Unerwartete Werbe- und Marketingmaßnahmen begleiteten in den vergangenen Jahren den Siegeszug des Alpecin Coffein-Shampoos. Dabei sorgte vor allem der Slogan „Doping für die Haare“ bei seiner Einführung für kontroverse Diskussionen. Seit über 10 Jahren ist der Claim „Doping für die Haare. Nur für die Haare“ untrennbar mit der Werbestrategie von Alpecin für seine Coffein-Shampoos verbunden.
Alpecin Coffein-Shampoo
Die provokante Wortwahl ist aber wissenschaftlich fundiert. Das Coffein-Shampoo hat sich in vielen Fällen als wirksames Mittel gegen Haarausfall erwiesen. Haarausfall ist das Thema Nr. 1 bei Männern, jeder zweite Mann ist betroffen. In den allermeisten Fällen ist es erblich bedingter Haarausfall. Durch die Veranlagung reagieren die Haarwurzeln überempfindlich auf das so genannte DHT-Testosteron. Es schneidet die Energieversorgung ab und schwächt so die Haarwurzeln. Ihre Wachstumsphasen werden verkürzt und die Lebensdauer ist zu früh beendet. Es kommt zu Glatzenbildung.
Mit Hilfe des Coffein-Shampoos von Alpecin kann man Coffein durch tägliche Haarwäsche bis an die Haarwurzeln bringen. Innerhalb von nur zwei Minuten gelangt es am Haarschaft entlang dorthin und kann seine Wirkung entfalten.
Die Resonanz bei den Verbrauchern gibt den Bielefeldern Recht. Alpecin ist nicht nur die Nr. 1 gegen Haarausfall in Deutschland, sondern hat sich auch führende Marktpositionen in Österreich, in der Schweiz und in England erobert. Die Erfolge reichen inzwischen sogar bis nach Übersee. Aufgrund kultureller Gegebenheiten bietet der asiatische Markt großes Potenzial. Insbesondere gilt volles Männerhaar als ein Statussymbol für Stärke. Dazu besteht großes Vertrauen in deutsche Produkte.
Nun reformuliert der Hersteller den umstrittenen Slogan, der national und international die Gemüter erhitzt hat - jedoch ohne die provokante Linie zu verlassen: Nach „Doping für die Haare“ wirbt Alpecin künftig mit dem Slogan „Doping für die Kopfhaut“. Dabei handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Abkehr vom alten Claim, sondern um eine Weiterentwicklung. Alpecin möchte im Jahr 2019 die Kopfhaut kommunikativ in den Fokus rücken. Denn: Die meisten Menschen denken haarzentriert: „Ich habe fettiges Haar“, „ich habe schuppiges Haar“, „ich möchte schönes Haar“. Doch Haare sind nur sogenannte Hautanhangsgebilde. Der Zustand des Haares hängt maßgeblich vom Zustand der Kopfhaut ab.
Die Bedeutung der Kopfhautpflege
Da die Kopfhaut eine Verlängerung der Gesichtshaut ist, benötigt sie ebenfalls eine entsprechende Pflege. Probleme mit der Kopfhaut sind weit verbreitet: Nur 17 Prozent der Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 65+ geben an, nicht unter Kopfhautproblemen zu leiden.
Der Launch des neuen Alpecin Hybrid Coffein-Liquid läutet die geänderte Kommunikationsstrategie ein. Bei einem Liquid handelt es sich um ein sogenanntes Leave-On-Produkt, das morgens und nach jeder Haarwäsche mit einer Dosierspitze direkt auf die Kopfhaut aufgetragen wird und dort verbleibt. Anders als beim Shampoo wird ein Liquid nicht ausgespült, sondern kann seine Wirkung über eine längere Zeit an der Kopfhaut entfalten. Gegenüber auswaschbaren Produkten hat das den Vorteil, dass die Kopfhaut besonders nachhaltig gepflegt wird. Gesunde Haare benötigen eine gesunde Kopfhaut.
Dass Haar- und Kopfhautpflege Hand in Hand gehen kann, zeigt ein neues Männer-Produkt aus der Dr. Wolff Forschung. Das Hybrid Coffein-Liquid beruhigt trockene, juckende Kopfhaut mit viel Feuchtigkeit und stärkt gleichzeitig die Haarwurzeln mit Coffein. Mit der Leave-on-Anwendungsform eröffnet Alpecin ein völlig neues Segment bei der parallelen Problemlösung von Juckreiz & erblich bedingtem Haarausfall.
