Anleitung zur Kopfrasur mit Rasiermesser oder Rasierhobel

Stars wie Dwayne Johnson und Tom Hardy machen es vor: Sie rasieren sich den Kopf und legen mit dem cleanen Look einen coolen Auftritt hin. Das kannst du auch! Wie bei jeder Art des Groomings ist es eine Kunst, die Glatze zu glätten. Ein bedachtes und schrittweises Vorgehen sorgt dafür, dass die Haut, die du zum Vorschein bringst, so frisch wie möglich aussieht.

Je nach Geschmack kannst du dir die Haare mit einem Rasiermesser oder einem Rasierhobel zur Glatze abrasieren. Vielleicht möchtest du auch beides kombinieren? In jedem Fall gilt: Jeder, vom erfahrenen Kopfrasierer bis zum ängstlichen Anfänger, kann Rasiertipps gebrauchen. Vor allem, wenn es darum geht, sich die Haare selber komplett abzurasieren!

Vorbereitung ist alles

1. Haare vorbereiten: Tu alles, was du kannst, um deine Haare kooperativer zu machen, wenn du es abrasieren möchtest. Das Waschen und Pflegen der Haare direkt vor dem Rasieren mag kontraproduktiv erscheinen. Aber glaube uns: Diese zehn Minuten werden alles, was kommt, erleichtern. Also nichts wie ab unter die Dusche! Denn saubere, feuchte Kopfhaare lassen sich viel leichter entfernen.

2. Die richtige Ausrüstung: Wir meinen damit nicht, dass du es um 6 Uhr morgens mit müden Augen tun solltest. Nein, aber ergreife die gleichen Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen. Das Letzte, was du willst, sind stumpfe Klingen. Also stelle sicher, dass du einen Rasierer hast, der der Aufgabe in diesem besonders empfindlichen Bereich gewachsen ist - der Wilkinson Sword Xtreme 3 Sensitive Rasierer eignet sich hierzu besonders gut.

3. Sanfte Rasur: Sobald du mit der Rasur beginnst (und es wird sich beim ersten Mal merkwürdig anfühlen), stelle sicher, dass du dich mit sanften Strichen und nur leichtem Druck rasierst. Folge den Konturen deines Kopfes. Keine zwei Köpfe sind exakt gleich geformt, deshalb musst du deine Rasur entsprechend anpassen.

4. Zweiter Durchgang: Dein Kopf mag bereits nach dem ersten Durchgang gelungen aussehen, aber ein zweiter Durchgang lohnt sich immer für ein besonders gründliches Ergebnis.

5. Feuchtigkeitspflege: Dieser vermutlich am häufigsten vergessene Schritt ist besonders wichtig. Denn wenn du dir zum ersten Mal eine Glatze rasierst, legst du Haut frei, die nicht an Umwelteinflüsse gewöhnt ist. Spüle dir nach der Kopfrasur deinen Kopf mit kaltem Wasser ab und trockne ihn mit einem Handtuch. Trage dann einen großzügigen Klecks Feuchtigkeitscreme auf deine gesamte Kopfhaut auf. Das hilft dir nicht nur, das frisch rasierte Gefühl zu erhalten, sondern beruhigt auch deine Haut und hilft ihr, weich und feucht zu bleiben.

Die Rasur mit dem Rasiermesser: Ein Klassiker

Vintage-Fans aufgepasst! Wir haben gute Nachrichten für euch: Sich mit einem Rasiermesser zu rasieren ist gar nicht so schwierig, wie ihr vielleicht denkt.

Step 1: Damit es so gründlich wird wie beim Barbier, brauchst du die richtigen Klingen für dein Rasiermesser. Besonders gut eignen sich unsere Vintage Classic Klingen von Wilkinson. Die Doppelklingen sind extra ergiebig, denn es gilt die Devise: aus eins mach zwei. Brich die Klinge einfach im Papier vorsichtig längs durch, schon hat sie das perfekte Format für dein Vintage Rasiermesser.

