Sich das Gesicht zu rasieren ist für viele lästige Pflicht, für mich ist die Nassrasur mittlerweile ein gleichsam entspanntes wie entspannendes Ritual. Weil ich die Wuchsrichtung beachte, den Schaum für die optimale Konsistenz mit dem Pinsel aufschlage, hilfreiche Techniken kenne und mir Zeit für Vorbereitung und anschließende Pflege nehme, macht das Rasieren Spaß und klappt ohne Rasurbrand.
Eine Rasur ist in meinen Augen dann gut, wenn sie ohne Hautreizungen verläuft und ein optisch gleichmäßig gründliches Ergebnis liefert. Am Wichtigsten ist es, sich mit den aufeinander aufbauenden Schritten einer Nassrasur vertraut zu machen und sich zumindest für den Anfang an den klassischen Ablauf zu halten.
In den meisten Fällen ist es nicht die oft zitierte "super-empfindliche Haut" in Kombination mit "extrem hartem Barthaar", das für eine schwierige Rasur sorgt - sondern zu wenig Vorbereitung oder fehlendes Wissen über die Wuchsrichtung der Barthaare und die in Folge mangelhafte Technik beim Rasieren.
Kommt das auch bei Dir häufiger vor, solltest Du Dich näher mit Deinen Rasierutensilien und vor allem Deiner Rasurtechnik beschäftigen.
Für eine angenehme Nassrasur ist entscheidend, dass Du Deine Haut gut vorbereitest. Viele mögen es, sich direkt nach dem Duschen zu rasieren, dann sind die Poren geöffnet und das Haar ist bereits etwas aufgeweicht.
Manche Gesichtshaut verträgt kaltes Wasser im Vorfeld der Rasur jedoch besser, weil die Haut sonst zu stark aufquillt und somit empfindlicher und reizanfälliger für die Klinge wird.
Unabhängig davon, ob Deine Haut besser warmes, heißes oder kaltes Wasser verträgt, sollte Dein Gesicht sauber, also frei von Fett oder Creme sein, weil sonst das Einweichen erschwert wird. Ein mildes Waschgel kann dabei helfen, ich persönlich nutze einfach klares Wasser und Seife nur dann, wenn ich mich z. B.
Reinige deinen Bart und deine Gesichtshaut vor der Rasur immer, so wird sie von abgestorbenen Hautzellen und Unreinheiten befreit. Der nächste wichtige Schritt der Rasurvorbereitung: das Einweichen der Barthaare. Die beste Vorbereitung auf die Rasur ist es, zu duschen.
Du stehst etwas länger unter warmem Wasser, das Haar quillt auf und wird weich, so dass es besser von der Klinge geschnitten werden kann. Du hast keine Lust zu duschen? Alternativ machst du diesen Schritt der Rasurvorbereitung einfach am Waschbecken mit einem heißen, nassen Tuch, das du ans Gesicht hältst, oder mit einem Handtuch, das du dir um den Kopf wickelst.
Unnötig zu erwähnen, dass deine Nase frei bleibt, damit du atmen kannst. Wenn dein Gesicht leicht rot wird, ist das normal und sogar erwünscht, denn Wärme fördert die Durchblutung und entspannt den Muskel des Haarkanales. Achte darauf, dass du eine Temperatur wählst, die du als angenehm empfindest, was bedeutet: nicht zu heiß. Dauer dieser Prozedur: circa drei Minuten.
Bei starkem Bartwuchs empfehlen wir dir Pre Shave Öl, auch Rasieröl genannt. Nun mögen einige anmerken, dass Pre Shave Öle zwar eine tolle Sache, aber nicht zwingend erforderlich und nicht immer angenehm seien.
