Künstliche Wimpern haben sich von einem reinen Accessoire für besondere Anlässe zu einem alltäglichen Schönheitsbegleiter entwickelt. Die Vielfalt an Stilen und Anbietern ist enorm gewachsen, sodass für jeden Geschmack und Bedarf das passende Produkt dabei ist. Wer bisher skeptisch war, sollte den neuen Generationen von Fake Lashes unbedingt eine Chance geben.
Von natürlich wirkenden Wimpern, die kaum von echten zu unterscheiden sind, bis hin zu dramatischen Wimpernfächern bietet der Markt eine breite Palette. Fake Lashes im Alltag zu tragen, ist heutzutage keine Besonderheit mehr. Die Wimpern von heute sind oftmals kleinteiliger als früher: die Härchen dünner, die Spitzen delikater und vor allem die Knötchen am Ansatz unauffälliger.
Einige Produktbeispiele:
Grundsätzlich kann man zwischen synthetischen und natürlichen Haaren unterscheiden. Lange Zeit waren künstliche Wimpern aus Menschenhaar, Seide oder Tierhaaren den künstlichen „Borsten“ optisch weit voraus. Das hat sich stark verändert und man kann den Unterschied bei manchen Modellen mit bloßem Auge nicht erkennen.
Nun gilt es in der Masse an Optionen, die Faux Cils zu finden, deren Wimpernband so bequem ist, dass man sie den ganzen Tag tragen kann. Je starrer und gerader (nicht ordentlich vorgebogen) das Wimpernband, desto größer das Risiko, dass sie an den Enden ziehen. Der Zug, der auf die sensible Haut des Augenlides ausgeübt wird, ist unangenehm und äußert sich in Piksen, Jucken oder sogar Augenzucken.
Nicht aus dem Blick verlieren sollte man, dass je größer, voluminöser und länger die Wimpern sind, sie einem die Sicht versperren und ihr Gewicht die Naturwimpern über den Tag hinweg nach unten drücken können.
Für künstliche Wimpern gibt es unzähligen Looks. Variablen dabei sind die Länge, die Längenunterschiede von innen nach außen, die Dicke und die Form der einzelnen Härchen. Weiterhin ist einzubeziehen, wie dicht und in welchem „Muster“ sie angeordnet sind. Bei sogenannten 3D Lashes werden die Wimpern nicht nur in Länge und Breite gestylt, sondern auch noch in die „Höhe“. Mehrere Lagen sorgen für ein besonders dichtes Ergebnis.
Außer den Wimpern gibt es auch Unterschiede bei den Bändchen: Manche sind durchsichtig und man sieht die Knötchen an den Klebestellen - andere sind durchgehend schwarz. Je dicker das Bändchen, desto höher das Risiko, dass die künstlichen Wimpern unkomfortabel beim Tragen sind.
Es ist schwierig einzuschätzen, wie der Anblick eines Wimpernpaares in der Packung sich auf das eigene Auge übersetzt. Erschwerend kommt hinzu, dass das Ergebnis je nach Augenform, Typ und nicht zuletzt auch der Auftragswinkel ganz unterschiedlich wirken kann. Hat man sich von jemandes Wimpern-Styling inspirieren lassen, werden selten die gleichen Wimpern für denselben Look sorgen. Es erfordert ein wenig Erfahrung mit verschiedenen Formen.
Profis kleben falsche Wimpern schon seit Ewigkeiten unterhalb der Wimpern auf, um das Ergebnis natürlich aussehen zu lassen. So sieht man Bändchen selbst bei Nahaufnahmen in Fotos oder TV nicht. Die meisten dieser Sets sind für mehrere Tage Halt ausgelegt. Dafür setzen sie auf einen besonderen Kleber (Bond), der auf die Unterseite der eigenen Wimpernhärchen aufgetragen wird.
Die Wimpern dieses Systems sind in der Regel in Büscheln angeordnet und daher universell, handlich und komfortabel. Je nach Hersteller können sie unverzüglich nach dem Bestreichen mit Bond (Kleber) von innen nach außen an die natürlichen Härchen fixiert werden. Das letzte Stück muss dafür gegebenenfalls gekürzt werden.
