Dünnes Haar bei Männern: Ursachen und Behandlung

Viele Männer erleben irgendwann in ihrem Leben Veränderungen an ihrem Haar. Während Frauen auch mit schütterem Haar und Haarausfall zu kämpfen haben, sind Männer in dieser Kategorie in der Überzahl: 70 % der Männer haben mit Haarausfall zu kämpfen, im Vergleich zu 40 % der Frauen.

Wenn die Haare immer lichter werden und den Blick auf die Kopfhaut freigeben, ist das für Männer oft sehr belastend. Alle netDoktor.de-Inhalte werden von medizinischen Fachjournalisten überprüft.

Hier erfahren Sie, welche Ursachen zu dünnem Haar führen können und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, um das Haarwachstum zu fördern und das Haar zu stärken. Dünnes Haar kann ein Symptom für bestehende Mangelzustände im Körper sein. Bei dünnem Haar heisst es also, zuerst einmal herauszufinden, welcher Art die augenblicklichen Mangelzustände des eigenen Organismus sind.

Es mag sich wie eine einfache Frage anhören (werde ich kahl oder nicht?!), aber ein paar Haarsträhnen hier und da zu verlieren bedeutet nicht gleich, eine Glatze zu bekommen. Wenn du scheinbar zufällig Haarsträhnen verlierst, hast du es möglicherweise mit Alopecia zu tun - einer genetischen Erkrankung, die bei Männern zu Haarausfall führen kann. Auf der anderen Seite ist die Kahlköpfigkeit bei Männern viel weniger zufällig und beginnt typischerweise an den Schläfen oder dem Scheitel deines Kopfes.

Was ist die Hauptursache für dünnes Haar bei Männern?

Wie bereits erwähnt, wird Haarausfall bei Männern fast immer durch bestimmte genetische Faktoren verursacht. Wie genau das Ausfallen der Haare vererbt wird, ist noch nicht bekannt. Dennoch wissen wir, dass dünnes Haar beim Mann dazu neigt, in Familien weitergetragen zu werden. Wenn viele Männer in deiner Familie Kahlköpfigkeit erfahren haben, wirst du es wahrscheinlich auch.

Abhängig von deiner Familienanamnese kann es bereits in jungen Jahren zu Haarausfall kommen, oder es betrifft dich erst nach dem 50. Wie auch dünnes Haar kann auch ein schwacher Bartwuchs durch deine Genetik kommen.

Weitere Ursachen für dünnes Haar können sein:

  • Stress
  • Medikamente
  • Schäden an Haar und Kopfhaut

Stress kann verschiedene Gesundheitszustände verursachen oder verstärken, aber wusstest du, stressbedingter Haarausfall relativ üblich ist? Wenn du Krebs oder eine andere Krankheit hattest, die eine schwere medizinische Behandlung erfordert, hast du möglicherweise bemerkt, dass bestimmte starke Medikamente Kahlheit oder Haarausfall bei Männern verursachen. Trägst du deine Haare oft in engen Pferdeschwänzen, Cornrows oder Zöpfen? In diesem Fall kannst du dein Haar und deine Kopfhaut schädigen.

Neben dem anlagebedingten Haarausfall beim Mann gibt es auch andere Ursachen für einen Haarverlust. Bilden sich kreisrunde haarfreie Stellen auf dem Kopf, kann es sich um kreisrunden Haarausfall handeln. Die lichten Areale entstehen dadurch, dass sich das Immunsystem gegen die Haarfollikel richtet. Kreisrunder Haarausfall kann bei einer besonders starken Ausprägung auch zu einem vollkommenen Haarverlust führen.

Dünnes Haar im Alter

Was kann man tun, wenn die Haare im Alter dünner werden? Stoffwechselprozesse verlangsamen sich während des Alterns. Das wirkt sich auf das Wachstum des Haares und die Struktur insgesamt aus. Dabei handelt es sich um einen völlig normalen Vorgang und keine Krankheit.