Häufiges Haarewaschen mit zu stark reinigenden Shampoos, starke Sonneneinstrahlung oder Stress können den natürlichen Hydrolipidfilm der Kopfhaut stören. Das Resultat: Die Kopfhaut trocknet aus und reagiert oftmals mit Schuppenbildung und/oder Juckreiz. Das Alpecin Hybrid Coffein-Liquid sorgt für ein entspanntes Kopfhautgefühl, indem es das gestörte Kopfhautmilieu normalisiert und den Feuchtigkeitshaushalt reguliert. Bei einer placebo-kontrollierten Anwendungsstudie wurde die Kopfhautverträglichkeit dermatologisch bestätigt. Das Hybrid-Liquid hat Juckreiz, Brennen und Spannungsgefühle der Betroffenen direkt signifikant verbessert und die Kopfhaut-Feuchtigkeit erhöht. Das Liquid wird morgens und nach jeder Haarwäsche mit der Dosierspitze direkt auf die Kopfhaut aufgetragen und einmassiert. Anschließend kann das Haar mit dem Handtuch oder mit dem Föhn getrocknet und wie gewohnt frisiert werden.
Der Alpecin-Slogan ist sicher kein Glanzpunkt der Werbung. Es ist ja wieder Radsport-Saison. Genauer: Zeit für die Tour de France. Und schaut man die auch nur nebenbei, kommt man daran nicht vorbei: „Doping für die Haare. Nein. Es ist nicht das Doping im Slogan, das mich aufregt. Als sei es nicht bereits erbärmlich genug gewesen, diesen dem Anschein nach überaus beliebten Werbeslogan 2015 eine Zeit lang komplett zurückzuziehen. Aber ihn dann wieder zur besten Sendezeit zu bringen und mit dieser lächerlichen Relativierung, diesem erhobenen Zeigefinger, den ich unter der Dusche wirklich nicht gebrauchen kann, zu versehen, das ist doch der Gipfel an Erbärmlichkeit.
Denn Alpecin sagt ja nichts anderes als: „Die Menschen sind zu blöd selbst die einfachsten Metaphern zu verstehen“. Niemand, wirklich niemand wird wegen einem verdammten Haarshampoo anfangen sich EPO oder Anabolika zu spritzen. Die Zahl der redbullbedingten Abstürze nach missglückten Flugversuchen dürfte doch auch immer noch null betragen. Und ich kenne niemanden, der sich seinem Auto nur noch mit Bärentöter nähert, aus Sorge wegen des Tigers im Tank. Es ist eine Metapher.
Es stimmt, 2009 hat die (übrigens auch private) WADA, jene Welt Dopingsagentur also, die sich einer solch unglaublichen Effektivität rühmen kann, dass mittlerweile der Großteil aller 100-Meter-Weltrekordler als Doper enttarnt sind, natürlich erst Jahre bis Jahrzehnte nach dem fraglichen Ereignis, den Alpecin-Slogan kritisiert. Doch tatsächlich scheint sich Alpecin 2015 aus freien Stücken zur Zurücknahme entschlossen zu haben, und den idiotischen Zusatz „und nur für die Haare“ hat das Unternehmen mal definitiv selbst verbrochen. Haarsträubend.
Ex-Radrennfahrer Jan Ullrich ist neuer Botschafter des Arzneimittel- und Kosmetikherstellers Dr. Kurt Wolff. Dies gab das Unternehmen heute bei einer Pressekonferenz bekannt. Die Zusammenarbeit könnte für Spötteleien sorgen, geriet ein Hauptprodukt des Unternehmens, das Produkt Alpecin Coffein-Shampoo, doch 2006 wegen des missverständlichen Werbeslogans «Doping für die Haare» in die Kritik. Das Motto bezog sich auf die propagierte haarwachstumsfördernde Wirkung des Coffeins.
Ullrich tritt als Werbefigur für den «Alpecin Cycling Day 2012» in Bielefeld auf und wird auch selbst an dem Radrennen teilnehmen. Man freue sich über den prominenten Unterstützer, der «bekanntlich auch schwierige Phasen zu überstehen hatte», so Marketingchef Eduard R.
