Elektrorasierer Test Vergleich: Finden Sie den besten Rasierer für Ihre Bedürfnisse

Elektrische Rasur leicht gemacht: Im großen Elektrorasierer-Test haben wir aktuelle Modelle aller Preisklassen ausführlich geprüft. Unsere Experten testeten jedes Gerät über mehrere Wochen hinweg an verschiedenen Gesichtspartien, um Gründlichkeit, Hautschonung und Handhabung realistisch zu bewerten.

Die tägliche Rasur gehört für viele Männer zur Morgenroutine. Damit der Start in den Tag gut gelingt, sollten Elektrorasierer schnell und gründlich rasieren und auch für unterschiedlichen Stylings geeignet sein. Beim getrimmten Drei-Tage-Bart oder auch für das glatt rasierte Gesicht sind flexible Scherköpfe und scharfe Klingen wichtig.

Im Rasierer-Test nehmen wir verschiedene Geräte unter die Lupe und zeigen, was einen guten Elektrorasierer für Herren ausmacht - und welche Modelle besonders überzeugen. Faktoren wie Leistung, Hautfreundlichkeit und Anwendungsmöglichkeiten stehen im Vordergrund, aber auch besondere Zusatzfunktionen und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Elektrorasierer-Test gibt Ihnen einen guten Überblick und bietet Unterstützung bei der Kaufentscheidung.

Das lesen Sie in unserem Artikel:

  • Aus unserem Rasierer-Test zeigen wir Ihnen zuerst die Empfehlungen in einer Übersicht.
  • Wir erklären unser Testverfahren und danach stellen wir kurz vor, worauf es bei Elektrorasierern ankommt.

Die Testsieger im Überblick

Vor allem Modelle von Braun und Philips schneiden gut ab.

Im aktuellen Vergleich landet Braun ganz vorn. Der Braun Series 9 Pro 9465cc ist das Luxusmodell und erreicht das beste Rasurergebnis. Es ist mit einer Reinigungsstation ausgestattet und mit Abstand der teuerste Rasierer im Test. Auf dem zweiten Platz liegt der Braun Series 5 B 1.200s. Mit unter 100 Euro ist er der Preis-Leistungs-Sieger im Vergleich.

Mit dem Testurteil "gut (1,6)" schneidet der Braun Series 9 Pro am besten ab. Der Testsieger ist das teuerste Modell im Vergleich, besitzt jedoch auch viele Funktionen. Er wird mit einer Reinigungsstation geliefert. Sie reinigt, pflegt, ölt und lädt den Rasierer automatisch. Der Scherkopf besteht aus fünf Rasierelementen. Der intrigierte Trimmer soll auch hartnäckige Haare entfernen.

Der Braun Series 5 50-B1200s erreicht das "test"-Qualitätsurteil "gut (1,7)" und liegt damit nur knapp hinter dem Testsieger. Mit unter 100 Euro ist er deutlich günstiger.

Mit dem Pro 9465cc aus den Series 9 Pro, einem Modell mit Reinigungsstation, ist Braun ein hervorragender Wurf gelungen. Im Rasierer-Vergleich der Stiftung Warentest holte er den Testsieg.

Braun Series 9 Pro

Detaillierte Testberichte

Philips Series 9000 Prestige (SP9840/32)

Der Philips Series 9000 Prestige (SP9840/32) ist ein rundum toller Elektrorasierer. Der Rotationsscherkopf arbeitet fast flüsterleise und trotzdem sauber. Einen Drei-Tage-Bart säbelt der Rasierer gut ab und die meisten Partien werden bei unseren vier Testern auch im Alltag zufriedenstellend glatt - vereinzelt gibt es Probleme im Oberlippen- und Kinnbereich, wo dieser Rasierertyp oft Schwierigkeiten hat. Uns gefallen auch die lange Laufzeit von fast 90 Minuten (Herstellerangabe: 60 Minuten) und die halbautomatische Reinigungsstation.