Auch die Talgproduktion nimmt im Laufe des Lebens ab. Sowohl Kopfhaut als auch Haar sind dann weniger geschützt und gepflegt. Es gibt zwar Pflegeprodukte, die speziell auf das Haar im Alter abgestimmt sind. Sie sollen extra Glanz verleihen und viel Feuchtigkeit spenden. Das Haar wird dadurch aber nicht automatisch wieder dicker.

Ein gesunder Lebensstil, mit einer vitamin- und abwechslungsreichen Ernährung trägt viel mehr dazu bei, dass Ihre Haare möglichst lang stark und dick wachsen.

Hormonelle Veränderungen

Hormonelle Veränderungen beeinflussen die Haarstruktur. Auch bestimmte Medikamente sind manchmal für dünner werdendes Haar verantwortlich. Beta-Blocker, bestimmte Blutverdünner oder Antidepressiva können sich negativ auf das Haarwachstum auswirken.

Schilddrüsenerkrankungen

Haben Sie den Verdacht, dass hormonelle Veränderungen oder Medikamente Ihre Haare dünner werden lassen, wenden Sie sich am besten an Ihren Arzt. Auch eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse ist ein möglicher Grund für dünne Haare bis hin zu Haarausfall. Sind Sie unsicher, holen Sie ärztlichen Rat ein.

Dünne Haare aufgrund von Vitaminmangel

Haare benötigen bestimmte Nährstoffe, die sie über die Haarwurzeln aufnehmen. Bekommen Sie zu wenig davon, werden sie möglicherweise dünn und brüchig - etwa, wenn ein Eisenmangel vorliegt. Wichtige Nährstoffgeber für die Haare sind außerdem:

  • Mineralstoffe wie Zink, Selen, Kupfer und Kalzium
  • essenzielle Fettsäuren, etwa Omega-3-Fettäuren
  • Vitamin A, C, D, E, H und B-Vitamine
  • Eiweiße

Um Ihre Haare mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen, ernähren Sie sich am besten vielseitig und ausgewogen. Falls Sie zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen möchten, sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt darüber. Überdosiert schaden Supplemente möglicherweise mehr als sie nützen.

Was tun gegen dünnes Haar?

Sehr feine Haare liegen oft platt am Kopf an und wirken schnell fettig. Wissenschaftler sprechen von dünnem Haar, wenn der Durchmesser eines einzelnen Haars nicht mehr als 0,04 Millimeter beträgt. Normal sind 0,05 bis 0,07 Millimeter. Helles, blondes Haar ist meist dünner als dunkles.

Die moderne Friseurkunst hat einige Tricks im Repertoire, um feines Haar zu stärken und zumindest voluminöser wirken zu lassen:

  • Kurzhaarfrisuren
  • Volumen-Styling-Produkte
  • Shampoos für dünnes Haar
  • Richtiges Föhnen
  • Verzicht auf cremige Pflegespülungen und -kuren
  • Streuhaar oder Schütthaar

Kurzhaarfrisuren können dünne Haare kaschieren, denn im Gegensatz zu langem Haar, gibt es keine ausgedünnten oder gar brüchige Längen. Neigen Sie jedoch zu Haarausfall, die bereits zu kahlen Stellen führen, eignet sich der kurze Haarschnitt weniger. Lassen Sie sich von Ihrem Friseur dazu beraten.

Volumen für sehr feines Haar können Styling-Produkte wie Schaumfestiger und Föhnlotionen bringen. Meersalz-Sprays machen das Haar griffiger und geben ebenfalls mehr Fülle. Verwenden Sie spezielle Shampoos für dünnes Haar. Diese beschweren das Haar nicht. Ziel ist, dass es luftig und locker fällt.

Richtiges Föhnen bringt Volumen. Dazu die Haare erst über Kopf, dann Strähne für Strähne mithilfe einer Rundbürste föhnen. Anschließend eventuell mit Haarspray fixieren. Hände weg von cremigen Pflegespülungen und -kuren. Sie beschweren das Haar, so dass es schnell schlapp und kraftlos wirkt.

Sogenanntes Streuhaar oder Schütthaar kommt aus der Dose und kaschiert kahle Stellen oder Geheimratsecken. Es handelt sich dabei um kleine Mikrofasern, die weitestgehend an Ort und Stelle bleiben, da sie statisch aufgeladen sind. Der Effekt hält aber nur bis zur nächsten Haarwäsche.