Step 2: So langsam wird’s ernst. Wasche dir zuerst das Gesicht gründlich mit warmem Wasser, um die Poren zu öffnen. So treten die Haare weiter hervor und du kannst sie gründlicher abrasieren.

Step 3: Nun folgt die Schaumparty: Weiche deinen Rasierpinsel in warmem Wasser ein und schlage dann die Rasierseife schaumig damit auf.

Step 4: Los gehts! Jetzt kommt es vor allem darauf an, das Rasiermesser richtig zu halten: Winkel zwischen Klinge und Haut sollte etwa 30 Grad betragen. Rasiere dich in kurzen Zügen mit der Wuchsrichtung und lasse das Rasiermesser ohne Druck gleiten. Tipp: Straffe deine Haut mit der freien Hand leicht, so kannst du die Haare noch gründlicher entfernen.

Step 5: Alles glatt? Dann spüle die Reste der Rasierseife mit kühlem Wasser ab, das schließt die Poren wieder. Zum Abtrocknen solltest du dein Gesicht nur abtupfen, nicht reiben.

Pflege des Rasiermessers

Lege dein Rasiermesser nach der Rasur nicht einfach zur Seite. Denn: Um die Lebensdauer deines Grooming-Tools zu verlängern, sind noch ein paar kleine Handgriffe angesagt. Spüle die Klinge als Erstes gründlich unter fließendem Wasser ab und lass das Rasiermesser danach leicht aufgeklappt trocknen.

Selbst die beste Pflege kann nicht verhindern, dass du früher oder später die Klinge deines Rasiermessers wechseln musst. Das geht zum Glück ganz einfach, aber Achtung: Auch an einer stumpfen Klinge kannst du dich mit etwas Pech schneiden!

Step 1: Öffne die kleine Halteschiene am Rasiermesserkopf.

Step 2: Schiebe die beiden Hälften des Erls, also des Klingenschafts, auseinander.

Step 4: Setze die neue Wechselklinge in dein Rasiermesser ein.

Step 5: Klappe die beiden Hälften des Erls wieder zusammen, sodass deine Klinge sicher dazwischen sitzt. Schließe die Halteschiene wieder.

Extra-Tipp: Und was tun mit der verbrauchten Klinge? Um deine Rasierklingen sicher zu entsorgen, befindet sich im unteren Teil des Vintage Classic Klingendispensers ein kleines Fach.

Damit die Handhabung perfekt klappt und bei der Nutzung deines Rasiermessers nichts schief geht, haben wir dir Step by Step erklärt, wie du dich richtig nass rasierst. Du willst unser cooles Tool live in Aktion sehen und noch weitere Tipps erhalten?

Das Rasiermesser! Wie benutzt man ein Rasiermesser mit Wechselklinge und worauf sollte man achten?

Glatze: Ein Statement

Ob Jason Statham, Vin Diesel oder Bruce Willis: In Hollywood (und ausnahmsweise auch außerhalb) steht das kahlrasierte Haupt für Männlichkeit, Stärke und Mut - und warum auch nicht? Eine Glatze kann Männern viel Arbeit und Geld sparen. Friseurtermine sind nicht mehr notwendig, Stylingprodukte landen im Müll statt auf der Badanrichte. Auch ich selbst bin seit Jahren passionierter "Glatzenträger" und absolut glücklich damit!

Die Vorbereitung

Sie fragen sich, wie Sie das Thema Glatze richtig angehen? Zur Glatze? Bevor es tatsächlich an die Feinheiten geht, muss erst einmal das Gröbste weg. Wie viel das ist, das kann sich von Mann zu Mann unterscheiden. Während der eine dem schütteren Haupthaar gern ein Ende bereiten möchte, will der andere mitunter seine volle Lockenpracht verabschieden.

Sobald die Haare zumindest schon kürzer sind, wird mit einem Langhaarschneider getrimmt. Das ist wesentlich sicherer, als wenn Sie „blind“, während die Kopfhaut noch vollständig mit Haar überwuschelt ist, eine offene Klinge ansetzen. Nehmen Sie sich dafür ruhig genügend Zeit, denn selbige sparen Sie sich später gleich mehrfach.