Eduard Dörrenberg, Geschäftsführer der Dr. Wolff Gruppe
Der Slogan hat maßgeblich zum Erfolg des Produkts beigetragen - nicht zuletzt, weil Dr. Wolff selbst oft mit der Kritik daran kokettiert hat. Bereits Mitte 2009 erhielt Geschäftsführer Eduard Dörrenberg Besuch von Vertretern der internationalen Anti-Doping-Agentur Wada. Die hatten nämlich ein Problem mit der Werbung: Der Slogan verharmlose und fördere illegales Doping, so die Kritik. Dr. Wolff hielt dagegen: Koffein steht nicht mehr auf der Dopingliste, der Begriff Doping solle nur die Wirkung verdeutlichen. Der Werberat sah das genauso und stufte die Werbung nach einer Prüfung schon 2006 als unbedenklich ein.
Und auch in Bielfeld weiß man, dass kontrollierte Provokation ein effektives Marketing-Instrument ist. Drei Jahre später stellte Dr. Wolff Jan Ulrich als Werbepartner vor - der als Radsportlegende galt, bis ihn die Verwicklung in einen Dopingskandal die Karriere kostete. Eine Verbindung zwischen dem Slogan und den Skandalen um Ullrich zu ziehen sei „reiner Quatsch“, zitierte das Marketing-Fachmagazin W&V Dörrenberg damals.
Tatsächlich ist das Unternehmen aber schon seit Ende der 60er Jahre im Radsport aktiv, hat 1969 gar einen eigenen Rennstall gegründet und sponsert seit Jahren Tour-de-France-Fahrer. Angesichts erneuter Dopingskandale im Radsport, ändert Dr. Wolff während der Tour de France seine Werbestrategie und verzichtet auf den Slogan. „Aus aktuellem Anlass würde ich mir wünschen, dass Alpecin als Sponsor, vor allem aber die Sportler in den kommenden drei Wochen der Tour keine Diskussionen über das Sponsoring unseres Unternehmens führen müssen“, so Dörrenberg damals. „Wir fördern aus Überzeugung ein dopingfreies Team. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst.“
Dennoch, der „provokanten Linie“ wolle man treu bleiben, versichert Dr. Wolff nun. Beim neuen Slogan handele es sich „ausdrücklich nicht um eine Abkehr vom alten Claim, sondern um eine Weiterentwicklung“, mit der das Unternehmen „im Jahr 2019 die Kopfhaut kommunikativ in den Fokus rücken“ will. Ziel sei es, „flächendeckend bei Verbrauchern einen Bewusstseins-Wandel auszulösen: Wer volles, kräftiges Haar möchte, muss auch die Kopfhaut pflegen.“ Die meisten Menschen würden „haarzentriert“ denken. „Doch Haare sind nur sogenannte Hautanhangsgebilde.“ Der Zustand der Haare hänge maßgeblich von der Kopfhaut ab und da die eine Verlängerung der Gesichtshaut ist, benötige sie die entsprechende Pflege. Dazu launcht Dr. Wolff ein neues Produkt: Alpecin Hybrid Coffein-Liquid, das im Gegensatz zu Shampoo oder Spülung nicht ausgespült wird, sondern auf der Kopfhaut verbleibt.
Statistisch gesehen haben rund vier von fünf Männern im Laufe ihres Lebens Haarausfall*. Doch jetzt kommt Bewegung in die Haarforschung - und zwar aus dem Leistungssport! Ein neuer Wirkstoff namens Dimethylglycin, kurz DMG, sorgt für Aufsehen. Ein neuer Ansatz mit echtem Potenzial - den JEDER Mann kennen sollte!
Jahrelang wurde die Wirksamkeit von Haarprodukten auf winzigen Kopfhaut-Arealen getestet - meist mit nur 300 gezählten Haaren pro Versuch. Doch jetzt haben deutsche Forscher den Maßstab radikal verschoben und anhand neuer Methoden die Wirksamkeit des Coffein+DMG-Komplexes gegen Haarausfall* bewiesen. Auf dem renommierten Wissenschaftskongress in Barcelona präsentierten sie eine aufwendige Haarstudie: Statt 300 Haaren pro Areal wurden 10.000 Haare pro Person auf dem gesamten Kopf digital analysiert.
Mit dieser neuen wissenschaftlichen Methode konnten deutsche Forscher belegen, dass innovative Wirkstoffe wie DMG in Kombination mit Coffein das Haarwachstum* tatsächlich messbar anregen. Die Anzahl der gewachsenen Haare stieg signifikant im Vergleich zum Placebo.
