Joker Frisuren für kurze Haare: Vielfalt und Inspiration

Die Welt der Kurzhaarfrisuren ist vielfältig und bietet unzählige Möglichkeiten, den eigenen Stil auszudrücken. Besonders im Fokus stehen dabei die verschiedenen Varianten des Bobs, der sich seit Jahrtausenden immer wieder neu erfindet. Doch auch abseits des klassischen Bobs gibt es zahlreiche Joker Frisuren für kurze Haare, die für Aufsehen sorgen.

Die Geschichte des Bobs

Die ganze Welt trägt Bob - aber nicht erst seit Instagram! Der wandelbare Kurzhaarschnitt feiert seit tausenden von Jahren regelmäßig ein Comeback und erfindet sich immer wieder neu. Warum? Auch wenn wir beim Stichwort Bob zuallererst an den strengen Bubikopf aus den Zwanziger Jahren denken, gibt es für den Schnitt doch nur eine Grundregel: Das Haar hat in etwa Kinnlänge.

Alles andere - von der Grundlinie bis zur Ponyführung - ist eine Frage der Interpretation. Und der Epoche. Bevor der Bob Haarschnitt in den Zwanziger Jahren für eine Revolution im weiblichen Selbstbild sorgte, war er schon jahrtausendelang beliebt - und zwar bei Männern und Frauen. Ägyptische Königinnen und Pharaonen zeigten mit der streng geschnittenen Haarpracht ihre Macht, im Mittelalter prangte der Bob als Blunt Cut auf Pagenköpfen und Rittershäuptern.

Später wurden die Haare der Herren kürzer, Frauen trugen sie immer länger. Genau deswegen war die Bob Frisur in den Zwanzigern zunächst ein Skandal: Amerikanische Schauspielerinnen schnitten sich die Haare ab und zeigten, dass althergebrachte Geschlechterrollen völlig überholt sind. Junge? Mädchen? Egal, Hauptsache selbstbewusst!

Auch später war der Bob immer wieder ein Symbol für Emanzipation: In den Fünfzigern und Sechzigern schnitt Vidal Sassoon seinen Kundinnen einen Bob, der ultra unkompliziert und trotzdem glamourös aussah. Schließlich hatten erfolgreiche Ladies besseres zu tun, als ständig die Haare zu richten! Coco Chanel zementierte mit ihrem weich gelockten Bob den Wandel von der armen Näherin zur größten Modeikone aller Zeiten.

Die Qual der Wahl: Welcher Bob passt zu mir?

Die unzähligen Varianten des Bob machen es Ihnen einfach, den perfekten Schnitt für Ihre Gesichtsform und Ihren Lifestyle zu finden. Klarer Fall: Alle Versionen mit weichen Grundlinien und lässiger Note sind alltagstauglicher und wandelbarer als die strenge Kombi à la Bubikopf. Die Grundlänge des Schnitts ist jedoch der wichtigere Kompass.

Herzförmige Gesichter mit recht prominentem Kinn profitieren von einem Bob, der wenige Zentimeter unter dem Kinn endet. Ein paar Stufen lenken den Blick stärker in Richtung Wangen und Augen. Runde Gesichter gucken beim strengen Bob meist in die Röhre, kommen aber dafür mit der längeren Version, die die Schultern berührt, groß raus. Ganz wichtig ist hier ein stumpfer Cut ohne Stufen, der die Gesichtsseiten optisch einrückt. Alles unterhalb des Kinns ist auch ideal für eckige Gesichter, die softere Akzente brauchen. Im Vergleich zu runden Gesichtern dürfen es hier auch ein paar Stufen sein.

Wie immer haben Frauen mit einem ovalen Gesicht den Joker gezogen und können den Bob tragen, wie es ihnen gefällt. Neid! Und was ist mit dem strengen Bubikopf von Stummfilmstar Louise Brooks? Diese Bob-Variante ist zwar très risqué, belohnt Sie aber auch mit einer unvergleichlich willensstarken Aura.

Bob-Fachbegriffe: Do you speak Bob?

Wer beim Friseur einen Bob bestellt, sollte sich klarer ausdrücken. Denn das Stylinglexikon für Frisuren steckt voller Bob-Fachbegriffe, die den Grundlook genauer bezeichnen und dem Friseur eine Idee geben, wohin die Reise gehen soll.

