Ein gepflegter Bart ist ein Zeichen von Stil und Selbstbewusstsein. Um den Bart gesund und attraktiv zu halten, ist die richtige Pflege unerlässlich. Ein wichtiger Bestandteil jeder Bartpflegeroutine ist das Bartöl. Es versorgt das Barthaar und die darunterliegende Haut mit Feuchtigkeit und Nährstoffen, beugt Juckreiz vor und sorgt für einen gesunden Glanz.
Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über Bartöle, ihre Vorteile, Anwendung und die besten Produkte auf dem Markt.
Viele Männer denken sich jetzt: Warum nicht das normale Shampoo fürs Kopfhaar auch für den Bart benutzen? Klar, die meisten Männer denken sich jetzt: Warum nicht das normale Shampoo fürs Kopfhaar auch für den Bart benutzen? Eine vernünftige Pflege des Zierhaars ist also unabdingbar.
Und schon nach den ersten Wochen fällt auf, dass Barthaare ihren eigenen Willen haben. Sie sprießen, kratzen und stehen in alle Richtungen ab. Deshalb sollte jedes Bartpflege-Set ein Bartshampoo enthalten. Danach will der Bart erst einmal in Form gekämmt oder gebürstet werden. Ein Bartpflege-Set ohne wenigstens eines der beiden Gadgets ist wenig zielführend.
Laut National Geographic tummeln sich im Barthaar mehr Bakterien als in Hundefell. Eine vernünftige Pflege des Zierhaars ist also unabdingbar.
Bartöle eignen sich sowohl für Männer, die anfangen, sich einen Bart wachsen zu lassen, als auch für diejenigen, die ihren Bart am liebsten kurz tragen oder sich gerne einen langen Vollbart stehen lassen möchten. Sie enthalten in der Regel eine Mischung aus natürlichen Pflanzenölen sowie ätherischen Ölen und helfen, dem Bart Geschmeidigkeit und einen gesunden Glanz zu verleihen, während sie gleichzeitig die Haut darunter mit Feuchtigkeit versorgen.
Bartöl versorgt das Haar mit Nährstoffen und es beugt juckender Haut vor. Ein Problem, das viele Bartträger nur zu gut kennen. Dazu spendiert es dem Haar Glanz. Besonders widerspenstige Haare bringt Öl aber nicht in Form.
Nicht nur Bartträger mit trockener Haut haben gelegentlich mit Schuppen zu kämpfen. Ein Bartöl versorgt die Gesichtshaut mit Feuchtigkeit sowie wichtigen Nähr- und Pflegestoffen. Vor allem mit einem dichten Bart ist die Haut darunter pflegebedürftig, da sie durch den Bart vor Umwelteinflüssen wie Sonnenlicht geschützt ist und die selbstproduzierten, feuchtigkeitsspendenden Fette, zum Beispiel mit dem Bartkamm, in die Barthaare verteilt werden.
Auch wer seinen Bart bevorzugt kürzer trägt oder erst damit beginnt, sich einen Bart stehenzulassen, kann Bart und Haut etwas Gutes tun. Bartöle unterstützen von Anfang an das gesunde Wachstum des Barthaares. Sie beugen Juckreiz vor und sorgen dafür, dass die Haut kontinuierlich bestens versorgt ist und die Barthaare sich gut aus der Haut herausschieben können.
Die Basis von Bartölen bilden sogenannte »Trägeröle« beziehungsweise »Basisöle«. Diese sind hauptsächlich für die Pflegewirkung verantwortlich und dienen als Träger für zusätzliche Stoffe wie Vitamine, ätherische Öle und Parfumdüfte. Zu den häufigsten Trägerölen gehören besonders hochwertige Öle wie Jojoba, Argan, Mandel, Traubenkern, Avocado, Macadamia oder Nachtkerze. Aber auch preiswertere Öle wie Sonnenblume, Raps, Sesam und Rizinus kommen gelegentlich zum Einsatz. Die konkrete Pflegewirkung unterscheidet sich leicht je nach Öl, doch die meisten sorgen für eine bessere Kämmbarkeit des Bartes, indem sie unter anderem krause Haare glätten.
Neben den Trägerölen werden in der Regel ätherische Öle hinzugefügt, die für den Duft eines Bartöls verantwortlich sind. Je nach Reihenfolge und Zusammensetzung ergeben sich hieraus sehr charakteristische Holzdüfte durch Zedernholzöl, Schwarzfichtenöl, Patschuliöl oder Zimtlorbeerbaumöl. Citrusdüfte beruhen auf Orangenöl, Zitronenöl, Grapefruitöl und Bergamotteöl. Um bestimmte Duftnoten zu ergänzen oder zu verstärken, wird oft auch Parfum eingesetzt.
