Revolution der Rasur: Erfahrungen mit dem Skarp Laser-Rasierer Kickstarter Projekt

Eine neue Kickstarter-Kampagne zeigt, dass viele Leute das Rasieren als lästig empfinden. Warum sollte man sich mit Rasierklingen die Haut blutig schneiden, wenn es Alternativen gibt? Morgan Gustavsson und Paul Binun präsentieren mit dem Laser-Rasierer "Skarp" eine solche Alternative und suchen auf Kickstarter nach Unterstützung.

Der Erfolg gibt ihnen Recht: Bereits zwei Tage nach dem Start der Kampagne hatten sie mehr als das Sechsfache des erhofften Betrags eingenommen. Bisher sind rund 940.000 Dollar zusammengekommen, während das ursprüngliche Ziel bei 160.000 Dollar lag. Skarp Technologies aus Kalifornien hat es sich zur Aufgabe gemacht, den klassischen Nassrasierer zu ersetzen.

Das Argument: Die Einwegrasierer produzierten zu viel Müll. Alleine in den USA würden jährlich 2 Milliarden weggeschmissen. Zudem führten die Rasierer zu eingewachsenen Haaren und Rasurbrand.

Die Lösung: Ein Rasierer, dessen Klinge ein abnutzungsfreier Laser ist. Der Skarp Laser Razor soll demnach irritationsfrei und besonders gründlich rasieren.

SKARP LASER SHAVER: One-Of-Kind industry Game-Changer

„Rasieren, wie wir es kennen, ist alles andere als perfekt”, erklärt Morgan Gustavsson in seinem Kickstarter-Video. Eine Standardrasur verursache außerdem brennende Hautstellen, eingewachsene Haare, Schnitte, Blut und sogar Infektionen. Ein ziemlich scheußlicher Prozess also, dem sich Männer und auch Frauen mehrmals wöchentlich bis täglich freiwillig unterwerfen, um ihre Gesichts- und sonstigen unerwünschten Körperhaare im Zaum zu halten. Über Personen mit empfindlicher Haut wollen wir gar nicht erst nachdenken.

Da muss es doch eine Lösung geben, dachte sich Gustavsson, der seit 30 Jahren in der Branche für medizinische und kosmetische Laser arbeitet, und seine beiden unterschiedlich gut rasierten Kumpels. Zusammen entwickelten sie den Skarp-Laser-Rasor, einen Laser-Rasierer für das 21. Jahrhundert, und setzten jetzt eine Kickstarter-Kampagne für dessen Finanzierung auf. Morgan Gustavsson und sein Kollege Paul Binum. „Meine jahrelange Erfahrung mit medizinischen Lasern wollte ich gerne dazu nutzen, etwas wirklich Alltagstaugliches zu entwickeln”, erzählt Gustavsson.

Umweltfreundliche Innovation

Angeblich steht der Wohlfühlaspekt - dass man sich also beim Rasieren nicht mehr wehtun kann - für die beiden Macher gar nicht so sehr im Mittelpunkt. Sie wollen vielmehr ein bisschen die Welt retten und was Gutes für die Umwelt tun, versprechen sie auf ihrer Kickstarter-Seite. Allein in den USA werden jedes Jahr 2 Milliarden Rasierer weggeworfen. Außerdem verbraucht man mit Nassrasierern jede Menge Wasser.

Dazu kommt für ihn als weiterer Ansporn das enorme, von praktischen Einwegrasierern, welche nicht einmal mehr wiederverwertet werden können, verursachte Müllproblem. Allein in den USA werden laut der Kampagne ganze zwei Milliarden Einwegrasierer pro Jahr in den Müll geworfen. Dem muss geholfen werden, so der Ansporn der drei Rasierprofis.

Skarp rasiert-oder besser gesagt brennt-elegant, sensibel und vorsichtig deine Stoppeln weg. Der Handrasierer lässt sich sogar ohne Wasser anwenden, so dass er auch in Regionen mit zunehmender Wasserknappheit angewendet werden kann. Ein eleganter Dreh der Kickstarter zu den schwindenden Wasserressourcen und dem Klimawandel.