In einer klinischen Studie mit 154 Männern (jeweils 77 Personen in der Testgruppe bzw. Kontrollgruppe) zeigte der Coffein+DMG-Komplex, was wirklich möglich ist: Schon nach drei Monaten täglicher Anwendung reduzierte sich der Haarausfall* spürbar. Nach sechs Monaten konnten viele sogar neues Haarwachstum feststellen. Das Ergebnis: Bei 92 Prozent der Testgruppe ging der Haarausfall* deutlich zurück - und 74 Prozent nahmen ihr Haar endlich wieder dicker, dichter, voller wahr. Ein Durchbruch, den man sehen und fühlen kann!
Fazit: Die Kombination aus DMG und Coffein erweist sich als effektive, topische (auf die Kopfhaut aufgetragene) Alternative zur Behandlung von erblich bedingtem Haarausfall.
Alpecin liefert DIE Lösung: Coffein+DMG Shampoo und Serum! Das innovative, patentierte Coffein-DMG-Duo bringt die Power direkt an die Haarwurzel. Bislang war DMG, die leistungssteigernde Substanz aus dem Spitzensport, ein echter Geheimtipp internationaler Top-Athleten. Doch jetzt bringt Alpecin das Gamechanger-Molekül erstmals direkt auf den Kopf: patentiert, geprüft und exklusiv in der neuen Alpecin-Formel.
Der Durchbruch bringt ein neuer patentierter Wirkkomplex: DMG aktiviert die Mikro-Durchblutung der Kopfhaut. Denn: Die Durchblutung ist bei erblich bedingtem Haarausfall (androgenetischer Alopezie) in den betroffenen Arealen auf unter 40 Prozent reduziert. Nur in der einzigartigen Kombination mit Coffein erreicht DMG seinen maximalen Effekt: Coffein stimuliert die Haarwurzel. DMG aktiviert die Mikro-Durchblutung der Kopfhaut.
Alpecin Coffein DMG - das ist mehr als ein Shampoo, das ist die nächste Generation Doping für die Haare! „Mit dem neuen patentierten Wirkstoff DMG können wir noch effektiver Haarwachstum fördern und Haarausfall* reduzieren. Das ist unser nächster Gamechanger - leistungssteigernd und zellaktivierend, ganz ohne Nebenwirkungen“, erklärt Dr. Erik Schulze zur Wiesche, Leiter der Forschung und Entwicklung von Dr. Kurt Wolff.
Der Wirkstoff gegen Haarausfall ist in Deutschland bisher nicht frei erhältlich - und nur im Original Alpecin Coffein DMG Shampoo & Serum direkt beim Hersteller zu bekommen. Keine Drogerie, keine Apotheke - direkt vom Produzenten in Bielefeld ! Für Männer, die aktiv etwas gegen Haarausfall* tun wollen - ohne Kompromisse bei Verträglichkeit oder zeitlichem Aufwand.
Die nächsten Daten und Resultate werden in Kürze veröffentlicht - doch schon jetzt ist klar: Die Zukunft der Männerhaarpflege beginnt hier und heute.
Die in der Dopinganalytik relevanten Wirkstoffe werden i.d.R. im Urin nachgewiesen. Dieses Untersuchungsmaterial hat den Vorteil, dass die Urinabgabe im Gegensatz zur Blutentnahme beispielsweise keinen invasiven Eingriff darstellt. Außerdem werden die meisten Substanzen von der Niere aufkonzentriert und liegen dadurch im Urin in erhöhter Konzentration vor.
Dennoch ist im Urin der Nachweis von Dopingmitteln zeitlich begrenzt, so dass bei rechtzeitigem Absetzen der Mittel ein Nachweis nicht mehr möglich ist. Ganz andere Nachweiszeiträume bietet die Analyse von Haarmaterial.
Nach Einnahme eines Medikaments gelangt der Wirkstoff über die Blutbahn in die Haarwurzel und wächst mit dem Haarschaft durch die Kopfhaut. In der Proteinstruktur der Haare eingebunden sind die Stoffe vor weiterem Abbau durch Enzyme geschützt und werden bis zur Analyse quasi konserviert.
