Festes Shampoo selber machen mit Kokosöl: Ein Rezept für glänzendes Haar

Nachhaltigkeit liegt im Trend! So spielt auch der Wunsch, Kosmetikprodukte selbst herzustellen und Verpackungsmüll zu reduzieren, eine zunehmend wichtige Rolle. Flüssiges Shampoo wird meistens in Plastikflaschen verkauft. Ist das Shampoo aufgebraucht, wandern diese Flaschen in den Müll. Plastikverpackungen, die entsorgt werden, zersetzen sich entweder gar nicht oder nur sehr langsam, und stellen so eine Belastung für die Umwelt dar. Mit einem festen Shampoo passiert das nicht mehr. Deshalb leistest Du, indem Du es benutzt, einen Beitrag zum Schutz des Planeten.

Ich möchte dir gerne meinen persönlichen Liebling vorstellen - festes Shampoo. Es ist super schnell gemacht, man benötigt für das Grundrezept gerade mal 3 Zutaten und du kannst es super einfach variieren. Mit dieser tollen Haarseife kann der Vorratsschrank im Handumdrehen gefüllt werden oder man verschenkt sie an die Liebsten.

Ein entscheidender Vorteil selbstgemachter Kosmetik: Du kannst genau die Inhaltsstoffe für Deine DIY Haarpflege verwenden, die Du darin auch haben möchtest. Wichtig ist nur, dass die Zutaten zusammen zu einem Stück Shampoo wirksam reinigen und pflegen. Ansonsten kannst Du das Rezept für Dein festes Shampoo Deinen eigenen Wünschen und Vorlieben anpassen und es auf die spezifischen Bedürfnisse Deines Haars abstimmen.

Tipp: Verwende Kokosöl, um Dein festes Shampoo selber zu machen, damit Dein Haar besonders kräftig und glänzend wird! Kokosöl sorgt für gesundes Haar und versorgt es mit wichtigen Vitaminen.

Festes Shampoo ist ein guter Ersatz für die Shampoos in Flaschen. Dadurch kann ich Plastikmüll vermeiden und ich bin sicher, dass kein Silikon drin ist, das ins Abwasser gelangt und die Natur belastet. Noch dazu nimmt es in einer kleinen Dose im Kulturbeutel wenig Platz weg.

Grundrezept für festes Shampoo

Es gibt unterschiedliche Rezepte, die im Grunde ähnliche Zusammensetzungen haben und sich nur durch die zugegebenen Öle oder Fette unterscheiden. Als Grundrezept für ein festes Shampoo werden meist 25 Gramm SLSA, 25g Gramm Stärke und 20 bis 25 Gramm Öl bzw. Sheabutter verwendet. SLSA ist ein Tensid in Pulverform. Die Abkürzung steht für Sodium Lauryl Sulfoacetate, das für Naturkosmetik zugelassen ist und nicht aus Erdöl, sondern auf der Basis von Kokosöl gewonnen wird. Es dient dazu, dass die Seife schäumt und Fett und Schmutz gelöst wird.

Zutaten

  • Öle oder Butter (100 g), beispielsweise Sheabutter, Kakaobutter, etc.: Sie sorgen für die pflegenden Eigenschaften. Statt nur Kakaobutter, eine Mischung aus Kakaobutter und Kokosöl schmelzen. Zusätzlich einige Tropfen Jojobaöl oder Arganöl einarbeiten. Je nach Haartyp können Sie auch Wirkstofföle wie Nachtkerzenöl oder Sanddorn Kernöl einsetzen.
  • Ein Tensid (200 g): Dadurch bekommt das Shampoo seine Reinigungswirkung. Das Tensid ist außerdem dafür zuständig, dass das Shampoo schäumt. Das SCI Tensid ist sulphatfrei und besteht aus natürlichen Fettsäuren des Kokosöls. Auch aus diesem Grunde ist es nicht nur gut zum Haar sondern auch zur Umwelt. SCI ist ein guter Schaumbildner, feuchtigkeitsspendend und schützt Haut und Haar vor Feuchtigkeitsverlust. SCI ist ein sehr mildes Waschtensid und ist eine tolle Alternative zu SLSA. Es kann nicht nur für die Herstellung von Shampoo Bars verwendet werden, sondern auch für Duschgels und Reinigungsprodukte. INFO: Das Pulvertensid SCI staubt.

Optionale Zutaten

  • Eventuell einige Tropfen Parfümöl, ätherisches Öl und oder Lebensmittelfarbe zufügen.

Anleitung

  1. Beide Pulver gut miteinander vermischen.
  2. Sheabutter und Kokosöl im Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen.
  3. Vermische langsam alle Zutaten zu einer homogenen Masse. Da SCI staubt, solltest du dieses rasch und vorsichtig verarbeiten.
  4. Alles sorgfältig miteinander vermischen bis eine gleichmäßige Masse entsteht.
  5. Die Masse in kleine Silikonförmchen füllen.
  6. Das Shampoo sollte nicht bröselig sein und sich gut formen lassen. Falls das Shampoo zu flüssig sein sollte, einfach ein wenig mehr Maisstärke hinzufügen.
  7. Aushärten lassen. Wärme hilft beim Trocknen, z.B. ca. 2 Stunden bei 40-50°C in den Backofen stellen.
  8. Aus der Form lösen.
  9. Nach dem Duschen solltest du die Seife an einem trockenen Ort aufbewahren, damit sie nicht bröselig wird.

Die Seife kannst du wie ein normales Shampoo verwenden. Sie schäumt sehr schön und lässt sich dadurch gut im Haar verteilen.

