Sehr trockene Kopfhaut und Schuppen: Ursachen und Behandlung

Schuppen sind ein weit verbreitetes und oft lästiges Problem, das viele Menschen betrifft. Die kleinen weißen oder gelben Flöckchen, die auf den Schultern landen oder im Haar kleben bleiben, können nicht nur unansehnlich sein, sondern auch juckende und gereizte Kopfhaut verursachen.

Hier erklären wir Dir, wie es zu diesem häufigen Kopfhautproblem kommt und was Du dagegen tun kannst.

Was genau sind Schuppen?

Unsere Haut erneuert sich etwa alle vier Wochen, die dabei abgestorbenen Hautzellen - die wir Schuppen nennen - werden als kleine, weiße oder gelbliche Flöckchen oder Ablagerungen auf dem Haar und auf den Schultern sichtbar. Jeder Mensch verliert täglich Hautzellen, auch auf der Kopfhaut, aber bei manchen Menschen produziert die Kopfhaut eben zu viele Hautzellen, die dann zu Schuppen führen.

Es gibt zwei Arten von Schuppen:

  • Trockene Schuppen, die fein und weißlich sind
  • Fettige Schuppen, die größer und gelblich sind

Beide Arten von Schuppen können jucken und die Kopfhaut reizen, aber die Ursachen und Behandlungen unterscheiden sich je nach Art der Schuppen.

Was ist der Grund für Schuppen?

Trockene Schuppen entstehen vornehmlich durch eine trockene Kopfhaut, u.a. durch trockene Heizungsluft im Winter, ein heißes Klima im Sommer, stark entfettende bzw. austrocknende Shampoos oder durch zu häufiges Haarewaschen und heißes Föhnen.

Fettige Schuppen entstehen durch eine verstärkte Talgproduktion auf der Kopfhaut, können auch durch eine hormonelle Veränderung begünstigt werden und treten häufig in der Pubertät auf. Sie sind häufig größer als trockene Schuppen und fühlen sich ölig an.

Bei fettiger Kopfhaut sind die Schuppen außerdem klebriger, weshalb sie sich verstärkt in den Haaren verfangen und dort länger verweilen. Gegebenenfalls können so Hefepilze besser wachsen, was zu einer entzündeten Kopfhaut führen kann, die wiederum die Entstehung fettiger Schuppen begünstigt. Teilweise können fettige Schuppen auch durch ein seborrhoisches Ekzem oder mangelnde Körperhygiene entstehen.

Juckende Kopfhaut: Ursachen, Tipps und die beste Pflege

Symptome schuppender Kopfhaut

  • Starker Juckreiz
  • Trockene Kopfhaut, die sich straff und unangenehm anfühlen kann
  • Fettige Kopfhaut, die ölig und glänzend aussieht
  • Rötungen in Form von Flecken auf der Kopfhaut

Wie Du gesehen hast, sind die meisten Gründe für einen Schuppenbefall harmlos, jedoch können auch Hautkrankheiten ursächlich sein. Am häufigsten sind hier die Schuppenflechte (Psoriasis) oder die Neurodermitis (atopisches Ekzem) zu nennen, die auf der Kopfhaut vorkommen und sich durch Schuppenbildung äußern.

Sollten Deine Schuppen auf eine Neurodermitis oder Schuppenflechte zurückzuführen sein, empfehlen wir Dir zusätzlich zu den oben genannten Tipps für trockene Kopfhaut ein besonders mildes Shampoo oder Waschgel zu wählen, das speziell auf die Bedürfnisse von sensibler Kopfhaut abgestimmt ist.

Wenn Du also unter stärkeren Symptomen leidest, wie einer entzündlichen Kopfhaut, die nässt oder wund ist, lasse es am besten dermatologisch abklären. Gerne auch von unseren Hautfachärzt*innen per App. Innerhalb weniger Stunden erhältst Du eine Diagnose mit Therapieplan, damit Du die Ursache schnell behandeln kannst.

Weitere Ursachen für Schuppen können sein:

  1. Fettige Schuppen entstehen vor allem durch übermäßige Talgproduktion, oft in Verbindung mit einem Hefepilz namens Malassezia.
  2. Trockene, schuppige Kopfhaut entsteht insbesondere dann, wenn die Haut auf dem Kopf nicht genügend Feuchtigkeit produziert bzw. zu viel Feuchtigkeit verliert.
  3. Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die auch die Kopfhaut betreffen kann. Sie ist gekennzeichnet durch trockene, schuppige und juckende Haut, auch am Kopf.
  4. Psoriasis ist eine chronische Autoimmunerkrankung, die zu einer Überproduktion von Hautzellen führt. Auch hier können sich die Symptome an der Kopfhaut in Form von Schuppen zeigen.

Wenn während der Schwangerschaft Schuppen auftreten, ist dies in der Regel auf hormonelle Veränderungen zurückzuführen, die der Körper in dieser Zeit durchläuft.

