Die ultimative Anleitung zum Bürsten: Tests, Tipps und Tricks für gesundes und glänzendes Haar

Die richtige Haarbürste ist entscheidend für die Gesundheit und das Aussehen Ihrer Haare. Es gibt eine riesige Auswahl an Bürsten, von Rundbürsten über Skelettbürsten bis hin zu speziellen Entwirrbürsten wie dem Tangle Teezer. Dieser Artikel hilft Ihnen, die perfekte Bürste für Ihren Haartyp zu finden und gibt Ihnen Tipps zur richtigen Anwendung und Pflege.

Warum Haare bürsten?

Warum wir das Haar überhaupt bürsten sollten? Das hat nicht nur ästhetische Gründe und Sie sollten es morgens und abends tun eine Minute lang tun. Tatsächlich kann eine Haarbürste aber noch mehr. Zum einen massiert sie die Kopfhaut, zum anderen wird die Durchblutung angeregt und die Haarstruktur mit wertvollen Nährstoffen versorgt. Denn die Haarbürste reinigt die Kopfhaut und regt deren Durchblutung an und steigert somit die Vitalität der Haare. Sie reinigt zudem das gesamte Haar von Ablagerungen und verteilt beim richtigen Bürsten der Haare die körpereigenen Pflegestoffe, den vor Trocknung schützenden Talg, bis in die Haarspitzen. Durch das Durchkämmen wird außerdem der Talg von der Kopfhaut in die Länge der Haare verteilt. Verfügt die Haarbürste über Naturborsten wie Wildschweinborsten, erfüllt sie noch einen weiteren Zweck: Sie befreit die Haare von Schmutz und Styling-Rückständen.

Haare richtig bürsten

Um das Haar zu schonen, sollten Sie beim Bürsten bei den Spitzen beginnen, um diese zu entwirren, und nach und nach bis an den Haaransatz hocharbeiten. Anschließend kopfüber vom Nacken in Richtung Stirn, es folgen die Seiten zur Scheitellinie. Abschließend führen Sie die Bürsten vom Haaransatz an der Stirn Richtung Nacken und bringen das Haar in die gewünschte Form. Das regelmäßige Ritual, das etwa eine Minute dauern sollte, verbessert die Haargesundheit und deren Selbstpflege, was wiederum zu weniger Haarwäschen führt. Vor jeder Haarwäsche bürsten Sie die Kopfhaut und das Haar - das spült Schmutz nach oben und Sie müssen das gereinigte Haar nicht kämmen. In der Ruhe liegt die Kraft gesunder Haare! Wenn Sie zu hektisch oder grob durch Ihre Haare gehen, reißen Sie erstens welche aus und zweitens könnten die Haare von der ruppigen Behandlung abbrechen. Und ebenso wichtig: Vermeiden Sie es, immer direkt vom Ansatz bis in die Spitzen zu kämmen. Besser ist es, in den Spitzen zu beginnen. Die Haare oben am Ansatz mit einer Hand stabilisieren und dann langsam von unten nach oben vorarbeiten.

Vielleicht kennen Sie den Trick, die Haare über Kopf zu bürsten? Tatsächlich ist das eine gute Variante, um einerseits den Haaren - wenigstens für einen kurzen Moment - mehr Volumen zu schenken. Aber auch die Durchblutung der Kopfhaut wird so andererseits intensiver angeregt, ebenso die Lymphen.

Jedoch: Vermeiden Sie es, wenn möglich, Ihre Haare direkt nach dem Waschen zu kämmen. Shampoo, die Hitze des Wassers und Co. öffnen die Schuppenschicht der Haare, wodurch diese besonders empfindlich werden.

Haarbürsten, meine Empfehlungen

Welche Haarbürste für welchen Haartyp?

Haar ist nicht gleich Haar und Bürste ist nicht gleich Bürste. Deshalb sollten Sie beim Kauf einer Bürste zunächst auf die Struktur Ihrer Haare schauen. Jede Haarbeschaffenheit ist unterschiedlich und hat deshalb auch verschiedene Bedürfnisse.

Feines Haar

Feine Haare sind oft sehr empfindlich. Deshalb ist es wichtig, sanft mit ihnen umzugehen - auch beim Kämmen. Am besten eignen sich hier Borsten, die weich und flexibel sind und möglichst weit auseinanderliegen. Feine Haare profitieren außerdem von Haarbürsten mit natürlichen, beispielsweise Wildschweinborsten. Bei feinem Haar kommt hinzu, dass es schnell zu einer statischen Aufladung kommen kann. Auch hier bringen unterschiedliche Borsten jeweils andere Vorteile mit sich.

Dünnes Haar

Während mit »feinen Haaren« Haare gemeint sind, die von ihrem Durchmesser sehr fein sind, ist bei »dünnem Haar« die Haardichte gemeint. Deshalb gibt es auch direkt einen Unterschied, welche Borsten sich hier empfehlen. Haarbürsten mit dicht aneinander stehenden Borsten sind ebenso geeignet wie Kämme.