Tipp: Wir alle haben einen natürlichen Haarwirbel, von dem aus sich die Haare verteilen. Ist ein Großteil der Haare weg, können Sie sich nun Details widmen - hier kommen gleich auch Rasierhobel ins Spiel.

Die Rasur

Vorher sollten Sie Ihre Kopfhaut, die nun recht gut sichtbar sein sollte, einmal genauer unter die Lupe nehmen. Falls Sie da Beulen, Pickel oder Muttermale entdecken, prägen Sie sich selbige am besten gut ein - da ist später Vorsicht geboten!

Ebenso wie im Gesicht, gehört die Kopfhaut auf die bevorstehende Rasur vorbereitet. Sie sollten auf gar keinen Fall trocken rasieren, denn das reizt nicht nur massiv die empfindliche, normalerweise durch allerlei Haare geschützte Kopfhaut, sondern könnte auch dazu führen, dass die Klinge „hängen“ bleibt - was in Schnittverletzungen resultiert.

Tragen Sie die Rasierseife Ihrer Wahl, die Sie zuvor aufgeschlagen haben, gleichmäßig rund um den Kopf auf. Führen Sie den Rasierhobel so über den Kopf, wie Sie das auch im Gesicht machen würden. Ein ganz sanfter Druck ist völlig ausreichend, mit den Top-Werkzeugen von MÜHLE, Böker und Co.

Scheuen Sie sich nicht, ihren Kopf immer wieder neu anzuwinkeln und zu drehen, damit Sie genau sehen, was Sie gerade rasieren. Ihre freie Hand kann helfen, diesen im aktuellen Winkel leicht zu fixieren. Ist das gerade nicht nötig, nutzen Sie die freie Hand, um beispielsweise die Ohren abzuklappen.

Wenn Sie normalerweise kaum Bart stehen lassen, ist die Rasur der Glatze weitaus aufwändiger, als Sie es gewohnt sind. Nehmen Sie sich Zeit!

Anders als Ihr Gesicht, ist Ihre Kopfhaut diese Prozedur nicht gewohnt, wenn Sie nicht schon mehrmals eine Glatze rasierten. Scheuen Sie sich nicht, bei Bedarf neuen Rasierschaum aufzutragen.

Die Nachpflege

Speziell wenn Sie Ihr Glatzen-Debüt feiern, ist Pflege ungemein wichtig. Ihre Kopfhaut wurde nicht nur erstmals rasiert, auch ist sie fortan nicht mehr durch die Haare geschützt. Wir empfehlen nach der Rasur einen Rasurbalsam, die folgenden Tage das MÜHLE ORGANIC Repair Serum sowie weitere Pflegeprodukte aus der ORGANIC-Serie. Diese sind ausgesprochen verträglich, bilden einen unsichtbaren Schutzfilm über der empfindlichen Kopfhaut und hydrieren sie.

Erschrecken Sie nicht, wenn die Kopfhaut die ersten zwei Tage dennoch gereizt ist. Und nicht vergessen: Wenn Sie sich die Glatze im Sommer machen, sollten Sie sie immer ausreichend mit Sonnenschutz eincremen.

Abenteuer Rasiermesserrasur - Anleitung für eine Nassrasur mit Stil (Zusammenfassung)

Die vorliegende Rasuranleitung wurde für den Einstieg in die Rasiermesserrasur von den Forenmitgliedern Standlinie und Rockabillyhelge erstellt. Sie behandelt die Abläufe einer stilvollen Nassrasur mit einem Rasiermesser. Diese Anleitung ist ohne besondere Einschränkung auch für die Rasur mit einem Kamisori-Rasiermesser oder einem Wechselklingen-Rasiermesser (Shavette) anwendbar.