Denn das Auftragen von Pre Shave Öl erzeugt auf der Gesichtshaut den erwähnten schützenden Film zwischen Klinge und Haut, was kleine Schnitte, Rasurbrand, Rötungen oder Hautirritationen vermindert. Diese Rasurprobleme entstehen durch zu starke mechanische Einflüsse, wie zu hohen Druck oder stumpfe Klingen. Wenn du nun Rasieröl einmassierst, werden deine Barthaare aufgestellt, was den folgenden Schnitt erleichtert.
Öle und Cremes pflegen die Haut schon im Vorfeld der Rasur, machen sie geschmeidig und damit strapazierfähiger, der Rasierer kann besser gleiten.
Jetzt kommt ein Schritt, dem Du besondere Beachtung schenken solltest: Das Aufschlagen des Schaumes - denn sahniger, gleitfähiger Schaum ist für mich neben einer scharfen Klinge das A und O einer gelungenen Rasur. Mit fertigem Schaum aus der Dose bin ich nie glücklich geworden, die Konsistenz ist zu trocken, die Klinge kann nicht optimal gleiten und das verleitet dazu, fester aufzudrücken.
Etwas besser geeignet scheint mir Rasiergel, wobei der daraus erzeugte Schaum ebenfalls nie die für mich optimale Konsistenz erreicht.
Schäume das Gesicht mit Rasierschaum ein. Es gilt, eine wichtige Wahl zu treffen: Rasierschaum aus der Dose, Rasiergel, Rasiercreme oder Rasierseife? Natürlich, die Auswahl ist groß. Es geht primär um Komfort und eine perfekte Rasur. Verfechter des gepflegten Rasierkultes sind zurecht der Überzeugung, dass es nur zwei Arten von optimalem Rasierschaum gibt.
Rasierschaum hat zwei wichtige Aufgaben: Erstens soll er das Barthaar aufweichen und aufstellen, zweitens soll er einen Film auf die Haut legen, um den Rasierer beim Gleiten zu unterstützen und die Haut vor Schnitten zu schützen. Du machst deinen Rasierschaum selbst? Großartige Entscheidung!
An der Herstellung von gutem Schaum aus Rasiercreme oder Rasierseife kann der Ungeübte verzweifeln, deshalb schreiben wir dir eine Anleitung. Mit Rasiercreme lässt sich leichter Schaum herstellen.
Theoretisch kannst du die Rasiercreme einfach auf die Haut auftragen und mit den Fingern einreiben. Praktisch kannst du aber auch gleich die Herstellung von Rasierschaum mit einem Rasierpinsel ausprobieren, damit erzielst du sahnige Konsistenz. Wärme die Porzellanschüssel an. Das machst du mit heißem Wasser, welches du wieder ausschüttest.
Gehen wir von Rasiercreme aus der Tube aus, gibst du nun einen Strang von circa drei Zentimetern in die Schüssel. Hinzu fügst du drei Teelöffel warmes, nicht heißes, Wasser. Nimm den trockenen Rasierpinsel und rühre eine Minute lang die Creme mit Kreisbewegungen oder "schlage“ mit dem Pinsel auf dem Boden der Schüssel.
Wichtig ist, dass du das Mischverhältnis von Wasser zu Creme einhältst (3:3). Deshalb muss der Rasierpinsel trocken sein. Es gibt noch zwei Alternativen, um Rasierschaum mit Rasiercreme zu schlagen: Entweder du massierst dir eine haselnussgroße Menge Rasiercreme ins Gesicht und schäumst mit kreisenden Bewegungen des Rasierpinsels direkt im Gesicht auf, oder du machst das in der Handfläche.
Oder aber, du schlägst den Rasierschaum aus Rasierseife. Das ist die Königsdisziplin. Wärme auch hierfür die Porzellanschüssel vorher an. Lege die Rasierseife in die Porzellanschüssel. Wenn du eine relativ harte Seife hast, übergieße sie mit etwas heißem Wasser, damit sie weicher wird.
Anschließend wird der warm angefeuchtete Rasierpinsel auf dem Seifenstück gerieben. Du streichst und kreist den Rasierpinsel, du massierst sanft die Seife. Et voilà, es entsteht wundervoller Rasierschaum. Die Konsistenz wird von zwei Faktoren beeinflusst. Erstens von der Relation zwischen Wasser und Seife, zweitens von der Zeit, die du rührst.