Diese ist zwar keine richtige Ladestation, aber der große Reinigungsmittelbottich ist leicht auszuwischen und nachzufüllen. Der Rasierer bietet außerdem eine schön detaillierte Anzeige mit prozentualem Ladestand.

Philips Series 9000 Prestige

Philips Series 5000 (S5898/35)

Bei der Rasur hat der Philips Series 5000 (S5898/35) seine typischen Rotationsrasierer-Probleme: Oberlippen und Kinnpartien sind schwierig, dafür rasiert er andere Teile gut. Insgesamt fällt die Rasur gut aus. Darüber hinaus arbeitet das Gerät schön leise. Seine Reinigung ist ziemlich einfach, und allgemein gefällt uns die Bedienung gut. Die Laufzeit ist exzellent: Philips gibt 60 Minuten an, wir haben mehrfach über zwei Stunden gemessen. Geladen wird er über USB.

Weiterhin kann man sich besondere Aufsätze hinzukaufen, etwa einen Bürstenkopf oder einen Bartstyler. Die Anleitung hat aber Frustfaktor: Diese umfasst sehr viele verschiedene Modellvarianten, so dass man die Information für das eigene Gerät erst einmal herauspicken muss.

Panasonic Series 900+ (ES-LS6A)

Der Panasonic Series 900+ (ES-LS6A) ist ein richtig starker Folienrasierer. Zwar wird er beim Scheren etwas warm, aber bei drei von vier Testern holte er sich eine Bestnote - und beim vierten immerhin noch ein "gut". Der Rasierer arbeitet schnell und leise, benötigt aber ein bisschen mehr Reinigungsaufwand. Immerhin liegt Öl für eine intensive manuelle Wartung bei, das ist selten. Zur Sonderausstattung zählt das Hartschalen-Reiseetui.

Dafür fehlt leider eine Reinigungsstation. Und der Ladevorgang funktioniert ausschließlich übers lose Kabel. Die Akkulaufzeit fällt mit 80 Minuten ziemlich lang aus, die Ladezeit mit 56 Minuten gehört zu den kürzesten im Test. Der Verpackung liegt ein dickes Sammelsurium an Anleitungen in sehr vielen Sprachen bei, das erzeugt unnötig viel Papiermüll. Der Rasierer ist, insbesondere angesichts der fehlenden Station, sehr teuer.

Remington F8 Ultimate (Xf8705)

Der Remington F8 Ultimate (Xf8705) ist kein schlechter Rasierer, aber auch nicht wirklich gut. Seine Rasur ist unterm Strich zufriedenstellend, allerdings dauert es bis dahin bei einigen Testern eine lange Zeit und viele Durchgänge. Das hat teilweise zu Hautirritationen und leichten Schnitten geführt. Weiterhin haben einige Tester am Hals kaum eine gute Rasur hinbekommen und Koteletten sind auf Ohrhöhe wegen des breiten Gehäusekopfs ein Hindernis. Der Rasierer summt in einer angenehmen Lautstärke und zeichnet sich durch eine lange Laufzeit von rund 80 Minuten aus.

Allerdings benötigt der Aufladevorgang über 100 Minuten. Das ist sehr langsam. Der F8 Ultimate kommt mit einem Reisebeutel und einer sehr kompakt faltbaren Ladeschale. Die ist leider etwas wackelig und zum Laden notwendig - der Rasierer selbst hat keinen Kabelanschluss. Er wiegt knapp über 200 Gramm und gehört damit zu den schwereren Modellen. Immerhin ist er auch ziemlich günstig.

Braun Series 9 Pro+ (9515s)

Ob Sie mit der Rasurleistung des Braun Series 9 Pro+ (9515s) zufrieden sein werden, ist gesichtsabhängig: Zwei unserer Tester waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden, die anderen beiden mussten unter der ziependen Folie und unsauber rasierten Koteletten leiden. Dabei ist das Gerät sehr laut und vibriert stark. Eindeutig großartig ist hingegen die Ausstattung: Zur vollständigen Reinigungs-Lade-Station gesellt sich ein sehr großes Reiseetui. Die tägliche Bedienung ist eher was für große Hände, da das ganze Gerät ziemlich groß und klobig ist. Mit Abdeckung wiegt der Rasierer 200 Gramm.

