Haarausfall ist im Grunde nichts Ungewöhnliches. Viele Frauen und Männer müssen sich mindestens einmal in Ihrem Leben damit auseinandersetzen. Nichtsdestotrotz leiden sehr viele Menschen darunter. Immer wieder kann es Phasen während des Lebens geben, in denen der Haarausfall stärker wird. Besonders auffällig ist es für viele Frauen meist direkt nach einer Schwangerschaft.
Ein Kind auf die Welt zu bringen, bedeutet für viele Frauen das größte Glück auf Erden. Doch leider gilt das meistens nicht für die Haare. Die Schwangerschaft verändert den Körper einer Frau wortwörtlich von den Zehen bis in die Haarspitzen. Während viele Frauen während der Schwangerschaft von einer besonders vollen und schönen Haarpracht berichten, fallen die Haare nach der Geburt vermehrt aus. Dir geht es auch so? Keine Sorge: Du bist mit diesem Problem nicht alleine.
Damit der Baby-Blues sich nach der Schwangerschaft nicht noch verschlechtert, haben wir Ursachen und Tipps zum Thema Haarausfall nach der Geburt und in der Stillzeit für dich zusammengefasst:
Wie bereits angesprochen, kann es öfter Phasen im Leben geben, in denen uns mehr Haare ausfallen. Grund dafür ist meist eine hormonelle Umstellung im Körper. Während einer Schwangerschaft stellt sich der Körper mit der Ausschüttung von Östrogen auf die neue Gegebenheit ein, damit sich das Baby bestmöglich entwickeln kann. Eine Nebenwirkung dieses Östrogenschubs ist unter Anderem starkes Haarwachstum. So haben viele Schwangere in dieser Zeit besonders kräftiges und auch glänzendes Haar.
Nach der Geburt bzw. nach der Stillzeit tritt häufig Haarausfall auf. Das liegt daran, dass das zusätzliche Östrogen, das in der Schwangerschaft produziert wird und die Wachstumsphase der Haare verlängert, plötzlich weniger wird. Der Hormonspiegel sinkt und die Haare befinden sich nach der Schwangerschaft vermehrt in der Ruhephase. Dann fallen sie nach zwei bis drei Monaten aus.
Haarausfall nach der Schwangerschaft wird in der Fachsprache postpartales Effluvium genannt und ist eine Form von diffusem Haarausfall, der sich sechs bis neun Monate nach der Geburt wieder normalisiert.
Hormonbedingter Haarausfall tritt bei Frauen übrigens auch in den Wechseljahren oder nach Absetzen der Pille auf. Auch Haarausfall durch Stress oder einer Infektion der Haarfollikel ist nach der Schwangerschaft nicht selten. Weitere Auslöser für Haarausfall nach der Schwangerschaft können Nährstoffmangel (insbesondere Eisen) und eine Erkrankung der Schilddrüse sein.
Die meisten Frauen bemerken Haarausfall nach der Schwangerschaft erst etwa drei Monate nach der Geburt. Das Einsetzen des Haarausfalls wird durch die Stillzeit verzögert. Wird dein Baby nach der Geburt gestillt, wird das Östrogen nämlich langsamer abgebaut.
Vollständig stoppen lässt sich ein plötzlich starker Haarausfall nach der Schwangerschaft auch mit besagten Wundermitteln nicht. Die hormonelle Rückveränderung muss so manche frischgebackene Mama einfach durchmachen. Man kann jedoch den richtigen Umgang damit finden und den Haarausfall so minimieren.
Um seinem Haarwachstum auf die Sprünge zu helfen, sollte man darüber hinaus darauf achten, sich gut zu ernähren. Besser ist es, dem Körper wirklich das zu geben was er braucht: Vitamine und Mineralien.
Hier sind ein paar bewährte Tipps und Tricks:
Seit der Geburt deines Babys fallen dir immer mehr Haare aus? Zum Glück gibt es einige Haarpflege-Produkte, die das Haarwachstum unterstützen und den Haarausfall vermindern.
Koffein-Shampoos helfen bei der Nährstoffversorgung der Kopfhaut und stärken die Haarwurzel. Natürliche und hormonfreie Produkte sind nach der Schwangerschaft und während der Stillzeit empfohlen.