Für alle, die sich gerne auch mal unter der Dusche rasieren, ist das aber auch kein Problem. Ganz so umweltfreundlich, wie sie es behaupten, ist der Laser-Rasierer dann aber doch nicht. Er braucht schließlich Energie - und die kommt aus Batterien. Klingt nach einer guten Idee für die Kosmetik-Industrie, die Morgan und Paul clever als umweltfreundliche Innovation vermarkten.

Die wichtigsten Vorteile des Skarp Laser-Rasierers laut Kickstarter-Kampagne:

  • Keine Hautabschürfungen, Entzündungen und Jucken nach der Rasur
  • Umweltschonend durch Reduzierung von Müll
  • Trockenrasur möglich, ideal bei Wassermangel

Tabelle: Vergleich von Nassrasierern und dem Skarp Laser-Rasierer

Merkmal Nassrasierer Skarp Laser-Rasierer
Hautirritationen Häufig Selten
Müllproduktion Hoch Niedrig
Wasserverbrauch Hoch Niedrig
Benötigtes Zubehör Rasierschaum, Wasser Keines

Lasersicherheitshinweis.

Die Technologie hinter dem Skarp

Gustavsson können der geschundene Mann mit dem blutig rasierten Kinn oder die Frau mit den Schnitten in den Beinen übrigens getrost vertrauen. Er entwickelte bereits 1989 IPL (Intense Pulse Light), eine Lasermethode, die immer noch zur dermatologischen Haarentfernung eingesetzt wird und hatte 2001 die Idee für einen Hand-Laserrasierer.

Da die Technik in der grauen Vorzeit der Jahrhundertwende allerdings noch nicht soweit fortgeschritten war, experimentierte er noch ein paar Jahre, bis er 2009 endlich die passende Wellenlänge gefunden hatte, die jegliches Haar jeglicher Farbe effizient und schonend abrasiert. Bisher war die Technik lediglich für dunkles Haar vorhanden. „Wir wollten einen Laser, der alle Haare abschneiden kann”, so Gustavsson im Video, das durch seine sympathische Ausstrahlung und zwischenzeitlich unfreiwillige Komik einfach komplett überzeugend ist.

Der Durchbruch für den Laser-Handrasierer kam mit der Entdeckung eines Chromophors (dem Anteil eines Farbstoffes oder Pigments, der dessen Farbigkeit erst möglich macht), welches sich bei einer speziellen Lichtwellenlänge abtrennen lässt und bei jedem Menschen egal mit welcher Haarfarbe vorhanden ist. Im Gegensatz zu Klingenrasierern vernichtet der Skarp die Haare direkt an ihrem Schaft, wo sie der Haut entspringen und liefert eine noch weichere, kuschelfreudigere Haut.

Der Laser-Rasierer wird voraussichtlich um die 168 Euro kosten und soll im März nächsten Jahres in den Verkauf gehen. Die Skarp-Unternehmer scheinen mit ihrer Entwicklung wohl einen schon viel zu oft verletzten Nerv getroffen zu haben, denn obwohl die Kampagne erst am 19. Oktober endet, sind schon fast zwei Millionen Euro auf dem Spendenkonto eingegangen-als Ziel wurden lediglich 142.000 Euro angestrebt. Unserer Haut stehen demnächst also ungeahnte Perspektiven einer neuen Weichheit bevor.

Ein Erfinderteam hat sich eines seit 5000 Jahren gleichen Rituals angenommen - der Rasur. Ein Gerät mit eingebautem Laser soll den morgendlichen Prozess revolutionieren. Der „Skarp“ scheint Haare wegzuzaubern, denn er trimmt nur mit Licht. Irritationen, Schnittwunden und viel Müll - alles, was zum Rasieren gehört, kann ziemlich nerven. Zwei Erfinder haben sich nun zusammengetan und wollen das tägliche Ritual revolutionieren. Der „Skarp“ (schwedisch: scharf), ein Rasierer mit Laser, soll 5000 Jahre Männlichkeitskultur auf den Kopf stellen. Eine Kickstarter-Kampagne der beiden Erfinder hat bereits über 1,2 Millionen US-Dollar (knapp eine Million Euro) eingesammelt. Doch was ist dran an dem Wundergerät?

