Viele Menschen leiden unter unspezifischen Symptomen wie Müdigkeit, Haarausfall oder tauben Fingern. Oftmals werden diese Beschwerden isoliert betrachtet, obwohl sie in Wirklichkeit miteinander in Verbindung stehen und auf eine tieferliegende Ursache hinweisen können. Ein wichtiger Faktor, der hierbei eine Rolle spielen kann, ist die Schilddrüse.
Die Schilddrüse ist der Motor unseres Stoffwechsels. Wenn die Schilddrüse nicht mehr richtig funktioniert, fährt der Stoffwechsel in allen Bereichen des Körpers herunter und es kann zu den unterschiedlichsten Symptomen kommen. Oft ließen sich diese Beschwerden aber beheben, indem man sich einfach der Schilddrüse und ihrer Heilung widmen würde.
Die bekanntesten Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion stellen sich deshalb ein, weil die Schilddrüse für einen zügigen Stoffwechsel zuständig ist und bei einer Unterfunktion der Stoffwechsel gedrosselt wird. Man wird müde und weder das Immunsystem noch die Durchblutung funktionieren ordnungsgemäß. Verständlich, wenn es einem jetzt kalt wird, Hände und Füße taub werden oder die Haare ausfallen.
Hat die Schilddrüse ihre Aktivitäten gedrosselt, verlaufen alle Stoffwechselvorgänge sehr viel langsamer als in einem gesunden Körper. Wenn der Stoffwechsel aber so gedrosselt ist, dass keine Fettverbrennung mehr stattfindet, dann kann aus dem gespeicherten Fett natürlich auch keine Energie gewonnen werden - mit ein Grund für die bei einer Schilddrüsenunterfunktion so typische Müdigkeit.
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion wird weniger Gastrin gebildet, ein Hormon, das die Magensäureproduktion ankurbelt. Es kommt zu einem Magensäuremangel - und Magensäuremangel führt zu Sodbrennen. Doch verhält es sich so, dass die Verdauung nur dann optimal verlaufen kann, wenn ausreichend Magensäure vorhanden ist (nicht zu viel und nicht zu wenig). Auch Blähungen können jetzt die Folge sein, genauso Entzündungen im Darm, Darmflorastörungen usw. - siehe oben beim 1.
Magensäuremangel führt des Weiteren zu einem Mangel an Vitamin B12, Eisen und weiteren Vitalstoffen, die ihrerseits wieder zu spezifischen Symptomen führen können, wie z. B. Bei einer Anämie (Blutarmut) kommt es unter anderem zu Müdigkeit, Leistungsverminderung, erhöhter Herzfrequenz und Blässe.
Eine Schilddrüsenunterfunktion beeinflusst außerdem auch die anderen Hormone im Körper, z. B. das Progesteron. Bei der Schilddrüsenunterfunktion wird die Aufnahme dieses Hormons in die Körperzellen erschwert. Ein Progesteronmangel aber kann nun zu verstärkten Monatsblutungen führen (Symptom 4). Progesteron arbeitet eng mit den Schilddrüsenhormonen zusammen.
Die Schilddrüse ist u. a. für die Regelung der Körpertemperatur zuständig. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion kann es nun zu unpassenden Körpertemperaturen kommen. Ist die Schilddrüse nicht auf der Höhe, wird automatisch auch der Fettstoffwechsel heruntergefahren. Fett wird jetzt schneller gebildet als verbrannt. Folglich steigen die Triglycerid- und Cholesterinwerte, ein hoher Cholesterinspiegel ist die Folge. Die Sache mit der mangelhaften Fettverbrennung zeigt sich auch in einem der bekanntesten Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion: dem Übergewicht. Selbst sportliche Aktivitäten führen in Sachen Fettverbrennung kaum zu Erfolgen.
Neben dem Fettstoffwechsel funktioniert bei einer Schilddrüsenunterfunktion auch der Glucosestoffwechsel nur noch verlangsamt. Benommenheit und ein vernebeltes Gefühl im Kopf sind häufig die Folge. Zusätzlich ist der Gehirnstoffwechsel beeinträchtigt, wenn die Schilddrüse nur noch auf Sparflamme arbeitet. Die Wirkung anregender Botenstoffe und Hormone verpufft regelrecht und kommt gar nicht erst im Gehirn an.