  • Sieht die Frisur aus wie mit dem Lineal gezeichnet, handelt es sich um einen grafischen Bob.
  • Absolut angesagt ist eine leicht verwuschelte Version mit sanften Wellen.
  • Der Shaggy Bob setzt auf Fransen und Rockstar-Attitüde, der Posh Bob ist ein klarer Gegenentwurf mit sleekem Finish und sehr strengen Grundlinien. Der Posh verdankt seinen Namen übrigens einem alten Signature-Style von Spice Girl Victoria Beckham.
  • Der viel zitierte Clavi Cut ist eine Variante des Long Bob, bei dem die Haare an den Schlüsselbeinen enden (engl: clavicles). Man könnte natürlich diskutieren, ob es sich dabei noch um einen Bob handelt. Oder man freut sich, dass es so viele Freiheiten gibt!
  • Der Gegenentwurf hierzu heißt Petit Bob: Länge maximal bis zum Kinn, am besten mit Mittelscheitel getragen. Ein toller Look für Elfen.
  • Ganz neu im Stylingvokabular ist der Choppy Bob. Dieser Look ist eine Weiterentwicklung des strengen Bubikopf-Originals. Die Haare haben eine stumpfe, recht kurze Grundlänge, werden aber ordentlich durchgestuft. Das wirkt sehr bewegt und abgehackt - eben choppy!

Der Trendstyle ist ultra unkomompliziert, weil Struktur und Bewegung hier schon eingebaut sind. Als Vidal Sassoon in den Sechzigern seine legendäre Bob-Interpretation vorstellte, staunte die Welt über eine Sache: Egal, wie sehr sich der Kopf bewegte, der Bob fiel immer wieder in seine Ursprungsform zurück. Diesen unkomplizierten Lässig-Touch haben auch viele moderne Bobs. So sparen Sie beim Stylen wertvolle Zeit und müssen auch während des Tages nicht viel machen. Eine kleine Menge Ihres liebsten Stylingprodukts sorgt für Halt und Struktur.

Anders als bei vielen anderen Frisuren wie dem Pixie oder French Cut lohnt sich hier allerdings der Griff zu Haartrockner und passender Bürste. Eine Rundbürste bringt Glanz und Glätte in grafische Schnitte, eine Paddlebrush bringt stumpfe Schnittlinien in Reih und Glied.

Inspiration für Halloween: Spooky Kurzhaarfrisuren

Bock auf Halloween, aber aufwendiges Make-up oder Gruselkostüm sind nicht so euer Ding? Wie wäre es dann mal mit einer spooky Halloween-Frisur? Für den Look reicht es leider nicht, sich mit einem Luftballon über die Haare zu reiben. Der Fokus liegt auf den Babyhaaren, die nicht wie gewohnt versteckt, sondern mit etwas Haarwachs und Gel aufgestellt werden. Damit die Frisur am Ende nicht aussieht wie ein schlechter Iro eines Punks, ist es wichtig, nicht zu viele Haare auf einmal hochzustylen. In jeder Strähne sollten nicht mehr als zehn bis fünfzehn Haare sein.

Für diese Volumenfrisur toupiert ihr das Haar mit einem Kamm gut durch, besprüht es mit viel Haarspray und kämmt es zum Schluss zu einem lockeren Half Bun nach hinten. Achtet dabei darauf, dass gerade die Haare am Oberkopf locker fluffig toupiert sind. Zieht jetzt seitlich noch ein paar Strähnen heraus. Voilà, der Look der französischen Königin steht.

Jipphie, Lockenwickler-Time! Schnappt euch Lockenwickler und dreht sie rechts, links, hinten und oben am Scheitel zusammen mit etwas Wet-Gel in die Haare. Das darf ruhig etwas schlampig sein, Hauptsache, es hält. Achtet darauf, dass ihr nicht alle Haare einrollt, sondern ein paar dünne Strähnen lose lasst. Dann sieht's schön messy aus. Diese losen Haare könnt ihr mit den Fingern locker eindrehen und mit Spray fixieren.

Keine Panik, für den Look müsst ihr nicht in die nächste Steckdose greifen oder den Föhn in die Wanne werfen. Alles, was ihr dafür braucht, sind ein Kamm, jede Menge Spray und etwas Geduld. Ihr toupiert eure Haare kopfüber und bearbeitet sie mit richtig viel Spray. Das macht ihr so lange, bis eure Haare zu Berge stehen und sich krizzelig wie Zuckerwatte anfühlen. Und ihr ahnt es schon, dieser Style ist nur was für Ladies mit extrem dünnen Haaren oder Long Bob-Trägerinnen. Bei zu viel Haar hält die Frisur nicht oder fällt nach kurzer Zeit in sich zusammen.