Abschließend fixiert man das Resultat mit einer flüssigen Versieglung, die das Ergebnis vor Wasser schützt und das noch klebrige Finish beseitigt. Zwar werden mehrere Tage Tragedauer versprochen, das setzt jedoch schon ein wenig Übung und Feingefühl für Mengen und Umgang voraus.
Die zahlreichen Lash Styles, die mittlerweile für Underlashes erhältlich sind, unterscheiden sich von traditionellen falschen Wimpern vor allem durch eine etwas ausgedehnte Länge, weil sie unterhalb der Wimpern angebracht werden. Die Bändchen sind zudem meist fein und komfortabel.
Einfaches Anbringen versprechen „magnetic lashes“, die keinen Wimpernkleber mehr erfordern. Stattdessen sind an den Bändchen winzige Magnete angebracht, mit denen sie am Lid halten sollen. Zwei Fächer, von denen einer unter und der andere über die natürlichen Wimpern gelegt wird. Die Magnete haften aneinander. Mit etwas Übung eine Sache von Sekunden.
Viel spannender ist die Weiterentwicklung: Eyeliner mit Eisenpulver, an dem mit Magneten versehene Wimpernbändchen halten können. Man schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe, denn der Eyeliner erfüllt natürlich auch den Zweck, das Auge einzurahmen und kaschiert den Ansatz. Die Idee ist großartig und das Ergebnis vielversprechend, man ist aber bisher nicht an einem Punkt, an dem die Wimpern vertrauenswürdig genug sitzen. Die entsprechenden Eyeliner sind zudem längst nicht ausgereift.
Für unsere Test-Updates haben wir auch die neuartigen Wimpernkleber in Eyeliner-Form getestet. Es gibt sie sowohl als klassischen Dip-Eyeliner mit Pinsel zum Tunken sowie mit einer Filzspitze nach Art eines Fasermarkers und das in transparent oder schwarz. Diese sind deutlich anwenderfreundlicher als Magnetwimpern und sind insbesondere für Anfänger eine willkommene Bereicherung.
Sie werden in einer überraschend dünnen Schicht direkt auf das Augenlid aufgetragen und ersetzen in schwarzer Variante den Eyeliner, insofern man nur einen dünnen Lidstrich trägt. Die bestrichene Fläche ist nach einer halben Minute klebrig und das Wimpernbändchen der Wahl kann darauf aufgeklebt werden. Die Klebeleistung ist gut und erscheint uns nicht wesentlich schwächer als die eines traditionellen Wimpernklebers.
Neben künstlichen Wimpern gibt es auch andere Möglichkeiten, um den Wimpern mehr Fülle und Länge zu verleihen:
Das gründliche Entfernen des Make-ups am Abend ist ein absolutes Muss. Nachlässigkeit rächt sich mit frühzeitigen Falten, gebrochenen Wimpern oder geröteten Augen. Beim Abschminken sollten Sie vor allem schonend vorgehen und ein spezielles Reinigungsprodukt verwenden, das sanft zur empfindlichen Augenpartie ist.
Im Test müssen die Produkte nicht nur Make-up restlos entfernen, sondern auch in den Testkapiteln Hautgefühl, Klebrigkeit und Trocknungsverhalten überzeugen. Auch Handhabung ist wichtig, fließt aber zu einem weit geringeren Teil in die Gesamtnote ein. Die Schleimhautverträglichkeit macht schließlich nur noch zehn Prozent des Gesamtergebnisses aus.
Hier eine Tabelle mit den Testsiegern bei den Augencremes von Öko-Test, die besonders empfehlenswert sind:
| Produkt | Gesamturteil |
|---|---|
| Urtekram Sensitiv Augenpflege Crème | Sehr gut |
| Hej Organic Sensitive Augen Creme-Serum | Sehr gut |
| Alterra Sensitiv Augencreme | Sehr gut |
tags: #cv #beauty #wimpern #test
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