Möglichkeiten dazu, etwas Farbe ins Leben zu bringen, gibt es viele. Eine ist es, sich die Haare zu färben. Wer hier selbst Hand anlegt, möchte die frische Farbe oder die Grauhaarabdeckung möglichst lange erhalten. Warentest verrät, mit welchen Produkten das gelingt.
Wer eine Veränderung in seinem Erscheinungsbild anstrebt oder einfach auch nur die Spuren der Alterung auf seinem Haupt vertuschen möchte, färbt sich die Haare. Gerne auch selbst, denn ein Besuch zum Haare färben beim Friseur kann ganz schön ins Geld gehen. Zudem geht's im eigenen Badezimmer schneller - mit Färbemitteln aus der Drogerie zum Beispiel. Selbstverständlich soll die Haarfarbe auch lange halten.
Die Stiftung Warentest hat neun Permanenthaarfarben in Brauntönen getestet, unter anderem darauf, ob sie gleichmäßig färben, wie sie Grau abdecken und wie lange sie sich im Haar halten. Ergebnis? Die besten Haarfarben im Test sorgen für mehr Frische und weniger Grau. Vier Produkte schneiden "gut" ab.
Getestet wurde an insgesamt 180 Personen, außerdem an Naturhaarsträhnen im Labor, die zum Teil vorher gebleicht wurden. Friseurinnen prüften die Genauigkeit und Gleichmäßigkeit der Farbe direkt nach dem Färben sowie den Zustand nach 28 Haarwäschen. An den Strähnen wurden Wasch- und Lichtbeständigkeit ermittelt. Zudem prüften die Experten den Zustand der Haare nach der Anwendung, also Kämmbarkeit, Griff und Glanz. Wie gut sich das Produkt auftragen lässt, floss ebenfalls in die Bewertung ein.
Am längsten erhalten blieb die Farbe bei diesen zwei Produkten:
Fünf Farben sind immerhin "befriedigend". Die "Oleo Intense Permanente Öl-Coloration" von Syoss strapazierte das Haar laut Warentest allerdings am meisten, und bei der "Isana Professional Color 2 Care Dauerhafte Haarfarbe" von Rossmann ließ die Abdeckung grauer Haare zu wünschen übrig.
Eine schöne neue Haarfarbe gefällig? Neun Permanenthaarfarben haben wir getestet, unter anderem darauf, ob sie gleichmäßig färben, wie sie Grau abdecken und wie lange sie sich im Haar halten. Testergebnisse.
Mehrere geprüfte Produkte schneiden gut ab. Das Färbeergebnis war überwiegend positiv und die Farben hielten lange.
Tipp: Haarefärben klappt am besten mit etwas Vorbereitung. Die Tester empfehlen deshalb, besonders mild reinigendes Kindershampoo zu verwenden.
Bei geschädigtem Haar können auch Repair-Shampoos eine Wohltat sein. Auch mit einer guten Haarfarbe ist das Färben kein Wellness für die Haare. Die geprüften Permanent- oder Oxidationshaarfarben sorgen für eine Reihe chemischer Reaktionen, die das Haar strapazieren. Anschließend ist Pflege notwendig.
In Oxidationshaarfarben unverzichtbar sind aromatische Amine - Stoffe, die schwere allergische Reaktionen verursachen können. Die Farben im Test enthalten bis zu fünf verschiedene aromatische Amine, die auch in Haarfarben zugelassen sind.
Tipp: Verzichten Sie auf die von vielen Anbietern empfohlenen Allergietests auf der Haut 48 Stunden vor Auftragen der Haarfarbe. Anders als Oxidationshaarfarben setzen Naturhaarfarben auf die Farbkraft von Pflanzen, etwa mithilfe von Stoffen aus Walnussschalen, Extrakten aus der Henna- oder Indigopflanze.
Für wen Pflanzenfarben infrage kommen und was bei der Anwendung zu beachten ist, erläutern wir im Naturhaarfarben-Test.
Fast alle Farben im Test deckten graue Haare zuverlässig ab - bis auf eine.
Die Auswahl an Haarfarben in der Drogerie ist schier unendlich. Wir haben uns deshalb für euch durchs Netz geklickt und uns die Bewertungen der einzelnen Haarfarben aus der Drogerie genauer angeschaut. Dabei haben die folgenden drei Produkte am besten abgeschnitten:
Zu den beliebtesten Haarfarben aus der Drogerie gehören ganz klar die Produkte von Syoss. Anwenderinnen heben besonders die gute Grauabdeckung der günstigen Drogerie-Haarfarbe hervor. Noch ein Vorteil der Haarfarbe von Syoss: Bei Brauntönen zeige sich nach dem Färben kein Rotstich, so die Anwenderinnen, die die Haarfarbe bei dm gekauft haben. Nachteil der günstigen Haarfarbe aus der Drogerie: Sie enthält Wasserstoffperoxid.
