Die eine trifft es früher, die andere etwas später: Die Rede ist von grauen Haaren. Spezielle Farbshampoos versprechen, den Prozess des Ergrauens zu verlangsamen und erste graue Haare zu verdecken. Doch wie gut funktionieren diese Shampoos wirklich und welche Alternativen gibt es?
Shampoos gegen graue Haare haben in der Regel zwei verschiedene Wirkungsweisen. Einige Shampoos regen die Produktion von Pigmenten in den Haaren an, während andere Haare mit Farbpigmenten tönen. Erstere enthalten oft Inhaltsstoffe wie Minoxidil, Koffein oder Taurin, die die Produktion von Melanin in den Haarfollikeln stimulieren sollen.
Shampoos gegen graue Haare funktionieren in der Regel, indem sie die Pigmentproduktion in den Haaren anregen oder die Haare mit Farbpigmenten tönen.
Anti-Grau-Shampoos gibt es mittlerweile von vielen Herstellern. Besonders bewährt haben sich die Plantur 39 Colorprodukte, die Grautöne im Haar kaschieren. Es gibt sie sowohl für braunes, als auch für blondes Haar.
Das Well4U Black Hair Shampoo soll diese Kontraste mindern. Eine Packung reicht für bis zu zehn Anwendungen und laut Hersteller soll die Farbe bis zu vier Wochen lang halten. In sehr dunklem, schwarzem Haar fallen graue Haare besonders auf.
Rund zwölf Millionen Bürger im Land färben sich die Haare. Die häufigsten Gründe sind laut Umfragen: graues Haar abdecken, Abwechslung, mehr Selbstbewusstsein und bessere Laune.
Farbshampoos sind wichtig, wenn man verhindern möchte, dass sich die Schuppenschicht zu weit öffnet und so zu viele Farbpigmente dadurch verloren gehen. Bei jeder Haarwäsche können Farbpigmente verloren gehen, da die Schuppenschicht der Kopfhaut aufquillt und das Shampoo dadurch in die Haarfasern eindringen kann.
Liest man sich den Inhalt eines Shampoos durch, so fällt oftmals auf, dass es zwei Arten von „Farbshampoos“ gibt: farbgebende und farbschützende Shampoos.
Generell unterscheidet sich die Anwendung eines Farbshampoos nicht von der eines herkömmlichen Shampoos. Das Farbshampoo wird wie gewohnt in das feuchte Haar einmassiert und ein paar Minuten - je nach Empfehlung des Herstellers - im Haar belassen. Danach kannst du das Shampoo wie gewohnt ausspülen und weitere Pflegeprodukte verwenden.
Wenn du, gleich wie ich, deine Haarfarbe so lange wie nur möglich erhalten möchtest, ohne ständig zum Friseur zu gehen, solltest du unbedingt ein Farbshampoo verwenden. Ich verwende für meine braun gefärbten Haare bereits seit Jahren die verschiedensten Farbshampoos und bin nach wie vor sehr zufrieden mit dem Ergebnis! Die Haarfarbe hält definitiv um bis zu 6 Wochen länger, ist strahlender und glänzender.
Ein zusätzlicher Schutz neben der Verwendung des Farbshampoos ist zudem, das Haar mit kaltem Wasser abzuspülen. Durch das kalte Wasser wird die Haarfaser wieder versiegelt und erhält obendrein noch einen schönen Glanz.
Die Wirkung der Farbshampoos reicht nicht zum Färben der Haare, da die Dosierung der enthaltenen Pigmente zu gering ist, um einen langfristigen Färbeeffekt zu erzielen. Allerdings bieten sich Farbshampoos dazu an eine Tönung oder Haarfarbe länger zu erhalten. Die Haarfarbe wirkt deutlich frischer, auch wenn der Besuch beim Friseur schon etwas zurückliegt. Selbst bei nicht gefärbten Haaren sorgen Farbshampoos für einen schönen, strahlenden Glanz.
Tönungen sind zwar auch Direktzieher, aber deutlich stärker. Deshalb kann man mit Tönungen graue Haare in der Regel bis zu einem gewissen Prozentsatz noch sehr gut abdecken. Glossings und Farbshampoos sind Farbauffrischer.