Dickes Haar

Dicke Haare brauchen eine Haarbürste, die ihnen standhalten kann. Das A und O sind auch hier wieder die Borsten. Sie sollten stabil sein und sich möglichst nicht biegen. Demnach eignen sich hier Kunststoffborsten am besten.

Trockenes Haar

Bei trockenen Haaren können Naturborsten Wunder wirken. Sie schenken erstens Glanz und verteilen zweitens - was noch wichtiger ist - das Sebum, also das ölige Sekret, das von den Talgdrüsen auf unserer Kopfhaut produziert wird - in den Längen des Haares und sorgen so für eine durchfeuchtete Struktur.

Normales Haar

Bei normalem Haar ist die Haarpflege recht simpel - es geht allen voran ums Entwirren. Flexible oder feste Borsten - was Ihnen und Ihren Haaren mehr liegt. Was außerdem gut tut, ist eine Haarbürste, die Ihre Kopfhaut schön massiert. Dadurch wird die Durchblutung angeregt und das Haar wird in den Wurzeln mit Nährstoffen versorgt.

Lockiges Haar

Lockige Haare sind tatsächlich eine spezielle (wunderbar schöne) Herausforderung. Viele empfehlen, lockige Haare nie mit einer Haarbürste, sondern nur mit den Fingern, maximal mit einem Kamm, durchzukämmen. Möchte man doch auf eine Haarbürste zurückgreifen, sollten die Borsten hier möglichst weit auseinanderliegen. Die beste Empfehlung wäre hier also eine sogenannte Skelettbürste mit starren Borsten. Locken sollten Sie übrigens stets nur im nassen Zustand kämmen.

Borsten-Varianten

Die wohl gängigsten Borsten-Varianten bei Haarbürsten sind Kunststoff und Wildschweinborsten. Wie so oft bringt auch hier jede Variante unterschiedliche Vorteile und Nachteile mit sich. Generell lässt sich sagen, dass Kunststoffborsten effektiver entwirren und die Kopfhaut angenehm massieren, während Naturborsten die Haare durch die Verteilung von Talg und Co. besser ins Gleichgewicht bringen.

Die besten Haarbürsten 2025 im Test

Unser Partner F.A.Z. Kaufkompass* hat Bürsten unterschiedlicher Beschaffenheit einem Test unterzogen. Hier sind einige der Top-Empfehlungen:

  • Beste Haarbürste Wildschweinborsten: "B2" Mason Pearson
  • Beste Haarbürste feines Haar: Ghd “The Dresser”
  • Beste Haarbürste Locken: "Curl Maker" No Knot Co
  • Beste Haarbürste nasse Haare: Tangle Teezer “The Wet Detangler”
  • Beste Haarbürste lange Haare: “La Brosse” Hair Rituel by Sisley
  • Beste Rundbürste Föhnen: Olivia Garden
  • Beste Haarbürste Massage und Glanz: Guerlain x S.Heart.S

Einige der getesteten Modelle im Detail:

Ninabella Bio Haarbürste

Die Spiral Bio Haarbürste von Ninabella überzeugt mit ihrem beweglichen Bürstenkopf ebenso wie mit ihren Detangling-Künsten. Eine super Haarbürste, die außerdem für jeden Haartyp und für jeden Einsatzbereich geeignet ist. Der Bürstenkopf ist beweglich und spiralförmig angelegt. Insbesondere auf der Kopfhaut erzeugt die ergonomische Form ein herrlich wunderbares Gefühl. Aber auch beim Entwirren enttäuscht die Allzweckbürste nicht. Schnell, einwandfrei und ohne Ziepen werden Kletten und Co. aufgelöst. Dabei ist besonders schön, dass sich die schmalen, recht langen und doch weit auseinanderliegenden Borsten für alle Haartypen und alle Einsatzsituationen eignen, wie etwa zum Entwirren, Stylen und beim Föhnen. Die Bürste aus Bio-Kunststoff (29 % aus Stroh) ist superleicht, robust und unempfindlich, wodurch sich die Haarbürste simpel reinigen lässt. Der Bürstenstiel ist flach und mit einem Blumenmuster verziert - wodurch die Haarbürste nicht rutscht und gut in der Hand liegt.

Ebelin Pflege und Glanz Haarbürste

Die Ebelin Pflege und Glanz Haarbürste überzeugt mit flexiblen Kunststoff- und Wildschweinborsten sowie einem angenehm massierenden Effekt auf der Kopfhaut. Im trockenen Haar gleitet sie mühelos und sorgt für ein glattes, glänzendes Finish. Im nassen Haar braucht es dagegen etwas mehr Geduld. Zwischen den Wildschweinborsten sitzen sehr flexible Kunststoffborsten, die beim Durchziehen gut nachgeben. Hier ziept demnach gar nichts und dennoch wird zuverlässig entwirrt. Selbst kleine Verwirrungen werden zuverlässig erfasst, ohne dass man mehrfach ansetzen muss. Im nassen Haar braucht es ein paar Durchläufe mehr, bis alles vollständig entwirrt ist, aber auch hier bleibt das Gefühl angenehm - kein Reißen, kein Ziehen.

