Das Aufkommen der ersten grauen Haare ist für viele Menschen ein bedeutender Moment, der oft mit gemischten Gefühlen betrachtet wird. Während einige das Grau als Zeichen der Reife und Erfahrung ansehen, wünschen sich andere, die ursprüngliche Haarfarbe zu bewahren. Über 80 Prozent der Frauen äußerten in einer Umfrage negative Gefühle, wenn ein grauer Ansatz sichtbar wird und knapp 75 Prozent der Frauen sagen, dass graue Haare nicht zu ihnen passen würden.
Doch nicht jede Frau ist bereit oder interessiert daran, ihre Haare zu färben, sei es aufgrund der Chemikalien in Haarfarben oder der Verpflichtung, die ein regelmäßiges Nachfärben mit sich bringt. Für all jene, die nach einer sanften Alternative suchen, gibt es gute Nachrichten: Innovative Produkte wie spezielle Anti-Grau Shampoos und Conditioner bieten nun eine ideale Lösung. Diese Produkte sind für Frauen mit braunem bis dunklem Haar konzipiert, die ihre ersten oder allgemein grauen Haare kaschieren und wieder dunkler tönen möchten, ohne gleich zu einer Coloration greifen zu müssen.
Aber warum wird das Haar eigentlich grau? Welche Prozesse spielen sich dabei im Körper ab?
Wie entstehen graue Haare?
Graue Haare entstehen durch den Verlust oder die Verringerung der Pigmente in den Haaren. Diese Pigmente, die das Haar färben, werden durch Melanozyten in den Haarfollikeln produziert. Wenn die Melanozyten weniger oder gar keine Pigmente mehr produzieren, erscheint das Haar grau oder weiß.
Meist ist der Prozess ein natürlicher Teil des Alterns und kann durch verschiedene Faktoren beschleunigt oder beeinflusst werden.
Welche Ursachen haben graue Haare?
Die Entstehung grauer Haare wird durch mehrere Faktoren beeinflusst, die sowohl biologischer als auch externer Natur sein können. Zu den Hauptursachen gehören:
- Alter: Das Alter ist der häufigste Grund für graue Haare. Mit zunehmendem Alter verringert sich die Aktivität der Melanozyten, sodass die Pigmentproduktion nachlässt. In der Regel treten die ersten grauen Haare bei den meisten Menschen zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr auf, abhängig von der genetischen Veranlagung.
- Genetische Veranlagung: Die Gene spielen eine zentrale Rolle. Wenn die Eltern früh graue Haare bekommen haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch ihre Kinder relativ früh graue Haare bekommen. Die genetische Veranlagung bestimmt den Zeitpunkt, an dem die Melanozyten ihre Aktivität reduzieren.
- Stress: Stress ist ein oft unterschätzter Faktor für graue Haare. Chronischer Stress kann den Alterungsprozess beschleunigen und dazu führen, dass Haarfollikel schneller ihre Pigmentproduktion einstellen. Sind Stresshormone wie Cortisol erhöht, wirken sie sich negativ auf das Haarwachstum und -pigmentierung aus. Ist Stress für die grauen Haare verantwortlich, kann man durch Reduzierung des Auslösers graue Haare wieder rückgängig machen.
- Ungesunder Lebensstil: Ein ungesunder Lebensstil, der durch schlechte Ernährung, Rauchen, Alkoholkonsum und Schlafmangel geprägt ist, kann die Gesundheit der Haarfollikel beeinträchtigen. Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen, insbesondere Vitamin B12, Eisen und Zink, kann die Pigmentproduktion ebenfalls negativ beeinflussen.
- Oxidativer Stress: Oxidativer Stress entsteht, wenn freie Radikale im Körper das Gleichgewicht der Zellprozesse stören. Dies kann die Melanozyten schädigen und deren Funktion beeinträchtigen. Ursachen für oxidativen Stress sind Umweltverschmutzung, UV-Strahlung und ungesunde Ernährungsgewohnheiten.
- Krankheiten: Bestimmte Krankheiten wie Autoimmunerkrankungen (z. B. Vitiligo), Schilddrüsenerkrankungen oder Anämie können zu grauem Haar führen. Diese Erkrankungen beeinträchtigen die Funktion der Melanozyten oder die allgemeine Haarstruktur.
- Chemikalien und Umwelteinflüsse: Regelmäßiger Kontakt mit aggressiven Chemikalien in Haarfärbemitteln, Shampoos oder anderen Kosmetika kann die Gesundheit der Haarfollikel beeinträchtigen. Darüber hinaus können Umweltverschmutzung und Toxine den Alterungsprozess der Haare beschleunigen.