Eine Schilddrüsenunterfunktion kann außerdem die Bildung von Gallensteinen fördern, so dass man bei Gallensteinen auch an die Schilddrüse denken sollte. Die Schilddrüsenunterfunktion drosselt die gesamten Stoffwechselvorgänge in der Leber und der Gallenblase. Beide Organe werden schwerfällig. Da in der Leber (aber auch in Nieren und Muskeln) außerdem die Umwandlung von T4 ins aktive T3 stattfindet, kommt es auch hier - ähnlich wie in Punkt 1 beschreiben - leicht zu einem Teufelkreis.
Nicht selten ist es zudem gar nicht die Schilddrüse selbst, die einfach so ihre Leistungen drosselt. Sie wird aufgrund anderer Unstimmigkeiten und anderer Organstörungen dazu gezwungen. Aus diesem Grunde nützt es auch nicht immer etwas, bei einer festgestellten Schilddrüsenunterfunktion Schilddrüsenhormone einzunehmen.
Schilddrüsenerkrankungen nehmen ab der Lebensmitte zu, vor allem bei Frauen. Beschwerden wie Müdigkeit, Schwitzen, Haarausfall, Gewichtszunahme und Schlaflosigkeit werden dann häufig vorschnell den Wechseljahren zugeschrieben.
Schilddrüsenhormone beeinflussen unter anderem auch die haarbildenden Zellen. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) verlangsamt sich das Haarwachstum, die Haare werden brüchig, matt, stumpf und können ausfallen. Daher sollte bei Problemen mit der Haarpracht und bei Haarausfall immer auch die Schilddrüsenfunktion abgeklärt werden.
Der Kahlschlag trifft nicht nur Männer: Mit diesen Tricks minimieren Sie Haarausfall. Während es bei Männern jedoch meist zu einer Glatzenbildung kommt, werden die Haare bei Frauen „nur“ dünner. Was für SIE allerdings genauso schlimm sein kann. Am häufigsten sind die Gene schuld am Haarverlust! Etwa 60 Prozent der Männer und 30 Prozent der Frauen leiden unter erblich bedingtem Haarausfall.
Auch sogenannte diffuse Ursachen können dem weiblichen Körper Kraft rauben, die ihm dann fürs Haarwachstum fehlt. Aber nicht immer muss Haarausfall medizinisch behandelt werden. Es gibt auch einfache Maßnahmen, die den Verlust minimieren können.
Wer aufgrund eines Eisenmangels Haarausfall bekommt, kann also normalerweise davon ausgehen, dass die Haare wieder nachwachsen, wenn der Mangel behoben ist.
Die Nebenschilddrüsen (lat. Glandulae parathyroideae, auch Epithelkörperchen genannt) sind kleine Organe, die von hinten an der Schilddrüse anliegen. Sie sind etwa linsengroß, in der Regel besitzt jeder Mensch 4 Nebenschilddrüsen. Funktionell dienen die Organe der Produktion des sogenannten Parathormons, das sehr wichtig für den Calcium- und Phosphatstoffwechsel des menschlichen Körpers ist.
Typische Erkrankungen der Nebenschilddrüse sind Über- oder Unterfunktionen, die verschiedene Ursachen haben können.
Ein wichtiges Krankheitsbild ist der sogenannte primäre Hyperparathyreoidismus, eine Überfunktion der Drüsen mit einer erhöhten Freisetzung von Parathormon. Ursache dessen ist in der Regel ein autonomes Adenom, eine gutartige Vergrößerung an meist einer der Nebenschilddrüsen, welches unkontrolliert Parathormon produziert und freisetzt. Zudem gibt es den sekundären Hyperparathyreoidismus, bei dem die Nebenschilddrüsen mehr Parathormon produzieren aufgrund eines Calciummangels im Blut. Dieser kann durch verschiedene Erkrankungen, beispielswiese Nierenpathologien, hervorgerufen werden.
Eine Nebenschilddrüsenunterfunktion (Hypoparathyreoidismus) ist ebenso möglich, häufig ist die Ursache dafür die versehentliche Entfernung der Organe im Rahmen einer Schilddrüsenoperation. Auch eine Beeinträchtigung der Blutversorgung oder Zustand nach Bestrahlung am Hals kann bei einer Unterfunktion eine Rolle spielen.
