Keine Lust mehr auf platte Haare, die schlaff und leblos herunterhängen? Der passende Schnitt hilft, deine Mähne doppelt so füllig erscheinen zu lassen. Kürzere Partien schaffen mehr Bewegung und Griffigkeit. Hier sind einige Anleitungen und Tipps, wie du deine Haare selber schneiden kannst, um mehr Volumen und Schwung zu erzielen.
Es gibt gute Gründe, warum es manchmal sinnvoll ist, selbst zur Schere zu greifen:
Wer feine Haare selber schneiden will sollte das nie in Hetze oder bei akutem Zeitdruck machen. Die Haare selbst schneiden ist eine aufregende Sache, für die du ausreichend Zeit einplanen solltest. Beschäftige dich also zuerst ausführlich mit der Technik und nimm dir einen Abend dafür Zeit. Mit Ruhe wird der Schnitt garantiert besser!
Ganz wichtig ist außerdem, dass du dir eine gute Friseurschere zulegst. Diese professionellen Varianten sind sehr viel schärfer (und bleiben länger scharf), als Bastel- oder Küchenscheren. Bitte nur mit einer echten Profi-Schere schneiden, sonst riskierst du durch stumpfe Klingen Haarbruch und Spliss. Neben einer richtig guten Schere brauchst du noch einen einfachen flachen Kamm.
Essenziell ist es zu bedenken, dass die Haare im nassen Zustand länger aussehen - weil sich Locken und Wellen aushängen und selbst glatte Haare sich platt am Ansatz anschmiegen, wenn sie nass sind. Du solltest beim Schneiden auch nicht zu kräftig an den Strähnen ziehen.
Welche Schnitttechnik die richtige ist, hängt von der Haarstruktur ab, also davon, ob deine Haare eher glatt oder lockig sind.
Lust auf eine durch und durch gestufte Mähne? Dann solltest du unbedingt die Zopf Technik ausprobieren. Die Haare werden auf dem Rücken in einer schönen V-Form fallen. Die Strähnen werden sowohl an der Vorderseite, als auch am Oberkopf stufig geschnitten. Und das mit einer wirklich einfachen Strategie.
Die Haare sollten trocken oder leicht feucht sein. Bürste sie gut durch und binde dir dann einen sehr hohen Pferdeschwanz - etwa auf Höhe des Haaransatzes. Da du feine Haare hast, musst du den Zopf nicht weiter unterteilen. Greif dir jetzt deine Schere und kürze das Zopfende um ein bis zwei Zentimeter. Wichtig: Schneide die Haare ganz gerade ab. Und das wars! Wenn du das Zopfgummi jetzt entfernst und die Haare durchbürstest, werden sie in wunderschönen Stufen fallen.
Tipp: Passe deine Haarpflegeroutine an, um mehr Volumen zu erzielen. Das beginnt schon mit dem richtigen Shampoo! Es sollte das Haar auf keinen Fall beschweren. Schwache Haarfollikel werden gestärkt und die Haare strotzen vor gesundem Volumen. Deine Mähne fällt dadurch voluminöser, griffiger und sieht glänzender aus. Wichtig: Das Shampoo enthält keine schädlichen Sulfate, welche die Haarstruktur schwächen könnten. Dadurch ist dieses Volumen Shampoo auch sehr gut für strapaziertes, feines Haar geeignet.
Du hast eher Lust auf sanfte Stufen und Front Layers (Stufen im vorderen Bereich)? Auch dafür gibt es die perfekte Technik für zuhause. Diesmal startest du am besten mit handtuchtrockenen Haaren.
Teile dir als erstes eine Art Dreieck am Haaransatz ab. Finde dafür den höchsten Punkt deiner Augenbrauen und denke dir eine imaginäre Linie nach oben. Mit einem Kamm teilst du die Haare in diesem Dreieck ab und fasst sie dann in einer Hand zusammen. Kämme die Strähnen durch und kürze sie um ein bis zwei Zentimeter. Wichtig ist wieder, die Haare gerade abzuschneiden. So - jetzt ist schon mal die Vorderpartie schön durchgestuft.
Nun ziehst du die vorderen und dahinterliegenden Strähnen mit dem Kamm senkrecht nach vorne. Du siehst direkt, dass die vorderen Strähnen kürzer ausfallen. Schneide die restlichen Haare auf dieser Höhe ab. Arbeite dich weiter vor, bis alle Haarenden auf diese Länge gekürzt wurden.
