Sie kennen den Moment vielleicht, wenn Sie vor dem Spiegel stehen und denken: "Die grauen Haare gewinnen langsam die Überhand." Oder vielleicht haben Sie einfach Lust auf eine Veränderung? Wer sich die Haare selber färben will, findet im Drogeriemarkt jede Menge Farben zur Auswahl.
Doch welche sind davon wirklich gut? Und wie gelingt das Färben zu Hause fast so gut wie beim Profi? Dieser Artikel gibt Ihnen Antworten und Empfehlungen.
Stiftung Warentest: Braune Haarfarben im Test
Um diese Frage zu beantworten, hat die Stiftung Warentest 9 verschiedene Permanenthaarfarben von Honig- bis Samtbraun ausgewählt und auf Herz und Nieren geprüft. Die Farben wurden unter anderem darauf getestet, ob sie gleichmäßig färben, wie sie graue Haare abdecken und wie lange sie sich im Haar halten.
Vier Produkte schneiden bei Stiftung Warentest gut ab: Garnier Nutrisse Créme (3,95 €), L‘Oréal Paris Excellence Creme (5,35 €), Poly Palette Intensive Creme (2,95 €) und Schwarzkopf Brilliance Intensive-Color (5,95 €). Sie lassen sich alle problemlos auftragen, färben gleichmäßig und decken selbst graue Haare zuverlässig ab. Bei L‘Oréal und Schwarzkopf hält das Färbeergebnis am längsten.
Das teuerste Produkt von Keralock für 9 € wurde mit großen Werbeversprechungen angepriesen, überzeugte aber Stiftung Warentest in der Praxis nicht. Andere Haarfarben konnten auch nicht überzeugen. Die Haarfarbe von Isana Professionals (4,25 €) färbte graues Haar nicht zuverlässig und Syoss (4,95 €) strapazierte das Haar enorm.
Die Top 4 im Überblick:
- Garnier Nutrisse Créme: Günstig und zuverlässig in der Grauabdeckung.
- L'Oréal Paris Excellence Creme: Überzeugt mit lang anhaltendem Farbergebnis und guter Pflege.
- Poly Palette Intensive Creme: Erzielt gute Ergebnisse, aber die Werbeaussagen sind nur "befriedigend".
- Schwarzkopf Brilliance Intensive-Color: Bietet ebenfalls ein lang anhaltendes Farbergebnis.
Von Blond auf Braun: Die besten Tipps fürs Haare färben
Wichtige Tipps für das Haarefärben zu Hause
Damit beim Haare färben im heimischen Badezimmer nix schief geht, hat Stiftung Warentest ein paar Tipps:
- Am besten zum Haare färben ein altes Shirt anziehen. Wäre ja schade, wenn das neue Shirt mit Farbe bekleckert wird.
- Einmalhandschuhe sind bei den Haarfarben meist dabei, die sind auch gut, denn so einfach geht die Farbe dann auch nicht von den Händen ab.
- Haben Sie immer die Uhr im Auge und wenn die Zeit um ist, gründlich auswaschen.
- Im Anschluss freut sich das frisch gefärbte Haar über eine intensive Pflege, zum Beispiel mit einem Conditioner ihrer Wahl.
Fünf Tipps für das perfekte Ergebnis:
- Die richtige Farbe wählen: Wenn du dir nicht sicher bist, welche Nuance am besten zu dir passt, empfehle ich, zunächst eine Farbe zu wählen, die nur ein oder zwei Nuancen heller oder dunkler ist als deine natürliche Haarfarbe.
- Haare vorbereiten: Idealerweise werden die Haare ein bis zwei Tage vor dem Färben gewaschen. So schützt der natürliche Talg die Kopfhaut und die Farbe haftet besser.
- Einwirkzeit beachten: Achte darauf, dass du die Einwirkzeit genau einhältst, denn zu langes Einwirken kann das Haar strapazieren oder das Farbergebnis beeinflussen.
- Strähne für Strähne: Teile dein Haar in kleine Strähnen und arbeite dich Schritt für Schritt vor. Ich empfehle, mit dem Ansatz zu beginnen, denn dort ist die Färbung oft am stärksten.