Die Reinigung ist sehr gut, hier gibt es keine negativen Auffälligkeiten. Die Laufzeit des Pro-Rasierers fällt mit maximal 48 Minuten eher kurz aus, die Ladezeit von 66 Minuten ist hingegen wieder typisch.

Braun Series 9 Pro+

Worauf es bei Elektrorasierern ankommt

Hier kommt es aber auch darauf an, ob der Rasierer zu Ihren Gesichtskonturen passt. Noch vor ein paar Jahren waren viele Rasierer nicht unbedingt wasserdicht. Nicht alle Rasierer ließen sich unter fließendem Wasser reinigen, sondern mussten ausgeschüttelt und trocken leergepinselt werden. Und auch die Nassrasur in Verbindung mit Rasierschaum war nur selten möglich. Diese Unterschiede gehören mittlerweile der Vergangenheit an.

Die meisten aktuellen Elektrorasierer bringen heute bereits alle grundlegenden Funktionen mit - etwa Trocken- und Nassrasur, flexible Scherköpfe und eine solide Akkulaufzeit. Daher fließen diese Standardmerkmale in unserem Rasierer-Test nicht mehr gesondert in die Bewertung ein. Premium-Rasierer ab etwa 150 Euro bieten darüber hinaus zusätzliche Ausstattungsmerkmale wie eine automatische Reinigungsstation, spezielle Modi für empfindliche Haut oder präzise Akkuanzeigen mit Prozentanzeige. Auch in Sachen Bedienkomfort haben hochwertige Modelle oft die Nase vorn: Ihre Scherköpfe passen sich besonders flexibel den Gesichtskonturen an.

Die Geschichte des Elektrorasierers

Das Rasieren mit Klinge oder anderen scharfen Gegenständen ist eine Jahrtausende alte Praxis. Wie archäologische Funde zeigen, geht die gezielte Haarentfernung bis in prähistorische Zeit zurück. Die Trockenrasur mit dem Elektrorasierer kam verständlicherweise erst mit der Elektrifizierung auf. Die ersten Rasierapparate mit Elektromotor wurden in den 1930er Jahren angeboten.

Am grundlegenden Prinzip hat sich seither wenig geändert: Automatisch oszillierende oder rotierende Klingen schneiden die Körperhaare schnell und effektiv. Um Verletzungen zu verhindern, befindet sich der Scherblock bzw. die Rotationsklingen hinter einer perforierten Scherfolie oder einem Gitter, welche die Haare durchlassen, gleichzeitig aber die Haut schonen. In fast 90 Jahren hat sich der Elektrorasierer technologisch enorm weiterentwickelt und optimiert, sodass die Trockenrasur heute in puncto Gründlichkeit fast mit der Nassrasur mithalten kann.

Folien- oder Rotationsrasierer?

Sie können hauptsächlich zwischen zwei Typen von Elektrorasierern wählen, die sich in Hinsicht auf die Rasierköpfe voneinander unterscheiden. Folienrasierer verwenden für die Haarentfernung eine oder mehrere perforierte Scherfolien, in deren Löchern die Barthaare eingefangen und von vibrierenden Schermessern abgeschnitten werden. Mit der starren Form des Scherkopfes eignen sich Folienrasierer sehr gut für die präzise Bearbeitung kleiner Flächen und von diffizilen Konturen.Rotationsrasierer arbeiten großflächiger.

Die Rotationsköpfe sitzen in einem Dreieck angeordnet flexibel im Scherkopf und passen sich so den Gesichtskonturen an. Vor allem über unebene Kinn- und Unterkieferbereiche bewegt sich der Rotationsrasierer passgenau und rasiert Flächen deutlich schneller. Die Präzision des Folienrasierers fehlt jedoch und schwierige Stellen lassen sich nur ungenau bearbeiten. Keine der beiden Bauformen ist allgemein besser oder schlechter als die andere, die eigenen Vorlieben und Anforderungen entscheiden über den passenden Rasierer.