Hausmittel gegen graue Haare
Ja, es gibt hilfreiche Hausmittel, die auf unterschiedliche Weise im Kampf gegen das Ergrauen helfen können. So haben Apfelessig, Kokosöl, Natron und Zwiebelsaft durchaus eine positive Wirkung auf die Nährstoffversorgung der Kopfhaut und eignen sich auch zur Haarwäsche.
Auch deren Anwendung ist mit einem gewissen Aufwand verbunden: die Mittel müssen zubereitet und gemischt oder mehrfach täglich angewendet werden oder gar über Nacht einwirken. Dabei ist der Geruch von Zwiebeln, Essig & Co. nicht jedermanns Sache.
Eine sinnvolle und ebenso natürliche Alternative zu den oben genannten Hausmitteln ist daher das Anti-Grey Elixir von La Biosthetique Paris.
Hier sind einige beliebte Ansätze:
- Kokosöl und Curryblätter: Curryblätter enthalten Antioxidantien, Eisen, Vitamin B und Aminosäuren, die die Haarfollikel stärken und die Pigmentbildung fördern. Kokosöl hilft, die Nährstoffe tief in die Kopfhaut und das Haar einzuschleusen. Hierfür kann man einige frische Curryblätter in Kokosöl aufkochen, abkühlen lassen und die Mischung in die Kopfhaut einmassieren. Mindestens eine Stunde einwirken lassen, bevor sie ausgewaschen wird.
- Zwiebelsaft: Zwiebelsaft enthält Schwefel, der die Haarfollikel stärkt, sowie Antioxidantien, die die Melanozyten schützen und deren Funktion unterstützen. Hierfür kann man den Saft einer Zwiebel auspressen und direkt in die Kopfhaut einmassieren. Nach 30 Minuten mit einem milden Shampoo auswaschen. Für sichtbare Ergebnisse mehrmals wöchentlich anwenden.
- Amla (Indische Stachelbeere): Amla ist reich an Vitamin C und Antioxidantien, die Haarfollikel regenerieren und vor oxidativem Stress schützen können. Sie wird in der ayurvedischen Medizin häufig zur Verbesserung der Haarfarbe eingesetzt. Hierfür kann man frisches Amla-Fruchtfleisch mit Kokosöl aufkochen oder Amla-Pulver mit Wasser zu einer Paste mischen und auf die Kopfhaut auftragen. Nach 30 Minuten ausspülen.
- Schwarzer Tee: Schwarzer Tee ist reich an Tanninen, die die Haarfarbe natürlich verdunkeln, und enthält Antioxidantien, die die Haarfollikel stärken. Hierfür kann man starken schwarzen Tee zubereiten, abkühlen lassen und auf das Haar auftragen. Nach 20-30 Minuten mit Wasser ausspülen (kein Shampoo verwenden).
- Aloe Vera und Weizenkeimöl: Aloe Vera spendet Feuchtigkeit und fördert die Gesundheit der Kopfhaut, während Weizenkeimöl reich an Vitamin E ist und die Pigmentbildung unterstützt. Frisches Aloe-Vera-Gel mit einigen Tropfen Weizenkeimöl mischen und auf Kopfhaut und Haare auftragen. Nach 30 Minuten auswaschen.
- Henna: Henna ist ein natürlicher Farbstoff, der graues Haar auf pflanzliche Weise abdeckt. Gleichzeitig hat es pflegende Eigenschaften für Haar und Kopfhaut. Henna-Pulver mit Wasser oder schwarzem Tee mischen und zu einer Paste verarbeiten. Auf die Haare auftragen und nach 1-2 Stunden ausspülen.
- Walnuss-Schalen: Walnuss-Schalen enthalten natürliche Farbpigmente, die das Haar dunkler erscheinen lassen, sowie Antioxidantien, die die Haarwurzeln schützen. Walnuss-Schalen zerstoßen, in Wasser kochen, abseihen und die Flüssigkeit als Spülung verwenden.
- Rosmarinöl: Rosmarinöl fördert die Durchblutung der Kopfhaut und stimuliert die Haarwurzeln. Es wird traditionell verwendet, um das Wachstum dunkler Haare zu fördern. Einige Tropfen Rosmarinöl in ein Trägeröl (z. B. Kokos- oder Olivenöl) mischen und in die Kopfhaut einmassieren.
