Glänzendes, voluminöses und seidig glattes Haar wünschen sich viele. Mit der richtigen Pflege lässt sich dieses Ziel durchaus realisieren oder zumindest ein Ergebnis erzielen, das dem sehr nahe kommt. Allerdings ist es nicht einfach, das richtige Produkt für sich zu finden, da das Haar je nach Alter, Ernährung, Lebensumständen und Haarstruktur unterschiedliche Bedürfnisse hat. Zudem achten immer mehr Verbraucher darauf, dass sie Produkte kaufen, die möglichst wenige schädliche Inhaltsstoffe enthalten.
Insgesamt wurden 44 Shampoos getestet, um das beste für die meisten zu finden. Hier werden einige der überzeugendsten Produkte vorgestellt, wobei besonderes Augenmerk auf Shampoos ohne Silikone gelegt wird.
Das Jean&Len Volumen Shampoo hat in allen Bereichen überzeugt. Es macht das Haar angenehm weich und leicht. Zudem kommt es - anders als viele andere - ohne Parabene, Silikone und Co. aus. Es wurde speziell für kraftloses, feines Haar entwickelt. Der Duft ist dezent floral und angenehm. Die vegane Formulierung wird von Jasmin und Holunder bestimmt. Jasminöl-Extrakt wirkt hydratisierend und soll die Haarwurzeln sowie die Längen stärken und so für mehr Volumen sorgen. Zudem bringt Jasmin antivirale und antibakterielle Eigenschaften mit sich, was perfekt für sensible und schuppige Kopfhaut ist.
Das dünnflüssige Shampoo lässt sich gut dosieren und schäumt beim Verteilen im Haar stark, sodass es gut im gesamten Haar verteilt werden kann. Beim Ausspülen fühlt sich das Haar direkt sauber und schön schwer an. Das finale Ergebnis sind Haare, die superweich, leicht und voluminös sind.
Im Juli 2024 wurde das Jean&Len Volumen Shampoo auch von Öko Test unter die Lupe genommen.
Ein Shampoo, das auf den ayurvedischen Beauty-Standards aufbaut: Das Khadi Aryuvedisches Elixier Shampoo Rose Repair soll die Haare in der Tiefe regenerieren. Das Endergebnis der Haarstruktur ist überzeugend: weich, leicht und glänzend. Dafür kommen natürliche Inhaltsstoffe zum Einsatz, ohne Silikone und Co.
Bereits die äußere Gestaltung des Produkts fällt positiv auf. Neben der ästhetischen Aufmachung liefert die Umverpackung auch substanziellen Informationsgehalt. So finden sich dort Angaben zum Cosmos-Natural-Siegel, zu den Inhaltsstoffen sowie zu den Grundlagen des ayurvedischen Pflegeansatzes, auf dem die Rezeptur basiert.
Im Zentrum der Formulierung steht die Rose. Ihr Duft ist deutlich wahrnehmbar und verbindet sich mit einer herb-würzigen Note zu einer harmonischen Komposition. Neben dem Rosenextrakt, das laut Hersteller über 400 aktive Wirkstoffe enthält, finden sich weitere Pflanzenbestandteile mit traditioneller Wirkung. Süßholzwurzel soll antioxidativ wirken, Amla-Beere das Haar von innen heraus regenerieren, während Shikakai Feuchtigkeit spendet.
Der angegebene pH-Wert von 4,5 bis 5,0 liegt im Bereich des natürlichen pH-Werts von Haar und Kopfhaut - ein Detail, das für eine ausgewogene, hautverträgliche Formulierung spricht. In der Anwendung zeigt sich das Shampoo als ergiebig und gut dosierbar. Bereits eine kleine Menge genügt, um das Haar gründlich zu reinigen. Der Schaum ist fein, die Verteilung im Haar gelingt mühelos. Nach dem Trocknen überrascht das Ergebnis positiv: Die Haare fühlen sich leicht an, fallen natürlich und zeigen eine definierte Lockenstruktur. Einziger Kritikpunkt bleibt der recht hohe Preis.