Du wolltest schon immer einmal wissen, wie dir eine Kurzhaarfrisur steht? Wenn du nach der Schwangerschaft vermehrt Haar verlierst, kann das genau der richtige Zeitpunkt sein, um einen Volumenschnitt für feines Haar wie einen Pixie Cut oder einen Bob auszuprobieren. Kürzere Haare haben mehr Volumen als lange, was bei dünneren Haaren immer besser aussieht.
Deine Haarlänge soll unbedingt gleich bleiben? In dem Fall kannst du mit einer Haarverdichtung mit Extensions versuchen, den Haarausfall nach der Schwangerschaft auszugleichen.
Wenn du nach der Geburt deines Kindes unter Haarausfall leidest, solltest du beim Styling außerdem auf Hitze verzichten oder Hitzeschutz-Produkte verwenden, da die Haare zusätzlich geschädigt werden und noch mehr ausfallen können. Auf chemische Haarfarben solltest du erstmal verzichten, da sie die Haarstruktur schwächen können. Auch das Wechseln zu einer schonenden Haarbürste wie z. B. Olivia Garden Expert Care Oval mit Wildschwein- und Nylonborsten kann Haarausfall vermindern.
Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die Haargesundheit. Omega-3-Fettsäuren (in fettem Fisch wie Lachs)
Homöopathie ist eine Behandlungsmethode aus der Naturheilkunde, die aus schulmedizinischer Sicht umstritten ist. Sepia, Lycopodium oder Natrium Chloratum werden von Homöopathen bei Haarausfall nach der Schwangerschaft empfohlen.
Mönchspfeffer ist ein bewährtes Hausmittel bei Haarausfall nach der Geburt. Es kann dazu beitragen, den Haarausfall zu reduzieren, indem es den Hormonspiegel reguliert. Insbesondere kann Mönchspfeffer den Spiegel von DHT senken, einem Hormon, das für Haarausfall verantwortlich gemacht wird.
Nahrungsergänzungsmittel mit Eisen, Zink, Biotin und Hirse-Extrakt können nach der Schwangerschaft durchaus von Vorteil sein, um schöne Haare und Haut zu erhalten.
Stress kann Haarausfall verstärken. Achte daher auf ausreichend Ruhe, Entspannung und Erholung. Yoga, Meditation oder kurze Spaziergänge können helfen, den Alltagsstress zu lindern.
Es ist wichtig zu verstehen, dass der postpartale Haarausfall ein vorübergehender Zustand ist und in den meisten Fällen von selbst wieder verschwindet. Das Haarwachstum normalisiert sich, sobald die Hormone sich stabilisieren. Also, einfach etwas Geduld haben! Wir wissen natürlich, dass Haarausfall nach der Schwangerschaft emotional belastend sein kann. Sprich mit anderen Müttern oder einem Arzt, um Unterstützung und Beratung zu erhalten.
Die Mesohair-Behandlung stellt eine wirksame und effektive Methode zum Anregen des Haarwachstums dar. Besser als jede äußere Anwendung hilft die Mesotherapie direkt an der betroffenen Stelle. Mit feinen Nadeln wird der Wirkstoff in die Kopfhaut injiziert und legt sich dann gleichmäßig um die betroffenen Haarwurzeln. Unter anderem sind in den Inhaltsstoffen wichtige B-Vitamine enthalten. Die Behandlung wir meistens innerhalb von sechs Anwendungen mit jeweils einer Woche Abstand durchgeführt.
Die Erhaltungsphase (je nach Bedarf - z.B.
Wenn der Haarausfall in der Stillzeit extrem (deutlich mehr als 100 Haare pro Tag) erscheint, kann es ratsam sein, mit einem Arzt über andere mögliche Ursachen und Behandlungen zu sprechen. In seltenen Fällen - bei etwa zwei von tausend Schwangeren - kann sich der Haarverlust auf einzelne Bereiche am Kopf konzentrieren (sogenannter „kreisrunder Haarausfall“) und kahle Stellen verursachen.
Zusätzlich zur hormonellen Umstellung können seelischer Stress, ein hoher Blutverlust bei der Geburt, zu wenig Schlaf oder ernährungsbedingte Mangelerscheinungen den Haarausfall verstärken. Auch Blutarmut (Eisenmangel-Anämie) kann zu solchen Beschwerden führen.
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