Auf vielen unserer Kleidungsstücke finden wir irgendwann kleine Klumpen und Knoten aus Gewebe. Auch auf Bezügen von Sofas und Sesseln sind sie oft zu sehen. Bei manchen Textilien entstehen diese Knötchen zwangsläufig, wenn sie viel getragen oder benutzt werden. Besonders anfällig für diese auch „Pilling“ genannten Klumpen sind Wolle und Baumwolle. Ein Fusselrasierer verhilft den liebgewonnenen Kleidungsstücken wieder zu einem akzeptablen Aussehen.
Pilling entsteht dort, wo der Stoff durch Bewegung Reibung ausgesetzt ist. Fasern lösen sich aus dem Gewebe und verfilzen an der Stoffoberfläche. Die Knötchen treten vor allem an den Unterarmen, den Seiten und der Hüfte auf. Das macht den Pullover oder den Cardigan nicht untragbar, sieht aber alles andere als schön aus.
Pilling entsteht, wenn Stoffe mechanischer Reibung ausgesetzt sind. Dadurch lösen sich Fasern aus dem Gewebe. Die gelösten Fasern verfilzen dann auf der Oberfläche, wodurch die harten Pilling-Knoten entstehen. Da wir uns in unserer Kleidung bewegen, ist Reibung unvermeidbar.
Beim Waschen kann die Reibung hingegen reduziert werden. Kleidungsstücke aus Wolle oder Baumwolle sollten dabei immer auf links gedreht werden. So wird die Außenseite beim Waschen nicht aufgerieben. Empfindliche Textilien werden im Wollwaschgang kalt oder bei 20 Grad Celsius gewaschen, ohne anschließendes Schleudern. Dabei wird auf Weichspüler verzichtet. Stattdessen kommt spezielles Naturfaser-Waschmittel zum Einsatz. Auch im Trockner entsteht Reibung, weshalb dieser Schritt, wenn möglich, ausgelassen werden sollte.
Im Grunde funktioniert das Gerät wie jeder andere Rasierapparat. Hinter der Schutzabdeckung, die wie ein Sieb durchlöchert ist, befinden sich mehrere rotierende oder vibrierende Klingen. Diese werden von einem kleinen Elektromotor angetrieben. Wenn der Fusselrasierer über das Gewebe geführt wird, entfernen die Schneidwerkzeuge die Knötchen, ohne direkt mit der Textiloberfläche in Berührung zu kommen. Beim Abschneiden wird im Gegensatz zur Fusselbürste und -rolle das Gewebe nicht aufgelockert.
Ein elektrischer Fusselrasierer arbeitet mit einem rotierenden Scherkopf, der über ein feines Schutzgitter fährt und dabei Flusen und kleine Knötchen abschneidet. Hochwertige Modelle wie unser Testsieger “Pilo 1” von Steamery, der Philips GC026 oder der Severin CS 7976 verfügen über Features wie scharfe Rasierklingen und mehrere Höheneinstellungen für unterschiedliche Stoffarten. Der abgeschnittene Stoff sammelt sich im Fusselbehälter, der regelmäßig entleert werden muss. Der Betrieb erfolgt je nach Modell mit Batterien wie AA-Batterien, per Netzbetrieb mit Netzkabel oder über einen Akku mit Ladekabel.
Neben dem Fusselrasierer gibt es andere Hilfsmittel zur Entfernung der Knötchen. Diese arbeiten aber nicht so schonend wie das elektrische Gerät. Die Fusselrolle entfernt schnell lästige Fusseln, kommt aber mit Pilling nicht so gut zurecht. In der Regel ist es notwendig, das betroffene Gewebe mehrmals zu behandeln. Das Gleiche gilt für die Fusselbürste, die mit hartnäckigen Knoten ebenfalls Probleme hat. Am wenigsten zu empfehlen ist das Wegzupfen der Knötchen mit der Hand. Der Fusselrasierer braucht nur einen Arbeitsschritt, um die Knötchen schonend zu entfernen.
Ein Fusselrasierer ist ein sehr simples Gerät, das nur über wenige Ausstattungsmerkmale verfügt.
Wer große Flächen - etwa ein Sofa - „entfusseln“ möchte, sollte ein leistungsstarkes, netzgebundenes Gerät wählen. Die Motorleistung ist besonders wichtig, wenn Sie größere Textilien bearbeiten wollen. In diesem Fall kommen Sie um ein Gerät mit Netzbetrieb nicht herum. Die akku- oder batteriebetriebenen Ausführungen würden beim Versuch relativ schnell die Arbeit einstellen. Diese Geräte sind auf kurze, zielgerichtete Einsätze ausgelegt. Beim langen Gebrauch wird der Motor zu schwach, woraufhin die Klingen nicht mehr schnell genug rotieren, um Knoten und Fusseln abzutrennen.