Die meisten Bartöle duften über vier bis sechs Stunden hinweg, bei anderen verfliegt der Duft bereits nach ein bis zwei Stunden.
In vielen günstigeren Bartölen großer Marken stecken häufig auch synthetische Inhaltsstoffe wie Polybuten und Zungenbrecher wie »Pentaerythrityl tetra-di-t-butyl hydroxyhydrocinnamate«, die stellenweise als bedenklich eingeordnet werden. Oft lässt sich die Herkunft aber auch nicht zu 100 Prozent einordnen. So ist zum Beispiel der Zusatz Tocopherol bzw. Vitamin E grundsätzlich nicht bedenklich, oft ist jedoch unklar, ob es sich um ein Vitamin pflanzlichen oder tierischen Ursprungs handelt.
Bartöl wendet man idealerweise nach dem Duschen bzw. der Reinigung des Bartes an, wenn der Bart nicht mehr nass ist. Spezielle Bartshampoos sorgen zusätzlich für die optimale, milde Reinigung des Bartes.
Das Bartöl wird nicht direkt in den Bart, sondern auf die Handfläche geträufelt und anschließend kurz zwischen Fingern beziehungsweise Händen verrieben. Die Anzahl der Tropfen variiert je nach Bartlänge. Für kurze Bärte sind oft schon ein bis zwei Tropfen Bartöl ausreichend. Bei langen Vollbärten können es fünf oder mehr Tropfen sein. Hier sollte man zunächst mit weniger beginnen und sich an die richtige Menge herantasten. Nimmt man zu wenig, bleibt der Bart stumpf und kratzig, und die Menge kann erhöht werden. Nimmt man jedoch zu viel und der Bart glänzt unnatürlich ölig, muss man bis zur nächsten Bartwäsche warten.
Nachdem das Bartöl angewärmt wurde, massiert man das Öl an der Haut unter dem Bart ein und fährt mit den Fingern in Richtung Bartspitzen. So wird das Bartöl gleichmäßig von der Bartwurzel aus verteilt. Meist beginnt man am Kinn, geht dann zu den Wangen und dem Unterkiefer über und kümmert sich zuletzt um den Schnurrbart. Zum Schluss wird der Bart mit den Händen glatt gestrichen und in Form gebracht. Manch einer greift danach noch zum Bartkamm oder zur Bartbürste, um das Bartöl gleichmäßiger zu verteilen und etwas mehr Ordnung in die Barthaare zu bekommen.
Wichtig ist jedoch, dass das Bartöl sowohl die Haare als auch die darunterliegende Haut erreicht und dort gleichmäßig verteilt und leicht einmassiert wird. Das Öl wird im Anschluss nicht ausgespült. Glänzt der Bart unnatürlich stark, dauert es etwas, bis das Öl von den Barthaaren aufgenommen wird.
Je nach Bartlänge, Trockenheit der Barthaare und der Gesichtshaut kann Bartöl auch zweimal am Tag verwendet werden.
Sowohl Bartöl als auch Bartbalsam (oder auf Englisch »Beard Balm«) sind für die grundsätzliche Pflege des Barts geeignet. Bartbalsam besteht hauptsächlich aus Wachsen und Fetten, meist Bienen-, seltener pflanzlichem Carnaubawachs. Manchmal kommt auch Paraffin auf Erdölbasis zum Einsatz. Bis auf wenige Ausnahmen sind Beard Balms mehrheitlich noch nicht vegan und oft auch nicht sonderlich nachhaltig.
Bartöle sind aufgrund ihrer flüssigen Konsistenz weniger gut dazu geeignet, den Bart in Form zu bringen.
Das Öl sollte zunächst ebenfalls kurz zwischen den Händen verrieben werden, allerdings ist der Vorgang hier etwas angenehmer als bei einem wachsigen Balsam, den man erst aus der Dose bekommen muss.