Du kämpfst vor allem mit einem platten Ansatz? Dann kann es helfen, die Haare lediglich am Oberkopf durchzustufen. Dadurch fallen sie lockerer, was deine Mähne fülliger wirken lässt. Diese Technik ist vor allem für sehr dünne mittellange Haare geeignet. Sie vertragen nämlich nicht so viele Stufen.
Diese Technik ist eine Abwandlung von Strategie 1 (siehe oben). Deine Haare sollten trocken oder nur noch leicht feucht sein. Bürste sie gut durch und teile dann eine Partie am Oberkopf ab. Sie sollte etwa zwei Finger über den Ohren beginnen. Binde dir aus diesen abgeteilten Haaren einen hohen Pferdeschwanz. Kämme das Ende vom Pferdeschwanz gut durch und kürze es dann um ein bis zwei Zentimeter. Die restlichen Haare bleiben gleichlang. Jetzt musst du das Haargummi nur noch entfernen und die Haare durchbürsten. Zack - sanfte Stufen umrahmen dein Gesicht!
Während ich so in den Spiegel sehe und mir wünschte, dass meine Haare viel voluminöser wären, gibt es tatsächlich Leute, die sich die Haare ausdünnen lassen. Ganz freiwillig. Ja, richtig gehört! Und das ist keine Schnapsidee, sondern kann richtig sinnvoll sein.
Wie bereits erwähnt, ist es bei manchen Mähnen eine Notwendigkeit, sie mit der Schere zu zähmen und das eben nicht nur in Sachen Länge, sondern auch in Sachen Fülle. Das kann bei Männern und Frauen gleichermaßen für die Frisur ungeahnte, positive Effekte haben:
Wenn du kein Geld für den Friseur ausgeben willst, kannst du auch selbst versuchen, deine Haare auszudünnen. Alles, was du für die DIY-Methode brauchst, ist ein bisschen Zeit und eine Effilierschere. Die gibt es zum Beispiel in Drogeriemärkten, im Friseurbedarf oder online. Eine normale Haarschneideschere würde keinen Ausdünn-Effekt bewirken, da sie gleich komplette Haarstücke wegschneidet.
Bevor du loslegst, solltest du deine Haare waschen, trocken föhnen und durchkämmen. Dann zeigt sich die komplette Volumenpracht nämlich am besten. Hänge dir ein Handtuch um, binde die obersten Haarschichten nach oben und lehne dich am besten übers Waschbecken. Los geht's:
Vorsicht: Setze die Schere niemals zu hoch an! Dadurch kann am Kopf noch viel mehr Volumen entstehen durch lauter kleine Härchen, die strubbelig abstehen. Und das will man ja nicht!
Noch ein Extratipp, damit die Haare nicht so buschig werden: Lass dir einen Stufenschnitt verpassen. Stufige Haare sind automatisch nach unten ausgedünnt. Mit der Effilierschere kannst du gegebenenfalls nochmal nachhelfen.
Wie bei jeder Behandlung des Haares kommt es auch hier auf das gesunde Mittelmaß an! Dünnst du die Haare leicht aus, ist es nicht schädlich. Machst du es zu stark, könnten deine Haare nach schlimmem Haarbruch aussehen. Deshalb: Fange mit dem Ausdünnen nicht in direkter Kopfnähe an, sondern erst ab der Kinnlänge. Andernfalls könnten die kurzen Haare abstehen.
Locken sehen immer wunderschön aus, ob sie nun sehr dick oder eher dünn sind. Wem es jedoch zu viel Haar auf dem Kopf ist, der sollte die Locken ausdünnen lassen. So hängt sich die Lockenpracht zwar weniger aus, das sorgt jedoch aber auch für ein weniger "schweres" Gefühl auf dem Kopf.
Jetzt weißt du, wie du feine Haare selber schneiden kannst. Solange du keine drastischen Veränderungen an deiner Haarlänge unternimmst, kann dabei wenig schiefgehen! Lass dir ruhig Zeit und sieh das Haareschneiden als Teil deines Wohlfühlprogrammes an. Dann kann es richtig Spaß machen!
| Technik | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Thinnerscheren | Einfach zu verwenden, geeignet für verschiedene Haartypen | Kann ungleichmäßig schneiden, wenn nicht richtig verwendet |
| Rasierer | Präzise Ergebnisse, schmerzfrei | Teurer als Scheren |
| Point Cutting | Kreative Freiheit, sorgt für einen natürlichen Look | Erfordert Übung |
| Slide Cutting | Schafft fließende Texturen, eignet sich gut für dickes Haar | Schwierig zu meistern |
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