Glanzloses Haar in den Wechseljahren: Ursachen und Lösungen

Viele Frauen klagen während der Wechseljahre über Haarausfall und zu dünnes Haar. Die Wechseljahre sind von einer Vielzahl an Veränderungen geprägt. Diese Veränderungen können sich unter anderem in der Struktur, dem Volumen sowie im allgemeinen Erscheinungsbild der Haare äußern.

Sobald stumpfes, glanzloses Haar zur Norm geworden ist, liegt das in der Regel daran, dass die Schuppenschicht Ihrer Haare beschädigt ist. Während die Schuppenschicht (Kutikula) bei gesundem Haar flach, wie ein geschlossener Tannenzapfen, anliegt ist sie bei stumpfen, strohigen Haaren aufgeraut und die einzelnen Haarschüppchen stehen ab.

Quelle: haar-ratgeber.de

Wie äußert sich trockenes & strapaziertes Haar?

Ob das Haar trocken oder strapaziert ist, ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen, denn in beiden Fällen sind die äußeren Folgen dieselben. Die Haare:

  • erscheinen glanzlos und strohig
  • sind sogar störrisch
  • lassen sich nur schwer in Form bringen
  • werden spröde und porös
  • neigen schnell zu Spliss

Die weitere Folge kann sogar Haarbruch sein.

Ursachen für glanzloses Haar in den Wechseljahren

Stumpfe Haare während der Wechseljahre sind keine Seltenheit, da die abnehmende Produktion von Östrogen und Progesteron die Haarstruktur beeinträchtigt und zu stumpfem und dünnem Haar führt. In den Wechseljahren lässt die Produktion von Östrogen und Progesteron nach - den beiden wichtigsten weiblichen Sexualhormonen. Es kommt zu Hormonschwankungen und einem unregelmäßigen Eisprung, bis dieser schließlich ganz ausbleibt.

Auch die Haarwurzeln reagieren sensibel auf die hormonellen Veränderungen.

Neben dem Einfluss der Hormone sind auch die Genetik oder schlicht der Alterungsprozess ein Faktor. Ihnen fehlt es an essenziellen Nährstoffen, wie Biotin, Vitamin D oder Eisen? Eine aufgeraute Schuppenschicht bedeutet nicht nur weniger Glanz - Ihr Haar verliert gleichzeitig auch an Widerstandskraft, was wiederum Haarbruch und Spliss begünstigt.

Seltener können aber auch Krankheiten wie eine Schilddrüsenunterfunktion oder eine Mangelernährung ursächlich sein.

Ein veränderter Hormonspiegel ist jedoch nicht die einzige mögliche Ursache für Haarausfall in den Wechseljahren. Um beginnenden Haarausfall einzudämmen, bieten sich in manchen Fällen Hormonersatztherapien an. Um erblich-hormonell bedingtem Haarausfall vorzubeugen, sollten Frauen ab 40 außerdem auf ihre Ernährung und die richtige Haarpflege achten.

Etwa ein Drittel aller Frauen in den Wechseljahren leiden, bedingt durch Östrogenmangel, zumindest zeitweise unter Haarausfall. Ein Test des Hormonspiegels beim Arzt kann Aufschluss darüber geben, ob eine Hormonersatztherapie sinnvoll sein könnte, um Hormonschwankungen entgegenzuwirken.

Haarverlust in den Wechseljahren hat bei mehr als 40 % aller Frauen eine erblich bedingte Ursache. Bei dieser Form des Haarverlusts liegt eine Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem Hormon Dihydrotestosteron (DHT) vor, welches die Rückbildung von Haarwurzeln begünstigt. Lichtet sich der Haaransatz vor allem im Scheitelbereich, sollte die Ursache mit einem entsprechenden Gentest abgeklärt werden.

Wie kann man glanzloses Haar behandeln und pflegen?

Mit einer Runde Shampoo unter der Dusche ist es noch lange nicht getan. Besonders trockene, spröde Haare benötigen eine Extraportion Feuchtigkeit in Form von pflegenden Shampoos, Spülungen und Haarmasken.

Shampoo: Massieren Sie Ihr Shampoo sanft in die Kopfhaut ein, um Schmutz und Rückstände zu entfernen. Shampoo auf Längen und Spitzen ist dagegen tabu. Das richtige Shampoo bildet eine wichtige Grundlage für das Erscheinungsbild der Haare. Ein Shampoo sollte das Haar intensiv, aber schonend reinigen und auf dein Haarbedürfnis abgestimmt sein. Bei trockener Kopfhaut sollte das Shampoo zudem Juckreiz mildern und gleichzeitig die sensiblen Haarfasern stärken. Ein Shampoo für empfindliche Kopfhaut und trockene Haare pflegt brüchiges Haar und wirkt Schäden an der Haaroberfläche entgegen und fördert gleichzeitig ein angenehmes Gefühl. Auch bei Haarausfall gibt es spezielles Shampoo. Wasche deine Haare nicht zu häufig. Eine Haarwäsche zwei- bis dreimal pro Woche ist in der Regel ausreichend.

Conditioner: Überspringen Sie nie den Conditioner, da dieser die Schuppenschicht schließt und so eine wichtige Rolle für unwiderstehlichen Glanz spielt.

Haaröl: Ein echtes Muss in Ihrer Pflegeroutine für stumpfes, trockenes Haar sind wertvolle Haaröle, wie unser Öl Magique Coco!