Tangle Teezer Original

Die kleine Tangle Teezer hat es echt drauf: Die unterschiedlich hohen Borsten entwirren Haare problem- und schmerzlos. Die Borsten der Tangle Teezer Original sind leicht flexibel und unterschiedlich lang - so kommen sie problem- und tatsächlich auch schmerzlos durch nasse und trockene Haare verschiedener Haartypen. Auch in unserem Versuch funktionierte das Entwirren sehr gut, schnell und ohne ein Ziepen. Erneut sorgt dieses schonende Durchkämmen dafür, dass Spliss und Haarbruch möglichst weit minimiert werden.

Beurer HT 10 Ionen-Bürste

Die Beurer HT 10 bringt Technik ins Spiel: Via Knopfdruck kann eine Ionenfunktion hinzugeschaltet werden. Tatsächlich erzielt die Beurer StylePro sehr gute Ergebnisse in unserem Kämm-Test. Sie entwirrt schnell, gut und ohne zu ziepen. Von der Optik erinnert die Ionen-Bürste irgendwie an die Original Tangle Teezer: Sie hat keinen Griff, eine leicht ovale Form und unterschiedlich lange Kunststoffborsten.

Olivia Garden Ceramic + Ion Rundbürste

Aus Keramik und mit Ionen-Funktion: Diese Rundbürste bringt ein innovatives Design mit sich. In der Olivia Garden Ceramic + Ion steckt mehr drin, als man auf den ersten Blick vielleicht denkt. Zunächst ist da der Keramikkörper der Stylingbürste: Das Material ist sehr leicht und sorgt außerdem dafür, dass sich die Wärme stabil und schnell über den gesamten Bürstenkörper verteilt. Und dann sind da die Borsten aus ionisiertem Nylon. Sie verhindern fliegende Haare und sorgen für eine glänzende Mähne. Die Borsten sind extrem dünn und die Bürste hat echt viele. Damit gelingt das Entwirren sehr gut und ohne Ziepen.

Reinigung und Pflege der Haarbürste

Wie bereits erwähnt, nimmt eine Haarbürste einiges an Schmutz aus Ihren Haaren mit. Ob das Reste von Haarspray, Haargel und Co. sind oder einfach die körpereigenen Fette oder auch Schuppen - schnell sieht eine Haarbürste schmutzig aus. Deshalb ist eine regelmäßige Reinigung wichtig.

Haarbürste reinigen - Schritt für Schritt:

  1. Alle Haare mit Bürstenreiniger entfernen.
  2. Die Zwischenräume mit etwas Shampoo auf den Fingern reinigen.
  3. Bürste für zwei Stunden ein warmes Shampoo-Bad mit den Borsten nach unten legen.
  4. Zwischenräume nun mit einer Zahnbürste reinigen.
  5. Gut trocknen lassen.

Auch in unserem Test haben wir bewertet, wie gut und unkompliziert sich eine Haarbürste reinigen lässt. Unser Testsieger, die Ninabella Bio Haarbürste, konnte in diesem Punkt sehr gut abschneiden.

Wie oft sollte man die Haarbürste wechseln?

Solange sie noch gut aussieht, kann man die Lieblingsbürste noch nutzen? Leider ist dies nicht der Fall. Damit sich keine Bakterien und Keime in den Borsten festsetzen, sollte das Haar-Tool idealerweise alle sechs Monate gewechselt werden. Hochwertige Bürsten halten bei richtiger Pflege aber auch länger, denn manche Borsten sind langlebiger als andere.

Die Qual der Wahl: Eine Tabelle zur besseren Übersicht

Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, hier eine Tabelle mit den wichtigsten Eigenschaften verschiedener Haarbürsten:

Haarbürste Haartyp Borstenmaterial Besondere Eigenschaften
Ninabella Bio Haarbürste Alle Haartypen Bio-Kunststoff Beweglicher Bürstenkopf, leicht zu reinigen
Ebelin Pflege und Glanz Haarbürste Alle Haartypen Wildschwein- und Kunststoffborsten Massiert die Kopfhaut, glättet das Haar
Tangle Teezer Original Alle Haartypen Kunststoff Entwirrt schmerzlos, minimiert Haarbruch
Beurer HT 10 Ionen-Bürste Alle Haartypen Kunststoff und Naturborsten Ionen-Funktion gegen Frizz
Olivia Garden Ceramic + Ion Rundbürste Alle Haartypen Keramik und ionisiertes Nylon Verteilt Wärme gleichmäßig, verhindert fliegende Haare

Mit diesen Informationen und Tipps sind Sie bestens gerüstet, um die perfekte Haarbürste für Ihre individuellen Bedürfnisse zu finden und Ihr Haar optimal zu pflegen!

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