Ähnlich wie bei der Marie Antoinette-Frisur toupiert ihr eure Haare erstmal kräftig an und kämmt sie dann nach hinten zu einem lockeren Ponytail zusammen. An der Stirn zieht ihr einen Mini-Mittelscheitel, toupiert die vorderen Strähnen nochmal an und lasst sie locker aus dem Zopf hängen.

Schon klar, Heath Ledger als Joker trägt fettige, ungepflegte Strähnen. Jared Leto in "Suicides Squad" mag's aber lieber edel und das machen wir ihm zu Halloween nach. Kämmt eure Haare mit einem Kamm gut nach hinten und bindet sie zu einem tiefen Ponytail oder Dutt. Jetzt bestreicht ihr alle Zinken eures Kamms großzügig mit Haargel und fahrt damit die Haare von der Stirn bis zum Haargummi entlang. Das macht ihr so lange, bis eure Haare im Wet-Look ultra glänzen und perfekt halten.

Jetzt toupiert ihr sie mit einem Stilkamm an. Schnappt euch ein paar Strähnen und dreht sie miteinander ein. Wichtig bei diesem Look ist, dass eure Haare trocken und ein wenig staubig wirken. Arbeitet also mit einem matten Spray oder Haarpuder. Knetet zum Schluss nochmal alles gut durch und fixiert es mit Haarspray.

Dieser Style hat es echt in sich und ist nicht unbedingt etwas für Partys mit leckerem Buffet, weil eure Haare wie der typische Maulkorb von Hannibal Lecter über eurem Mund liegen. Ihr trennt dafür drei bis vier Strähnen vom Haupthaar ab. Jetzt greift ihr euch eine Strähne nach der anderen und dreht sie mit etwas Haarwachs gut ein. Damit sie noch etwas fester werden, sprüht ihr etwas Spray in die Strähnenmitte.

Der French Crop: Eine Trendfrisur für Männer

Der French Crop Haircut dürfte den meisten Grooming-Begeisterten kein Unbekannter sein (schließlich gehört seit den 1920er Jahren zum Repertoire der Kurzhaarfrisuren für Männer), aber in diesem Jahr läuft dieser Hairstyle wieder zur Höchstform auf. Sehr ähnlich zum Ceasars Cut (benannt nach dem römischen Kaiser Tiberius): Beide arbeiten mit einem kurzen Pony, wobei dieser beim French Crop durchaus etwas länger sein darf.

Wir können es nicht ändern: Beim French Crop hängt fast alles am Schnitt. Also Augen auf bei der Friseur-Wahl und am besten eine gute Vorlage für den Hairdresser mitbringen, damit dieser auch genau weiß, was Sie sich vorstellen. Zum Styling braucht es dann etwas Gel oder Wax mit dem Sie den Pony in Form zupfen können. Das Beste: Wenn die Frisur gut geschnitten ist, dann kann man das Deckhaar auch in unterschiedliche Richtungen legen und so verschiedene Styles kreieren.

3 Tipps für den French Crop:

  1. Weil Männer-Frisuren wieder aufwendiger werden, sehen wir selbst bei den Kurzhaarfrisuren wieder mehr Styling und keine einfach gleich langen, kurz geschorenen Haare, wie zum Beispiel den Buzz Cut. Der Pony ist hier eindeutig ein Thema.
  2. Das Beste an diesem Look: Er ist so vielseitig! Man kann die Haaren nach vorne tragen - wie bei einem typischen French Crop. Oder mit einem Seitenscheitel, dann ist der Style Business-tauglich. Wenn es mal schicker sein soll, dann können die Haare auch problemlos nach hinten gegelt werden.
  3. Bei dieser Frisur muss besonders auf die Gesichtsform geachtet werden. Sie darf nicht zu kantig sein, sonst wirkt der Schnitt zu hart. Bei komplett runden Gesichtern ist dieser Look ebenfalls nicht vorteilhaft.

Kurzhaarfrisuren selbst schneiden: So geht's!