Die meisten Fusselrasierer werden mit Batterien betrieben. Üblicherweise werden zwei AA-Batterien benötigt. Das ist völlig ausreichend, um den kleinen Elektromotor zu betreiben. Ein Fusselrasierer mit Batterien hat kein Kabel, das Ihnen beim Gebrauch im Weg sein könnte. Kabelgebundene Fusselrasierer sind leistungsstärker als batteriebetriebene Modelle. Das ist zum einen bei der Bearbeitung größerer Oberflächen nützlich, zum anderen bei der Behandlung mehrerer Kleidungsstücke nacheinander. Allerdings kann das Kabel bei der Anwendung hinderlich werden. Manche Fusselrasierer werden per USB-Kabel aufgeladen. Somit sind sie für den mobilen Einsatz besonders gut geeignet.
Elektrische Fusselrasierer mit hoher Wattzahl arbeiten besonders effizient. Akkubetriebene Modelle sollten eine lange Akkulaufzeit bieten. Alternativ gibt es Shaver mit Batterien wie AA-Batterien oder Geräte, die über das Netzteil auch durch Netzbetrieb betrieben werden können.
Der Scherkopf eines Fusselrasierers besteht aus zwei Elementen: der Schutzabdeckung und den dahinter liegenden Rasierklingen. Bei einigen wenigen Modellen fehlt die Schutzabdeckung. Von diesen ist abzuraten, da die Gefahr besteht, in die Textilien zu schneiden. Die Schutzabdeckung ist wie ein Sieb mit Löchern durchsetzt; die Unterschiede zwischen den Modellen sind dabei minimal. Es ist von Vorteil, wenn die Löcher unterschiedlich groß sind. Dann kann der Fusselrasierer leichter Knoten jeglicher Größe erfassen.
Je größer ein Fusselrasierer ist, desto effizienter und schneller ist die Arbeit mit ihm verrichtet. Die Beschaffenheit der Klingen spielt für das Ergebnis eine große Rolle. Der Großteil der erhältlichen Fusselrasierer verfügt über zwei Klingen, nur einige wenige haben drei oder vier. Diese arbeiten etwas effizienter als Geräte mit nur zwei Klingen. Wichtiger als die Anzahl ist allerdings die Oberfläche: Je größer die Klingen sind, desto schneller erfüllt das Gerät seinen Zweck. Wie jedes andere Messer werden auch die Rasierklingen im Fusselrasierer mit der Zeit stumpf. Bei hochwertigen Modellen sind die Klingen austauschbar.
Der Abstandhalter erleichtert die Anwendung des Fusselrasierers auf unebenen Oberflächen, zum Beispiel auf einem Pullover mit gewebtem Muster. Dieser Aufsatz - oft eine Art Gummiring - erhöht den Abstand zwischen Schutzabdeckung und Textilie. Bei groben Strickmustern besteht die Gefahr, dass zu viel Wolle hinter die Abdeckung gerät. Diese könnte sich in den rotierenden Klingen verfangen und im schlimmsten Fall ein Loch in das Gewebe reißen. Das verhindert der Abstandhalter.
Jeder Fusselrasierer ist mit einem Auffangbehälter für die abgeschnittenen Fasern ausgestattet. Ob ein großer Fusselbehälter notwendig ist, hängt vom Verwendungszweck des Geräts ab. Beim „Entfusseln“ von größeren Flächen ist ein großer Auffangbehälter, der seltener entleert werden muss, komfortabler. Ein gefüllter Behälter kann die Funktion des Rasierers beeinträchtigen. Wenn die Fasern dort keinen Platz mehr finden, verstopfen sie den Scherkopf. Dann drehen sich die Klingen nicht mehr ordnungsgemäß. Die Fasern müssen dann mühsam entfernt werden.
Wie bei allen Rasierern besteht auch beim Fusselrasierer ein gewisses Verletzungsrisiko. Ein mögliches Problem ist, dass sich die Schutzabdeckung während des Gebrauchs löst. Das kann zur Gefahr für Finger und Textilien werden. Gute Fusselrasierer haben deshalb eine Sicherheitsabschaltung, die das Gerät ausschaltet, sobald die Abdeckung entfernt wird.
Um Beschädigungen zu vermeiden, sollte ein Fusselrasierer nur mit wenig Kraft über ein Textil geführt werden. Mit einem Fusselrasierer sieht ihr Pullover in wenigen Schritten wieder wie neu aus. Beim Einsatz sollten sie unbedingt beachten, dass der Rasierer auf einer ebenen Oberfläche am besten funktioniert.
Vor der ersten Anwendung sollten Sie sich mit dem Fusselrasierer vertraut machen. Ein Blick in die Gebrauchsanweisung kann dabei helfen. Schalten Sie den Rasierer probeweise an, um ein Gefühl für die Leistungsstärke zu bekommen. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, den Rasierer an einem Textil auszuprobieren, dessen Verlust Sie verschmerzen können. Gerade kabelgebundene Geräte haben mehr Leistung, als sie den Anschein erwecken.
