Eine Haartransplantation ist eine ästhetische Behandlungsmethode, die dazu dient, das Erscheinungsbild optisch ansprechender zu gestalten. Dabei werden Haare von einer Körperstelle an eine andere gesetzt, um kahle oder ausgedünnte Bereiche aufzufüllen. Der Eingriff funktioniert nur mit den eigenen Haaren, weshalb Fachleute auch von einer Eigenhaartransplantation sprechen.
Nach einer Haartransplantation ist es wichtig, den Heilungsprozess optimal zu unterstützen und Komplikationen wie Infektionen zu vermeiden. Eine Erkältung kann diesen Prozess beeinträchtigen, daher ist es wichtig zu wissen, was zu tun ist.
Bei einer Haartransplantation (Haarverpflanzung) werden Haare von einer Körperstelle an eine andere gesetzt. Die zu transplantierenden Haare werden Bereichen ausgewählt, wo noch ein gesundes Haarwachstum stattfindet. Meist handelt es sich dabei um eine Partie aus dem Haarkranz am Hinterkopf. Findet sich am Kopf keine Stelle mit ausreichender Haardichte, können aber auch Haarfollikel aus dem Bart-, Brust-, Rücken-, oder Wadenbereich verwendet werden.
Die gesunden Haare werden in sogenannten follikularen Einheiten in kahle oder ausgedünnte Bereiche verpflanzt. Jede dieser Einheiten besteht aus ein bis vier Haarwurzeln, die von Fachleuten als "Graft" bezeichnet wird. Mithilfe einer Haarverpflanzung lässt sich nicht nur das Kopfhaar verdichten, möglich sind auch eine Augenbrauentransplantation sowie bei Männern eine Barttransplantation.
Je nach Ausmaß des Haarausfalls und Wunsch des*der Patient*in werden bei einer Haartransplantation bis zu 4.000 Grafts umgepflanzt. Um die Haare aus dem Spenderbereich zu entnehmen, gibt es verschiedene Methoden:
Der Heilungsverlauf hängt von der Transplantationstechnik, der Menge der verpflanzten Haare sowie der individuellen Wundheilung des*der Patient*in ab. Unmittelbar nach der Transplantation wird ein Druckverband angelegt. Dieser kann in der Regel nach drei bis vier Tagen vom Arzt oder der Ärztin entfernt werden.
Durch die Transplantation entstehen Krusten. Bis sich diese ablösen, sollte möglichst auf die normale Haarwäsche mit Shampoo verzichtet werden. Im Anschluss empfiehlt es sich, auf mildes, pH-neutrales Shampoo zurückzugreifen.
Bis das Ergebnis der Haartransplantation vollständig sichtbar ist, können mehrere Monate vergehen. Denn bis die neu verpflanzten Haare zu wachsen beginnen, dauert es circa acht bis zwölf Wochen. Unmittelbar nach dem Eingriff kann es sogar zu einem vorübergehenden Haarausfall kommen, da das Hautgewebe stark gereizt ist.
Nach einer Haartransplantation wird empfohlen, für mindestens zwei Wochen auf Sport zu verzichten. Das gilt besonders für Aktivitäten, die intensives Schwitzen verursachen. Denn dies kann die frisch verpflanzten Haarfollikel reizen und das Infektionsrisiko erhöhen.
Eine Erkältung kann den Heilungsprozess nach einer Haartransplantation beeinträchtigen. Hier sind einige wichtige Punkte, die Sie beachten sollten:
Es ist wichtig, den Kopf sauber und trocken zu halten und körperliche Anstrengungen zu vermeiden, um eine Infektion zu vermeiden.
Die richtige Pflege ist entscheidend für den Erfolg der Haartransplantation:
Belassen Sie das Shampoo bei der ersten Haarwäsche für etwa 30 Minuten im Haar und spülen Sie es anschließend mit lauwarmen Wasser vorsichtig von vorne nach hinten aus. Anschließend tupfen Sie den Transplantationsbereich vorsichtig mit einem Handtuch trocken. Den Spenderbereich der Haargrafts waschen Sie bitte mit demselben Shampoo wie für den Donorbereich. Hier dürfen Sie das Shampoo gründlich für zwei Minuten einmassieren.