Eine Nebenschilddrüsenüberfunktion (Hyperparathyreoidismus) geht einher mit einer vermehrten Ausschüttung von Parathormon. Die wiederum bewirkt einer Erhöhung des Calciumspiegels im Blut. Viele Patienten, die unter einer Überfunktion leiden, haben keine oder nur unspezifische Symptome. Dennoch zeichnet sich die Erkrankung durch eine bestimmte Kombination von Beschwerden aus, die umgangssprachlich als „Stein-, Bein- und Magenpein“ zusammengefasst wird. Dazu zählen vermehrte Nierensteine und Verkalkungen in der Niere, Knochen- und Gelenkschmerzen und Magenbeschwerden mit Appetitlosigkeit, Übelkeit und Verdauungsproblemen.
Auch psychische Symptome wie depressive Verstimmungen können eine Rolle spielen. Die Patienten klagen häufig über Müdigkeit und Antriebslosigkeit.
Bei einer Nebenschilddrüsenunterfunktion entsteht durch den Mangel an Parathormon wiederum ein verminderter Calciumspiegel im Blut. Dies führt zu einer erhöhten Erregbarkeit der Nerven und Muskeln. Möglicherweise empfinden die Patienten auffällige Kribbel- oder Taubheitsgefühle (Parästhesien).
Auch Verkrampfungen (Spasmen) der Galle (Gallenkoliken), der Bronchien oder retrosternale Schmerzen über dem Herzen (Stenokardien) können auftreten. Langfristig kann es in einigen Fällen zu Haarausfall, Augenerkrankungen und Hautproblemen kommen.
In vielen Fällen wird eine Erkrankung der Nebenschilddrüsen zufällig bei einer Blutuntersuchung festgestellt, ohne dass die Patienten spezifische Beschwerden angeben. Bei einem Hyperparathyreoidismus (Nebenschilddrüsenüberfunktion) ist das Parathormon (PTH) in der Regel erhöht. Ein Mangel von beispielsweise Vitamin D als Ursache für die erhöhten Parathormonwerte muss ausgeschlossen werden.
Auch eine Nebenschilddrüsenunterfunktion (Hypoparathyreoidismus) kann durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden. Dabei zeigt sich in der Regel ein erniedrigter Calciumwert und zusätzlich ein verminderter Parathormonspiegel. Der Phosphatwert kann erhöht sein.
Zur weiteren Diagnostik kann die Calciumausscheidung im Urin gemessen werden. Um die möglicherweise vergrößerten oder veränderten Nebenschilddrüsen darzustellen, kann ein Ultraschall am Hals erfolgen.
Der primäre Hyperparathyreoidismus als tatsächliche Erkrankung der Nebenschilddrüse ist heilbar durch eine Operation, bei der das betroffene Organ oder der krankhaft veränderte Anteil entfernt wird (Parathyreoidektomie). Grundsätzlich sollte der Eingriff bei jedem symptomatisch Erkrankten durchgeführt werden, bei Patienten ohne Beschwerden kann in Zusammenschau der verschiedenen Untersuchungsbefunde individuell entschieden werden.
Bei asymptomatischen Patienten, deren Laborwerte nur moderat verändert sind, kann eine konservative Therapie durchgeführt werden. Dazu zählen eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme sowie die kontrollierte Einnahme von Vitamin D und Calcium. Die Blutwerte sollten außerdem mindestens alle 3 Monate kontrolliert werden.
Bei einer Nebenschilddrüsenunterfunktion muss Calcium und Vitamin D als Tablette zugeführt werden. Auch eine Hormonersatztherapie, bei der künstlich hergestelltes Parathormon gespritzt wird, kann indiziert sein.
Neben der Schilddrüse und den Nebenschilddrüsen können auch andere Faktoren eine Rolle spielen, wenn es um Symptome wie Müdigkeit, Haarausfall und taube Finger geht.
Fehlen wichtige Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente, hat das Folgen für den ganzen Körper - bis hin zu langfristigen Schäden. Wichtig: Die Symptome können auf einen Nährstoffmangel hindeuten, aber auch andere Ursachen haben. Eine ärztliche Abklärung ist daher sinnvoll.
Eisenmangel zählt zu den häufigsten Ursachen ständiger Müdigkeit. Er führt langfristig zu Blutarmut und damit zu einem Sauerstoffmangel im Körper. Auch ein Mangel an Vitamin B12 kann sich in anhaltender Erschöpfung äußern - besonders bei Menschen, die sich vegan ernähren, da das Vitamin fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vorkommt.
