Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, das Männer jeden Alters betrifft. Besonders belastend ist es für Männer mit langen Haaren, da der Verlust der Haare oft mit einem Verlust von Attraktivität und Jugendlichkeit assoziiert wird. Es gibt unterschiedliche Arten von Haarausfall, die verschiedene Ursachen haben können. Erst wenn es mehr als 100 Haare am Tag werden, spricht man in der Medizin von krankhaftem Haarausfall (Effluvium). Er sollte behandelt werden, bevor noch mehr Haare verloren gehen.
Allgemein belastend am Verlust der Haare ist, dass fehlende Haare oft mit Alt sein, fehlender Dynamik und Energie gleichgesetzt werden. Deshalb möchten wir Ihnen dabei helfen, Ihren Haarausfall wirksam zu bekämpfen. Denn Haarausfall, dessen Ursache in einer anderen Krankheit, Medikamenten oder etwa Stress liegt, ist relativ gut therapierbar.
Vor jedem Behandlungsbeginn ist es wichtig, einen Experten zu konsultieren und natürlich die tatsächlichen Ursachen für den Haarausfall zu ermitteln. Denn Tatsache ist, dass wir uns viel mehr Gedanken über unseren Lebensstil oder unsere Frisur machen sollten, als über die Haarlänge.
Es gibt viele Mythen über Haarausfall und Kahlheit. Es ist nicht wissenschaftliche bewiesen, dass langes Haar und Haarausfall oder sogar die Glatze zusammenhängen. Tatsächlich hängen die Ursachen für eine Glatze eher mit tiefgründigen Faktoren zusammen, einschließlich unserer genetischen Vererbung.
Der Haarausfall wird nicht entlang seines Schafts ausgelöst, sondern in seiner Wurzel. Insbesondere in der Haarwurzel, die sich unter der Haut befindet. Haarausfall kann durch tiefgründige Faktoren wie Stress, hormonelle Veränderungen in unserem Körper, Krankheiten, schlechte Ernährung und insbesondere durch genetische Faktoren beeinflusst werden. Aber in keiner Weise wird die Haarwurzel schwächer, nur weil das Haar lang ist!
Wenn wir uns die Haare schneiden lassen, dann wird der Teil abgeschnitten, der am stärksten externen Wirkstoffen und Aggressionen ausgesetzt war. Der Teil der besser geschützt war und auch neuer ist verbleibt. Daher sehen unsere geschnittenen Haare logischerweise gesünder aus… aber dies hat nichts mit der Stärke oder Gesundheit der Haarwurzel oder der Haarzwiebel zu tun!
Es gibt schon Gründe, die bei Menschen mit langen Haaren Haarausfall auslösen können, aber das hat dann andere Ursachen. Zum Beispiel wiegt langes Haar mehr und neigt dazu, sich leichter zu verheddern, so dass es beim Kämmen relativ leicht herauszuziehen ist… Aber das bedeutet nicht, dass wir ein Alopezieproblem haben.
Ein weiterer Faktor, der bei der Erklärung des Haarausfalls bei Männern oder Frauen mit langem Haar sehr wichtig sein kann, ist die Frisur. Menschen mit langen Haaren verwenden manchmal „aggressive“ Frisuren, um ihre Haare zu bändigen, wie z.B. Zöpfe, Dutts oder Dreadlocks. Dies führt zu starken Verspannungen im Haar, die bei längerer Verwendung zu Schäden an den Haarwurzeln führen können. Langfristig verursachen diese Frisuren Schäden in den Follikeln und sogar die sogenannte Traktionsalopezie und nicht das lange Haar selbst.
Es gibt verschiedene Arten von Haarausfall, die unterschiedliche Ursachen haben können:
Neben den häufiger anzutreffenden Arten von Haarausfall gibt es eine Reihe seltener Arten von Haarausfall. Etliche davon sind Mischformen aus den o. g.
Diese Form von starkem Haarausfall ist die häufigste Art von Haarausfall bei Männern, die aber auch bei Frauen, wenn auch deutlich seltener, vorkommt. Diese Form von Haarausfall lässt sich, wenn auch nicht immer, behandeln. Die Ursache für den androgenetischen Haarausfall ist eine erblich bedingte Überempfindlichkeit an den Haarwurzeln gegenüber dem körpereigenen Hormon Dihydrotestosteron (DHT). DHT beeinträchtigt die Funktion der für die Nährstoffversorgung zuständigen Rezeptoren an den Haarwurzeln. Als Reaktion wird die Nährstoffversorgung der Haarwurzel eingeschränkt, sodass sich die Wachstumsphasen der einzelnen Haarwurzeln verkürzen und die Haare früher ausfallen.