Anschließend wird eine Lotion im gesamten Haarbereich aufgetragen, die Sie etwa 20 Minuten einwirken lassen. Diese Prozedur führen Sie über zehn Tage lang täglich einmal durch.
Die Krusten fallen ab dem siebten bis zehnten Tag größtenteils von selbst ab. Sollten sie nicht von alleine abgehen, kann man vorsichtig mit etwas Reibung von vorne nach hinten nachhelfen. Sie sollten allerdings keinesfalls die Krusten mit allzu großem Kraftaufwand entfernen, da Sie dadurch die Grafts schädigen könnten.
Spätestens ab den 15. Mit den Krusten fallen auch einige Haare aus. Die Haarwurzeln werden durch die Transplantation und den damit verbundenen Sauerstoffmangel geschwächt. Dies ist ein natürlicher Vorgang und es besteht kein Grund zur Besorgnis, da die Haarwurzeln nur vorübergehend geschwächt sind. Nach fünf bis sechs Monaten wachsen an diesen Stellen zunächst feine dünne und anschließend kräftige Haare nach.
In seltenen Fällen können auch die Haare am Rand des Transplantationsbereichs ausfallen. Hair-Loss-Shock betrifft nur einen geringen Teil unserer Patienten. Dabei kommt es zum Verlust verbliebener Haare. Diese wachsen jedoch im Laufe von fünf bis sechs Monaten mit den transplantierten Haaren nach.
Die Wundheilung ist in der Regel nach drei bis vier Wochen abgeschlossen.
Nach einer Haartransplantation ist es essenziell, eine Infektion zu vermeiden, da diese die Anwuchsrate der neu verpflanzten Haare erheblich beeinträchtigen kann. Um eine Entzündung nach der Haartransplantation zu vermeiden, sollten Sie einige wichtige Verhaltensweisen beachten:
Wenn Sie den Verdacht haben, dass eine Infektion nach Ihrer Haartransplantation vorliegt, ist es wichtig, die Kopfhaut sorgfältig zu beobachten. Achten Sie auf typische Symptome wie Schwellungen, Rötungen und Druckschmerz. Kontaktieren Sie umgehend die Klinik, wenn die Symptome anhalten.
Durch das richtige Verhalten nach der Haartransplantation tragen Sie Ihren Teil zum strahlend vollen Haar bei.
Wie viel eine Haartransplantation kostet, ist abhängig von der angewandten Methode sowie der Anzahl der Haare, die verpflanzt werden. In den meisten Fällen ist mit einem Preis zwischen 3.000 und 10.000 Euro zu rechnen. In Deutschland beträgt der durchschnittliche Preis rund 5.000 bis 6.000 Euro, während der Eingriff in Ländern wie der Türkei etwas günstiger ist.
In der Regel muss die Behandlung selbst gezahlt werden. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten lediglich, wenn der Haarausfall durch eine Verletzung oder Hauterkrankung bedingt ist und/oder schwere psychische Leiden auslöst.
Die Haartransplantation lässt sich ambulant durchführen und gilt grundsätzlich als ein risikoarmer und unkomplizierter Eingriff. Auch die Operation an sich ist schmerzfrei, da die Transplantationsareale lokal betäubt werden.
Trotzdem kann es im Anschluss an den Eingriff in seltenen Fällen zu Komplikationen kommen:
Woran erkennt man eine misslungene Haartransplantation?
Es ist wichtig, sich vor dem Eingriff umfassend zu informieren und eine geeignete Praxis zu finden. Grundsätzlich empfiehlt es sich, eine*n Fachärztin*Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie zu konsultieren.
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann eine ärztliche Beratung nicht ersetzen.
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