Zuviel Wasser führt zu dünnflüssigem Schaum, zuviel Seife macht das Ganze… naja, seifig eben. Wenn der Schaum verläuft, also zu dünnflüssig ist, gib noch ein wenig Seife hinzu, sprich: rühre weiter! Wenn deine Pinselspitze zu seifig ist, tauche ihn nochmal ein wenig in warmes Wasser.
Wenn du darüber nachdenkst, ist es sinnvoll, lieber mit einem zu trockenen Pinsel zu beginnen. Den Schaum streichst du dir dann wie beim Malern mit dem Rasierpinsel ins Gesicht, oder trägst ihn direkt mit der Hand auf.
Das Aufschlagen funktioniert bei Rasierseifen wie folgt: 10 bis 20 Sekunden lang kreisend mit einem Rasierpinsel über die Seife gehen und diese in die Pinselhaare "einarbeiten". Anschließend durch kreisende - je nach Seife auch mal leicht stampfende - Bewegungen die Seife in einer kleinen Schale oder direkt im Gesicht zur gewünschten Konsistenz aufschäumen bzw. in den Bart einmassieren.
Läuft der Schaum fast flüssig an Deinem Gesicht herunter, einfach etwas mehr Seife aufnehmen; trocknet der Schaum an den Rändern ein oder wird pappig, mit dem Rasierpinsel etwas Wasser hinzugeben.
Wunderbar unkompliziert ist Rasiercreme: Einfach einen ca.
Zunächst trägst Du wahlweise Rasiercreme, Rasierseife oder Rasiergel auf. Dadurch entsteht eine schützende Barriere zwischen Haut und Klinge. Das Auftragen mit einem Rasierpinsel bewirkt, dass die Barthaare dank der kreisenden Bewegungen beim Einschäumen aufgestellt und gleichzeitig eingeweicht werden.
Mein Tipp: Schäumen Sie die Rasierseife mit Hilfe eines hochwertigen Pinsels direkt im Gesicht auf, bis die zu rasierenden Stellen vollständig in dichten, voluminösen Schaum gehüllt sind. Der angenehme Massageeffekt des Pinsels hilft Ihnen abzuschalten und fördert eine gesunde Durchblutung.
Egal, ob Du einen modernen Systemrasierer bevorzugst oder lieber mit einem klassischen Rasierhobel arbeitest (das wäre meine Wahl, aber dazu weiter unten mehr): Die Rasur wird nur dann optimal verlaufen, wenn Du die Wuchsrichtung Deiner Barthaare kennst.
Die Wuchsrichtung der Barthaare ist bei jedem Menschen unterschiedlich - und jemand mit gleichmäßiger Wuchsrichtung wird viel sorgloser drauflos rasieren können als jemand, dessen Barthaare z.B. am Hals kreuz und quer im Wirbel durcheinander wachsen. Hilfreich ist es in jedem Fall, sich vor der Rasur die individuelle Wuchsrichtung genau anzugucken und ggf. auf einem Blatt Papier zu skizzieren, an welcher Stelle die Haare in welche Richtung wachsen.
Bevor Du mit der Nassrasur loslegst, empfiehlt sich ein prüfender Blick in den Spiegel, um die Wuchsrichtung Deiner Barthaare zu bestimmen. Das ist wichtig, da Du Rasurbrand und andere Rasurprobleme vermeiden kannst, indem Du ausschließlich in Wuchsrichtung rasierst.Die Bartwuchsrichtung lässt sich am besten feststellen, wenn die Haare etwas länger sind.
Dafür teilst Du Dein Gesicht gedanklich in vier Bereiche ein: Linke und rechte Gesichtshälfte sowie linke und rechte Halsseite. Schaue Dir alle vier Regionen ganz genau an und finde heraus, in welchem Winkel die Haare aus den Follikeln treten.