Die einzelnen Rasurabläufe werden durch Text und Bilder erläutert, um so die Spannung und das Verständnis beim Leser zu steigern. Die Rasuranleitung enthält ferner zusätzliche Verweise zu benachbarten Themensträngen, die selbst nicht Gegenstand dieser Anleitung sind aber in denen weiterführende Hinweise gegeben werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass ein unachtsamer Umgang mit einem Rasiermesser die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schnittverletzungen erhöhen kann. Die Ausübung und Nachahmung der in dieser Rasuranleitung beschriebenen Rasurabläufe erfolgt daher ausschließlich eigenverantwortlich. Die Autoren und das Gut-rasiert-Forum übernehmen hierfür keine Verantwortung.

Diese Rasuranleitung unterliegt redaktionellen Änderungen und wird deshalb von Zeit zu Zeit aktualisiert werden.

Ist eine Rasiermesserrasur heute überhaupt noch zeitgemäß?

Im Freundes- und Bekanntenkreis kann man über alles sprechen. Allerdings ist das Thema ,,Körperpflege", zu dem die Rasur nun einmal auch zählt, in der Regel ein sehr persönliches Gebiet, über das man nur selten spricht; es wird deshalb eher vernachlässigt.

Sollte trotzdem einmal ganz zwanglos über das Thema ,,Nassrasur" gesprochen und die Herren dazu befragt werden, wie sie sich denn täglich rasieren und ob sie sich vorstellen könnten, für ihre Rasur vielleicht auch einmal ein Rasiermesser zu benutzen, werden von den meisten Männern gewisse Einwände gegen die Rasiermesserrasur erhoben, mit denen sie diese Rasurmethode für sich ablehnen.

Als Einwände werden zum Beispiel regelmäßig genannt:

  • Eine Rasur mit einem Rasiermesser ist heute nicht mehr zeitgemäß.
  • Eine Rasiermesserrasur ist aufgrund der scharfen und offen stehenden Klinge sehr gefährlich. Die Industrie stellt modernere und sicherere Rasurartikel her. Diese werden bevorzugt eingesetzt.
  • Eine Rasiermesserrasur ist viel zu aufwändig und benötigt zu viel Zeit. Deshalb fehlt die Bereitschaft, sich überhaupt darauf einzulassen.
  • Eine Rasiermesserrasur wird mit der Begründung abgelehnt, man habe keine Ahnung, wie man sich damit rasieren könne. Auch fehlt die Erfahrung.
  • Und hier noch eine kritische Anmerkung der Autoren: Es fehlen Vorbilder, für die die Rasiermesserrasur zum ganz normalen Alltag zählt. Außerdem ist der Bekanntheitsgrad der Rasiermesserrasur in der Öffentlichkeit sehr gering.

Alle genannten Einwände sind in gewisser Weise nachvollziehbar. Und wer diesen Einwänden kritiklos und ohne eigenes Nachdenken zustimmen möchte, könnte sich ab hier das weitere Lesen dieser Rasuranleitung ersparen.

Da wir uns aber mit der Rasiermesserrasur auseinandersetzen wollen, sollten wir zuerst einmal kritisch hinterfragen, ob die oben genannten Einwände der Wahrheit entsprechen. Eine aktuelle Hilfe bietet das Internet; es erleichtert Nachforschungen in vielerlei Hinsicht und liefert vielfältige Informationen.

Eine durchgeführte Recherche zeigt, dass der in- und auch ausländische Fach-, Online- und Auktionshandel eine Vielzahl unterschiedlicher Rasiermesser anbietet, Neuware, NOS-Ware, restaurierte und gebrauchte Rasiermesser. Neue Rasiermesser werden aktuell von einigen europäischen und fernöstlichen Herstellern produziert (z.B. Dovo, Aust, Wacker, Thiers Issard, Revisor, Rasiermesser aus China und Pakistan, u.a).

Daneben gibt es noch diverse Manufakturbetriebe, die für ihre Kunden außergewöhnliche und individuelle Rasiermesser anfertigen (z.B. Buddel. Koraat, Hartsteel, Saddi, Max Sprecher, Robert Williams, Mastro Livi, Phillip Dobson, u.v.a.).

