Haarausfall behandeln mit Globuli und Schüßler-Salzen: Erfahrungen und Anwendung

Viele Menschen leiden unter Haarausfall und suchen nach wirksamen Behandlungsmethoden. Neben konventionellen medizinischen Ansätzen gibt es auch alternative Heilmethoden wie die Anwendung von Schüßler-Salzen und Globuli. Dieser Artikel beleuchtet die Erfahrungen und Anwendungsmöglichkeiten dieser Methoden zur Behandlung von Haarausfall.

Wie können Schüßler-Salze bei Haarausfall helfen?

Viele Menschen versuchen, mithilfe der Schüßler-Salze Haarausfall oder andere Haarprobleme (wie brüchige Haare, Haarspliss oder Schuppen) zu bekämpfen. Generell sollen vor allem Natrium phosphoricum und Silicea (Nr. 9 und 11 der Schüßler-Salze) die Haare stärken. Ebenfalls kräftigend auf die Haare sollen sich Nr. 2 Calcium phosphoricum, Nr. 5 Kalium phosphoricum, Nr. 8 Natrium chloratum und Nr. 21 Zincum chloratum auswirken. Daneben gibt es noch spezielle Empfehlungen, welche Schüßler-Salze Haarausfall beseitigen sollen, da es auch verschiedene Arten und Ursachen von Haarausfall gibt.

Diese Schüßler-Salze sollen Haarausfall bremsen

Die folgenden Schüßler-Salze sollen einen Haarausfall bremsen können, teilweise können sie auch äußerlich angewandt werden:

  • Nr. 1 Calcium fluoratum
  • Nr. 3 Ferrum phosphoricum
  • Nr. 5 Kalium phosphoricum
  • Nr. 8 Natrium chloratum
  • Nr. 9 Natrium phosphoricum
  • Nr. 11 Silicea
  • Nr. 21 Zincum chloratum im Besonderen

Sie können die Schüßler-Salze Nr. 3, 5, 8, 9 und 10 auch kombiniert äußerlich anwenden, indem Sie einmal wöchentlich die Tabletten durch Auflösen in Wasser zu einem dicken Brei anrühren und als Haarpackung auftragen. Auch eine Spülung können Sie anfertigen. Wie viele Tabletten der einzelnen Schüßler-Salze Sie hierfür verwenden sollten, besprechen Sie am besten mit einem erfahrenen Therapeuten.

Generell können Sie es bei Haarausfall auch mit dem biochemischen Haar-Schema versuchen:

  • vor dem Frühstück zwei Tabletten von Nr. 21 Zincum chloratum D6
  • vormittags drei bis fünf Tabletten von Nr. 11 Silicea D3
  • nachmittags drei bis fünf Tabletten von Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12

Die Wirkung dieser Schüßler-Salze gegen Haarausfall soll sich noch steigern lassen, wenn Sie bei den Salzen Nr. 3 und Nr. 11 öfters die Potenz wechseln - zum Beispiel jeweils zwei Wochen lang D6, dann D3 und schließlich D12 einnehmen.

Schüßler-Salze bei diffusem Haarausfall

Beim diffusen Haarausfall fallen die Haare gleichmäßig auf dem ganzen Kopf aus. Mögliche Ursachen sind genetische und hormonelle Faktoren, Stress, Medikamente (Pille etc.), das Färben der Haare sowie Schwermetallbelastungen. Laut dem Schüßler-Salze-Konzept kann besonders Silicea, die Nr. 11 der Schüßler-Salze, Haarausfall diesen Typs bessern. Empfohlen wird eine Einnahme über mehrere Wochen bis zur Besserung. Die Standarddosierung in der Biochemie nach Schüßler beträgt dreimal täglich zwei Tabletten, die Sie etwa 15 Minuten vor oder nach dem Essen langsam im Mund zergehen lassen.

Sinnvoll kann es sein, bei diffusem Haarausfall Schüßler-Salze Nr. 21 (Zincum chloratum), Nr. 5 (Natrium phosphoricum) und Nr. 3 (Ferrum phosphoricum) mit Silicea zu kombinieren.

Schüßler-Salze bei kreisrundem Haarausfall

Die Ursache von kreisrundem Haarausfall bleibt meist ungeklärt. Für Schüßler-Salz-Experten soll zum Beispiel Kalium phosphoricum, die Nr. 5 der Schüßler-Salze, Haarausfall dieser Form stoppen können. Dazu sollten Sie täglich über den Tag verteilt acht Tabletten lutschen. Zusätzlich wird empfohlen, das Schüßler Salz in Salbenform morgens und abends sehr dünn auf die betroffene Kopfregion aufzutragen.

Daneben sollen noch weitere Schüßler-Salze Haarausfall des kreisrunden Typs stoppen können: Nr. 11 Silicea, Nr. 21 Zincum chloratum plus bei längerer Anwendung Nr. 9 Natrium phosphoricum.

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Das Konzept der Schüßler-Salze und ihre spezifische Wirksamkeit sind in der Wissenschaft umstritten und durch Studien nicht eindeutig belegt.

Globuli gegen Haarausfall

Schütteres, ungesund aussehendes Haar oder gar Haarausfall (medizinischer Begriff: Alopezie) können sehr belastend sein, besonders für Menschen, die es gewohnt waren, gesunde Haare in ausreichender Zahl zu haben. Haarausfall oder ungesund aussehendes Haar kann viele Ursachen haben, zum Beispiel Stress, Medikamente oder Übersäuerung. Oft kann die Gabe von Globuli das Haar wieder aufbauen und Haarausfall vorbeugen oder aufhalten. Falls das Gefühl besteht, dass mehr Haare verloren gehen als normal ist, sollte dies unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Haarausfall kann ernsthafte medizinische Ursachen haben, wie Eisenmangel, hormonelle Störungen oder Schilddrüsenprobleme.