Das Lavera Pflegeshampoo Family wird seinem Namen gerecht: Es bietet tolle Pflege für Kinder und Erwachsene. Dafür kommen unter anderem Bio-Apfel und Bio-Quinoa zum Einsatz. Dass die gesamte Rezeptur biologisch abbaubar ist, verschafft dem Shampoo einen weiteren Pluspunkt.
Mit seiner sanften Komposition aus natürlichen Inhaltsstoffen eignet sich das Pflegeshampoo Family von Lavera für die ganze Familie. Bio-Apfel und Bio-Quinoa sind die beiden Star-Inhaltsstoffe im Lavera Family Shampoo für jeden Haartyp. Sie sollen für eine zarte Behandlung und eine spür- und sichtbare Extraportion Geschmeidigkeit sorgen. Haare und Kopfhaut werden schonend behandelt. Und das laut Hersteller ganz unabhängig davon, ob das gewaschene Haar lang, gelockt, normal oder reif ist.
Beim Waschen fühlt sich das Haar weich und schwer an. Der Duft ist angenehm und dezent. Jedoch ist es gar nicht so einfach, das Öko-Shampoo restlos wieder auszuspülen. Es braucht einiges an Überkopf-Waschen, und selbst dann scheinen noch kleine Spuren im Haar zu sein. Das trockene Haar ist deshalb leicht beschwert und fettet recht schnell nach.
Alles in allem überzeugen beim Lavera Pflegeshampoo Family vor allem die Inhaltsstoffe - unter denen natürlich keine Silikone und weder wasserlösliches noch wasserfestes Mikroplastik zu finden sind. Auch, dass das Öko-Shampoo ein so großes Spektrum an Altersgruppen und Haarstrukturen abdeckt, ist durchaus interessant. Ärgerlich ist hingegen, dass es sich so schwer auswaschen lässt.
Ein Shampoo, das für Balance sorgt: Das Swiss-O-Par Shampoo Teebaumöl wurde für gereizte Kopfhaut und gegen Schuppen entwickelt. Ein Ziel, das hier mit wenigen, aber dafür effektive Inhaltsstoffe erreicht wird.
Das Shampoo Teebaumöl von Swiss-O-Par ist ein besonderes, denn es geht gezielt gegen Kopfhautreizungen, Schuppen und fettiges Haar vor - und diesen Job erfüllt das Produkt aus der Naturkosmetik wirklich gut. Hauptwaffe in der Formulierung: Teebaumöl. Unverkennbar übrigens auch am Geruch, den man natürlich mögen oder zumindest akzeptieren muss, denn das Naturkosmetik-Shampoo riecht wirklich intensiv danach.
Alles, was Kopfhaut und Haare brauchen, um ins Gleichgewicht zu kommen: Das Anti-Juckreiz Shampoo von Salthouse setzt auf beruhigende und feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Mineralien aus dem Toten Meer.
Silikonöle in Haarpflege- und Stylingprodukten gehören zwar noch zum Mainstream, aber der „Ohne-Silikone-Trend“ setzt sich immer stärker durch. Verspricht ein Shampoo Geschmeidigkeit und Glanz, sind meist Silikone im Spiel. Sie legen sich wie ein Film um das Haar und sorgen so für eine weiche und glänzende Oberfläche. Während Silikone oft haptische und optische Wunder wirken, beschweren sie allerdings vor allem feines Haar und sorgen zudem für schnelles Nachfetten.
Silikone lassen sich nicht einfach so ausspülen. Das bedeutet, dass sich bei jeder Haarwäsche neue Silikon-Partikel auf den Haaren und der Kopfhaut ansammeln und beides künstlich versiegeln. Weitere Pflege dringt dann erst gar nicht mehr zu den Haaren vor.
Es wird zwischen wasserlöslichen und nicht wasserlöslichen Silikonen unterschieden, wobei erstere als besser gelten - zumindest was die Verträglichkeit für Haut und Haar betrifft. Im Test wurden vor allem nicht wasserlösliche Silikone als problematisch bewertet. Gut für die Umwelt sind allerdings beide Varianten nicht, denn die feinen Partikel können im Klärwerk nicht komplett herausgefiltert werden.