Schuppen können durch verschiedene Faktoren verursacht werden.

Wie bekomme ich Schuppen auf dem Kopf weg und wie kann ich vorbeugen?

Zur Behandlung und Vorbeugung von Schuppen gibt es einige einfache Selbsthilfemaßnahmen, die Du ergreifen kannst:

  • Massieren Deine Kopfhaut jeden Tag einige Minuten lang, um die Durchblutung anzuregen und abgestorbene Hautzellen zu lösen
  • Vermeide eine übermäßige Verwendung von Haarpflegeprodukten auf der Kopfhaut und wechsle das Shampoo, wenn Du das Gefühl hast, dass Du es nicht verträgst.
  • Ein allergiefreies Produkt, also ein mildes Shampoo könnte dann besser für Dich geeignet sein, sofern die Kopfhaut schnell spannt und juckt
  • Es ist bekannt, dass Stress und negative Emotionen bei Hautkrankheiten wie Schuppen eine Rolle spielen, daher können Entspannungstechniken hilfreich sein

Zu den Nahrungsergänzungsmitteln, die gegen Schuppen helfen können, gehören Leinsamenöl und Zink.

Dabei ist zu beachten, dass trockene Schuppen und fettige Schuppen aufgrund entsprechender Symptome unterschiedlich behandelt werden sollten:

Behandlung von trockenen Schuppen

Trockene Schuppen können aufgrund von trockener Haut oder einer Kopfhauterkrankung wie durch die atopische Dermatitis auftreten. Eine mögliche Behandlung umfasst die Verwendung von speziellen Haarpflegeprodukten (milde Shampoos und Conditioner) mit Inhaltsstoffen wie Glycerin oder Panthenol, die die Kopfhaut mit Feuchtigkeit versorgen und Schuppenbildung reduzieren. Es ist auch wichtig, regelmäßig eine milde Kopfhautpflege durchzuführen und nicht zu oft heißes Wasser zu verwenden, um die Kopfhaut nicht weiter auszutrocknen.

Zur richtigen Pflege sollte bei trockener Kopfhaut darauf verzichtet werden, die Haare täglich und mit zu heißem Wasser zu waschen.

Ein Tipp, wozu ein Gang in die Küche reicht: Massiere - bei einer trockenen Kopfhaut - einmal wöchentlich einen Tropfen Olivenöl in Dein Haar und lasse es auf der Kopfhaut einziehen. Klingt absurd, aber ja! Ein natürliches Mandelöl beispielsweise ist ein echter Nährstoff-Booster und versorgt Haut und Haaransatz mit Feuchtigkeit. Auch Olivenöl oder Kokosöl haben eine ähnlich positive Wirkung. Auch eine Kopfhautmaske bewirkt als echtes Hausmittel gegen trockene Kopfhaut und Schuppen wahre Wunder.

Behandlung von fettigen Schuppen

Fettige Schuppen können durch die erhöhte Talgproduktion der Kopfhaut verursacht werden, die zu einer Ansammlung von öligen Schuppen führt. Eine mögliche Behandlung umfasst die Verwendung von Shampoos, die gegen Schuppen und fettige Kopfhaut wirken und Zutaten wie Salicylsäure, Schwefel oder Zinkpyrithion enthalten, um überschüssiges Öl und Schuppen zu entfernen. Es ist dazu auch wichtig, die Haare regelmäßig zu waschen. Shampoos, die sich auch gegen den Hefepilz richten, können zusätzlich helfen. Auch eine ausgewogene Ernährung spielt bei der Schuppenbildung eine Rolle, sowie das Aufrechterhalten einer guten Hygienepraxis.

Ein von uns erprobter Tipp: Fettiges Haar profitiert oft von einer Spülung mit frischem Zitronensaft oder in Wasser verdünntem Apfelessig! Dazu reichen 2 Esslöffel Apfelessig in einem Liter Wasser.

Shampoos gegen Schuppen können rezeptpflichtig oder freiverkäuflich sein. Hautschuppen sind im Allgemeinen das Ergebnis eines natürlichen, körpereigenen Prozesses, bei dem sich die Haut kontinuierlich erneuert und alte Hautzellen abgestoßen werden. Störend werden Schuppen für Betroffene also eigentlich nur dann, wenn übermäßig viele Schuppen produziert werden und sich große, sichtbare Flocken bilden. Kurz gesagt: Schuppen sind eine Ansammlung abgestorbener Hautzellen.

Schuppenart Ursachen Behandlung
Trockene Schuppen Trockene Kopfhaut, Heizungsluft, aggressive Shampoos Feuchtigkeitsspendende Shampoos, Kopfhautmasken, Öle
Fettige Schuppen Übermäßige Talgproduktion, Hefepilze Anti-Schuppen Shampoos, regelmäßiges Waschen, Zitronensaftspülung

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