Wir haben 29 Bartöle in der täglichen Praxis getestet und die Inhaltsstoffe überprüft. Hier sind einige der besten Bartöle im Überblick:
Das beste Bartöl für die meisten ist für uns das SatinNaturel Bio-Bartöl. Die Rezeptur kommt ohne Parfumzusätze aus und greift beim Duft ausschließlich auf ätherische Öle zurück, deren leicht süßliche Duftnote auf Zeder und Zitrus setzt. Der Duft ist dezent, nicht aufdringlich und verfliegt nach ein paar Stunden, ohne künstlich aufrechterhalten zu werden. Die Basisöle setzen sich zusammen aus Mandel-, Argan-, Jojoba-, Aprikosenkern- und Traubenkernöl. Damit werden der Gesichtsbehaarung und der Haut darunter alle für den Alltag notwendigen Pflege- und Nährstoffe geboten. Die Öle spenden mehr als ausreichend Feuchtigkeit, wodurch sich der Bart nicht trocken anfühlt und schön geschmeidig wird. Die Haut darunter leidet nicht unter Juckreiz und der Schuppenbildung wird vorbildlich vorgebeugt.
Allerdings bekommt man hier eine 100 Milliliter fassende Flasche geboten, die zwei- bis dreimal so viel Inhalt bietet, wie nahezu alle anderen Bartöle. Das Bartöl ist äußerst reichhaltig und aufgrund seiner Menge gut für dichte, lange Bärte geeignet. Für kürzere Bärte könnte die Flasche fast schon zu groß sein. Ein kleiner Nachteil der großen Flasche ist die ebenso große Pipette, die die einhändige Dosierung leicht erschwert, aber nicht unmöglich macht. Damit sie beim Herausziehen nicht zerbricht, sollte man etwas vorsichtiger sein als bei kürzeren Pipetten. Auf den alltäglichen Gebrauch hat sich dies bei uns aber nicht großartig ausgewirkt.
Mittlerweile gibt es eine neu designte Flasche, die auf einen Pumpspender setzt.
Anders als bei den meisten anderen Bartölen ist die Glasflasche verdunkelt und fast komplett schwarz. Das schützt den empfindlichen Inhalt vor Lichteinstrahlung, die die Wirkung der Öle sonst negativ beeinträchtigt.
Besonders gut gefallen hat uns die Auszeichnung eines anderen Produkts der Firma SatinNaturel mit dem Vegan Beauty Award der Tierschutzorganisation PETA.
Im Grundpreis meist etwas teurer als unser Testsieger, aber kaum weniger gut, ist das Rebels n‘ Saints Legends are unshaved 100% biologisches Bartöl. Bei der Duftkomposition setzt es ebenfalls auf Zitrus und Zeder. Statt süßlicher Vanille gesellt sich allerdings eine herbe Zimtnote hinzu, wodurch der Gesamteindruck etwas frischer und weniger schwer wirkt. Die Duftnote geht ein bisschen in Richtung Ingwer und erinnert uns fast nostalgisch verklärt an den Kaugummi Big Red. Die Pflegewirkung ist hervorragend. Die Mischung aus Sesamöl, Jojobaöl, Arganöl, Rizinusöl, Mandelöl, Kokosöl, Hanföl und Aprikosenöl sorgt für eine angenehme Kämmbarkeit der Barthaare, pflegt die darunterliegende Haut und hält sie feucht. Für den Duft sind Zedernholzöl, Zimtblätteröl und Zitronengrasöl verantwortlich. Einen weiteren Parfumzusatz gibt es nicht. Das Bartöl von Rebels n‘ Saints ist sehr reichhaltig. Entsprechend benötigen kurze Bärte nur wenige Tropfen. Während der Pumpspender im Prinzip recht praktisch ist, gestaltet sich das Abmessen kleinerer Mengen aber etwas schwierig. Zwei komplette Pumpstöße waren für unseren etwa 8 Zentimeter langen Vollbart fast schon zu viel.
Das Rebels n‘ Saints Bartöl überzeugt uns mit hochwertigen Ölen ohne weitere Parfumzusätze.
Wer mit einem wilden Bart zu kämpfen hat, der gerne mal in alle Richtungen absteht und nicht ständig zu Beard Balm greifen möchte, sollte einen Blick auf das Sapiens Organic Beard Oil Wild Forest werfen. Verglichen mit dem restlichen Testfeld ist die Konsistenz dieses Bartöls recht zähflüssig. Der Bart lässt sich damit besser in Form bringen, wobei das Öl natürlich nicht den gleichen Halt bietet wie feste Produkte. Leider kommt das Sapiens Organic Beard Oil nicht ohne den Zusatz von Parfum aus, weshalb Allergiker aufpassen müssen. Die Duftnote »Wild Forest« erinnert uns an leicht süßliches Holz. Allerdings nicht an frische Nadelbäume, sondern Laubholz, fast schon in Richtung Mahagoni. Bei den Inhaltsstoffen beschränkt sich das Bartöl von Sapiens auf vier Öle: Mandelöl, Rizinusöl, Jojobaöl und Arganöl. Alle Öle stammen aus biologischem Anbau, was durch das Ecocert-Siegel gewährleistet ist. Die Pflegewirkung hat uns ausgezeichnet gefallen. Die Dosierung über den Pumpspender funktioniert gut und auch eine kleinere Menge des reichhaltigen Öls lässt sich ordentlich dosieren. Das Fläschchen ist aus Mattglas und hebt sich dadurch optisch von den meisten Bartölen ab. Allerdings schützt es die Inhaltsstoffe nicht so gut vor Licht wie getöntes Glas. Konsistenz und Wirkung des Sapiens Organic Beard Oil Wild Forest konnten uns am Ende absolut überzeugen.