Neben Silikonen gibt es weitere Inhaltsstoffe, die in Shampoos kritisch gesehen werden:
Dass diese Substanzen dennoch regelmäßig auf den Listen der Inhaltsstoffe zu finden sind, liegt unter anderem an ihren positiven Wirkungen. Das ist selbstverständlich keine Rechtfertigung für ihren fortwährenden Einsatz und wird zunehmend kritisch gesehen, was viele Verbraucher auch immer eindeutiger mit ihrem Kaufverhalten zeigen.
Damit ein Shampoo optimal wirken kann, lohnt es sich, beim Haarewaschen ein paar Dinge zu beachten. Bereits vor dem Duschen können Sie Ihr Haar auf die bevorstehende Wäsche vorbereiten. Viele verwenden beim Einschäumen der Haare zu viel Shampoo. Dabei ist bereits eine haselnussgroße Menge ausreichend. Mehr sollte - bei einem guten Shampoo - nicht nötig sein. Vor allem, weil stets nur der Ansatz und die Kopfhaut eingeseift werden sollten. Wird das Shampoo ausgespült, werden Längen und Spitzen automatisch mitgewaschen.
Stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Haare gründlich auswaschen. Shampooreste können das Haar unnötig beschweren und für schnelles Nachfetten sorgen. Deshalb so lange spülen, bis sich die Haare wirklich sauber und frei von Schaum und Shampoo anfühlen.
Nicht jedes Shampoo funktioniert für jeden Haartyp. Hier ein kleiner Überblick über die verschiedenen Shampoo-Arten:
Auch wenn in diesem Test viele Produkte mit vorwiegend natürlichen Inhaltsstoffen vertreten waren, bleibt bei den Flüssig-Shampoos stets das Problem der Verpackung. Immer mehr Menschen wechseln deshalb zu festem Shampoo oder Haarseifen, die einfach in einer umweltfreundlicheren Pappschachtel verpackt werden können.
Festes Shampoo ist quasi flüssiges Shampoo, dem Wasser entzogen wurde. Viel mehr Unterschiede gibt es gar nicht. So schäumt eine Haarseife ebenso wie sein flüssiger Bruder und kann zudem mit den gleichen pflegenden Ergebnissen punkten. Deshalb entscheiden sich immer mehr für feste Shampoos, zumal diese umweltfreundlich in Papier oder Pappe verpackt werden können. Übrigens: Auch auf der Liste der Inhaltsstoffe findet sich in der Regel kein Plastik, auch nicht in Form von Mikroplastik.
Bei einer Untersuchung von Shampoos für coloriertes Haar hat Naturkosmetik am besten abgeschnitten. Die Zeitschrift "Öko-Test" (7/2021) testete insgesamt 20 Produkte für gefärbtes und getöntes Haar. Die drei Shampoos mit Naturkosmetikzertifikat schnitten mit "sehr gut" ab.
Unter den konventionellen Produkten fanden sich fünf "gute", drei "befriedigende" und vier "ausreichende" sowie fünf, die durch den Test gefallen sind.
In fast allen konventionellen Shampoos kritisierten die Tester das anionische Tensid Sodium Laureth Sulfate (SLES), nur eines war frei davon. Bei dem Tensid handelt es sich um Polyethylenglykol (PEG) beziehungsweise seine Derivate, die die Haut durchlässiger machen können für Fremdstoffe.
Die Liste der von "Öko-Test" kritisch gesehenen Inhaltsstoffe in Farbshampoos ist aber noch länger. In mehr als der Hälfte der Produkte waren synthetische Polymere oder Silikone enthalten. Silikone lassen das Haar zwar kurzfristig glänzen, auf Dauer können sie es aber stumpfer wirken lassen. Zudem können sie der Umwelt schaden, weil sie sich nur schwer wieder abbauen. Gleiches gilt für synthetische Polymere.
Vier Produkte enthielten zudem den künstlichen Duftstoff Hydroxycitronellal, der Allergien auslösen kann. Und damit nicht genug zum Thema Duftstoffe: In drei Farbshampoos entdeckte das Labor künstliche Moschusdüfte. Diese können sich im menschlichen Fettgewebe anreichern und verbreiten sich überall in der Umwelt.