- Gründlich ausspülen und pflegen: Es ist wichtig, die Farbe auszuspülen, bis das Wasser klar ist. Und die Kur nicht vergessen! Sie schließt die Schuppenschicht des Haares und gibt ihm seinen strahlenden Glanz.
Pflanzenhaarfarben als Alternative?
Ganz anders funktioniert das Prinzip der chemischen Oxidationshaarfarben: Die zunächst farblosen Mittel dringen tief ins Haarinnere ein, wo Wasserstoffperoxid zunächst die natürlichen Melanin-Pigmente zerstört.
Pflanzenhaarfarben setzen auf Farbstoffe aus zermahlenen Blättern, Blüten oder Wurzeln. Natürliche Haarfarben sind für Verbraucherinnen und Verbraucher gar nicht so einfach zu erkennen. In einigen Fällen enthalten die getesteten Produkte neben natürlichen Inhaltsstoffen auf pflanzlicher Basis auch potenziell allergieauslösende und hautreizende Problemstoffe.
Worauf Sie bei Pflanzenhaarfarben achten sollten:
- Inhaltsstoffe prüfen: Achten Sie auf potenziell allergieauslösende Stoffe.
- Vorbehandlung: Waschen Sie Reste von silikonhaltigen Shampoos oder Spülungen mit einer Tiefenreinigung aus.
- Temperatur: Achten Sie auf die richtige und konstante Temperatur des Färbebreis.
- Nachbehandlung: Im Laufe der ersten beiden Tage können sich die Farben auch noch entwickeln oder nachdunkeln und sollten deshalb nicht mit Shampoo gewaschen werden.
Allergiker aufgepasst!
Keines der Produkte enthielt verbotene Inhaltsstoffe, trotzdem können Permanenthaarfarben starke allergische Reaktionen auslösen. Einige Hersteller empfehlen, die Farben vorher auf der Haut zu testen, doch davon raten Hautärzte ab. Stiftung Warentest empfiehlt, wer auf der sicheren Seite sein möchte, sollte vorher einen Allergietest beim Hautarzt machen.
Die richtige braune Haarfarbe finden
Obwohl Brünett grundsätzlich jedem steht, gibt es für jede:n eine besonders schmeichelhafte Nuance. Um die beste braune Haarfarbe für dich zu finden, gilt es also ein paar Dinge zu beachten:
- Farbtiefe: Zunächst musst du entscheiden, welche Farbtiefe am besten zu dir passt - also wie hell oder dunkel das Braun werden soll. Wer von Natur aus sehr blass ist, ist beispielsweise mit helleren und mittleren Brauntönen am besten bedient. Ein dunkles Schwarzbraun hingegen lässt die Haut schnell fahl und kränklich aussehen.
- Farbrichtung: Die Farbrichtung spielt eine große Rolle, denn diese bestimmt, ob du beispielsweise ein neutrales, rötliches, goldiges oder ein aschiges Brünett färbst. Generell wirken aschbraune Nuancen besonders schön, wenn du einen kühlen Hautton hast, während warme Brauntöne besonders harmonisch an warmen Hauttypen aussehen.
- Deine Ausgangshaarfarbe: Du solltest unbedingt darauf achten, dass das gewünschte Produkt auch für deine Ausgangshaarfarbe geeignet ist. Viele dunkelbraune Haarfarben sollten beispielsweise nicht auf blonden Haaren verwendet werden. Anhand der aufgedruckten Bilder lässt sich schnell bestimmen, ob du das Experiment wagen kannst.
- Safety first: Du solltest im Zweifel lieber einen helleren Braunton wählen, da die Farbe in den meisten Fällen dunkler wird als das Bild auf der Verpackung vermuten lässt. Ist dir das Ergebnis zu hell, kannst du immer noch nachfärben.
Mit diesen Tipps und den Empfehlungen von Stiftung Warentest steht Ihrem perfekten Braunton für zu Hause nichts mehr im Wege!
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