Folien- vs. Rotationsrasierer

Alle Rasierer der preislichen Mittelklasse erreichen mindestens ein zufriedenstellendes Gesamtergebnis. SchersystemDie Unterschiede beim Schersystem haben Auswirkungen auf die Geschwindigkeit und Gründlichkeit der Rasur, sowie die Art der Anwendungsbereiche, für die der Rasierer speziell geeignet ist. Wie im vorherigen Abschnitt erklärt, können Sie mit dem Rotationsrasierer schnell große Flächen von Haaren befreien. Folienrasierer wiederum eignen sich besser für Details und schwierige Stellen.

Eine sanfte Rasur ohne Hautirritationen kann mit beiden Systemen gelingen. Doch es gibt weitere Variationen.Bei Rotationsrasierern sind in der Regel drei Scherköpfe im Dreieck angeordnet, sie können sich jedoch in der Art und Geschwindigkeit der Rotation unterscheiden. Bei Folienrasierern finden Sie Scherköpfe mit fünf, vier, drei oder zwei Scherfolien. Einzelne Modelle haben stattdessen wiederum eine einzelne vibrierende Scherklinge. Im Normalfall gelingt mit mehr Klingen eine schnellere und gründlichere Rasur, doch die üppig ausgestatteten Geräte sind teuer im Kauf und in der Wartung.

Flexibilität und Anpassung

Für die angenehme und gründliche Rasur muss sich der Rasierer den Gesichtskonturen anpassen. Die Flexibilität des Scherkopfs entscheidet darüber, wie anschmiegsam er ist. Rotationsrasierer eignen sich mit ihren beweglichen Scherköpfen besonders für Wangen. Doch mit dem flexiblen Scherkopf eines Folienrasierers gelangen Sie besser in kleine Flächen wie unter der Nase. Einige günstigere Folienrasierer aus dem Test haben jedoch eine starre Scherfläche, wobei sich der gesamte Kopf je nach Modell auf bis zu zwei Achsen neigen kann. Das muss nicht schlecht sein, denn die Unbeweglichkeit gibt mehr Kontrolle für Feinarbeiten.

Die beste Lösung hängt von Ihrer eigenen Gesichtsform und Ihren Vorlieben bei der Handhabung des Rasierers ab - generell gilt jedoch: Je mehr Teile beweglich sind, desto besser die Rasur.

Akkulaufzeit und Ladezeit

Akkulaufzeit: Gibt an, wie lange der Rasierer mit einer Akkuladung läuft. Da eine wiederholte Glattrasur je nach Kollegen fünf bis zehn Minuten in Anspruch nahm, läuft man insbesondere dank rechtzeitiger Akkuwarnungen kaum Gefahr, mitten in der Rasur pausieren zu müssen. Nur in seltenen Fällen lädt ein Elektrorasierer erst nach deutlich über 100 Minuten wieder vollständig auf. Alle Akkus im Rasierer-Test waren vom Typ Li-Ion.

Sofern Sie also Ihren Rasierer nicht gerade dafür benutzen, Ihr Gesichtshaar stundenlang mit den beiliegenden Trimmern täglich minuziös durchzustufen und in Form zu bringen, sollten Sie sich keine Gedanken über die Akkulaufzeit machen - selbst auf Reisen nicht. Jedoch können die Akkus mit verstreichenden Jahren an Kapazität verlieren. Entsprechend hierfür fließt unsere Akkubewertung nur zu einem geringen Teil in die Endwertung ein.

Rasierer reinigen

Wasserfestigkeit und Reinigung

Wenn Sie den Elektrorasierer unter der Dusche oder sogar mit Schaum zur Nassrasur benutzen, sollte das Gerät natürlich wasserdicht sein. Viele Hersteller geben an, dass ihre Rasierer für Nassrasur geeignet sind, nicht alle Modelle tragen jedoch eine offizielle IP-Zertifizierung. Die IP-Klasse „IPX7“ steht hierbei für den Schutz bei vorübergehendem Untertauchen in bis zu ein Meter Wassertiefe - also genug für Dusche oder Badewanne. Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, können Sie auf eine solche Kennzeichnung achten, bei Markenprodukten sollte aber auch die Angabe „wasserfest“ im Normalfall ausreichen. Bei schlecht verarbeiteten Billiggeräten ist das jedoch nicht immer der Fall.