Diese kurze Marktanalyse zeigt, dass es aktuell ein vielfältiges Angebot an Rasiermessern gibt, die einer realen Käuferschaft angeboten und von dieser auch erworben werden. In den in- und ausländischen Rasiererforen rasieren sich viele Mitglieder regelmäßig mit einem Rasiermesser, einem Kamisori oder mit einem Rasiermesser mit Wechselklinge.

Wer diese Foren regelmäßiger besucht, wird schnell entdecken, dass die Anzahl der Rasiermesseranhänger zunimmt. Unabhängig hiervon gibt es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine gewisse Grauzone von nicht näher bekannten Anhängern der Rasiermesserrasur, die keinem dieser Rasiererforen angehören aber eine Rasur mit einem Rasiermesser durchaus schätzen und von daher auch regelmäßig praktizieren.

Einige Herren suchen heute wieder einen Barbier auf - nicht selten ist dies ein türkischer Barbier -, um sich von ihm gepflegt rasieren zu lassen. In diesen Friseur- oder Barbiersalons wird aus hygienischen Gründen nur noch mit einem Rasiermesser mit Wechselklinge rasiert.

Für einen großen Teil der türkisch sprechenden Bevölkerung in Deutschland ist ein regelmäßiger Barbierbesuch vollkommen normal. Für manche andere Kunden reicht auch schon der gelegentliche Besuch beim Barbier aus.

Diese kurze Übersicht zeigt, dass die Rasur mit dem Rasiermesser kein Relikt aus der Vergangenheit ist und neben anderen Rasurmethoden (z.B. der Elektrorasur) eine aktuelle und immer noch zeitgemäße Rasurmethode darstellt, die von vielen Herren geschätzt wird und für die sich immer noch beziehungsweise immer mehr Anhänger finden.

Ist eine Rasiermesserrasur tatsächlich gefährlich?

Und könnte - im direkten Vergleich dazu - auch die Rasur mit einem Sicherheitshobel oder einem Systemrasierer als potentiell gefährlich eingestuft werden? Denn alle Rasurgeräte entfernen mit einer oder mit mehreren scharfen Einzelklingen vorhandene Bartstoppeln.

Diese Klingen könnten bei einem unachtsamen Umgang genauso gut in einen Finger oder in die Gesichtshaut schneiden, wenn man dazu den Klingenkörper wie ein Küchenmesser in Schneidenrichtung bewegt. Aber freiwillig wird dies wohl niemand tun. Ein Hautschnitt erfolgt eher unbeabsichtigt.

Natürlich kann ein Rasiermesser eine Schnittverletzung hervorrufen, wenn man während der Rasur von der Herzallerliebsten oder von den Kindern unbeabsichtigt angestoßen wird. Nicht selten entsteht dann leicht ein Schnitt in der Oberhaut, aus dem Blut austritt.

Selbst der Versuch, ein unbeabsichtigt aus der Hand gerutschtes Rasiermesser aufzufangen, könnte eine Schnittverletzung nach sich ziehen. Glücklicherweise sind diese Fälle recht selten - aber sie sind nun einmal denkbar und können deshalb vorkommen.

Deshalb sei der Hinweis gestattet, dass der Umgang mit einem Rasiermesser im Vergleich mit einem Sicherheitshobel oder einem Systemrasierer schon ein bisschen mehr Umsicht erfordert. Auch ein Systemrasierer ist nicht ganz ungefährlich. Bei ihm täuscht das umhüllende Kunststoffgehäuse des Rasiererkopfes eine scheinbar größere Sicherheit vor. Eine Schnittverletzung kann aber auch durch ihn entstehen.

Bei sehr genauem Hinsehen zeigt sich also, dass alle Rasurgeräte bei unachtsamem Umgang zu einem gewissen Grad auch als gefährlich eingestuft werden können. Aber dies trifft genauso auf ein normales Küchenmesser zu. Durch den unachtsamen Umgang damit oder bei fehlender Schärfe sind mit diesem Messer schon viele Fingerkuppen gemeuchelt worden.