Bevor die Haarprobe analysiert werden kann, müssen die gesuchten Stoffe isoliert und speziell aufbereitet werden. Die aus den Analysedaten gewonnene Information erlaubt eine eindeutige Identifizierung der applizierten Substanz. Untersucht man die Haare abschnittsweise, so lassen sich unter Berücksichtigung der individuellen Haarwachstumsraten Zeitpunkt und Dauer der Applikation näherungsweise rekonstruieren. Die Analyse von Haaren lässt in bestimmten Fällen auch Rückschlüsse auf die applizierte Ausgangsverbindung zu. So ist im Gegensatz zur Urinanalyse die Einnahme von Steroidestern im Haar nachweisbar.
Ein Nachteil dieser Methode liegt in der Melanin-abhängigen Substanzkonzentration, was bedeutet, dass der Nachweis einer Substanz bei dunkelhaarigen Athleten länger geführt werden kann als bei hellhaarigen. Einfluss auf das Ergebnis einer Haaranalyse können bestimmte Behandlungsmethoden der Haare haben, wie z.B. häufige Dauerwellenbehandlung, Haarbleichung bzw. Haarwurzel.
Der Aufbau eines Haares geschieht in der Haarwurzel, in der eine bestimmte Proteinstruktur, genannt a-Keratin, gebildet wird. Die Haarwurzel wird dazu mit den notwendigen Bausteinen (u.a. Aminosäuren) über die Blutbahn versorgt. Dabei können fast alle Stoffe mit dem Haar in Berührung kommen, die sich im Blut befinden, also auch exogen (von außen) zugeführte Substanzen.
Entscheidend für den Eintritt in die Matrixzellen der Haarwurzeln und damit für die Einlagerung in den Haarschaft sind neben substanzspezifischen Eigenschaften, wie molekulare Größe, Lipophilität und Basizität, auch Faktoren, die das Milieu an der Haarwurzel betreffen, wie pH-Gradient und Konzentrationsgradient der betreffenden Substanz. Eine Schlüsselrolle beim Übergang vom Blut ins Haar kommt Melanin zu, dem Pigment, das für Haarfarbe verantwortlich ist. Melanin scheint eine Art Carrierfunktion zu übernehmen, wobei sich die Substanz an die polyanionische Stuktur von Melanin anlagert und durch die Membran transportiert wird.
Die hier besprochene endogene oder physiologische Aufnahme ist von der exogenen grundsätzlich zu unterscheiden. Bei der exogenen Aufnahme gelangt der Fremdstoff aus der Umgebung in das Haar. In der Regel lassen sich solche exogenen Kontaminationen durch Waschschritte mit organischen Lösungsmitteln und Detergentien entfernen. Viele pharmakologischen Substanzen werden vom Körper verstoffwechselt und gelangen als charakteristische Metabolite ins Haar.
Die Entnahme erfolgt, um reproduzierbare Ergebnisse zu erhalten, am Hinterhauptshöcker (Occiput) direkt an der Kopfhaut. Die etwa 5 mm dicken Haarstränge werden mit Klebeband oder Bindfaden gegen Verrutschen fixiert und bis zur Analyse in Aluminiumfolie oder Glasbehältern aufbewahrt. Die so erhaltene Haarprobe muss in mehreren chemischen Schritten für die eigentliche Messung vorbereitet werden.
Zunächst müssen externe Verunreinigungen am Haarschaft durch spezielle Reagentien, wie Methanol, Dichlormethan und Laurylsulfatlösungen, entfernt werden, so dass nur der Anteil an Substanz nachgewiesen wird, der durch endogene Aufnahme über die Blutbahn in das Innere des Haares gelangt ist. Um diesen Anteil an Substanz der Messung zugänglich zu machen, muss er aus dem Haar freigesetzt, d.h. die Proteinstruktur des Haares zerstört werden.
Grob unterteilt gibt es zwei Arten von Haaraufschlussverfahren:
Bestimmte Chemikalien (Guanidin, z.T. auch Harnstoff) haben denaturierende Wirkung auf Proteine. Durch Zugabe von Dithiothreitol werden die im a-Keratin zahlreichen Disulfidbrücken reduziert und das Protein zusätzlich destabilisiert. Eine homogene Solubilisierung (vollständige Auflösung) des Haares kann man durch starke Säuren oder Basen bei gleichzeitiger Hitzeeinwirkung erreichen. Derartige Methoden haben den Nachteil, dass sie auch den Analyt angreifen können. Als Beispiel seien hier erwähnt die Hydrolyse von Steroidestern und die Umwandlung von Kokain zu Benzoylecgonin, einem natürlichen Metabolit von Kokain. Dadurch kann man die durch das körpereigene Enzymsystem entstandene Menge an Benzoylecgonin nach Kokainkonsum nicht mehr verifizieren. Ein schonenderer Aufschluss kann durch enzymatische Verfahren erreicht werden, bei denen bestimmte Proteasen die Peptidbindungen im Proteinmolekül spalten.