Wenn man weniger als 50% weißen Farbanteil hat und zuhause färbt, kann eine Intensivtönung eine Alternative zu dauerhaften Haarfarben sein.
Bei einer Intensivtönung verwendet man nur 2 bis höchstens 4 Prozent Entwickler. Deshalb reicht das nicht aus wenn man einen hohen Grauanteil hat, das wird nicht deckend. Da muss man schon mit 6 Prozent färben.
Empfehlenswert sind hier die sogenannten Glossings. (=Farbspülung). Gibt es auch von den Eigenmarken dm und Rossi. Da siehst du einen effekt, wenn du es entsprechend lang einwirken lässt. Und es gibt die Farben dunkelbraun (schokobraun?) und schwarz.
Vorab: Glossings sind nichts anderes als "verdünnte" Direktzieher, d.h. - nicht zum Färben geeignet, zumindest nicht, wenn man sich an unterschiedlichen Farben auf'm Kopf stört. Ich habe schwarze Haare, nutze schwarzes Glossing und meine weißen Haare werden damit rotbraun.
Wer's komplett unkompliziert mag, wird Glossings und Farbshampoos gerade nicht mögen, denn man muss zwingend Handschuhe tragen und dann irgendwie mit feuchten Haaren + Glossing oder Shampoo ewig lang rumstehen.
Da Glossings und Shampoos viel flüssiger als Färbemittel sind, kann man damit gerade die Stellen mit vielen weißen Haaren, wie Schläfen, Koteletten, usw., schlecht abdecken, weil alles rumsuppt.
Dafür, dass die weißen Haare so wenig Farbe annehmen, sind Glossings und Shampoos trotzdem 'ne ziemliche Farbsauerei, die Haut, Keramik, Plastik und Co. - Direktzieher färben permanent ab. Schwitzt man also nachts am Kopf und hat ein weißes Kopfkissen, dann hat man am nächsten Morgen ein eingefärbtes Kissen. Wäscht sich problemlos wieder aus.
Ich habe jetzt eben ein Glossing draufgehabt. musste das auch einmal ausprobieren. also irgendwie kommt mir der graue ansatz etwas abgedämpft vor - nicht mehr ganz so schreiend weiß im Vergleich zu den dunklen Haaren. Ich hab das Glossing in der Probepackung bzw. Einmalpackung von Schwarzkopf (Brillance) verwendet.
Ich könnte mir schon vorstellen, dass wenn man das 2-3 mal die Woche verwendet (so wie in dieser no-name-Produkt-Werbung empfohlen), man eine leichte Farbe über das Grau bekommt. Nur hätte ich glaub ich keine Lust, so oft so eine lange Einwirkzeit durchzumachen. Hab es jetzt 40 Minuten einwirken lassen, da ich grad eh Zeit hab.
Sieben Shampoos werben mit Farbschutz durch UV-Filter. Um das zu prüfen, spannten wir kolorierte, mit den Testprodukten gewaschene Haarsträhnen in ein Belichtungsgerät mit Xenonlampe. So simulierten wir, dass sie sechs Wochen der durchschnittlichen Sonneneinstrahlung in Mitteleuropa ausgesetzt werden. Während der Prüfung steckte jede Strähne in einem Rahmen, sodass nur der mittlere Bereich bestrahlt wurde.
Die Filter in den Testprodukten sind meist wasserlöslich und werden unseres Wissens nach in geringer Konzentration eingesetzt. „Sie machen dort keinen Sinn“, sagt Kerstin Etzenbach-Effers, Chemikerin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. „Weil Haarshampoos wieder ausgespült werden.“ Um die Haaroberfläche vor Sonne zu schützen, dürfte das nicht reichen.
„Nehmen Sie ein schonendes Produkt, damit die Schuppenschicht des Haars nicht zu stark aufgeraut wird“, rät Antonio Weinitschke, Art Director des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks.
Colorschutz-Shampoos braucht keiner zwingend. Auch wenn einige gut pflegen, wie der Test bei den ausreichenden Produkten zeigt.
Im Test traten 15 Farbschutz-Shampoos gegeneinander an - vom günstigen Drogerieprodukt von dm für 1,35 Euro bis zum 28 Euro teuren Brilliant Colour Beauty Shampoo von Judith Williams.