Die Preisspanne bei Fusselrasierern ist relativ klein, was Interessenten entgegenkommt. Ein solches Gerät kostet zwischen 5 und 30 Euro. Was die Ausstattung betrifft, gibt es keine großen Unterschiede. Nur ein Abstandhalter sollte auf jeden Fall vorhanden sein. Manche günstigen Rasierer verzichten auf dieses praktische Extra.
Viele Interessenten informieren sich bei der Stiftung Warentest, bevor sie einen Kauf tätigen. Allerdings führte die Verbraucherorganisation bisher keinen Fusselrasierer-Test durch. Auch bei ÖKO-TEST finden Verbraucher keinen Bericht zu Fusselrasierern. An dieser Stelle sei aber angemerkt, dass ein solches Gerät einen Beitrag dazu leisten kann, den eigenen Kleiderschrank nachhaltiger zu gestalten. Wer einen aussagekräftigen, aktuellen Fusselrasierer-Test sucht, wird bei der Bau- und Wohnzeitschrift Das Haus fündig. Im April 2021 nahmen die Prüfer zehn Fusselrasierer unter die Lupe. Den Testsieg holte sich der Fusselrasierer GC027/00 von Philips. Er liegt gut in der Hand, ist einfach zu bedienen und verfügt über eine große Rasierfläche von fünf Zentimetern. In Kombination mit der starken Motorleistung arbeitet das Gerät äußerst effizient. Das Aufladen des Geräts über USB-Kabel empfanden die Tester als positiv.
Im Folgenden werden einige der besten Fusselrasierer auf dem Markt vorgestellt:
Unser Testsieger ist der Shaver “Pilo 1” von Steamery. Sein ergonomischer Griff hat ihn für uns im Vergleich mit dem Nachfolgermodell “Pilo 2” von Steamery noch etwas ansprechender gemacht. Er liefert ein sehr gutes Ergebnis, ist handlich, für verschiedene und auch empfindliche Stoffarten wie Kaschmir geeignet und dient dank langer Akkulaufzeit auch ideal als Flusenentferner auf Reisen. Im Lieferumfang enthalten sind auch ein USB-Netzkabel zum Aufladen und eine kleine Reinigungsbürste. Der Shaver von Steamery ist unser Testsieger. Er überzeugt mit gelungenem Design, ist handlich und die lange Akkulauf trotz des kräftigen Motors macht ihn zum perfekten Reisebegleiter. Er entfernt kleine Knötchen mit drei präzisen Rasierklingen auch von sehr empfindlichen Stoffarten wie Kaschmir extra sanft.
VorteileDie Nutzung eines Fusselrasierers hängt von der Häufigkeit des Tragens und der Art der Kleidungsstücke ab. Bei stark beanspruchten Stoffen, die schnell Pilling oder kleine Knötchen bilden, kann eine wöchentliche Anwendung sinnvoll sein. Besonders empfindliche Materialien wie Kaschmir sollten mit einem Abstandshalter bearbeitet werden, um Beschädigungen zu vermeiden. Generell gilt aber: einfach nach Bedarf verwenden.
Viele elektrische Fusselrasierer eignen sich für empfindliche Stoffarten wie Kaschmir oder feine Wolle, wenn sie mit einem Abstandshalter ausgestattet sind. Extras wie verschiedene Geschwindigkeiten und Höheneinstellungen sind ideal, um Beschädigungen zu vermeiden. Wichtig ist, das Gerät vorsichtig über den Stoff zu führen, um diesen nicht zu überbeanspruchen. Fusselrasierer mit Schutzgitter sorgen für ein sicheres und gutes Ergebnis.
Nach jeder Nutzung sollte der Fusselbehälter sorgfältig entleert werden, um eine optimale Leistung zu gewährleisten. Viele Modelle enthalten eine Reinigungsbürste oder einen Reinigungspinsel, mit dem der Scherkopf und die Rasierklingen von Rückständen befreit werden können. Bei Bedarf lassen sich Ersatzklingen einsetzen, um die Leistung zu erhalten.
Hier ist eine Tabelle mit einigen der genannten Fusselrasierer und ihren Eigenschaften:
| Modell | Betriebsart | Besondere Merkmale |
|---|---|---|
| Philips GC027/00 | Akku | Große Rasierfläche, einfache Bedienung |
| Steamery Pilo 1 | Akku | Ergonomisches Design, für empfindliche Stoffe geeignet |
| Philips GC026/00 | Batterie | Kompakt, effektiv |
| Solac H101A4 | Netz/Batterie | Vielseitig einsetzbar |
| Ideenwelt TC-5011 | Batterie | Preiswert, kompakt |
Mit einem Fusselrasierer können Sie Ihre Kleidung und Möbel wieder in neuem Glanz erstrahlen lassen. Achten Sie beim Kauf auf die richtige Ausstattung und Anwendung, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
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