Zudem entdeckten die Tester einige Stoffe, die nur in ein oder zwei Produkten im Test enthalten waren:
Durch den Test fielen folgende fünf Produkte, in denen mehrere der genannten umstrittenen Stoffe steckten:
Getestet wurden insgesamt 20 Shampoos für coloriertes Haar, darunter drei Naturkosmetikprodukte. Sie kosteten zwischen einem Euro und fast 16 Euro pro 250 Milliliter.
L'Oréal ist Marktführer für Kosmetik in Deutschland und unterhält im Bereich Haarpflege drei hauseigene Marken: EverPure, EverRich und Elvital. Für nicht weniger als sieben verschiedene Haartypen präpariert das Unternehmen die für den Anwendungsfall maßgeschneiderte Haarkosmetik mit Shampoo und Pflege heraus. So finden sich zwischen bis zu 32 verschiedene Produkte speziell für normales, coloriertes, dünnes, krauses, trockenes Haar oder gegen Schuppen, und mit Pflege gegen Haarverlust und für Haar im Alter werden mit einer Handvoll Spezialshampoos pflichtbewusst auch kleinere Segmente bedient.
Den größten Anteil stellt das Sortiment für trockenes, coloriertes und feines Haar mit 32, 20 respektive 13 unterschiedlichen Shampoos, Spülungen und Kuren. Für L’Oréal besonders bedeutend ist die Pflege colorierten Haares.
Geht es um Qualitätsurteile bei Pflegeeigenschaften, belegen L'Oréal-Shampoos in Produkttests mit schöner Regelmäßigkeit vordere Plätze - mit Ausnahme des Elvital Pflege-Shampoos Color-Glanz, das bei Stiftung Warentest (4/2012) wegen zu hoch gepriesener Farbschutzwirkung mit einem „Mangelhaft“ durchfiel.
L'Oréal gilt als einer der wenigen Shampoohersteller, die mit sulfatfreier und silikonarmer Haarpflege werben. Insbesondere hinter der Serie „EverRich“ für trockenes Haar verbergen sich Shampoos ohne austrocknende Sulfate. Produkt-Vorteile werden hier insbesondere durch sanfte Reinigung des Haares versprochen, wobei der Haarfaser zugleich nährende und reparative Aspekte zufließen sollen.
Die Wahl des richtigen Shampoos hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich Haartyp, persönlichen Vorlieben und dem Wunsch, schädliche Inhaltsstoffe zu vermeiden. Shampoos ohne Silikone sind eine gute Wahl für alle, die ihr Haar auf natürliche Weise pflegen und gleichzeitig die Umwelt schonen möchten. Die vorgestellten Produkte bieten eine Vielzahl von Optionen für unterschiedliche Bedürfnisse und Vorlieben.
Tabelle: Vergleich ausgewählter Shampoos ohne Silikone
| Shampoo | Besondere Eigenschaften | Hauptinhaltsstoffe | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Jean&Len Volumen Shampoo | Vegan, ohne Parabene und Silikone | Jasminöl-Extrakt, Holunder | Kraftloses, feines Haar |
| Khadi Aryuvedisches Elixier Shampoo Rose Repair | Ayurvedische Rezeptur, Cosmos-Natural-Siegel | Rosenextrakt, Süßholzwurzel, Amla-Beere, Shikakai | Alle Haartypen |
| Lavera Pflegeshampoo Family | Biologisch abbaubar, ohne Mikroplastik | Bio-Apfel, Bio-Quinoa | Kinder und Erwachsene, alle Haartypen |
| Swiss-O-Par Shampoo Teebaumöl | Gegen Kopfhautreizungen und Schuppen | Teebaumöl | Gereizte Kopfhaut, Schuppen, fettiges Haar |
| Salthouse Anti-Juckreiz Shampoo | Beruhigend und feuchtigkeitsspendend | Mineralien aus dem Toten Meer | Juckende Kopfhaut |
tags: #elvital #shampoo #silikonfrei #test
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