Um das zu verstehen, muss man wissen, dass die Menge an Haarwurzeln begrenzt ist und jede einzelne Haarwurzel nur eine bestimmte Anzahl von Wachstumsphasen durchläuft (12 bis 14), während der Haare gebildet werden und während der sie wachsen können. Wenn die letzte dieser Phasen erreicht und abgeschlossen ist, stellt die Haarwurzel ihre Produktion für immer ein. Beim androgenetischen Haarausfall kommt es, ausgelöst durch das Hormon DHT, zum gleichen Effekt. Durch die Verringerung der Nährstoffversorgung wird die Wachstumsphase verkürzt und das Haar fällt aus.
Erblich bedingter Haarausfall ist eingeschränkt medikamentös behandelbar. Dazu setzen die Hormonpräparate Finasterid oder Minoxidil an den Rezeptoren der Haarwurzel an, um sie vor den hormonellen Einflüssen des DHT zu schützen und so die Wachstumsphasen zu verlängern.
Der Verlauf des erblich bedingten Haarausfalls bei Männern wird anhand der Norwood-Hamilton-Skala eingeordnet (Bild weiter oben). Es dient der Verlaufsklassifikation und Dokumentation des Haarausfalls. Erst später lichtet sich das Haar am oberen Hinterkopf, wie in den Stadien IV bis VI zu sehen (Abbildungen oberste Reihe und mittlere Köpfe der mittleren Reihe).
Auch bei Frauen ist die Überempfindlichkeit gegenüber dem männlichen Sexualhormon Dihydrotestosteron (DHT), das auch vom weiblichen Körper in geringen Mengen produziert wird, der Auslöser des androgenetischen Haarausfalls. Dieser tritt jedoch nicht ein, solang das von Frauen gleichzeitig produzierte weibliche Sexualhormon Östrogen ausreicht, um eine Überempfindlichkeit zu neutralisieren. Erst wenn sich die Produktion von Östrogen deutlich verringert, beispielsweise in der Menopause, bei einer Schwangerschaft oder durch Einnahme bzw.
Weil sich der androgenetische Haarausfall bei Frauen anders als bei Männern entwickelt, verwenden die Mediziner die hierfür besser geeignete Ludwig-Skala (Ludwig-Schema). In der ersten Stufe (Nr. 1 in der Grafik) nach der Ludwig-Skala verringert sich das Volumen der Haare bei Frauen vom Scheitel aus. In der zweiten Stufe (Nr. 2 in der Grafik) ist bereits eine Verbreiterung des Scheitels erkennbar, die sich zunehmend schwerer durch eine Frisur kaschieren lässt.
Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) ist eine eher seltenere Form des Haarverlusts, bei dem auf dem Kopf (seltener auch im Bartbereich oder anderen Stellen des Körpers) kleinere, anfangs nur münzgroße runde kahle Stellen entstehen. Die Haut zeichnet sich durch eine ungewöhnliche Elfenbeinfarbe aus. Im Randbereich dieser kahlen Stellen findet man häufig sogenannte Kolbenhaare, die wegen ihres Aussehens auch „Ausrufezeichen-Haare“ genannt werden.
Da die unregelmäßig auftretenden kahlen Stellen des kreisrunden Haarausfalls deutlich sichtbar sind, belastet er die Psyche und das Wohlbefinden der Betroffenen stark. Viele Patienten schildern uns, dass sie subjektiv mit jedem Haar an Attraktivität und damit an Selbstvertrauen einbüßen. Viele Patienten ziehen sich aus ihrem sozialen Umfeld zurück und erleben psychisches Leiden bis hin zu einer Depression, bevor sie sich in eine professionelle Behandlung trauen. Oft handelt es sich dabei um jüngere Menschen, denn der kreisrunde Haarausfall, der in der Regel schon vor dem 40.
Formen des kreisrunden Haarausfalls:
Der kreisrunde Haarausfall tritt selten allein, sondern meistens zusammen mit anderen Grunderkrankungen auf. Zudem erkrankt jeder 10. Dadurch kommt das Haarwachstum zum Stillstand und die Haare fallen aus, ohne allerdings zu vernarben. Das bedeutet, dass die Haarfollikel prinzipiell erhalten bleiben, weshalb für viele Betroffene eine gute Prognose besteht.
