Homöopathie zur Anregung des Haarwachstums

Haarausfall (Alopezie) ist weit verbreitet und für die Betroffenen oft sehr belastend. Gesunde Haare sind ein Zeichen für innere Ausgeglichenheit und Wohlbefinden, daher sollte Haarausfall nachhaltig behandelt werden.

Viele Menschen versuchen, mithilfe der Schüßler-Salze Haarausfall oder andere Haarprobleme (wie brüchige Haare, Haarspliss oder Schuppen) zu bekämpfen.

Ursachen von Haarausfall

Die Ursachen von Haarverlust und Haarausfall sind vielfältig. Von einem gesunden Haarverlust spricht man, wenn man täglich zwischen 60 und 100 Haaren verliert. Verliert man über einen längeren Zeitraum regelmäßig mehr Haare könnte dies auf einen krankheitsbedingten Haarausfall hin deuten, ausgelöst durch Schwangerschaft, in den Wechseljahren oder durch Mangelzuständen.

Typische Ursachen für Haarausfall sind:

  • Genetik
  • Stress
  • Schwangerschaft / Geburt
  • Absetzen der Pille
  • Wechseljahre
  • Andauernde Müdigkeit
  • Autoimmunerkrankungen
  • Medikamente
  • Mangelernährung
  • Krankheit
  • Schilddrüsenfehlfunktion
  • Jahreszeitenwechsel
  • Physischer Stress, z. B.

Eine wichtige Rolle spielen zudem Stress, Ernährung, Bewegung und der Säure-Basen-Haushalt.

Die verschiedenen Arten von Alopezie

Es gibt verschiedene Arten von Alopezie, darunter:

  • Anlagebedingter Haarausfall (Alopecia androgenetica): Die mit Abstand am häufigsten anzutreffende Ursache für den Haarverlust (etwa 95% der Fälle). Er ist genetisch vorbestimmt und geht mit einer erhöhten Empfindlichkeit der Haarwurzel gegenüber Dihydrotestosteron einher.
  • Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata): Tritt in der Regel plötzlich und meist im Zusammenhang mit einem entzündlichen Prozess auf. Die konkrete Ursache ist aber nicht bekannt.
  • Diffuser Haarausfall: Er kann z.B. durch Schadstoffe, Diäten, Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), Medikamente, Stoffwechselstörungen oder Mangelerscheinungen hervor gerufen werden.

Homöopathische Behandlung von Haarausfall

Oft kann die Gabe von Globuli das Haar wieder aufbauen und Haarausfall vorbeugen oder aufhalten. Bei Haarausfall werden in der Homöopathie häufig Mittel wie Silicea oder Thuja eingesetzt. Welches Homöopathikum passt, hängt von den individuellen Ursachen ab.

Ist es möglich, das Haarwachstum durch Homöopathie zu fördern? Homöopathie soll dabei helfen, die Ursachen von Haarausfall zu behandeln und das Haarwachstum anzuregen. Eine vollständige Wiederherstellung der Haare ist jedoch unwahrscheinlich und hängt von der jeweiligen Person und den Haarwurzeln ab.

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben.

Auswahl homöopathischer Mittel

Hier sind einige homöopathische Mittel, die bei verschiedenen Arten von Haarausfall in Betracht gezogen werden können:

  • Lycopodium: Kommt es als Folge einer Allgemeinerkrankung zum kreisrunden oder diffusen Haarausfall, ist Lycopodium die homöopathische Arznei, die Abhilfe verschaffen kann.
  • Arsenicum album: Empfiehlt sich, wenn die Kopfhaut nach einer Erkrankung juckt und schuppt und es zum kreisrunden Haarausfall kommt.
  • Acidum phosphoricum: Diffuser Haarausfall, Ausfall der Barthaare, frühzeitiges Ergrauen.
  • Staphisagria: Kompletter Haarverlust, Wimpern und Augenbrauen fallen aus, auch Kopfschuppen sind möglich.
  • Natrium chloratum: Wenn sich bei der Frau nach einer Geburt Geheimratsecken andeuten und die Kopf- oder Schamhaare ausfallen.