Ebenfalls unter den Bestsellern in Sachen Haarfarben aus der Drogerie sind die Nuancen von Garnier Olia. Die dauerhafte Coloration verspricht ein intensives Farbergebnis und eine 100 Prozent Grauabdeckung. Anwenderinnen betonen vor allem die einfache Anwendung. Die Haarfarbe von Olia würde sich einfach auftragen lassen, ohne zu tropfen. Das Farbergebnis wird als satt, intensiv und langanhaltend bezeichnet. Nachteil: Einige Anwenderinnen bemängeln, dass sich nach dem Färben ein Rotstich in den Haaren zeigen würde.
Zu den beliebtesten Haarfarben aus der Drogerie gehören auch die Nuancen aus der Serie Brillance von Schwarzkopf. Die permanente Coloration verspricht Leuchtkraft und Farbechtheit für bis zu neun Wochen und soll graue Haare abdecken. Anwenderinnen heben hervor, dass die Haare nach dem Färben schön glänzen und die Farbe satt ist. Nachteil: Die Haarfarbe aus der Drogerie soll beim Auftragen einen beißenden Geruch verströmen. Der Grund findet sich in den Inhaltsstoffen.
Wer schon öfter Haarfarbe aus der Drogerie angewendet hat, weiß: Man muss den richtigen Ton treffen. Um Frust zu vermeiden, ist es wichtig, im Vorfeld ein paar Fragen zu klären, damit ihr wisst, welche Haarfarbe aus der Drogerie die richtige für euch ist. Die erste Frage, die ihr für euch beantworten solltet: Möchtet ihr wirklich eine permanente Coloration, also eine Haarfarbe, die sich nicht auswäscht, sondern rauswächst oder ist doch eine Haartönung die bessere Wahl?
Vorsicht beim Begriff „Intensivtönung“: Auch, wenn Tönung drauf steht, ist Haarfarbe drin. Denn eine Intensivtönung dringt wie eine permanente Farbe in das Haar ein. Der Unterschied zu einer dauerhaften Coloration liegt lediglich daran, dass sie keinen aufhellenden Effekt hat. Weiterer Unterschied: Die Haltbarkeit ist bei einer Intensivtönung schwächer, als bei einer permanenten Haarfarbe.
Produkt-Tipp: Zu den beliebtesten Intensivtönungen aus der Drogerie gehören übrigens die Nuancen von Casting Creme Gloss von L’Oréal. Auch ich habe die Intensivtönungen bereits ausprobiert und war mit dem Ergebnis zufrieden. Wichtig zu wissen: Die Intensivtönungen fallen oft dunkler aus, als gedacht.
Pflegeprodukte mit natürlichen Inhaltsstoffen liegen im Trend. Das merkt man auch in Sachen Haarfarben. Ob im Salon oder in der Drogerie es gibt immer mehr so genannte Pflanzenhaarfarben. Ihr Vorteil: Während chemische Haarfarben aus der Drogerie in die Haarstruktur eindringen und diese verändern, legen sich die Pigmente der Pflanzenhaarfarben lediglich um das Haar herum. Dadurch sind echte Pflanzenhaarfarben häufig weniger strapazierend fürs Haar und zum Beispiel auch während der Schwangerschaft zum Haarefärben geeignet.
Wichtig: Nicht überall, wo Natur drauf steht, ist auch Natur drin. Achtet in der Drogerie unbedingt auf die Inhaltstoffe der vermeintlichen Pflanzenhaarfarben.
Viele Frauen färben sich regelmäßig die Haare, um die Ansätze zu kaschieren. Denn die sind je nach Haarwachstum schon nach zwei bis sechs Wochen sichtbar. Beim Ansatzfärben geht es nicht um eine Typveränderung, sondern um ein möglichst natürliches und gleichbleibendes Ergebnis. Wichtig beim Ansatz färben mit normaler Haarfarbe aus der Drogerie: Wählt einen Ton, der exakt zur Haarfarbe in euren Längen passt. Tragt die Farbe dann nur auf den herausgewachsenen Ansatz auf.
Tipp: Ihr könnt auch direkt spezielle Ansatzhaarfarbe in der Drogerie kaufen.
Neben dem Färben gibt es noch weitere Möglichkeiten, um die rauswachsenen (grauen) Ansätze zu kaschieren. In der Drogerie findet man neben den Haarfarben auch verschiedene Produkte, die den Ansatz optisch kaschieren. Dazu gehören Haarmascara, Ansatzsprays, sogenannte „Retoucher“, oder Ansatzpuder.
Zu den beliebtesten Drogerie-Produkten zählt das Ansatzspray Magic Retouch von L’Oréal Paris. Anwenderinnen begeistert, dass das Spray graue Haare gut abdeckt und das Nachfärben dadurch seltener notwendig ist. Noch besser bewertet ist das Ansatzspray „Hair Touch Up“ von L’Oréal Professionnel. Ihr sucht nach einer Möglichkeit, um lichte Ansätze zu kaschieren? Auf Amazon ist das Ansatzpuder von Imperio ein echter Bestseller. Das Puder ist in vier verschiedenen Braunnuancen erhältlich.