In ca. 80 % der Fälle kommt das Haar nach ca. Trotzdem ist es notwendig, sich in die Hände von Haarexperten zu begeben, die die Betroffenen über die am besten geeigneten Produkte oder Therapien beraten, um die Erkrankung zu behandeln und die Heilung zu fördern.
Im Ergebnis schimmert immer mehr Kopfhaut zwischen den weniger gewordenen Haaren hindurch. Etliche Faktoren könnten für diffusen Haarausfall verantwortlich gemacht werden. Einige dieser Auslöser kann man selbst kontrollieren und feststellen, ob das Haarwachstum wieder einsetzt, wenn man die Ursache, etwa Stress, reduziert oder eine Mangelernährung behoben hat. Für andere ist der Gang zum Arzt empfehlenswert, der z. B. Arzneimittel, z. B.
Insgesamt ist diffuser Haarausfall gut, wenn auch nicht in allen Fällen behandelbar.
Die vernarbende Alopezie ist selten und für Laien relativ schwer eindeutig zu erkennen. Es handelt sich hierbei um einen meistens langsam voranschreitenden Haarausfall, der zu asymmetrischen kahlen Stellen am Kopf führt. Neben dem Haarausfall kommt es zu Entzündungen und einer verstärkten Narbenbildung an den betroffenen Hautstellen.
Trotz dieser Begleitsymptome ist es selbst für Ärzte nicht einfach, einen vernarbenden Haarausfall zu diagnostizieren. Weil an den bereits vernarbten Stellen keine Haare mehr wachsen können, sollte man bei Verdacht auf eine vernarbende Alopezie einen Arzt zur Abklärung und Behandlung hinzuziehen.
Bei der sekundär vernarbenden Alopezie ist der Haarfollikel nicht das eigentliche Ziel des entzündlichen Prozesses. Die vernarbende Alopezie tritt meist ohne erkennbaren Grund und gleichermaßen bei Männern und Frauen auf. Hierbei sollte man sich möglichst schnell medizinisch versorgen lassen, denn diese Form der Alopezie zerstört die Haarfollikel unwiederbringlich.
Es gibt verschiedene Ursachen, die den vernarbenden Haarausfall zur Folge haben können. Je früher die Erkrankung und ihre Ursache festgestellt werden, umso höher sind die Chancen, sie durch eine passende Behandlung in den Griff zu bekommen. Oft kann die vernarbende Alopezie mit entzündungshemmenden Mitteln, Kortikosteroiden oder Antibiotika bekämpft werden. So kann verhindert werden, dass die betroffenen schädlichen Zellen weitere Haarfollikel zerstören.
Nach der Behandlung der Ursache und dem Stoppen des Haarausfalls kann eine medizinische Haartransplantation sinnvoll sein, um entsprechende kahle Stellen wieder zu decken.
Obwohl wir oft nicht darauf achten, erfordert unser Haar mehr Pflege als wir ahnen. Dies ist besonders wichtig, wenn wir langes Haar haben. Hier helfen vor allem gesunde Lebensangewohnheiten wie z.B. regelmäßige Bewegung, Vermeidung von Tabak, Alkohol und Stress sowie ausreichend Schlaf und vieles mehr.
Eine ausgewogene Ernährung, kein Missbrauch von Farbstoffen oder Haarsprays und insbesondere eine angemessene Haarhygiene (alle 2 oder 3 Tage waschen und eine Haarspülung) sind die besten Schlüssel, um unser Haar gesund zu erhalten.
Es gibt wenige wirksame Mittel, die Männer bei Haarausfall anwenden können. Die evidenzbasierte (S3)-Leitlinie zur Behandlung der androgenetischen Alopezie bei Männern empfiehlt die Wirkstoffe Minoxidil und Finasterid. Minoxidil ist eigentlich ein Wirkstoff gegen Bluthochdruck. In fünfprozentiger Lösung oder als Schaum kann er, zweimal täglich auf die Kopfhaut aufgetragen, Haare leicht nachwachsen lassen und den Verlauf des Haarausfalls abmildern.