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Transportverriegelung und Zubehör

Nehmen Sie den Elektrorasierer mit auf Reisen, sollte sich das Akku-Gerät natürlich beim Transport in der Tasche nicht selbstständig einschalten. Wird das Gerät mit einem Hardcase zur Aufbewahrung geliefert, sollte es zu keinen unbeabsichtigten Aktivitäten kommen. Eine Schutzklappe, die den Ein- und Aus-Schalter bedeckt, erfüllt die gleiche Funktion. Besser ist es natürlich, wenn Sie am Gerät selbst eine Tastensperre aktivieren können, so dass es gar nicht erst auf Fehlbedienungen reagiert.

Das beiliegende Zubehör bei Elektrorasierern stammt in der Regel aus einem von drei Bereichen: Ein längenverstellbarer Aufsatz kann den Rasierer zum Barttrimmer machen. Einen echten Barttrimmer ersetzt dieser in der Regel nicht, ist aber mitunter hilfreich beim Styling. Verbreitet ist auch diverses Pflegezubehör, zumindest eine kleine Reinigungsbürste, teilweise aber auch Reinigungsmittel und Öl. Bei einigen hochpreisigen Geräten gibt es sogar eine Reinigungsstation dazu, in die der Rasierer gesteckt werden kann. Die letzte Kategorie umfasst die Aufbewahrung und den Transport: Ein softes Etui ist Standard, mitunter bekommen Sie aber auch ein stabiles Hardcase. Liegt eine Schutzklappe bei, kann diese auf den Scherkopf gesteckt werden, um Schäden oder Verschmutzung zu verhindern.

Ersatzteile und Kosten

Zuletzt sollten Sie auch noch darauf achten, wie teuer und gut erhältlich Ersatzteile für das Rasierer-Modell sind. Die Klingen im Folien- oder Rotationsscherkopf sind Verschleißteile. Zwar halten sie für gewöhnlich eineinhalb oder zwei Jahre, dann sollten sie aber ausgetauscht werden. Und je teurer der Rasierer selbst ist, desto hochpreisiger sind meist auch die Ersatzteile. Ein Ersatzscherkopf kann 20 Euro aber auch bis zu 100 Euro kosten.

Nass- oder Trockenrasur?

Die Entscheidung für die Nass- oder die Trockenrasur hängt von mehreren Faktoren ab. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile. Viele schätzen an der Trockenrasur mit dem Elektrorasierer, dass diese schnell und simpel ist. Der tägliche Zeitaufwand für die Rasur verringert sich. Zudem ist die Trockenrasur auch schonender zur Haut. Gerade bei Unebenheiten ist die Gefahr von Verletzungen geringer. Das liegt aber vor allem daran, dass die Trockenrasur oberflächlicher ist. Die Rasierklingen haben mehr Abstand zur Haut.

Darum zeigen sich schnell wieder Haarstoppeln, wenn die Haut anfangs glatt ist. Die Nassrasur mit offener Klinge geht direkt an die Hautoberfläche, die Haarentfernung ist sehr viel gründlicher, lässt kaum Stoppeln zurück und die Glätte hält somit auch länger an. Dafür ist aber größerer Aufwand nötig: Das Einschäumen, Rasieren und Zwischenspülen lässt sich nicht immer schnell während der Morgentoilette erledigen. Zudem kann die Klinge auf nackter Haut zu kleineren und größeren Verletzungen führen und die Haut somit irritieren. Die perfekte Nassrasur erfordert daher Übung, gerade wenn Sie mit Unebenheiten der Haut zu kämpfen haben. Die ideale Methode der Rasur gibt es nicht.