Die Rasur. Der Hauptakt. Jetzt wird es ernst. Egal mit welchem Rasierer, du sollst die Klinge im Winkel von etwa 30 Grad über die Haut führen. Achtung: Damit meinen wir nicht den Griff, sondern tatsächlich die Klinge.
Diesen perfekten Winkel stellen die meisten Systemrasierer fast von selbst her. Mit dem Rasierhobel oder Rasiermesser muss dieser Winkel jedoch von dir selbst eingehalten werden. Wie so oft gilt, Übung macht den Meister.
Du hast in jedem Fall eine Hand frei. Mit dieser freien Hand ziehst du die Haut im Gesicht und am Hals nach oben. Kurze Erläuterung, einfaches Beispiel: Die Barthaare wachsen für gewöhnlich Richtung Kinn, das heißt nach unten. Anders gesagt, der Strich geht Richtung Kinn.
Spanne des Spaßes wegen mit einer Hand die Haut nach unten. Was passiert? Die Barthaare liegen noch enger an, die Rasur wird schwieriger. Tue das Gegenteil und du stellst fest, dass sich die Barthaare aufstellen, du kannst besser rasieren. Ziehe also nach oben. Oder nutze deine Gesichtsmuskulatur, schneide Grimassen.
Im Familienalbum klebt ein Foto meines Vaters, auf dem er beim Rasieren lustige Grimassen macht, um die Haut an den Stellen zu straffen, die gerade rasiert werden.
Und jetzt lege los. Ob du gegen den Strich oder mit ihm rasierst, ist abhängig von der Empfindlichkeit deiner Haut, der Stärke deines Bartwuchses sowie deiner Übung. Gründlicher ist die Rasur jedenfalls gegen den Strich.
Wenn du starken Bartwuchs hast, gehe vielleicht vorher einmal mit einem Langhaarschneider darüber oder rasiere mit dem Strich.
Die Klinge des Nassrasierers sollte im 30-Grad-Winkel zur Haut stehen, bei Systemrasierern musst Du darauf jedoch nicht gesondert achten. Hier ist auch ein wenig mehr Druck erlaubt, was sich bei der Rasur mit dem Rasierhobel aber sehr schnell rächen kann.
Wenn Du unsicher bist, ob Du im optimalen Winkel rasierst (was beim Hobel, Rasurmesser oder der Shavette im Gegensatz zum Systemrasierer erhebliche Unterschiede macht), versuche folgendes: Lege den Hobel im 90-Grad-Winkel an Deine Wange an, so dass nur die Kopfplatte und nicht die Klinge Deine Haut berührt.
Jetzt ziehst Du den Hobel ganz langsam abwärts und verkleinerst dabei den Winkel, indem Du den Hobel in Richtung Wange kippst, bis die Klinge Kontakt mit Deinem Barthaar bekommt und schneidet. Bleibe für die gesamte Rasur bei diesem Winkel.
Die Amerikaner nennen dieses Vorgehen übrigens "riding the cap" - der Winkel der Klinge wird so flach gewählt, dass die Kopfplatte des Hobels die Haut beim Rasieren noch berührt. Je steiler der Winkel, desto stärker kratzt oder schabt die Klinge über die Haut.
Und immer daran denken, vor allem bei dieser Technik: Keinen Druck ausüben oder versuchen, einen zu flachen Winkel über mehr Druck auszugleichen. Ziehe den Hobel einfach über die Barthaare, das Eigengewicht des Kopfes reicht auch bei flachem Winkel bzw. der Riding-The-Cap-Technik aus.
Nach dem ersten Durchgang wird die Klinge ausgespült und von Haaren befreit, das Gesicht wird nochmal kurz eingeschäumt - vorher ggf. nochmal mit etwas Wasser oder Seife den Schaum nachoptimieren und dann geht es im zweiten Durchgang quer zum Strich weiter.