Hier sind einige Tipps für Haarwuchsmittel für Männer:

  • Gesunde Ernährung
  • Hydratisierte Kopfhaut
  • Haarvitamine
  • Kopfhautmassage
  • Vermeide Haarprodukte mit Natriumlaurylsulfat
  • Behandle Haar und Kopfhaut sanft

Wenn du zum Supermarkt gehst, stelle sicher, dass du dich mit reichlich Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Proteinen versorgst, die reich an Fettsäuren sind. Es gibt auch bestimmte Vitamine und Mineralien, die bei Haarausfall bei Männern helfen, einschließlich Biotin, Omega-3-Fettsäuren und Eisen.

Als Faustregel gilt, dass du täglich mindestens ein Drittel deines Körpergewichts in Dezilitern trinkst. Wenn du 80 Kilogramm wiegst, sind das 26 Deziliter. Das entspricht ca.

Auch sollten Sie eine wirkungsvolle Methode zur Stressbewältigung, wie Meditation, progressive Muskelentspannung oder Yoga erlernen und regelmässig ausüben.

Hausmittel gegen dünnes Haar

Was kann man noch gegen dünner werdendes Haar tun? Neben den genannten Maßnahmen gibt es auch einige Hausmittel, die helfen können, dünnes Haar zu stärken.

Probieren Sie beispielsweise folgende Hausmittel, um Ihre Haare zu stärken:

  • Avocado
  • Natürliche Öle (Rizinusöl, Kokosöl)
  • Salbei

Die Avocado ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und ungesättigten Fettsäuren. Doch sie versorgt den Körper nicht nur von innen mit Nährstoffen. Avocado kann auch als Hausmittel bei dünnem Haar helfen: Als Kur stärkt und pflegt sie die Haare.

Um die Kopfhaut zu pflegen und die Haare schon von der Haarwurzel an wieder zu stärken, greifen viele zu hochwertigen, natürlichen Ölen. Rizinusöl enthält Vitamin E, spendet Feuchtigkeit und wirkt beruhigend. Massieren Sie einige Tropfen Rizinusöl vor der Haarwäsche in die Kopfhaut und den Haaransatz. Lassen Sie dies einige Minuten lang einwirken. Das soll auch gegen Schuppen wirken.

Eine Studie an Mäusen hat gezeigt, dass Salbei positive Eigenschaften in Bezug auf das Haarwachstum besitzt. Wissenschaftler fanden heraus, dass die Heilpflanze sowohl das Wachstum als auch die Follikelbildung von Haaren stimuliert. Um daraus praktikable Empfehlungen für Menschen abzuleiten, muss zunächst jedoch weiter geforscht werden.

Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn Ihre Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, trotz Behandlung nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dünnes Haar bei Männern verschiedene Ursachen haben kann, darunter:

  • Genetische Veranlagung
  • Hormonelle Veränderungen
  • Ernährungsmängel
  • Stress

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Haarwachstum zu fördern, von Nahrungsergänzungsmitteln über topische Lösungen bis hin zu chirurgischen Eingriffen. Die Gesunderhaltung der Kopfhaut ist ebenfalls entscheidend für die Förderung des Haarwachstums.

Wer seinem Haar viel Aufmerksamkeit widmet, mag von manchen Menschen als eitel bezeichnet werden. Die aufmerksame Beobachtung des eigenen Körpers hat jedoch mit Eitelkeit nicht viel zu tun.