Ist der Elektrorasierer wasserdicht, erlaubt er die Nassrasur. Die Nassrasur mit dem Elektrorasierer klingt nach einem tollen Kompromiss, tatsächlich steigert das aber nur den Komfort. Die Rasur mit Schaum oder unter der Dusche ist zwar hautschonender und wird oft als angenehmer empfunden, fällt jedoch...

Weitere Informationen und Tipps

Folien- oder Rotationsrasierer: Was ist besser?

Was rasiert denn nun besser: vibrierende Scherblätter oder rotierende Scherköpfe? Diese beiden Systeme teilen sich den Markt untereinander auf. Zuerst ein Blick auf die unterschiedlichen Funktionsweisen der zwei Gerätetypen:

Folienrasierer

Geeignet bei gleichmäßigem Bartwuchs und engen Gesichtspartien Die meisten Folienrasierer haben drei bis fünf Klingen. Bis Panasonic eine weitere Dimension eröffnete: Mit sechs Klingen bringen Modelle aus den Series 900+ die Konkurrenz ins Grübeln. Der Scherkopf ist dadurch allerdings gewachsen - und könnte das Trimmen der Koteletten mit dem ausklappbaren Trimmer erschweren.

Bei einem Folienrasierer spannen sich über den Klingenblock perforierte Metallfolien, unter deren winzigen Löchern Schermesser die Haare abschneiden. Weil sich die Folien wie Walzen durch die Barthaare schieben, erfassen sie gerade wachsende Barthaare am besten. Demnach sind Folienrasierer ideal für Männer, deren Bart hauptsächlich in eine Richtung wächst. Laut Stiftung Warentest bieten Folienrasierer aber auch Vorteile beim Schneiden von Konturen, und sie rasieren gründlich an engen Gesichtspartien wie unter der Nase. Aber klappt das auch mit den immer größeren, immer mächtigeren Scherköpfen? Denn um die Hautkontaktfläche zu vergrößern und für noch gründlichere Rasurergebnisse in kürzerer Zeit haben manche Hersteller die Klingenanzahl erhöht.

Mit fünf bis sechs Scherfolien sind beispielsweise die Modelle aus den Topserien von Braun und Panasonic bestückt. Diese Aufrüstung folgt einer raffinierten Logik: Einigen der Folien kommt die Aufgabe zu, widerspenstige Haare aufzurichten und auf Linie zu bringen, damit die eigentlichen Scherfolien leichtere Arbeit haben.

Der Nutzen der zusätzlichen Scherfolien ist nicht beliebig skalierbar. Heißt: Ob sechs Folien wie z. B. beim Panasonic Series 900+ ES-LS9A in Reihe geschaltet tatsächlich besser sind als nur drei, ist zu einem Großteil auch Glaubenssache. In Tests jedenfalls schneiden nicht immer zwingend die hochaufgerüsteten Rasierer am besten ab. Drei Folien sollten es aber, das lässt sich festhalten, für eine zügige und schnelle sowie gründliche Rasur schon sein.

Rotationsrasierer

Geeignet bei wildem Bartwuchs und vielen FaltenRotationsrasierer sind leicht an den - meist drei - kreisenden Klingensätzen zu erkennen. Auch hier schützt eine Metallfolie die Haut vor dem unmittelbaren Kontakt mit den Messern. Der entscheidende Unterschied im Vergleich zu einem Folienrasierer erklärt sich aber durch den Aufbau. Der perforierte Schutzwall ist kreisrund konstruiert, das heißt, die winzigen Öffnungen erfassen die Barthaare von allen Seiten und aus allen Richtungen.

Wildwuchs-Bärte sind daher das Revier der Rotationsrasierer, zumal die Klingensätze auch nicht nebeneinander angeordnet sind und keine gerade Fläche formen, sondern ein Dreieck. Ferner kommt kaum noch ein neues Modell ohne einen flexibel gelagerten Scherkopf daher. Das bedeutet, sowohl die einzelnen runden Klingensätze als auch der Scherkopf selbst sind so beweglich gelagert, dass sie sich den Gesichtskonturen möglichst optimal anpassen. Kurzum: Wenn Sie eher ein kantiges Gesicht und einen „Go-Wild-Bart“ haben, sind Sie mit einem Rotationsrasierer ehrlicher aufgehoben.