Eine andere Option für Männer ist Finasterid, einmal täglich als Tablette eingenommen. Dieser Wirkstoff kann den Haarausfall über längere Zeit stabilisieren. Doch bei beiden Substanzen gibt es keine Wirkgarantie. Außerdem können Männer bei akuten Schüben vom anlagebedingten Haarausfall trotz der Anwendung Haare verlieren. Nebenwirkungen wie Kopfhautreizungen oder Verlust des sexuellen Antriebs sind je nach Wirkstoff ebenfalls möglich.
Wer keine Präparate einnehmen möchte, kann sich für Haarersatzteile oder Halbperücken entscheiden - diese können in einem Haarstudio individuell auf den Kopf angepasst werden.
Nicht jeder kann sich gut mit dem Haarverlust und der anschließenden Leere auf dem Kopf abfinden. Eine Haartransplantation kann dann eine Lösung sein. Da sie eine kosmetische Behandlung darstellt, müssen Männer die Transplantation genau wie die Haarwuchsmittel aus eigener Tasche bezahlen.
Dabei haben sie die Wahl zwischen der günstigeren Streifentechnik oder der aufwendigeren Einzelhaartechnik. Bei beiden Transplantationsarten entnehmen Mediziner oder Medizinerinnen Haare vom Hinterkopf - die hier wachsenden Haare reagieren nicht empfindlich auf Hormone. Eingepflanzt auf dem Oberkopf wächst die Haarwurzel an.
Dem anlagebedingten Haarausfall können Männer weder mithilfe von speziellen Nahrungsergänzungsmitteln noch Shampoos oder Tinkturen auf Kräuterbasis vorbeugen - schließlich bestimmt die Genetik darüber, wann das Haar ausfällt. Eine gesunde Ernährung ist aber in jedem Fall empfehlenswert, um der Haarwurzel genügend Nährstoffe für ein gutes Wachstum zu liefern.
Erfahrungen zeigen, dass Crashdiäten oder sehr einseitige Ernährungsweisen tatsächlich einen diffusen Haarverlust provozieren können.
Es ist völlig normal, dass sich die Haarstruktur und die Haardichte im Alter verändern. Der anlagebedingte Haarverlust ist auch in jungen Jahren nicht selten und stellt keine Erkrankung dar. Männer müssen also nicht automatisch zum Arzt oder zur Ärztin, wenn der Haaransatz weiter nach hinten wandert oder sich lichte Stellen bilden.
Rötungen, Juckreiz, andere Veränderungen an der Kopfhaut oder fleckenartige Haaraussparungen lassen Betroffene aber am besten von einem Dermatologen oder einer Dermatologin abklären.
Zusammenfassend: Fällt mein Haar mehr aus wenn es lang ist? Die Antwort lautet nein, aber vergessen Sie nicht, immer auf Ihre Haare zu achten. und wenn Sie einen übermäßigen Haarausfall bemerken, sollten Sie sich von einem Experten beraten lassen. Bei Clinicana verfügen wir über hochmoderne Einrichtungen und erfahrene Fachleute, die mit hervorragenden Ergebnissen die beste Lösung für Ihre Haarprobleme finden.
Die wichtigsten Punkte in der Behandlung von Haarausfall bei Männern sind:
Welche Ursache Ihrem Haarverlust auch zugrunde liegt: Wenden Sie sich frühzeitig an einen Experten für Haarausfallbehandlung. In einem persönlichen Beratungsgespräch können wir Sie sich über die für Sie beste Therapieoption informieren.
Auch wenn Haarausfall keine schwerwiegende Erkrankung ist, kann sie Betroffene stark beeinträchtigen. Hält der Haarausfall an, ist es daher wichtig, frühzeitig einen Haarspezialisten zu kontaktieren.
Es gibt Ärzte, die sich speziell auf eine Haarausfalltherapie spezialisiert haben. Als haarerhaltend bezeichnet man regenerative Therapien wie die Eigenbluttherapie oder eine Laserbehandlung.
Wenn auch das nicht hilft, ist vielleicht die Haartransplantation eine Möglichkeit. Falls Sie unsicher sind, welche Optionen für Sie infrage kommen, kontaktieren Sie gerne unsere Spezialisten und lassen Sie sich in der Haarsprechstunde beraten.
Ob erblich bedingt oder andere Ursachen - wir finden die passende Behandlung für Ihren Haarverlust.
tags: #lange #haare #männer #haarausfall #ursachen
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.