmoralisches Angebot' macht.
Robert Redford etablierte sich im Laufe seiner Karriere schnell als Leinwandheld und Frauenschwarm. Heute kann er völlig alleine vor der Kamera bestehen: In dem Film 'All Is Lost' mimte er 2013 einen einsamen Segler auf hoher See.
Die Frage, ob Robert Redford eine Perücke trägt, ist ein Thema, das in den Medien und unter Fans immer wieder diskutiert wird. Einige Beobachter vermuten, dass er im Laufe der Jahre möglicherweise zu Haarersatz gegriffen hat, um sein jugendliches Aussehen zu bewahren. Gute Gene: Robert Redford (75) erklärte, er könne nichts für sein immer noch jungenhaftes Aussehen.
Der Schauspieler ('Von Löwen und Lämmern') zeigt sich nach wie vor mit dichter rotblonder Mähne. Alles Natur, wie der Star beteuert, was ihm regelmäßig nicht mehr abgenommen wird: "Ich kann nichts dafür, dass meine Haare nicht grau werden", beklagte er sich im Interview mit 'The Sunday Times'. "Wir fuhren neulich im Auto und meine jüngere Tochter Amy fragte Billy, warum er mir nicht sagen würde, ich solle mit dem Haare färben aufhören. Ich war entsetzt, und sie meinten nur: 'Komm schon, Dad, wir wissen es.' Tja, ich wusste es nicht. Ich musste meine eigenen Kinder überzeugen!
Trotz dieses kleinen Missvergnügens ist Redford allerdings sehr froh, dass mittlerweile mehr ältere Schauspielerinnen und Schauspieler auf der Leinwand zu sehen sind. In seinem Fall interessieren ihn besonders die älteren Damen - für die hatte er nämlich schon immer eine Schwäche: "Es liegt etwas wunderschönes im Älterwerden. Schon als ich ein junger Mann war, mochte ich ältere Frauen.
Es ist schwierig, mit Sicherheit zu sagen, ob Robert Redford tatsächlich eine Perücke trägt oder getragen hat. Letztendlich bleibt es eine Frage der Spekulation und persönlichen Interpretation.
Robert Redford mit seiner Frau Sibylle Szaggars (Quelle: tag24.de)
Unabhängig von Spekulationen über sein Aussehen, bleibt Robert Redford eine Ikone des Films. Neben seinem Beruf engagierte sich der Star auch politisch und setzte sich für den Naturschutz und die Rechte der nordamerikanischen Ureinwohner ein. Ganz nebenbei verhalf Robert Redford außerdem unbekannten Independent-Filmemachern zum Karrierestart: Im Jahr 1980 gründete er in seiner Wahlheimat Utah das "Sundance Institute" (benannt nach seiner Erfolgsrolle als Sundance Kid) zur Förderung unabhängiger Regisseure und Produzenten. Seit 1984 veranstaltete der Leinwand-Veteran im Rahmen seiner Stiftung das alljährliche "Sundance Film Festival", bei dem sich Liebhaber künstlerisch anspruchsvoller Filme aus der ganzen Welt einfinden. Von so viel Engagement können sich andere Stars eine Scheibe abschneiden.
Im November 2016 erklärte Redford im Interview mit dem "Walker Art Center", nur noch in zwei Filmen mitspielen zu wollen. Dann sei Schluss. Naja, mit 80 Jahren kann man auch ruhig in Rente gehen. Spätestens wenn es eine eigene Wikipedia-Seite zu den Filmen gibt, in denen man mitgewirkt hat. Außerdem blieb Robert Redford ja trotz Ruhestands immer noch Präsident des "Sundance Film Festival". Wollte mehr Regie führen. Der Leidenschaft aus Jugendtagen, der Malerei, nachgehen. Die Schauspielerei hingegen reizte den Altmeister nicht mehr so sehr.
In 'Ein Gauner & Gentleman' war Robert Redford zum letzten Mal auf der Leinwand zu bewundern. In der Kriminalkomödie nach einer wahren Geschichte mimte er Forrest Tucker, einen Kriminellen, der berühmt für seine Banküberfälle und anschließenden Gefängnisausbrüche war. Völlig zu Recht wurde Redford für seine letzte schauspielerische Leistung für einen Golden Globe als bester Hauptdarsteller nominiert.
Am 16. September 2025 wachte Robert Redford mit 89 Jahren in seinem Bett in seinem Haus in Utah nicht mehr aus dem Schlaf auf. Traurig nahmen seine Hollywood-Weggefährten Abschied von dem Mann mit dem unvergleichlichen Lächeln. Schon 2002 erhielt Robert Redford seinen zweiten Oscar - für sein Lebenswerk. Er wird unvergessen bleiben.
Sein Vermächtnis ist das „Sundance Film Festival“ - ein Mini-Oscar in den Rockies. Das Mekka der künstlerischen Filme. „Sundance“ heißt: „Der in der Sonne tanzt“. Redford war eine Art Sonne.
Robert Redford im Jahr 2018 (Quelle: welt.de)
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