Eine Rasiermesserrasur ist im Vergleich zu einer Rasur mit einem Sicherheitshobel oder einem Systemrasierer nicht zwangsläufig als gefährlicher einzustufen, auch wenn der freistehende größere und längere Klingenkörper des Rasiermessers dies scheinbar suggerieren mag.

Es ist daher sinnvoll, jedem Rasurgerät einen gewissen Respekt entgegen zu bringen, denn es arbeitet nun einmal mit einer sehr scharfen und rasurbereiten Schneide. Aber Angst davor muss man nicht haben, denn Angst wirkt demotivierend und wirkt sich lähmend auf die praktische Ausübung der Rasur aus.

Es ist wie überall im Leben: Wenn man weiß, was man will, erleichtert dies die Entscheidungsfindung und die nachfolgenden Handlungen. Was man im Gegensatz dazu noch nicht kennt, kann man kennen- und schätzen lernen, sofern man das auch möchte.

Wenn man sich also für eine gewisse Rasurart entschieden hat - hier für die Rasiermesserrasur - spielt der Zeitaufwand dafür eine eher untergeordnete Rolle. Rasurabläufe sind anfangs zeitaufwendig und müssen solange eingeübt werden, bis es reibungslos klappt.

Bei vielen Vorgängen im täglichen Alltag ist es nicht anders. Man entwickelt sich mit der Zeit vom Anfänger über den Kenner zu einem Könner. Der tatsächliche Zeitaufwand für eine Rasur mit dem Rasiermesser liegt irgendwo zwischen sieben und dreißig Minuten, was aber vom Leser nicht überbewertet werden soll.

Wer bisher für sich eine Rasur mit dem Rasiermesser mangels Wissen oder Erfahrung oder aufgrund von Vorurteilen abgelehnt hat, kann diese bestehenden Lücken durch Lesen des weiteren Textes dieser Rasuranleitung schließen. Man muss sich nur dafür entscheiden, es auch tun zu wollen.

Einführung in das Thema der gepflegten Rasiermesserrasur

Die Rasur mit einem Rasiermesser wird schon über viele Jahrhunderte ausgeführt und hat sich über diesen langen Zeitraum fortwährend und ausdauernd bewährt. Sie tritt somit in gewissem Sinne für die Begriffe Einfachheit, Ursprünglichkeit, Zeitlosigkeit und inzwischen auch Nachhaltigkeit ein.

Damit stellt sie neben der konventionellen Hobelrasur mit DE-Klingen eine weiterhin aktuelle Gegenbewegung zur heute üblichen Wegwerfkultur dar, die sich überwiegend der in Supermärkten und Warenhausketten erhältlichen farbenfreudigen Rasurgerätschaften aus Kunststoff (Systemrasierer) bedient oder aber mit elektrischer Energie betriebene Rasurgeräte benutzt.

Die Faszination, die eine traditionelle und stilvolle Nassrasur mit einem Rasiermesser ausübt und die Gründlichkeit, mit der Bartstoppeln hierdurch täglich beseitigt werden können, ist nicht vergleichbar mit der Nüchternheit einer Rasur, die ein Systemrasierer mit aufgetragenem Dosenschaum oder ein Elektrorasierer vermittelt.

Auch die mit diesen Gerätschaften erzeugte Rasurgründlichkeit lässt sehr oft Wünsche offen, worauf die Werbung im eigenen Interesse nicht weiter eingeht. Und Fragen zu bisweilen auftretenden Hautunverträglichkeiten werden sehr oft erst in diesem Rasiererforum geäußert.

System- und Elektrorasierer stehen als typische Vertreter für die Vorstellung ein, dass eine Rasur möglichst schnell und einfach erledigt werden soll, denn die dafür aufzuwendende Zeit ist ein zu knappes Gut für diese belanglose Tätigkeit.

Dass eine Nassrasur aber auch Genuss, Freude und Zufriedenheit bereiten kann, wird verschleiert oder kann oder will von vielen Anwendern der scheinbar moderneren Rasurprodukte nicht nachempfunden werden.