Wenn Sie Teile Ihres Barts stehen lassen wollen und diese Partien mit sauberen Konturen versehen möchten, sollten Sie darauf achten, dass der Rotationsrasierer mit einem zusätzlichen Trimmer ausgestattet ist. Die runden Klingen lassen keine präzisen Kantenschnitte zu. Diese Trimmer sind im Falle der Rotationsrasierer in der Regel zum Aufstecken. Bei den Folienrasierern dagegen befinden sie sich an der Rückseite des Geräts zum Ausschieben oder Ausklappen.

Braun oder Philips - welcher Hersteller ist besser?

Braun setzt auf Folienrasierer, Philips auf Rotationsrasierer - eine Entscheidung zwischen den beiden Herstellern ist daher in erster Linie eine Frage des Rasursystems. In den Tests der Stiftung Warentest haben die Braun-Modelle seit einigen Jahren die Nase knapp vorn, die entsprechenden Testgeräte von Philips aber sitzen ihnen in Schlagdistanz im Nacken. Bei anderen Fachmagazinen wie z. B. Haus & Garten Test führen stattdessen meist die Philips-Rasierer das Feld an und die Braungeräte reihen sich hinter ihnen ein. Aber auch hier ist zu beobachten, dass die Unterschiede, was die Testnoten betrifft, marginal sind.

Unterm Strich muss daher, wenn Sie den aktuellen Markt an Testberichten zu Elektrorasierern in den Blick nehmen, die Antwort salomonisch ausfallen: Braun und Philips bilden zusammen das führende Doppelgestirn unter den Elektrorasierern und dominieren zudem eindeutig den Markt. Das Rennen um die Krone ist knapp, die Spitzenposition mal mit einer der Series von Braun, kurz darauf wieder mit einer von Philips besetzt.

Akkulaufzeit und Nachhaltigkeit

Kaum ein Elektrorasierer besitzt noch ein Netzkabel; die überwiegende Mehrzahl zieht sich den Strom aus einem Akku. Der Komfort eines solchen Rasierers ist einfach höher. Parallel dazu ist auch die Laufzeit eines Akkus für viele Männer zu einem wichtigen Kaufkriterium aufgestiegen. Die gute Nachricht: Dank moderner Akkutechnologie, insbesondere jener von Lithium-Ionen-Akkus, sind Laufzeiten von bis zu 60 Minuten mittlerweile fast zur Norm geworden. Selbst wenn Sie sich täglich rasieren, muss Ihr Rasierer maximal einmal die Woche ans Netz.

Geräte, die ausschließlich mit geladenem Akku funktionstüchtig sind, lassen in der Regel keinen Netzbetrieb zu. Das heißt: Während das Gerät lädt, muss die Rasur warten. Der Vorteil dieses Typs liegt darin, dass die Elektrorasierer wasserdicht sind und z. B. auch unter der Dusche zum Einsatz kommen können. Im Gegensatz dazu sind Rasierer mit kombiniertem Akku-/Netzbetrieb nicht zu hundert Prozent wasserdicht. Auf dieses Detail sollten Sie daher vor dem Kauf achten.

Checkliste für den Kauf

Hier sind einige wichtige Punkte, die Sie beim Kauf eines Elektrorasierers beachten sollten:

  • Rasierertyp: Folien- oder Rotationsrasierer
  • Anwendung: Trocken- oder Nassrasur
  • Hauttyp: Empfindliche Haut oder normal
  • Akkulaufzeit: Mindestens 45 Minuten
  • Zubehör: Reinigungsstation, Trimmer, Reiseetui
  • Ersatzteile: Verfügbarkeit und Kosten

Mit diesen Informationen und Tipps sind Sie bestens gerüstet, um den perfekten Elektrorasierer für Ihre Bedürfnisse zu finden.

tags: #rasierer #netzbetrieb #test #vergleich

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