Mit dem Skarp Laser Razor hat ein amerikanisches Startup Unternehmen nicht weniger als die Revolution der Rasur angekündigt. Seit sich die Menschen rasieren, was bereits seit Tausenden von Jahren getan wird, kommen dabei Klingen in allen möglichen Formen zum Einsatz. Im Altertum waren das scharfe Steine aus Flint oder Obsidian, später Messer aus Kupfer oder Gold und heutzutage eben moderne Nassrasierer oder auch Elektrorasierer. Egal welche Methode man betrachtet, die Haare werden dabei stets mithilfe einer scharfen Klinge durchtrennt. Jetzt im Jahr 2015 verspricht ein kleines Startup aus Kalifornien die Revolution und will mit einem neuartigen Laser Rasierer den Markt aufmischen.

Piktogramm: Gebotszeichen Augenschutz benutzen.

Kontroverse und Herausforderungen

Skarp Technologies heißt das Unternehmen und wurde unter anderem vom Schweden Morgan Gustavsson, dem Erfinder der IPL-Haarentfernung, mitbegründet. In der Produktvorstellung des neuen Laser Rasierers tritt Skarp dann auch nicht besonders bescheiden auf. So verspricht man unter anderem eine sehr glatte Rasur, keinerlei Rasurbrand oder Hautirritationen, keine Schmerzen und auch keine Verletzungsgefahr. Außerdem soll der Rasierer umweltfreundlich sein, 50.000 Betriebsstunden halten und mit einer kleinen Batterie einen Betrieb von rund einem Monat ermöglichen. Klingt fast zu gut um wahr zu sein?

Die Entwickler des Rasierers haben hier für 160.000 $ geworben, die nötig wären, aus dem vorliegenden Prototypen ein fertiges Produkt für den Massenmarkt zu machen. Zwar funktioniere der Prototyp bereits, eine richtige Rasur ist damit bisher allerdings nicht möglich. Dafür müsste zunächst ein wichtiges Bauteil verbessert werden, das bisher von Hand im Labor entstanden sei und bei automatisierter Produktion um ein Vielfaches besser funktionieren würde. Das sind viele Konjunktive, aber trotzdem war die Masse von der Idee begeistert.

Über 4 Millionen Dollar wurden während der Kampagne von Tausenden von Unterstützern versprochen, zur Auszahlung an Skarp Technologies kam es aber nicht. Vorher hat Kickstarter die Reißleine gezogen und das Startup gebannt, da die Kampagne gegen die Bestimmungen verstoßen habe. Die sehen vor, dass bei solchen Produkten zumindest ein funktionierender Prototyp existieren muss, was beim Laser Rasierer nicht der Fall war.

Skarp zeigte sich kämpferisch und ließ im Anschluss verlauten, dass Kickstarter lediglich auf Druck von bestimmten Lobbygruppen so gehandelt habe, Einzelheiten oder gar Beweise für diese Behauptung blieb man aber schuldig. Nachdem die Finanzierungskampagne auf Kickstarter also gescheitert war, hat man jetzt einfach die gleiche noch einmal auf Indiegogo veröffentlicht, dem etwas kleineren Konkurrenten von Kickstarter. Und auch hier zeigen sich die Geldgeber begeistert. Schon nach kurzer Zeit haben rund 2.500 Nutzer weit über 400.000 Dollar versprochen.

Es bleibt also spannend und man wird sehen ob die Firma das Geld jetzt wirklich erhalten wird und noch wichtiger, ob sie die ambitionierten Versprechungen auch wirklich mit einem fertigen Produkt halten kann. Das wäre dann tatsächlich eine echte Revolution auf dem Rasierer Markt, Skepsis ist aber durchaus angebracht. Den ursprünglichen Liefertermin hat Skarp übrigens mittlerweile von März 2016 auf Juni verlegt.

tags: #Laser #Rasierer #Kickstarter #Erfahrungen

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