Der süßliche Vanilleduft erinnert an gebrannte Mandel, hat allerdings eine leicht buttrige, schwere Note. Das Striking Viking Bartöl Vanille empfehlen wir allen, die auf der Suche nach einem süßlichen Duft sind. Aufmachung und Herkunft des Striking Viking Bartöls haben uns zunächst an die Vielzahl von billigen China-Importen erinnert. Bei der Anwendung wurden wir allerdings positiv überrascht. Der Bart hat einen gesunden Eindruck gemacht und unsere sonst eher empfindliche Haut hat nicht gejuckt. Da es ohne den Zusatz von Parfum und deklarierungspflichtigen Duftstoffen auskommt, ist es auch für Allergiker geeignet. Für den Duft sorgt der Zusatz von Vanilleöl, der dadurch aber auch etwas schwerer wirkt und fast schon in eine buttrige Richtung geht. Das mag nicht unbedingt jeden Geschmack treffen, uns und unserem Umfeld hat es allerdings durchaus zugesagt. Als Trägerstoffe werden hochwertige Pflegeöle verwendet: Traubenkernöl, Mandelöl, Jojobaöl und Arganöl pflegen Haut und Haare und sorgen für eine gute Kämmbarkeit. Zusätzliches Vitamin E unterstützt die Hautpflege.
Den schweren Duft des Striking Viking Bartöl Vanille muss man natürlich mögen. Trifft das zu, bekommt man mit diesem Bartöl ein sehr preiswertes Produkt, das alles bietet, was ein Bartgesicht an Pflege benötigt.
Neben den oben genannten Bartölen gibt es noch viele weitere Produkte auf dem Markt. Hier ist eine Übersicht einiger weiterer empfehlenswerter Bartöle:
| Produkt | Textur | Hauttyp | Menge | Vegan | Besondere Eigenschaften |
|---|---|---|---|---|---|
| King C. Gillette Bartöl | Öl | Alle | 30ml | Ja | Pflanzenöle, feuchtigkeitsspendend |
| L'Oréal BarberClub Bartöl | Öl | Alle | 30ml | K/A | Günstig, leichte Textur |
| Oak Bartöl | Öl | Alle | 30ml | Ja | Bio-Qualität, hochwertige Inhaltsstoffe |
| La More PureBlend Beard Elixir | Öl | Alle | 30ml | Ja | Hochwertige Inhaltsstoffe, angenehme Textur |
| Vinsk Premium-Bartöl | Öl | Alle | 30ml | Ja | Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis,leichter Duft |
| Hairlust Wonder Beard Grooming Oil | Öl | Alle | 45ml | Ja | unterstützt Bartdichte, zertifizierte Naturkosmetik |
| Annemarie Börlind Men System Energy System Boost 2-Phasen Bart-Öl | Öl | Alle | 30ml | K/A | innovatives Konzept, zieht schnell ein |
| Störtebekker Premium Bartöl Crusoe | Öl | Alle | 50ml | Ja | großzügige Flasche, angenehmer Duftmix |
| Rituals Bartöl | Öl | Alle | 30ml | Ja | feuchtigkeitsspendendentwirrend, angenehmer Geruch |
| Proraso Bartöl | Öl | Alle | 30ml | K/A | glättet den Bart, angenehmer Duft |
| Le Labo Bartöl | Öl | Alle | 60ml | K/A | pflegende Öl-Mischung, macht Bart superweich |
Ein Bartöl ist ein unverzichtbares Produkt für jeden Bartträger. Es pflegt das Barthaar und die darunterliegende Haut, beugt Juckreiz vor und sorgt für einen gesunden Glanz. Bei der Wahl des richtigen Bartöls sollte man auf die Inhaltsstoffe, den Duft und die individuellen Bedürfnisse des Bartes achten. Mit der richtigen Pflege wird Ihr Bart zum Blickfang!
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