Hier ist eine Tabelle mit einigen wichtigen Nährstoffen und ihrer Bedeutung für das Haarwachstum:

Nährstoff Bedeutung für das Haarwachstum
Eisen Wichtig für den Sauerstofftransport zu den Haarwurzeln
Zink Unterstützt die Zellteilung und das Haarwachstum
Biotin Stärkt das Haar und fördert das Wachstum
Vitamin D Spielt eine Rolle bei der Bildung neuer Haarfollikel
Omega-3-Fettsäuren Sorgen für eine gesunde Kopfhaut und glänzendes Haar

Hier ist eine Liste von Tipps zur Vorbeugung von weiterem Haarausfall:

  • Höre auf, enge Pferdeschwänze oder Cornrows zu tragen.
  • Nimm dir Zeit, um Stress abzubauen.
  • Probiere eine Kopfhautmassage aus.
  • Verwende sanfte Produkte für dein Haar.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Haarwachstum zu fördern, von Nahrungsergänzungsmitteln über topische Lösungen bis hin zu chirurgischen Eingriffen. Die Gesunderhaltung der Kopfhaut ist ebenfalls entscheidend für die Förderung des Haarwachstums.

Unter der Bezeichnung „dünnes Haar“ versteht man lichter werdendes Haar, also einen Verlust der Haaranzahl. Dieser Verlust kann in vielen Fällen durch verschiedene Methoden rückgängig gemacht werden. Feines Haar im Sinne von einer geringen Haardicke lässt sich durch solche Verfahren meist nicht beeinflussen, da die Haarstruktur genetisch vorgegeben ist.

Wenn Männer oder Frauen unter dünnem Haar leiden, kann ein Mangel an Nährstoffen verantwortlich sein. Wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente für die Gesundheit der Haare und Haarwurzeln sind zum Beispiel Biotin, Zink, Eisen und Vitamin D3.

Kräftigeres Haar entsteht, wenn Haarwurzeln optimal versorgt und stimuliert werden, etwa durch gezielte Nährstoffe, eine gesunde Kopfhaut oder spezielle medizinische Behandlungen. Welche Methode am besten wirkt, hängt jedoch von der Ursache des Haarverlusts ab. Deshalb ist eine individuelle Beratung vor der Behandlung entscheidend.

Es ist völlig normal, dass sich die Haarstruktur und die Haardichte im Alter verändern. Der anlagebedingte Haarverlust ist auch in jungen Jahren nicht selten und stellt keine Erkrankung dar.

Männer müssen also nicht automatisch zum Arzt oder zur Ärztin, wenn der Haaransatz weiter nach hinten wandert oder sich lichte Stellen bilden. Rötungen, Juckreiz, andere Veränderungen an der Kopfhaut oder fleckenartige Haaraussparungen lassen Betroffene aber am besten von einem Dermatologen oder einer Dermatologin abklären.

Es gibt wenige wirksame Mittel, die Männer bei Haarausfall anwenden können. Die evidenzbasierte (S3)-Leitlinie zur Behandlung der androgenetischen Alopezie bei Männern empfiehlt die Wirkstoffe Minoxidil und Finasterid.

Minoxidil ist eigentlich ein Wirkstoff gegen Bluthochdruck. In fünfprozentiger Lösung oder als Schaum kann er, zweimal täglich auf die Kopfhaut aufgetragen, Haare leicht nachwachsen lassen und den Verlauf des Haarausfalls abmildern. Eine andere Option für Männer ist Finasterid, einmal täglich als Tablette eingenommen. Dieser Wirkstoff kann den Haarausfall über längere Zeit stabilisieren. Doch bei beiden Substanzen gibt es keine Wirkgarantie.

Betroffene können dem Haarverlust mit Selbstbewusstsein entgegentreten. Viele Männer entscheiden sich dazu, die Haare rundum kürzer zu rasieren, damit sich Geheimratsecken oder kahle Stellen nicht so deutlich abzeichnen. Doch nicht jeder kann sich gut mit dem Haarverlust und der anschließenden Leere auf dem Kopf abfinden. Eine Haartransplantation kann dann eine Lösung sein.

Dem anlagebedingten Haarausfall können Männer weder mithilfe von speziellen Nahrungsergänzungsmitteln noch Shampoos oder Tinkturen auf Kräuterbasis vorbeugen - schließlich bestimmt die Genetik darüber, wann das Haar ausfällt. Eine gesunde Ernährung ist aber in jedem Fall empfehlenswert, um der Haarwurzel genügend Nährstoffe für ein gutes Wachstum zu liefern.

Haarausfall bei Männern: Häufigkeit, Arten, Ursachen

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