Nach dem Aufschluss der Haare schließt sich ein Extraktionsschritt mit einem geeigneten organischen Solvens (Methanol, Ether) an, um die gesuchte Substanz aus dem Haarhydrolysat zu isolieren. Dabei soll die Extraktionsausbeute für den Analyt möglichst groß und für störende Begleitsubstanzen möglichst gering sein, so dass eine optimale Nachweisempfindlichkeit resultiert.
Die folgende Tabelle zeigt Beispiele für Substanzkonzentrationen, die im Haar nachgewiesen werden können:
| Substanz | Konzentration in ng/mg |
|---|---|
| Testosteron-decanoat | bis 15 |
| Nandrolon | bis 5 |
| Amphetamin | 1 bis 13 |
| Clenbuterol* | 0,005 bis 0,25 |
| Cocain | 0,1 bis 6 |
| Codein | 0,1 bis 3 |
| Morphin | 0,1 bis 38 |
| Nikotin | 0,9 bis 38 |
| Secobarbital | 21 bis 59 |
| Phencyclidin | 0,5 bis 2 |
| Benzoylecgonin | 1 bis 4 |
| Cannabinoide | 0,2 bis 3 |
*s.a. Clenbuterol Clenbuterol gehört zur Gruppe der ß2-Agonisten und kann als synthetisches Derivat der natürlich vorkommenden Katecholamine angesehen werden.
Clenbuterol (z.B. Spiropent) ist in der Humanmedizin als Bronchodilator und Tokolytikum (Wehenhemmer) zugelassen. In 5 bis 10fach höherer als der therapeutischen Dosierung ist in Tierexperimenten eine gesteigerte Lipolyserate und anabole Wirkung nachgewiesen worden. Im Humanbereich wird durch den Missbrauch von Clenbuterol versucht, die Muskelmasse zu steigern und gleichzeitig den Fettanteil zu minimieren. Daher wird Clenbuterol von Athleten in kraftbetonten Disziplinen, wie Bodybuilding, Leichtathletik und Gewichtheben, verwendet. Aufgrund der geringen Halbwertszeit von Clenbuterol im Körper ist der Nachweis im Urin nur kurze Zeit möglich (24 Stunden bis wenige Tage).
Bei der GC/MS-Methode (Gaschromatographie/Massenspektrometrie) werden die isolierten Substanzen nach einer vorhergehenden gaschromatographischen Trennung mit Elektronen beschossen. In Abbildung 4B ist ein sogenanntes Selected Ion Monitoring-(SIM)-Chromatogramm gezeigt, das nach Analyse einer Haarprobe registriert wurde, die zwei Monate nach Beendigung einer Therapie gewonnen wurde. Das Chromatogramm enthält 4 charakteristische Ionenspuren zur Retentionszeit von Clenbuterol. Die Signalintensitäten entsprechen einer Konzentration von ca. 90 ng Clenbuterol pro g Haar. Zum Vergleich ist in Abbildung 4A eine Leerwerthaarprobe der selben Patientin, die jedoch vor der Therapie genommen wurde, gezeigt.
Damit versucht der Arzneimittel- und Kosmetikhersteller seinen Wachstumskurs fortzusetzen. Vergangenes Jahr hat das Familienunternehmen erstmals die Umsatzmarke von 300 Millionen Euro geknackt. Der kosmetische Bereich machte dabei mit einem Umsatz von rund 214 Millionen Euro den Schwerpunkt des Geschäfts aus. Die medizinischen Marken legten insgesamt um 4 Prozent zu. Mit Vagisan, Linola, EtoPril und Linoseptic erwirtschaftete der Unternehmensbereich Dr. August Wolff 86,7 Millionen Euro.
Dr. Wolff wurde 1905 vom Apotheker Dr. August Wolff gegründet und wird in vierter Generation geführt. Die Dreierspitze besteht aus Dörrenberg und seinem Cousin Christoph Harras-Wolff, der als Geschäftsführer ebenfalls am Familienbetrieb beteiligt ist sowie Dr. Christian Mestwerdt, der seit 2016 kaufmännischer Geschäftsführer und für das Geschäft in Afrika, Asien und Australien verantwortlich ist.
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