Oft wird die vorübergehende Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, wie Eisen, Zink, Kupfer, Folsäure und Biotin, empfohlen, die sich positiv auf die Gesundheit der Haare auswirken können. Daneben gibt es je nach Symptom unterschiedliche Empfehlungen für die Vergabe von Globuli. Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben.

Einige betroffene Frauen haben auch mit homöopathischen Mitteln gute Erfahrungen gemacht. Bei Haarausfall in den Wechseljahren kann insbesondere die Einnahme von Globuli mit dem Inhaltsstoff Sepia D12 helfen. Insgesamt ist die Wirksamkeit von Hausmitteln, homöopathischen Globuli und Shampoos gegen Haarausfall in der Wissenschaft jedoch umstritten.

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben.

Sind erschöpfende Krankheiten, Medikamente, Strahlentherapien oder anderweitige Vergiftungen die Auslöser von Haarausfall, dann entscheidet sich der Homöopath vermutlich für Sulfur (bei empfindlicher Kopfhaut mit Ausschlägen), für Thallium (bei gleichzeitiger Abmagerung und Nervenschmerzen), für Arsenicum album (bei juckender, schuppender Kopfhaut und einem zwar erschöpften, aber gleichzeitig unruhigen Allgemeinzustand) oder Phosphorus (wenn das Haar in ganzen Büscheln ausfällt).

Bei der Anwendung von Globuli ist insbesondere darauf zu achten, eine halbe Stunde vor und nach der Einnahme auf Tee, Kaffee und Zähneputzen zu verzichten. Auch zum Essen sollte mindestens ein 30-minütiger Abstand eingehalten werden, damit das Arzneimittel seine Wirkung optimal entfalten kann.

Weitere Ursachen und Behandlungen von Haarausfall

Haarausfall kann verschiedene Ursachen haben, darunter:

  • Hormonelle Veränderungen: Etwa um das 50. Lebensjahr herum ändert sich der weibliche Hormonstatus. Der sinkende Östrogenspiegel verändert das Gleichgewicht zwischen weiblichen und männlichen Hormonen im Körper, was zu Haarausfall führen kann.
  • Erbliche Veranlagung: Wer zu erblich bedingtem Haarausfall neigt, kann meistens nicht viel dagegen tun.
  • Stress und psychische Belastungen: Stress sowie seelische Belastungen und psychische Probleme haben bekanntlich einen enormen Einfluss auf den Körper.
  • Nährstoffmangel: Vor allem Eisenmangel ist ein sehr häufiger Grund für Haarausfall.

Neben der Anwendung von Schüßler-Salzen und Globuli gibt es auch andere Behandlungsmöglichkeiten:

  • Medikamentöse Behandlung: Eine Lokaltherapie mit Minoxidil kann helfen, den Haarausfall zu verringern. Ferner kann bei erhöhten Testosteron- und/oder DHT-Werten im Blut die Einnahme von Finasterid in Tablettenform oder als Lösung zur topischen Anwendung als Off-Lable-Use von Ärzten unter bestimmten Voraussetzungen verschrieben werden.
  • Regenerative Therapien: Dazu gehört beispielsweise eine Eigenblut-Plasma-Therapie (PRP-Therapie), bei der dem Patienten Blut entnommen, speziell aufbereitet und anschließend in die Kopfhaut injiziert wird.
  • Haartransplantation: Wenn das Eigenhaar gar nicht mehr wachsen will, sollten Sie sich an einen Spezialisten für Haarausfallerkrankungen und Haartransplantationen wenden.

Hausmittel und natürliche Wege gegen Haarausfall

Neben den genannten Therapien gibt es auch verschiedene Hausmittel und natürliche Wege, die gegen Haarausfall helfen können:

  • Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung, die insbesondere genügend Vitamine und Nährstoffe wie Vitamin C, Eisen und Selen enthält, sorgt für eine ausreichende Stimulation der Haarwurzeln.
  • Richtige Haarpflege: Viel Färben, Tönen oder auch zu heißes Fönen kann das Haar brüchig machen und in der Tiefe schädigen.
  • Bewegung: Bewegung hingegen tut nicht nur dem Körper gut, sondern auch den Haaren: Die Kopfhaut wird besser durchblutet, wodurch Haarfollikel gut mit Nährstoffen versorgt und zum Wachstum angeregt werden können.
  • MSM (Methylsulfonylmethan): MSM steht für Methylsulfonylmethan oder organischen Schwefel. Schwefel ist ein Spurenelement, das für zarte Haut, feste Fingernägel und gesundes Haar sorgt.

Wichtiger Hinweis

Die Informationen in diesem Artikel dienen nur zu Informationszwecken und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung. Bei anhaltendem oder starkem Haarausfall sollte immer ein Arzt oder Spezialist konsultiert werden, um die Ursache abzuklären und eine geeignete Behandlung einzuleiten.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Wirksamkeit von Schüßler-Salzen und Globuli wissenschaftlich umstritten ist und nicht für jeden gleich gut funktioniert. Eine individuelle Beratung durch einen erfahrenen Therapeuten oder Arzt ist daher ratsam.

Schüßler-Salz Anwendung bei
Nr. 1 Calcium fluoratum Allgemeine Stärkung
Nr. 3 Ferrum phosphoricum Entzündlichen Prozessen
Nr. 5 Kalium phosphoricum Kreisrundem Haarausfall
Nr. 8 Natrium chloratum Kräftigung der Haare
Nr. 9 Natrium phosphoricum Stärkung der Haare
Nr. 11 Silicea Diffusem Haarausfall
Nr. 21 Zincum chloratum Allgemeine Stärkung

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