Je nach Produkt empfehlen die Hersteller die Haarfarbe in die trockenen oder in die nassen Haare zu geben. Wichtig ist auch, eure Kleidung und die Haut vor der Haarfarbe zu schützen. Zieht deshalb am besten euer Oberteil aus und legt euch ein Handtuch um die Schultern.
Zieht euch dann die Handschuhe an, rührt die Haarfarbe gemäß der Anleitung an und startet direkt mit dem Auftragen. Geht dabei gründlich aber zügig vor, damit das Farbergebnis schön gleichmäßig wird. Lasst die Haarfarbe einwirken und haltet euch dabei genau an die Angaben auf der Verpackung bzw. in der Anleitung. Spült die Coloration danach aus, bis das Wasser klar ist.
Wichtig: Weil Haarfarben reizende Inhaltsstoffe enthalten können, ist es wichtig, vor dem Färben an einer kleinen Hautstelle zu testen, ob ihr die Haarfarbe gut vertragt.
Je nach Produkt und Nuance hält die Haarfarbe aus der Drogerie 8-10 Wochen. Danach verblasst das Farbergebnis langsam. Trotzdem dauert es sehr lange, bis ihr eure Naturhaarfarbe zurück erlangt, denn permanante Colorationen dringen ins Haar ein und legen sich nicht nur drum herum. Die Haarfarbe muss also rauswachsen. Zu den Haarfarben, die nicht so lange halten, also relativ schnell verblassen, zählen Rottöne. Sie können sich schon nach wenigen Wochen auswaschen.
Laut Anwenderinnen decken die Haarfarben von Syoss aus der Drogerie graue Haare sehr gut ab.
Die dauerhafte Coloration der Haare ist ein ungebrochener Trend. Während Haartönungen mit jeder Haarwäsche schwächer werden und sich herauswaschen, werden bei der dauerhaften Coloration die Farbpigmente in das Haar eingelagert.
Für eine zuverlässige Färbung grauer Haare sind Chemikalien nötig, die gesundheitliche Nebenwirkungen haben können. So belegte im Jahr 2001 eine US-Studie den Zusammenhang zwischen Haarefärben und Blasenkrebs. Daraufhin legte die EU-Kommission 2003 ein Bewertungsprogramm auf. Damit sollten Haarfarben identifiziert werden, die von Toxikologen als sicher fürs Haarefärben eingestuft worden waren.
Von 381 Färbechemikalien landeten rund 200 Stoffe rasch auf einer Verbotsliste. Mehr als 70 Substanzen stehen mittlerweile auf einer Positivliste. Sie sind mit gewissen Beschränkungen als sicher fürs Haarefärben eingestuft. Ein Krebsrisiko durch aktuell in der EU erhältliche Haarfärbemittel bestehe jedoch nicht, ist der derzeitige Standpunkt des wissenschaftlichen Beratergremiums der EU-Kommission.
Unproblematisch sind die meisten Färbechemikalien auf der Positivliste so oder so nicht: Viele gelten als starke Kontaktallergene. "Hautreaktionen auf p-Phenylendiamin und 2,5-Toluylendiamin verlaufen schwer. Daher sollte alles getan werden, um sie zu vermeiden", bringt Professor Axel Schnuch vom Informationsverbund Dermatologischer Kliniken - der weltweit größten Datenbank zu Kontaktallergien - das Problem auf den Punkt. Hat man eine solche Kontaktallergie erst einmal entwickelt, besteht sie ein Leben lang.
Wir wollten wissen, welche Färbesubstanzen in den aktuell erhältlichen Haarcolorationen stecken. Für unseren Test kauften wir 22 dauerhafte Haarfarben ein, die eine sehr gute Abdeckung grauer Haare versprechen. Alle Haarfarben enthalten problematische Färbesubstanzen und erhalten von uns die Note "ungenügend". Keinen Deut besser schneiden die vermeintlich grünen Produkte ab: Die Marke Naturtint wirbt zwar "mit Pflanzenextrakten", sie ist jedoch wie die anderen Produkte im Test eine Chemiekeule. Ebenso die Marke Sanotint: Sie will "mit Goldhirse und Pflanzenextrakten" als natürlich punkten, ist aber tatsächlich eine chemische Coloration.
| Produkt | Bewertung | Besonderheiten |
|---|---|---|
| L'Oreal Paris Excellence Creme | Gut | Langanhaltende Farbe |
| Schwarzkopf Brillance | Gut | Langanhaltende Farbe |
| Syoss Oleo Intense | Befriedigend | Strapaziert das Haar |
| Isana Professional Color 2 Care | Befriedigend | Schwache Grauabdeckung |
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