Zum anderen erfordert die Nassrasur gegen den Strich schon etwas Übung und Gewöhnung, weil es die Haut von allen Varianten am stärksten reizt. Vor allem Anfänger sollten mehr Wert auf eine schonende Rasur mit irritationsfreier Haut legen, als auf ein babypopoglattes Ergebnis.
Gewusst wie: Die Rasur mit dem Rasiermesser erachte ich als eine besonders gründliche, stilvolle und, keine Frage, auch maskuline Form der Selbstpflege. Zweifelsfrei besteht im Umgang mit dem Rasiermesser ein größeres Verletzungspotential als bei Systemrasierern oder gar dem elektrischen Trimmen. Nicht grundlos gilt die Nassrasur mit dem Rasiermesser als Königsdisziplin.
Befeuchten Sie Hals und Gesicht mit möglichst heißem Wasser, um die Poren zu öffnen und Barthaare weicher zu machen. Schlagen Sie anschließend die Rasiercreme nun ruhig und gelassen auf, während Sie mental bereits den nötigen Fokus für die bevorstehende Führung der Klinge bündeln.
Führen Sie das Rasiermesser zwischen 20° und 45° an die Haut und beginnen Sie an der Wange mit sanften, gleitenden Bewegungen nach unten. Haben Sie ein gutes Gefühl für Ihr Rasiermesser, gehen Sie zum Kinn über, wo Sie auch seitlich zur Wuchsrichtung rasieren können. Arbeiten Sie mit kleinen, sanften Zügen, bei denen die Klinge in gerade Linie gezogen wird. Wiederholen Sie das zwischen Oberlippe und Nase. Führen Sie die Klinge nie Schräg oder „kreuz und quer“.
Hier ist eine Tabelle, die die wichtigsten Schritte und Tipps für eine erfolgreiche Nassrasur zusammenfasst:
| Schritt | Beschreibung | Tipps |
|---|---|---|
| Vorbereitung | Reinigung der Haut, Einweichen der Barthaare | Warmes Wasser, Pre-Shave Öl bei Bedarf |
| Rasierschaum | Auftragen von Rasierschaum mit einem Pinsel | Sahnige Konsistenz, auf die Wuchsrichtung achten |
| Rasur | Führen der Klinge im 30-Grad-Winkel | Haut straffen, nicht zu viel Druck ausüben |
| Nachbereitung | Abspülen mit kaltem Wasser, After Shave | Alaunstift bei Schnittwunden, Feuchtigkeitspflege |
Der Rasierhobel macht die klassische Nassrasur zum Shaving-Erlebnis. Du möchtest das coole Tool mal ausprobieren? Kein Problem! Sich mit einem Rasierhobel zu rasieren ist einfacher, als du vielleicht denkst!
Auf den ersten Blick überzeugt der Vintage Classic Rasierhobel vor allem mit seinem zeitlosen und stylishen Design aus Edelstahl. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemrasierern wird für den Rasierhobel eine traditionelle Rasierklinge verwendet.
Die extra scharfen Vintage Classic Klingen sind 3-fach veredelt und ermöglichen eine sehr gründliche und angenehme Rasur. Das Beste: Die Doppelklingentechnologie des Rasierhobels erhöht die Lebensdauer und langfristig kannst du durch die Rasur mit dem Rasierhobel sogar Geld sparen!
Das Feeling bei der Rasur mit dem Rasierhobel ist sehr authentisch und klassisch. Und mit etwas Geduld und Übung wird hier jede Rasur zu einem besonderen Erlebnis. Bereits das Wechseln der Klinge ist eine Besonderheit, denn unser Rasierhobel verfügt über einen hochwertigen Metallgriff mit Butterfly-Schraubmechanismus.
Schritt 2: Lege die Klinge ein. Schritt 3: Schließe den Klingenkopf des Rasierhobels durch Drehen am Griff wieder.