Für hormonell bedingten Haarausfall bieten sich unterschiedliche Mittel je nach Typ an:

  • Lachesis: Geeignet bei Haarausfall in der Schwangerschaft; vom Gemüt her eher aufbrausende Frauen; Kopfschmerzen, die bei Wärme schlimmer werden; kann keine enganliegende Kleidung am Bauch und Hals aushalten; Beschwerden eher linksseitig.
  • Phosphorus: Für Frauen mit starkem Haarausfall, die eher hitzige Typen sind; starker Durst auf kalte Getränke; Neigung zu Kopfschmerzen; häufig Bronchitis und/oder Erkältungen.
  • Sepia: Offensichtlich hormonell bedingter Haarausfall beispielsweise nach dem Absetzen der Antibabypille; häufig leicht frierende Frauen mit eher trockener Haut; oft PMS.
  • Silicea: Starker Haarausfall, der früh in Richtung Glatze geht; Neigung zu Erkältungen und Entzündungen der Haut; schlechte Heilung bei Wunden; häufig leicht frierende Frauen mit gleichzeitiger Neigung zu starkem Schwitzen.
  • Sulfur: Haarausfall begleitet von Schuppen und Ausschlag am Kopf; vom Gemüt her eher aufbrausende Frauen, die schnell schwitzen; empfinden Schmerzen als brennend, sehr geruchsempfindlich.

Bei der Anwendung von Globuli ist insbesondere darauf zu achten, eine halbe Stunde vor und nach der Einnahme auf Tee, Kaffee und Zähneputzen zu verzichten. Auch zum Essen sollte mindestens ein 30-minütiger Abstand eingehalten werden, damit das Arzneimittel seine Wirkung optimal entfalten kann.

Homöopathische Komplexmittel

Ja, bei Haarausfall werden manchmal homöopathische Komplexmittel empfohlen, die mehrere Mittel kombinieren. Diese Mittel sollten jedoch nur nach individueller Beratung verwendet werden.

Schüßler-Salze bei Haarausfall

Sie wollen mithilfe von Schüßler-Salzen Haarausfall stoppen? Dafür sollen laut dem Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler verschiedene Salze in Betracht kommen. Generell sollen vor allem Natrium phosphoricum und Silicea (Nr. 9 und 11 der Schüßler-Salze) die Haare stärken. Ebenfalls kräftigend auf die Haare sollen sich Nr. 2 Calcium phosphoricum, Nr. 5 Kalium phosphoricum, Nr. 8 Natrium chloratum und Nr. 21 Zincum chloratum auswirken.

Die folgende Schüßler-Salze sollen einen Haarausfall bremsen können, teilweise können sie auch äußerlich angewandt werden:

  • Nr. 1 Calcium fluoratum
  • Nr. 3 Ferrum phosphoricum
  • Nr. 5 Kalium phosphoricum
  • Nr. 8 Natrium chloratum
  • Nr. 9 Natrium phosphoricum
  • Nr. 11 Silicea
  • Nr. 21 Zincum chloratum

Schüßler-Salze bei diffusem Haarausfall: Beim diffusen Haarausfall fallen die Haare gleichmäßig auf dem ganzen Kopf aus. Laut dem Schüßler-Salze-Konzept kann besonders Silicea, die Nr. 11 der Schüßler-Salze, Haarausfall diesen Typs bessern. Sinnvoll kann es sein, bei diffusem Haarausfall Schüßler-Salze Nr. 21 (Zincum chloratum), Nr. 5 (Natrium phosphoricum) und Nr. 3 (Ferrum phosphoricum) mit Silicea zu kombinieren.