Kein Shampoo erhält die Farbe von coloriertem Haar sechs Wochen lang zufriedenstellend. Versprechen wie „bis zu 12 Wochen Farbschutz“, wie sie Marktführer Henkel für Gliss Kur und Syoss macht, schießen weit übers Ziel hinaus. Sie schaffen nicht einmal die Hälfte der Zeit.
Sechs der mangelhaften Produkte waschen die Farbe schnell aus: dm, Guhl, Lavera, L‘Oréal, Pantene und Gliss Kur. Sie schützen nicht besser als ein Repair-Shampoo für geschädigtes Haar, das keinen Farbschutz verspricht, und sogar schlechter als ein mildes Kindershampoo.
Mit den vier anderen Mangelhaften - von Judith Williams, Rossmann, Schauma und Syoss - verblasst die Haarfarbe bei der Bestrahlung mit UV-Licht deutlich, so wie übrigens bei allen Produkten im Test.
Nur fünf Shampoos versagen nicht komplett im Farbschutz und machen keine UV-Versprechen. Sie testeten wir umfassend: Nivea, Garnier, Udo Walz, Rausch und Paul Mitchell.
Bei Rausch und Paul Mitchell wiesen wir zwei Duftstoffe nach, die in seltenen Fällen Allergien auslösen können, aber nicht angegeben waren: Limonen bei beiden, Linalool zusätzlich bei Rausch. Beide hätten wegen ihrer Gehalte in der Inhaltsstoffliste genannt werden müssen.
Erfüllt ein „Colorschutz“-Shampoo seine Grundfunktion nicht, ist es also nicht besser als andere Shampoos, sind aus unserer Sicht weitere Prüfungen - etwa der Pflegeeigenschaften, Anwendung, Verpackung - nicht wichtig. Wir haben auf sie verzichtet.
Tabelle: Testergebnisse von Farbshampoos
| Shampoo | Ergebnis |
|---|---|
| dm | Mangelhaft (wäscht Farbe schnell aus) |
| Guhl | Mangelhaft (wäscht Farbe schnell aus) |
| Lavera | Mangelhaft (wäscht Farbe schnell aus) |
| L‘Oréal | Mangelhaft (wäscht Farbe schnell aus) |
| Pantene | Mangelhaft (wäscht Farbe schnell aus) |
| Gliss Kur | Mangelhaft (wäscht Farbe schnell aus) |
| Judith Williams | Mangelhaft (verblasst bei UV-Licht) |
| Rossmann | Mangelhaft (verblasst bei UV-Licht) |
| Schauma | Mangelhaft (verblasst bei UV-Licht) |
| Syoss | Mangelhaft (verblasst bei UV-Licht) |
| Nivea | Bestanden |
| Garnier | Bestanden |
| Udo Walz | Bestanden |
| Rausch | Bestanden (enthält allergene Duftstoffe) |
| Paul Mitchell | Bestanden (enthält allergene Duftstoffe) |
Die Begriffe sind auch nicht geschützt, ein Blick auf die Incis lohnt sich also. Ist Wasserstoffperoxid mit drin, ist's kein Direktzieher mehr.
Natürlich haben sich die meisten Hersteller schon grob drauf geeinigt,was je mit Coloration und was mit Intensivtönung gemeint ist, aber schon mit dem Begriff Tönung fängt's ja schon an.
Wie intensiv die ist und wie viele Haarewäschen die hält, da versteht jeder Hersteller was anderes drunter. Dazu kommen Begriffe wie Farbshampoos, Farbschäume, Glossings, Direktzieher, Color Drops, Farbsprays, Haartoner und was weiß ich, was sich die jeweiligen Hersteller sonst noch so für individuelle Namen für ihre Produkte ausgedacht haben.
Ich verwende immer von Wella die color fresh farb maske. Meine weißblonden Haare werden damit gut eingefärbt. Vorher hatte ich mit Elumen drübergefärbt, das ist eine Fsrbe die ohne Wasserstoff und Ammoniak funktioniert. Das hielt 2 Wochen.
tags: #Haare #tönen #mit #Shampoo #Erfahrungen
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