Tipp: Verbrauchte Klingen kannst du im unteren Teil des Vintage Classic Klingendispensers aufbewahren. Einen Rasierhobel zu benutzen ist im Grunde ganz einfach. In der Anwendung unterscheidet sich der klassische Rasierer kaum von einem herkömmlichen Systemrasierer, allerdings musst du aufgrund der fehlenden Schutzbügel ein wenig vorsichtiger zu Werke gehen.
Dafür wirst du mit einem Ergebnis belohnt, wie du es sonst nur vom Besuch im Barbershop kennst.
Die Rasur läuft im Grunde immer nach einem bestimmten Muster ab. Lerne es kennen und beachte es. Die Rasur ist ein wichtiger Bestandteil der Bartpflege. Ob du dich im Gesicht nun komplett glatt rasierst oder voller Stolz einen Bart trägst und nur die Konturen rasierst, ist dabei nicht ausschlaggebend.
Es gibt immer ein paar Stellen im Gesicht, an denen die klassischen zwei bis drei Durchgänge nicht ausreichen, um ein rundum glattes Rasurergebnis zu bekommen. Die Gründlichkeit bei der Rasur entsteht aber nicht dadurch, dass man das Haar mechanisch aus der Haut herausdrückt oder die Haut drumherum herunterdrückt - das ist schlicht nicht möglich. Gründlichkeit entsteht dadurch, dass man das Haar möglichst nah an der Haut abschneidet.
Dafür ist es hilfreich, die Haut zu straffen, wie in Schritt 3 oben beschrieben. Wenn nach ansonsten planmäßig verlaufenen Rasuren immer noch ein paar Haare stehen bleiben, versuche es an diesen hartnäckigen Stellen mit den folgenden Techniken der Pros.
Beim "Gillette Slide" bzw. Schrägziehen wird der Rasierer nicht nur gerade in Rasurrichtung gezogen, sondern dabei gleichzeitig horizontal versetzt. Da man sich dabei leicht schneiden kann, sollten sich jedoch nur erfahrene Nassrasierer an diese Methode wagen, die von Gillette selbst auf den Beipackzetteln ihrer Hobel empfohlen wurde.
Natürlich sollte man beim Blade Buffing keinen Druck aufwenden und besonders darauf achten, immer etwas gleitfähigen Schaum unter der Klinge zu haben, um die Haut nicht unnötig zu reizen - im Idealfall geschieht dies automatisch beim Zurückziehen der Klinge.
Dennoch wird die stärkere Beanspruchung der Haut bei dieser Technik bewusst in Kauf genommen, um ein gründlicheres Ergebnis zu erzielen. Ich setze das J-Hooking gerne am Hals ein: Ich beginne den Zug mit dem Strich, gehe am Ende aber innerhalb desselben Zuges kurz gegen den Strich, fahre also eine Kurve mit dem Hobel und ende so parallel auf der Gegengeraden.
Auf diese Weise reduziere ich das Rasieren gegen den Strich auf ein absolutes Minimum nur an wirklich widerspenstigen Stellen.
Kaltes Wasser schließt die Poren und erfrischt deine Haut. Dein Gesicht trocknest du mit einem eigenen, sauberen Handtuch ab. Bestenfalls tupfst du nur leicht ab und rubbelst nicht.
Nun, da dein Gesicht trocken ist, trägst du ein After Shave zur Desinfektion auf. Manche machen das nicht, aber wir haben bei unseren Selbstversuchen und bei kleineren Umfragen unter Männern in Kenntnis gebracht, dass du dadurch ein besseres Ergebnis erzielen kannst. Das Ergebnis sind unangenehme Entzündungen.
After Shave Produkte sind neben dem klassischen Rasierwasser zum Beispiel Lotionen, Gele oder Balsame. Es gibt sie mit verschiedenen Inhaltstoffen, und sie können so auch verschiedene Wirkungen haben.