Eine Kurzhaarfrisur ist keine Hexerei und kann mit einem guten Haarschneider einfach selbst erledigt werden. Während viele Frauen den regelmäßigen Friseurbesuch durchaus genießen, ist das unter Männern eher die Ausnahme. Hier ist der Haarschnitt mehr ein notwendiges Übel, als eine spaßige Freizeitaktivität. Dazu kommt bei einigen außerdem noch der finanzielle Aspekt, denn mit einer Kurzhaarfrisur dürfte man alle 2 bis 3 Wochen beim Friseur vorstellig werden und somit summieren sich die jährlichen Kosten leicht auf einen dreistelligen Betrag. Aber kann es die Lösung sein, einfach selbst Hand anzulegen?

Bei längeren Haaren oder unkonventionellen Frisuren wird das natürlich schwierig, denn sobald man eine Schere benutzt, braucht es tatsächlich eine ganze Menge Übung. Anders sieht die Sache bei Kurzhaarfrisuren von maximal 2-3 cm Länge aus. Hier kann problemlos ein elektrischer Haarschneider verwendet werden, was den Vorgang im Vergleich zur Schere ungemein vereinfacht. Trotzdem kann auch dabei natürlich so einiges schief gehen, gerade bei den ersten Versuchen. Wie bei jedem Handwerk, muss auch beim Haareschneiden die Qualität des Werkzeugs stimmen, da sonst kaum ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden kann. Mit einem billigen oder alten Gerät wird ein Haarschnitt selbst beim Profi lange dauern und nicht so richtig gleichmäßig gelingen. Das gilt umso mehr bei einem Amateur, der sich die Haare selbst schneidet. Ein guter Haarschneider ist also Voraussetzung und den richtigen finden Sie leicht in unserem Haarschneider Test.

Gerade zu Beginn erleichtert es die Sache ungemein, wenn man alle Bereiche auf eine einheitliche Länge kürzt. Das entspricht vielleicht nicht den jüngsten modischen Entwicklungen, aber immer noch besser ein sauberer 9-mm-Haarschnitt, als ein wildes Durcheinander auf dem Kopf. Natürlich kann man sich auch erstmal mit verschiedenen Einstellungen ausprobieren und bei Nichtgelingen dann immer noch den 9-mm-Joker ziehen.

Am besten schneidet man sich die Haare natürlich im Badezimmer, da hier in der Regel schon ein Spiegel hängt, gutes Licht vorherrscht und die Fließen das anschließenden Entfernen der Haare erleichtern. Gerade am Hinterkopf wird die Sache ohne einen zweiten Spiegel dann aber trotzdem zum Blindflug. Hier ist dann entweder etwas Erfahrung oder Glück nötig, damit die Sache trotzdem gut gelingt.

Möchte man zwei oder sogar noch mehr verschiedene Längen schneiden, sollte man auf jeden Fall mit den Seiten und dem Hinterkopf beginnen. Meist wird hier kürzer geschnitten als oben auf dem Kopf und solange die Haare dort noch lang sind, kann man relativ einfach erkennen wo man schon war, wo noch etwas weg muss und wo eine Linie eventuell begradigt werden müsste. Sind die Seiten und der Nacken dann erst einmal gut gelungen, ist das auch schon die halbe Miete.

Wenn man sich regelmäßig die Haare selbst schneidet, wird man schnell erkennen, dass es immer die gleichen Stellen sind, die Probleme machen. Rund um die Ohren und im Nacken wird man immer mal wieder noch zu lange Haare entdecken, wo man eigentlich dachte alle erwischt zu haben. Hier sollte man also mit größter Sorgfalt arbeiten und genau prüfen, ob auch wirklich alle Haare gekürzt wurden.

Alles ist fertig und sieht gut aus? Sehr gut! Trotzdem sollte man vor dem Putzen und Aufräumen am besten noch die Freundin oder einen Mitbewohner darum bitten einen Blick auf die Haare zu werfen.

Mit etwas Übung ist es problemlos möglich die eigene Kurzhaarfrisur selbst mit einem Haarschneider in Schuss zu halten. Man spart sich so den nervigen Gang zum Friseur und vor allem eine Menge Geld.

Egal, ob klassischer Bob, freche Halloween-Frisur oder selbst geschnittener Kurzhaarschnitt - die Welt der Joker Frisuren für kurze Haare ist vielfältig und bietet für jeden Geschmack und Anlass die passende Option. Lassen Sie sich inspirieren und finden Sie Ihren persönlichen Lieblingslook!

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