Wiederkehrende Aphthen oder eingerissene Mundwinkel deuten auf einen Mangel an B-Vitaminen wie B2, B6, B12 oder Folsäure hin. Fehlt Eiweiß, drohen Muskelschmerzen und schleichender Muskelabbau (Sarkopenie), besonders im Alter. Auch ein Mangel an Vitamin B1 (Thiamin) kann sich durch Müdigkeit und Muskelschwäche äußern.
Fehlt es dem Körper an Vitamin D, wird zu wenig Calcium und Phosphat in die Knochen eingebaut. Die Folge: Sie werden schmerzhaft und brechen leichter. Zudem kann es zu Osteoporose kommen. Ein Mangel an Vitamin B6 kann zu schlechter Stimmung oder Schlafstörungen führen.
Ein ausgeprägter Eisenmangel verursacht häufig Veränderungen an den Fingernägeln: brüchige Fingernägel, Rillen in den Nägeln, runde (löffelförmige) Mulden in den Nägeln ("Hohlnägel").
Ein Eisenmangel wirkt sich nicht direkt auf die Muskeln aus, kann aber (bei starker Ausprägung) die körperliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Denn durch den Mangel ist es für den Körper schwieriger, alle Organe und sämtliches Gewebe mit Sauerstoff zu versorgen.
Das Immunsystem greift Haarfollikel an (die Strukturen, aus denen das Haar wächst). Das Immunsystem greift die Leberzellen an und zerstört sie. Eine Krankheit, bei der Menschen kein Gluten ertragen können, eine Substanz, die in Weizen, Roggen und Gerste vorkommt, sowie einige Medikamente. Eine Krankheit, bei der Ihr Immunsystem die Zellen angreift, die Insulin bilden, ein Hormon, das zur Kontrolle des Blutzuckerspiegels benötigt wird. Als folge kann Ihr Körper kein Insulin herstellen. Ohne Insulin bleibt zu viel Zucker im Blut. Hoher Blutzucker kann Augen, Nieren, Nerven, Zahnfleisch und Zähne verletzen. Das Immunsystem greift die Nerven an, die Ihr Gehirn und Ihr Rückenmark mit dem Rest Ihres Körpers verbinden. Schäden an den Nerven machen es ihnen schwer, Signale zu übertragen. Das Immunsystem zerstört die roten Blutkörperchen. Der Körper kann jedoch nicht schnell genug neue rote Blutkörperchen herstellen, um die Bedürfnisse des Körpers zu erfüllen. Eine Krankheit, die eine chronische Entzündung des Verdauungstrakts verursacht.
Entzündliche Myopathien Eine Gruppe von Krankheiten, die Muskelentzündung und Muskelschwäche betreffen. Langsame, aber progressive Muskelschwäche beginnt in den Muskeln, die dem Rumpf am nährsten liegen. Polymyositis beeinflusst die Muskeln, die in Bewegungen an beiden Körperseiten beteiligt sind. Eine Krankheit, bei der das Immunsystem die Schutzschicht um die Nerven angreift. Das Immunsystem zerstört langsam die Gallengänge der Leber. Galle ist eine Substanz, die in der Leber hergestellt wird. Es fließt durch die Gallengänge, um die Verdauung zu unterstützen. Wenn die Gänge zerstört werden, sammelt sich die Galle in der Leber und verletzt sie. Eine Form der Arthritis, die häufig die Gelenke und die Spitzen der Finger und Zehen betrifft. Eine Krankheit, die Gelenke, Haut, Nieren, Herz, Lunge und andere Körperteile schädigen kann. Das Immunsystem zerstört die Zellen, die Ihrer Haut ihre Farbe gibt.
Einzelne Krankheiten können auch eigene besondere Symptome haben. Beispielsweise verursacht Typ-1-Diabetes extremen Durst, Gewichtsverlust und Müdigkeit. IBD verursacht Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall. Bei Autoimmunkrankheiten wie Psoriasis oder RA kommen und gehen die Symptome. Phasen der Symptome werden als Ausbruchs bezeichnet. Perioden, in denen die Symptome verschwinden, werden als Ruhestand bezeichnet.