Haarkur: Spröde Längen und Spitzen lieben eine Extraportion an Pflege - tragen Sie daher ein- bis zweimal wöchentlich eine nährende Haarkur, wie die Elvital Öl Magique Jojoba Verwöhnende Öl-Balsam-Maske, auf.

Hausmittel: Tatsächlich gibt es ein paar Hausmittel, die bei trockenem und strapaziertem Haar ebenfalls helfen können. Zum einen sind pflanzliche Öle, die auch in vielen Pflegeprodukten enthalten sind, hilfreich. Olivenöl, Mandelöl oder Kokosöl eignen sich besonders gut, denn der hohe Vitamin E-Gehalt sorgt dafür, dass die obere Haarschicht abgedichtet und repariert wird. Vor allem bei Haarspitzen mit Spliss wird gerne auf diese Methode zurückgegriffen. Des Weiteren ist Eigelb bekannt dafür, den Proteinmangel bei trockenen Haaren auszugleichen und dem Haar wieder schöneren Glanz zu verleihen. Selbiges gilt auch für Mayonnaise, die einerseits durch die enthaltenen Eier Kraft verleiht, andererseits durch das ebenfalls enthaltene Öl für Geschmeidigkeit der Haare sorgt. Honig, der sich in vielen Bereichen als hilfreiches Hausmittel erweist, ist ebenfalls bei den Haaren ein gutes Hausmittel, um ihnen zu einem weichen und glänzenden Aussehen zu verhelfen.

Styling-Produkte: Ist das Haar bereits gestresst, wird es durch Stylingprodukte nur noch mehr geschädigt. Entsprechend sollte möglichst auf Schaumfestiger, Haargel und Co. verzichtet werden. Sollten Sie jedoch nicht ganz verzichten wollen, so empfehlen sich auch hier spezielle Produkte für trockenes und strapaziertes Haar möglichst mit natürlichen Inhaltsstoffen. Des Weiteren ist es empfehlenswert, den Look täglich zu ändern: Denn wenn unterschiedliche Stylingprodukte in verschiedenen Weisen zum Einsatz kommen, wird das Haar nicht ständig an derselben Stelle strapaziert. Auf klassische Styling-Produkte wie Haarspray weitestgehend verzichten, da sie das Haar oft austrocknen. Dafür lieber natürliche Öle wie Arganöl einsetzen.

Ernährung: Die Haare werden ernährt von dem, was wir essen. Je nährstoffreicher, desto besser. Richtige Ernährung, Darmgesundheit und kräftige, gesunde Haare sind eng miteinander verbunden. Vitamine, Ballaststoffe und vor allem Proteine werden zur Entwicklung von Haarzellen gebraucht. Auch ein Mangel an Vitamin D kann sich negativ auf das Haarwachstum auswirken.

Quelle: vitamine.com

Weitere Tipps:

  • Vermeiden Sie aggressive Mittel zum Färben, Anwendungen gegen Läuse und schadstoffbelastete Pflegeprodukte sollten Sie nur in Ausnahmefällen anwenden.
  • Bürste und kämme deine Haare am besten im trockenen Zustand. Ist das Haar nass, neigt es schneller dazu, zu brechen.
  • Die Haare weniger oft waschen und färben - die Haare 1-2 mal wöchentlich zu waschen, ist vollkommen ausreichend. Die Haare profitieren so vom natürlichen Conditioner - dem Haarfett.
  • Dehydrierung kann Haarausfall begünstigen. Am besten circa 2 Liter pro Tag trinken: Wasser oder ungesüßten Tee.
  • Stressreduktion: Stress verstärkt hormonelles Ungleichgewicht und ist damit auch eine häufige Ursache von Haarproblemen. Atemübungen und andere Übungen, um Stress abzubauen, wirken ganzheitlich und nachhaltig und sollten Teil der täglichen Routine werden.

Hormonelle Behandlungen bei Haarausfall

Um die hemmende Wirkung von männlichen Hormonen auf die Haarwurzeln zu unterdrücken, bieten sich Behandlungen mit Östrogen und Progesteron bei Haarausfall an. Auch die Einnahme oder das Absetzen der Pille in den Wechseljahren kann sich positiv auf die Entwicklung der Haarwurzeln auswirken.

Wichtiger Hinweis: Wird das Haar dünner, verliert an Kraft und Glanz oder fällt aus, ist die Versuchung groß, jedes scheinbar geeignete Mittel auszuprobieren. Genau das kann jedoch sowohl Haar als auch Kopfhaut schwächen und weiter aus dem Gleichgewicht bringen.

Bei starkem Haarausfall während der Wechseljahre kannst du dich an verschiedene Fachärzte wenden.

Wie lange Haarausfall in den Wechseljahren dauert, lässt sich pauschal nicht beantworten. In einigen Fällen kann der Haarausfall über mehrere Monate oder Jahre andauern. Bei den meisten Frauen ist der Haarausfall jedoch mild und nicht dauerhaft.

Ursache Symptome Behandlungsmöglichkeiten
Hormonelle Veränderungen Dünner werdendes Haar, Haarausfall Hormonersatztherapie, Östrogen- und Progesteronbehandlungen
Erbliche Veranlagung Lichter werdender Haaransatz Medikamentöse Behandlungen
Nährstoffmangel Brüchiges, glanzloses Haar Ausgewogene Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel
Stress Vorübergehender Haarausfall Stressbewältigungstechniken

Haarausfall in den Wechseljahren: So stoppen Sie den Haarausfall!

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