Schüßler-Salze bei kreisrundem Haarausfall: Die Ursache von kreisrundem Haarausfall bleibt meist ungeklärt. Für Schüßler-Salz-Experten soll zum Beispiel Kalium phosphoricum, die Nr. 5 der Schüßler-Salze, Haarausfall dieser Form stoppen können. Daneben sollen noch weitere Schüßler-Salze Haarausfall des kreisrunden Typs stoppen können: Nr. 11 Silicea, Nr. 21 Zincum chloratum plus bei längerer Anwendung Nr. 9 Natrium phosphoricum.

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Rizinusöl zur Förderung des Haarwachstums

Die Anwendung von Rizinusöl auf der Kopfhaut kann zur Förderung des Haarwachstums beitragen. Das Haar wird dichter und gesünder. Die feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften des Öls machen das Haar geschmeidig und können Spliss vorbeugen.

In den sozialen Medien wird das Öl sehr oft als Haarwuchsmittel bezeichnet. Sie können dazu einfach ein wenig Öl in ein Schüsselchen gießen, die Fingerspitzen eintauchen und damit das Öl in die Kopfhaut einmassieren, dann 2 Stunden einwirken lassen und das Haar ganz normal waschen.

Eigenschaft Wirkung
Entzündungshemmend Lindert Entzündungen
Feuchtigkeitsspendend Macht das Haar geschmeidig und beugt Spliss vor
Durchblutungsfördernd Kann Haarwachstum fördern

Basilikum zur Förderung des Haarwachstums

Basilikum-haltige Mittel gegen Haarausfall sind als Shampoo, Spülung, Haarkur, Haarmaske, Extrakt oder Öl erhältlich. Basilikum enthält Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen. Auch die Vitamine A, C, D und E sind in größeren Mengen vorhanden.

Ein besonderer Wirkstoff im Basilikum ist das Beta-Sitosterol. Er ist dem weiblichen Hormon Östrogen ähnlich und ein natürlicher Gegenspieler von Dihydrotestosteron (DHT), was eine wichtige Rolle bei erblich bedingtem Haarausfall spielt.

Die Inhaltsstoffe von Basilikum können in vielfältiger Weise ein gesundes und kräftiges Haarwachstum begünstigen. Prinzipiell kann Basilikum einfach über die Nahrung aufgenommen werden. Um eine relevante Wirkung von Basilikum auf den Haarverlust zu erreichen, müsste man jedoch sehr große Mengen davon zu sich nehmen.

Empfehlenswert und auch längerfristig anwendbar sind deshalb basilikum-haltige Produkte zur lokalen Anwendung auf der Kopfhaut. Basilikum-haltige Öle können in die Kopfhaut einmassiert werden.

Selbstgemachte Basilikum-Produkte

Es gibt verschiedene Rezepturen, um sich selbst Basilikum-Öl oder ein Extrakt für die Haare zu mixen. Für die Herstellung von Basilikum-Öl benötigt man zwei Bund Basilikum und 200 Milliliter Olivenöl. Nach dem Waschen und Abtrocknen der Basilikumblätter werden sie mit dem Messer oder dem Mixer zerkleinert. Anschließend wird das Olivenöl hinzugegeben und das Ganze in einer sauberen Flasche abgefüllt und luftdicht verschlossen.

Für die Herstellung eines Basilikum-Extrakts werden entweder 100 Gramm frische oder 50 Gramm getrocknete Basilikumblätter benötigt. Dazu gibt man 200 Milliliter hochkonzentrierten Alkohol. Am Ende können die restlichen Basilikumblätter mit einem Kaffeefilter herausgefiltert werden.

Selbst gemachte Haarprodukte mit Basilikum sind eine gute Möglichkeit, seinen Haaren etwas Gutes zu tun mit einem reinen Naturprodukt ohne chemische Zusätze und dabei Geld zu sparen. Die selbst gemachten Kuren, Extrakte und Shampoos sind wunderbar für die Haarpflege geeignet.

Falls das Gefühl besteht, dass mehr Haare verloren gehen als normal ist, sollte dies unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Haarausfall kann ernsthafte medizinische Ursachen haben, wie Eisenmangel, hormonelle Störungen oder Schilddrüsenprobleme.

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