Rezept ohne Bröseln

Das Problem der Grundrezepte ist, dass die Shampoo Seifen durch die Verwendung von Maisstärke meist bröseln und leicht brechen. Deshalb habe ich etwas herumprobiert und eine Lösung gefunden. Statt 25 Gramm Maisstärke nutze ich nur 10 Gramm und ersetze den Rest mit weißer Tonerde. Dreck zum Waschen zu nehmen, klingt zwar seltsam, ist aber tatsächlich möglich. Selbst reine weiße Tonerde kann allein schon zum Waschen der Haare benutzt werden. Es bindet Fett und Schmutz und ist gut bei fettigen Haaren. Pur verwendet macht es meine Haare allerdings etwas matt. Zusammen mit Brokkolisamen- und Hibuskusöl ist es für das feste Shampoo optimal, denn es macht die Seife auch fester. Sie bröselt und bricht nicht mehr so leicht.

Zutaten für eine Shampoo-Bar

  • 15 g Weiße Tonerde
  • 10 g Maisstärke
  • 25 g SLSA
  • 10 ml Brokkolisamenöl
  • 10 ml Hibiskusöl
  • Seifenform aus Silikon (Muffinform geht auch)

Anleitung

  1. Mundschutz anlegen. Speisestärke und Lathanol langsam in eine Schüssel geben, damit es so wenig wie möglich staubt.
  2. Für mein festes Shampoo habe ich die weiße Tonerde mit der Maisstärke und dem Tensid vermischt. Achtung, das Tensidpulver staubt sehr! Also unbedingt einen Mundschutz tragen. Dann kommen Brokkolisamen- und Hisbiskusöl dazu und das Ganze wird zu einem festen Teig verknetet.
  3. Shampoo-Masse auf die Förmchen verteilen, fest in die Mulden drücken.
  4. Den Teig in eine Silikonform drücken und zwei bis drei Monate trocknen lassen. Alternativ kann der Shampoo Bar auch im Ofen bei 50 ºC drei Stunden getrocknet werden.
  5. Die Seife nun für ca. 24 Stunden trocknen lassen.

Weitere wertvolle Zutaten

Nachfolgend gehe ich auf die wichtigsten Zutaten und Zusätze ein, werde aber bewusst nicht auf alle Zutaten einzeln eingehen. Eine tolle Bezugsquelle ist übrigens dragonspice.de. Hier bestelle ich getrocknete Kräuter und Zutaten für die Kosmetikherstellung.

  1. Brennnessel: Eines meiner absoluten Lieblingskräuter und nicht nur in der Haarpflege unschlagbar. Blätter wie auch die Samen stärken die Kopfhaut, regen die Durchblutung an und sorgen zusätzlich für schönen Glanz. Zudem pflegt sie das Haar mit ihren vielen Inhaltsstoffen wie Mineralien und Chlorophyll. Für festes Shampoo mahle ich die Blätter und Samen in einer Gewürzmühle zu einem feinen Pulver. Als Tee können Blätter, Samen und Wurzel für die Seife oder im Kräutershampoo verarbeitet werden. Früher hat man übrigens alten Pferden, die man verkaufen wollte Brennnessel- samen ins Futter gemischt damit das Fell wieder strahlte und das Pferd dadurch wieder jünger wirkte.
  2. Klettenwurzelöl: Die Wurzel der Großen oder Kleinen Klette gilt nicht nur als Radikalfänger sondern wird schon seit je her gegen Haarausfall und Ekzeme eingesetzt. Klettenwurzelöl regt die Durchblutung der Kopfhaut an und soll so mehr Haare sprießen lassen. Ich finde, dass ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Wie du solch ein Öl selber herstellst, kannst du auf meinem Blog nachlesen. Klettenwurzelöl wirkt zudem auch pur prima als Haarkur gegen strapaziertes und trockenes Haar. Hierzu kannst du das Öl einfach in die Kopfhaut und die Haare einmassieren, über Nacht einwirken lassen und am nächsten Morgen wieder ausspülen. Am besten 1-2 Mal die Woche wiederholen. Klettenwurzelöl kannst du nicht zuletzt auch als Pflegeöl für Augenbrauen und Wimpern verwenden. Das Öl soll die Wimpern und Augenbraun glänzend machen und zudem das Wachstum anregen. Hier ist bei gekauftem Klettenwurzelöl auf höchste Qualität zu achten.

Weitere Rezepte für unterschiedliche Haartypen

Festes Shampoo ist wirklich super leicht selber zu machen. Allerdings gibt es nicht das eine Rezept, dass für alle Haartypen gleichermaßen super funktioniert. Daher habe ich dir hier gleich drei Rezepte erstellt. Ein Grundrezept, ein Rezept für Trockendes Haar - dazu neige ich nämlich sehr, sowie ein Rezept für mehr Fülle und Glanz.

Glanzshampoo mit Kokos selber machen (für feines Haar): Sie möchten feines Haar kräftigen oder stumpfem Haar einen gesunden Glanz verleihen? Machen Sie sich die natürliche Pflegewirkung von Kokosmilch zunutze!

Zutaten:

  • 100 Milliliter Kokosmilch
  • 100 Milliliter Seifenlauge (Rezept siehe oben)
  • Ca. 4 Tropfen ätherisches Öl, zum Beispiel Zitronen- oder Orangenöl für einen duftenden Frischekick

Anleitung:

Kokosmilch und Seifenlauge in eine Schale geben und gründlich verquirlen. Das ätherische Öl hinzugeben und kräftig vermischen. Das fertige Shampoo in eine verschließbare Flasche füllen.

Kokosöl-Shampoo selber machen... Carmen Parrado zeigts

Hast du dieses Rezept schon ausprobiert?

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