Fast jeder leidet irgendwann einmal an schuppigem Haar. Doch wie entstehen Schuppen und was kann man dagegen tun? Schuppen sind eine häufige Kopfhauterkrankung, die sich durch das Abschuppen von Hautschuppen auf der Kopfhaut auszeichnet. Sie wird oft durch ein übermäßiges Wachstum eines Hefepilzes verursacht.
Bei der Schuppenbildung werden kleine, nicht sichtbare Zellen im natürlichen Erneuerungsvorgang von der Haut am Kopf abgestoßen - das ist eigentlich bei jedem Menschen normal. Wenn die Schuppen am Haaransatz jedoch sichtbar werden, läuft etwas falsch.
Ein Grund für sichtbare Schuppen kann falsche Haarpflege sein. Die Haare werden zu häufig gewaschen oder zu intensive Shampoos und Conditioner verwendet. Oder die Kopfhaut wird durch zu heißes Föhnen oder Heizungsluft im Winter ausgetrocknet. Auch Allergien, ungesunde Ernährung oder Hormonumstellungen, wie zum Beispiel in der Schwangerschaft, können Auslöser sein.
Es ist wichtig zu verstehen, dass es einen Unterschied zwischen fettigen und trockenen Schuppen gibt.
Trockene Schuppen könnte man fast mit Schnee vergleichen, denn es sind kleine weiße Hautschüppchen, die vom Kopf herabrieseln und sich auf der Kleidung zu erkennen geben. Sie sind die Folge von trockener Kopfhaut und somit ein Zeichen dafür, das der Feuchtigkeitshaushalt auf dem Kopf gestört ist. Begleitet werden trockene Schuppen oft von Juckreiz und einem unangenehmen Spannungsgefühl.
Häufiges Haarewaschen, zu heißes Föhnen, aggressive Pflege- und Stylingprodukte, aber auch Umwelteinflüsse wie Hitze, Kälte und trockene Heizungsluft tragen dazu bei, dass die Kopfhaut austrocknet.
Fettige Schuppen sind etwas größer, gelblich und ölig. Sie kleben an Kopfhaut und Haaren. Wie auch bei den trockenen Schuppen, sind fettige Schuppen die Folge von Unausgeglichenheit der Kopfhaut. Diese produziert nämlich auf ganz natürliche Weise Talg, der dabei helfen soll, die Haare und Kopfhaut vor äußeren Einflüssen zu schützen. Eigentlich gut, oder? In diesem Fall nicht, denn es handelt sich um eine Überproduktion der Talgdrüsen, die Haare und Kopfhaut fettig macht - und das sieht alles andere als schön aus.
Hinzu kommt, dass sich ein bestimmter Hefepilz (Malassezia furfur) übermäßig vermehren kann. Der Pilz gehört zur natürlichen Hautflora. Fettige Kopfhaut bereitet ihm einen guten Nährboden. Dadurch kann er sich ungehindert ausbreiten, was zu starkem Juckreiz führt. Die Neigung zu fettiger Kopfhaut ist genetisch bedingt.
Ja, auch fettiges Haar kann anfällig für Schuppen sein. Fettige Schuppen sind oft mit einer übermäßigen Talgproduktion verbunden.
Gegen Schuppen kann man auch selbst etwas tun. Hausmittel wie selbst gemachte Haarkuren oder Haaröle lindern die Beschwerden. Hausmittel gegen Schuppen bieten eine sanfte und natürliche Alternative zu herkömmlichen Produkten, besonders bei juckender Kopfhaut. Einige bewährte Hausmittel wie Teebaumöl, Apfelessig und Kokosöl können beruhigend auf die Kopfhaut wirken und besitzen antibakterielle oder entzündungshemmende Eigenschaften. Diese helfen dabei, das Gleichgewicht der Kopfhaut wiederherzustellen, die Schuppenbildung zu reduzieren und Juckreiz zu lindern. Auch Aloe vera ist beliebt, da sie Feuchtigkeit spendet und gereizte Haut beruhigt.
Es gibt einige Hausmittel, die insbesondere bei trockener Kopfhaut die Schuppenbildung verringern sollen. Die Anwendung ist aber oft umständlich oder aufwändig. Zudem gibt es keine Nachweise, dass sie dauerhaft wirken. Es existieren meist nur Erfahrungswerte. Beliebt sind vor allem Oliven- oder Kokosöl, Aloe Vera, Apfelessig, Naturjoghurt und Backpulver.