Die Rolle der Ernährung
So vieles kann mit passender Ernährung unterstützt werden. Vitamin B5 (Panthothensäure) ist sehr wichtig für das Haarwachstum und die Stoffwechsel-Vorgänge in der Haarwurzel. Haare bestehen aus Proteinen (Keratin). Zusätzlich zum rasch ergrauenden Haar tritt manchmal kraftloses Haar oder verstärkter Haarausfall auf.
Das können Anzeichen für das Fehlen von Vitamin A, D oder anderen Vitaminen des B-Komplexes sein. Auch Zink und Eisen sind sehr wichtig. Du findest sie zum Beispiel in Hafer- und Getreideflocken, die du prima in dein Frühstück integrieren kannst. Viel Zink ist in Kürbiskernen, Linsen, Sojabohnen sowie in Lebensmitteln tierischen Ursprungs enthalten.
Die richtigen Aminosäuren sind essenziell, weil sie die Bausteine für das Haar sind. Davon gibt es viel in Hühnereiern, Kürbiskernen, fettem Fisch und Käse. Haarpigmente bestehen- wie oben bereits beschrieben- aus Melanin. Bei der Synthese von Melanin ist ein Spurenelement extrem wichtig: Kupfer. Das findest du zum Beispiel in Nüssen, grünem Tee oder Bananen.
Weiße Haare die schon da sind, kann man nicht mehr rückgängig machen. Farbstoffe, wie du sie häufig in bunten Süßigkeiten findest, schaden dem Haar. Meist gibt es sie dann auch noch in einer ungünstigen Kombination mit Konservierungs- und Zusatzstoffen, die häufig in Fertigprodukten zu finden sind. Gar nicht schlau ist für den gesamten Körper unser gesellschaftliches Suchtmittel Nummer 1: der Zucker.
Wissenschaftlerin Madeleine Preston rät zusätzlich zur richtigen Ernährung zu regelmäßigen Kopfhaut-Massagen. Eine gut durchblutete Kopfhaut kann nämlich die Haarwurzeln besser mit allen nötigen Nährstoffen für die Melanin-Produktion versorgen, sagt sie.
Professionelle Hilfe und Farbbehandlungen
Je dunkler deine Haare sind, umso mehr Färbe-Geschick erfordert es. Du kannst für mehr Lebendigkeit- vor allem im Übergang- nicht nur mit der richtigen Pflege, sondern auch mit etwas Farbe von deinem Herzens-Friseur nachhelfen lassen. Oftmals verwenden die Profis helle Highlights, die neuen Schwung ins Haar bringen und den grauen Haaren etwas mehr Dynamik verleihen.
Auch sorgen sie für einen schönen Rahmen rund um deine Gesichtspartie, damit du einen harmonischen Übergang von deinen vorher dunklen, blonden oder roten Haaren finden kannst. So hast du auch nicht so rasch das Gefühl, dass du aussiehst, wie eine „graue Maus“, sondern kannst dich sanfter an dein neues Spiegelbild gewöhnen.
Die ALCINA Color Creme Intensiv-Tönungen sind ideal für Frauen mit einem Weißanteil bis 60 %. Sie fallen in die Kategorie der semi-permanenten Haarfarben und sorgen für gleichmäßige Farbergebnisse vom Ansatz bis in die Spitzen. Vor allem der Übergang zu natürlichem Grau fällt vielen Frauen trotzdem schwer. Hier können Lowlights in den Haaren Abhilfe schaffen.
Weitere Tipps und Tricks
In der Welt der Haarpflege gibt es zahlreiche Produkte, die versprechen, graue Haare zu kaschieren. Ansatzpuder und Ansatzsprays sind schnelle Notlösungen, die bei Bedarf eine sofortige Abdeckung bieten. Doch diese Produkte haben ihre Tücken: Ansatzpuder kann bei Berührung abfärben und unter den Fingernägeln unschöne Spuren hinterlassen.
Ansatzsprays stehen zwar für eine schnelle Hilfe im Alltag, doch sie sind nicht frei von Nachteilen. Häufig wird die Kopfhaut unschön mitgefärbt. Beim Aufsprühen können sie Tropfen hinterlassen, die nicht nur die Haare, sondern auch die Umgebung im Badezimmer beflecken. Zudem ist die Wirkung nur temporär, und die Farbe kann bei Berührung oder Regen leicht abgehen.