Chronisches Erschöpfungssyndrom und Fibromyalgie sind keine Autoimmunerkrankungen. Aber sie haben oft dieselben Symptome wie eine Autoimmunerkrankung, wie zum Beispiel Müdigkeit und Schmerzen. Das chronische Erschöpfungssyndrom kann dazu führen, dass Sie sehr müde sind, Konzentrationsstörungen haben, sich schwach fühlen und Muskelschmerzen haben. Die Symptome des chronischen Erschöpfungssyndroms kommen und gehen. Die Ursache des chronischen Erschöpfungssyndroms ist nicht bekannt.
Fibromyalgie ist eine Erkrankung, bei der Schmerzen oder Zärtlichkeit an mehreren Stellen im ganzen Körper spürbar sind. Diese "empfindlichen Punkte" befinden sich an Nacken, Schultern, Rücken, Hüften, Armen , Beinen und sind schmerzhaft, wenn auf sie Druck ausgeübt wird. Andere Symptome sind Müdigkeit, Schlafstörungen und morgendliche Steifheit. Fibromyalgie tritt hauptsächlich bei Frauen im gebärfähigen Alter auf. Aber auch Kinder, ältere Menschen und Männer können es manchmal bekommen.
Ein großer Anteil von Patienten mit einer Schilddrüsenunterfunktion zeigt die typischen Symptome einer Polyneuropathie. Das belegt unter anderem eine groß angelegte Studie aus dem Jahr 2000*, die von rund 40 Prozent spricht. Grund sind die Auswirkungen eines zu geringen Hormonspiegels von T3 und T4. Dieser wirkt auf den Körper wie ein Ernährungsmangel. Ferner führt die Schilddrüsenunterfunktion zu einer Schädigung der Nervenfasern und ihrer Hüllen. Vor allem Letztere sind für die regelrechte Reizweiterleitung entscheidend.
Das zeigt: Nicht nur eine geschädigte Nervenfaser selbst, sondern auch eine zerstörte Abschirmung nach außen, ausgelöst durch eine Schilddrüsenunterfunktion, kann zu folgenschweren Störungen im peripheren Nervensystem führen und somit eine Polyneuropathie auslösen. Von außen kommende Signale können nicht mehr an das zentrale Nervensystem weitergeleitet werden. Betroffene leiden anfänglich an Missempfindungen, den klassischen Anzeichen und damit Ursachen einer Polyneuropathie.
Die am weitesten verbreitete, sensomotorische Erkrankung, als Folge einer Hypothyreose, ist das Karpaltunnelsyndrom. Durch die fehlenden Schilddrüsenhormone sammeln sich bestimmte Zuckermoleküle an und sorgen für die bei vielen bekannten Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Handgelenk.
Für Betroffene und Ärzte gleichermaßen wichtig ist, sowohl die Anzeichen einer Polyneuropathie möglichst frühzeitig zu erkennen als auch eine Schilddrüsenunterfunktion als mögliche Ursache abzuklären. Denn ein verlangsamter Stoffwechsel aufgrund einer Hypothyreose führt nicht nur zu belastenden Symptomen im Reizleitungssystem des Körpers. Er hat auch nachhaltig negative Folgen für Herz und Kreislauf.
Aufschluss über eine Schilddrüsenunterfunktion als Auslöser einer Polyneuropathie gibt eine Blutuntersuchung. Dabei wird, neben der Kontrolle der Schilddrüsen-Hormone, auch der Anteil an Vitaminen (speziell B12 und D) sowie Mineralien und Spurenelementen festgestellt. Die Behandlung wird auf die individuellen Ansprüche abgestimmt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Symptome wie Haarausfall, Müdigkeit und taube Finger vielfältige Ursachen haben können. Eine gründliche ärztliche Untersuchung, die auch die Schilddrüse, die Nebenschilddrüsen und mögliche Mangelzustände berücksichtigt, ist entscheidend, um die richtige Diagnose zu stellen und eine geeignete Therapie einzuleiten.
Hier ist eine Tabelle, die die verschiedenen Hyperparathyreoidismusformen und ihre Blutwerte zusammenfasst:| Hyperparathyreoidismusform | Calcium | Phosphat |
|---|---|---|
| Primärer Hyperparathyreoidismus | Erhöht | Erniedrigt |
| Sekundärer Hyperparathyreoidismus | Normal oder erniedrigt | Normal oder erhöht |
| Tertiärer Hyperparathyreoidismus | Erhöht | Erniedrigt oder erhöht |
tags: #haarausfall #ursachen #mude #taube #finger
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