Um trockene Schuppen loszuwerden, braucht die Kopfhaut Feuchtigkeit. Manche Menschen schwören darauf, dass Öl gegen Schuppen hilft. Sie können ein Haaröl gegen Schuppen kaufen oder einfach in Ihrem Küchenschrank nachschauen.
Wenn Sie eine fettige Kopfhaut haben, sollten Sie auf keinen Fall zu einer Öl-Kur greifen. Probieren Sie bei dieser Art von Schuppen auf der Kopfhaut folgende Möglichkeiten aus:
Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn die Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie sich immer ärztlich untersuchen lassen.
Hautärztin Kubek hält von Hausmitteln wenig: Aus dermatologischer Sicht kann man so etwas nicht empfehlen. Die Dosierung dieser Stoffe ist überhaupt nicht standardisiert.
Die Folge: Je nach Menge und Anwendung können die Hausmittel die Kopfhaut weiter austrocknen oder die Schutzbarriere der Haut schädigen. Das wiederum kann die Schuppenbildung verstärken.
Shampoos gegen Schuppen eignen sich wunderbar, um die Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Sie enthalten spezielle Inhaltsstoffe, welche Schuppen mildern und die Kopfhaut unterstützen und pflegen. Dafür ist es jedoch wichtig, das richtige Shampoo zu wählen - denn Schuppen sind nicht gleich Schuppen. Sie können fettig oder trocken sein und verschiedene Ursachen haben.
Darauf basierend benötigt die Kopfhaut ein Anti-Schuppen-Shampoo, das zu ihrem Zustand und ihren Bedürfnissen passt. Bei trockenen Schuppen sind beispielsweise vor allem feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe wichtig, während fettige und anhaftende Schuppen oft von Formulierungen mit hornlösender Salicylsäure profitieren.
Generell, aber insbesondere bei trockenen Schuppen, sollte das Anti-Schuppen-Shampoo die Kopfhaut nicht austrocknen und keine aggressiven Inhaltsstoffe enthalten. Die Schuppenbildung könnte sich sonst noch verstärken, anstatt abzunehmen. Greife daher am besten zu milden Formulierungen, welche die empfindliche Kopfhaut zusätzlich beruhigen und pflegen.
Viele Betroffene greifen schnell zum Klassiker, dem Anti-Schuppen-Shampoo. Ob teuer oder billig: Die meisten wirken gut und pflegen das Haar.
Je nach Produkt variieren die Inhaltsstoffe. Manche Hersteller setzen auf natürliche Wirkstoffe wie Weizenkeimöl. Andere verwenden chemische Wirkstoffe wie Pirocton-Olamin und Zink-Pyrithion.
Sie bekämpfen bestimmte Mikroorganismen auf der Kopfhaut, etwa den Hefepilz Malassezia furfur. Hat sich dieser stark ausgebreitet, hilft ein Anti-Schuppen-Shampoo aus der Apotheke mit dem Wirkstoff Ketoconazol. Das Shampoo sollte über vier Wochen angewandt werden.
Bei Produkten aus der Apotheke reichen bis zu zwei Anwendungen pro Woche. Kommt es zu einer Besserung, kann es hin und wieder verwendet werden. Eine dauerhafte Anwendung zur Vorbeugung braucht man aber nicht.
Johanna Kubek sagt: Sind noch andere Beschwerden da wie Juckreiz, Brennen, Nässen, muss man den Arzt aufsuchen.
Mit Maßnahmen wie Shampoo oder Hausmitteln werde man in dem Fall überhaupt keinen Effekt erreichen. "Das muss behandelt werden", rät die Dermatologin. Denn auch allergische Reaktionen, Infektionen, Ekzeme oder Hauterkrankungen wie Schuppenflechte und Neurodermitis können Ursache für Schuppen sein.
Das Verständnis von Schuppen, ob es sich um die trockene oder fettige Art handelt, ist entscheidend für die Aufrechterhaltung einer gesunden Kopfhaut. In diesem Artikel wurden die Symptome erkundet und verschiedene Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt, von speziellen Shampoos bis hin zu natürlichen Hausmitteln.
| Schuppenart | Ursachen | Behandlung | Hausmittel |
|---|---|---|---|
| Trockene Schuppen | Trockene Kopfhaut, falsche Haarpflege, Umwelteinflüsse | Feuchtigkeitsspendende Shampoos | Kokosöl, Olivenöl, Aloe Vera |
| Fettige Schuppen | Übermäßige Talgproduktion, Hefepilz | Anti-Schuppen-Shampoos mit Salicylsäure | Teebaumöl, Apfelessig, Zitrone |
tags: #schuppen #loswerden #hausmittel
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