Sofern deine Verletzung nicht lebensgefährlich ist, kannst du, wenn du dich geschnitten hast, jede kleine Schnittwunde mit einem Alaunstift oder Alaunstein versorgen. Tupfe mit feuchtem Alaunstift kurz auf die Verletzung, es folgt ein leichtes Brennen und sofort ist die Blutung gestoppt.
Mit After Shave Balsam oder After Shave Lotion lässt du unangenehme Nebenerscheinungen deiner Nassrasur wie beispielsweise Rasurbrand oder Rötungen kaum eine Chance. Deine Haut wird mit rückfettenden Wirkstoffen versorgt und gleichzeitig mit einem verführerischen Duft belegt.
After Shave mit Alkohol brennt kurz, das ist ganz normal. Alkohol desinfiziert. Es gibt aber auch viele Produkte auf dem Markt, die keinen Alkohol enthalten. Für welches After Shave du dich entscheidest, hängt von der Empfindlichkeit deiner Haut und deinen persönlichen Vorlieben ab.
Das Tonic beruhigt die Haut und verringert Entzündungsherde oder Rötungen. Das liegt auch daran, dass es den pH-Wert deiner Haut wieder verringert, der durch den Rasierschaum erhöht wurde.
Du kannst dein Gesicht nun mit einer Gesichtscreme behandeln, oder du versuchst es mal damit. Denn ein After Shave Moisturizer ist besonders reichhaltig und hilft deiner Haut, sich nach der Rasur zu regenerieren. Da Moisturiser rückfettend wirken, werden kleinen Blutungen nach der Rasur gestillt.
After Shave Cremes lindern auch das Brennen, mit denen man sich als Opfer kleinerer Schnittwunden herumzuschlagen hat, sofort. Sie ziehen schnell ein und schenken dir ein zauberhaftes Hautgefühl, das den ganzen Tag anhält.
So verwöhnt, wirst du bald nicht mehr verstehen können, wie du dich jemals mit beißendem Rasurbrand und Co. herumschlagen hast müssen. Moisturizer können übrigens von jedem Hauttyp verwendet werden, egal, ob du jetzt ein Sensibelchen oder ein richtig harter Kerl bist. Besonders Männer mit trockener Haut profitierten von diesem Produkt.
Zur Nachbereitung verwende ich stets ein After Shave, um möglichen Entzündungen vorzubeugen. In der Regel trage ich zur Pflege der Haut kurze Zeit später noch ein After Shave Balsam auf, das komplett ohne Alkohol auskommt und die von der Rasur strapazierte Haut mit Feuchtigkeit versorgt.
Ist eine Nassrasur doch einmal ungewohnt ruppig verlaufen und Rötungen samt einem Gefühl von Brennen halten über längere Zeit an, spricht man von Rasurbrand. Hier helfen Dir nur Ruhe und Pflege der Haut sowie der prüfende Blick auf Deine Vorbereitung, Technik und die verwendeten Produkte.
Nicht jeder verträgt von Anfang an die Rasur gegen den Strich, alkoholhaltige After Shaves oder Mehrklingen-Rasierer. Ansonsten gilt nach der Nassrasur stets: Hände aus dem Gesicht!
Nach vielem Testen und noch mehr Üben habe ich mittlerweile meine Standard-Ausstattung gefunden und kaum mehr Interesse daran, neue Klingen, Hobel oder Pflegeprodukte auszuprobieren.
Wozu auch, denn ich habe Rasieren nie als Hobby betrachtet (im Gegensatz zu erstaunlich vielen der Foren-User, von deren Tipps ich profitieren durfte). Mein Ziel war immer, sauber die Technik zu erlernen, mich unfallfrei nass zu rasieren und zudem eine gewisse Bandbreite an Rasierhobeln, Klingen und Pflegeprodukten kennenzulernen, um diejenigen auszuwählen, die am besten zu meinen Bedürfnissen passen.
Meine Rasur dauert heute keine 20 Minuten und das Ergebnis ist immer stimmig.
tags: #klassischer #Nassrasierer #anleitung
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