Bei einem geringen Anteil weißer Haare können Anti-Grau Produkte die Haare dunkler färben. Da sich der Farbeffekt mit mehreren Anwendungen und der Kombination beider Produkte nach und nach verstärkt, kann man eine ursprünglich dunkle Haarfarbe dauerhaft wieder intensivieren. Wer ohne eine Wartezeit direkt eine permante neue Haarfarbe möchte, muss seine Haare herkömmlich färben.
Graue Haare rückgängig machen - Nur so gehts wirklich!
Drei Tricks, die euren grauen Ansatz sofort natürlich verschwinden lassen:
- Wenn ihr die Haare offen tragen wollt und keine Zeit für Präzisionsarbeit bleibt, greift ihr zu eurem liebsten Ansatz-Spray und einem Kamm mit Stiel. Diesen legt ihr auf euren Scheitel auf, bevor ihr los sprüht. So bleibt der Scheitel frei von Produkt und behält eure Hautfarbe. Sprüht für ein ebenmäßiges Ergebnis das Spray 15 Zentimeter entfernt. So sieht es später viel natürlicher aus!
- Ein weiter Trick, der das Resultat viel natürlicher wirken lässt, beinhaltet einen fest gebundenen (Make-up)-Pinsel. Nehmt ein Stück Küchenrolle zur Hilfe, das ihr hinter den Pinsel haltet, wenn ihr ihn mit eurem Ansatz-Spray besprüht - so ist die Sauerei danach kleiner. Überzieht den ganzen Pinsel mit ausreichend Farbe, bevor ihr ihn mit tupfenden Bewegungen über euren grauen Ansatz gleiten lässt. Arbeitet das Produkt richtig in die Haare ein und drückt den Ansatz mit der anderen Hand glatt, damit ihr auch die tiefer liegenden Strähnen erreicht.
- Eine volle Haarlinie, die das Gesicht rahmt, lässt uns gleich viel jugendhafter aussehen. Kommen unsere grauen Ansätze durch, kann es schnell so wirken, als hätten wir kahle Stellen. Unsere Babyhaare heißen so aus gutem Grund: wenig Haar, viel Haut. Sprühen wir darauf unser Ansatz-Spray, wird vor allem die Kopfhaut eingefärbt, was nicht natürlich aussieht. Verwendet etwas weniger Produkt und kämmt es ohne Druck in eure Babyhaare ein. Ist die meiste Farbe bereits an euren Haaren, könnt ihr den Druck erhöhen und das Produkt in Zick-Zack-Bewegungen in Richtung Ansatz verteilen.
Pflege grauer Haare
Bei weißem oder grauem Haar bemerken viele Frauen nur das Offensichtliche: die fehlende Farbe. Tatsächlich verändert sich darüber hinaus aber auch die Haarstruktur. Die Pflege grauer Haare stellt eine besondere Herausforderung dar, da sie oft zu einer gewissen Störrigkeit neigen und manchmal an Glanz verlieren können.
- Shampoo für geschmeidiges Haar: Wenn Sie abwechselnd oder in Ergänzung ein Shampoo nutzen, dann sollten Sie auf die Pflegekomponenten achten. Ein pflegendes Shampoo, das reich an Proteinen und Feuchtigkeit ist, kann dabei helfen, störrisches Haar zu bändigen und ihm Geschmeidigkeit zu verleihen.
- Conditioner für strahlenden Glanz: Ein Conditioner ist ein unverzichtbarer Schritt nach jeder Haarwäsche. Er versiegelt die Pflegestoffe der Haarkur und sorgt durch seine adstringierende Wirkung dafür, dass die Schuppenschicht des Haares sich schließt.
- Intensive Pflege durch Haarkuren: Um Ihr Haar noch intensiver mit Nährstoffen zu versorgen, sollte nach jeder zweiten bis dritten Haarwäsche eine Haarkur angewendet werden. Für besonders glanzloses Haar können eine über Nacht einwirkende Kur oder ein Leave-In Conditioner wahre Wunder wirken.
- Haaröl für Stärke und Glanz: Zusätzlich können Sie Ihr Haar mit einem Haaröl pflegen, das reich an Proteinen ist und so das Haar von innen heraus stärkt. Einige Tropfen Haaröl, sanft in die Spitzen und Längen einmassiert, hilft, Frizz zu reduzieren, fliegendes Haar zu bändigen und verleiht zusätzlichen Glanz.
Fazit: Gesunde Ernährung, optimale, natürliche Pflege und eine ausgeglichene Lebensbalance mit vielen glücklichen Momenten helfen dir, dein graues Haar innerlich wie äußerlich leuchtend und stolz zu tragen.
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