Wer sich trotz aller unterschiedlichen Argumente dazu entschließt, sich mit einem Rasiermesser rasieren zu wollen, trifft diese Entscheidung heute im Regelfall eigenständig und ohne greifbare Vorbilder.

In der heutigen Zeit fehlen diejenigen Menschen (z.B. Vater, Großvater und Onkel), denen man bereits im Kindes- und Jugendalter bei der Messerrasur zuschauen und Fragen zum Ablauf stellen konnte. Diese Menschen waren Vorbilder und konnten so früh dazu beitragen, dass Fehler vermieden wurden.

Als Folge musste und muss man sich die Fertigkeiten für die Rasiermesserrasur sehr oft alleine aneignen. Schließlich gelangt man dann auch mit der Zeit an das Ziel einer gekonnten Beherrschung des Rasiermessers. Aber der Weg bis dorthin war steinig und wurde von vielen Niederlagen begleitet.

Deshalb möchte dieses Rasiererforum zu diesem Thema eine Hilfestellung anbieten und so mit dazu beitragen, jedem Interessenten die Thematik der Rasur mit einem Rasiermesser verständlich zu erläutern.

Die Rasur mit dem Rasiermesser ist entgegen vieler Meinungen weder schwer noch gefährlich, zumindest nicht gefährlicher als das Autofahren. Die Rasiermesserrasur wird von ihren Anhängern sehr oft als stilvolles Ritual mit meditativem Charakter empfunden, welches alltäglich am Morgen oder am Abend ausgeübt wird.

Dem Messerrasierer vermittelt dieses Ritual zudem Wohlgefühl und Zufriedenheit vor dem Rasierspiegel und stimmt ihn so bereits am Abend oder am Morgen auf den bevorstehenden Tag ein.

Ein Zeitgenosse formulierte es einmal so: ,,Die Zeit für die Rasur gehört ganz allein Dir und Du bestimmst den Ablauf Deines Rasurrituals. Du lässt Dich nicht stören und siehst nur Dich im Spiegel. Deine Gedanken beschäftigen sich nur mit dem Rasurablauf. Alle anderen Gedanken sind zweitrangig ...."

Die Rasurausrüstung

Zu einer ganz normalen Rasurausrüstung gehören die auf dem nachfolgenden Bild gezeigten Gegenstände:

Die Rasurausrüstung besteht aus

  • einem Rasiermesser,
  • ein normales Rasiermesser oder ein Kamisori-Rasiermesser (hier mit blauem Gummigriff) oder ein Wechselklingenmesser
  • einem Lederriemen zum Abzug des Rasiermessers,
  • einem Rasierpinsel,
  • einer Rasierschale für die Rasierschaumerzeugung (Mug, Müslischüssel, o.ä.),
  • einer Rasierseife oder einer Rasiercreme,
  • einem flachen Schwamm zum Abwischen des Rasiermessers.

Die Wahl des geeigneten Rasiermessers

Für viele Messerrasierer ist das erste angeschaffte Rasiermesser das Rasiermesser, an das man sich später mit Abstand am häufigsten erinnern wird. Es ist so ähnlich wie bei der ersten Liebe, dem ersten Auto oder dem ersten Motorrad.

Mit diesem Rasiermesser werden die ersten prägenden Erfahrungen gemacht. Und weil dies so ist, sollte man sich gleich am Anfang schon positiv auf die bevorstehende Rasiermesserrasur einstimmen lassen und sich nur ein Rasiermesser anschaffen, das einem auch gefällt und das man gerne in die Hand nimmt.

Falls dieses erste Rasiermesser in der Anschaffung etwas teurer sein sollte, muss dies kein Grund für einen Verzicht sein. Es lohnt sich in jedem Fall, für dieses Rasiermesser zu sparen oder es sich zu einer besonderen Gelegenheit - zum Geburtstag oder zu Weihnachten - schenken zu lassen. Dieses Rasiermesser ist es in jedem Fall wert.

Jedes Rasiermesser trägt die in der nachfolgenden Abbildung genannten Bezeichnungen:

Ein normales Rasiermesser besteht nur aus wenigen und durch Nie...

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