Braun Series 7 Test: Der ultimative Ratgeber für eine perfekte Rasur

Für viele Männer gehört die Rasur zum täglichen Ritual wie das Zähneputzen und der morgendliche Kaffee. Ein Rasierapparat begleitet Männer täglich - zumindest alle, die nicht nass rasieren.

Rasieren ist eine höchst individuelle Angelegenheit: Die Beschaffenheit der Haut, die Stärke der Barthaare, die Form des Gesichts, die gewünschte Bartfrisur - all das ist bei jedem Mann unterschiedlich. Wir haben insgesamt 73 Rasierer in mehreren Testrunden getestet. Darunter waren auch eine ganze Reihe günstiger »China-Modelle«. Die sind oft weitgehend baugleich, haben uns aber allesamt nicht überzeugt.

Folien- oder Rotationsrasierer - Welcher ist der Richtige?

Es gibt zwei Arten von Elektrorasierern: Folien- und Rotationsrasierer. Am weitesten verbreitet sind Folienrasierer mit ihren länglichen Scherköpfen. Hier gibt es mindestens eine, häufig aber mehrere perforierte Scherfolien. Bei den Rotationsrasierern kommen dagegen drei Schereinheiten mit je einer runden Klinge zum Einsatz. Sie sind in einem Dreieck zueinander angeordnet und oft einzeln flexibel gelagert.

Die Flexibilität der Rotationsköpfe und die dreieckige Form des Scherkopfs bieten den Vorteil, dass sich die Schereinheiten besser an die Gesichtsform anschmiegen. Vor allem die kantigen Kinn- und Unterkieferbereiche lassen sich damit oft besser rasieren. Viele Nutzer heben zudem hervor, dass sie mit Rotationsrasierern schneller sind, weil sie großflächiger rasieren.

Folienrasierer wirken dagegen etwas kraftvoller, was sich auch durch lauteres Summen und stärkere Vibration ausdrückt. Sie sind vor allem für Konturen wie an den Koteletten und für kleinflächige Bereiche wie unter der Nase besser geeignet. Die Rotationsrasierer haben uns beim Versuch, diese Stellen sauber zu bearbeiten, viel Zeit und viele Nerven gekostet. Alleine anhand der Bauform lässt sich die Qualität eines Elektrorasierers aber nicht beurteilen - gerade vor dem Hintergrund, dass jeder Nutzer aus individuellen Gründen das eine oder das andere System bevorzugt.

Nass- oder Trockenrasur?

Männer mit sehr unreiner und unebener Gesichtshaut bevorzugen hingegen die Trockenrasur, weil kleine Verletzungen im Gesicht damit nahezu ausgeschlossen sind. Nachteil: Eine tägliche Anwendung ist eigentlich ein Muss, wenn man stets gut rasiert aussehen möchte. Denn das Rasieren mit dem elektrischen Gerät ist oberflächlicher. Die Nassrasur ist sehr viel gründlicher, aber auch aufwändiger. Vor allem dauert sie mit Einschäumen und Zwischenspülen des Rasierers meist auch länger.

Apropos nass: Der Trend geht schon seit einigen Jahren ganz klar zum Elektrorasierer, mit dem man sich auch mit Schaum oder Gel und unter der Dusche rasieren kann. Ob die Hersteller versuchen, damit Anhänger des traditionellen Nassrasierens von ihren Produkten zu überzeugen? Zwar fanden die Tester, dass sich die Rasur mit Schaum oder unter Wasser angenehmer anfühlt, allerdings benötigt man mehr Zeit zum Einschäumen und zur anschließenden Reinigung, wenn man Schaum benutzt. Bei all dem Aufwand kann man dann auch gleich zur Klinge greifen, die nicht nur gründlicher rasiert, sondern auch leichter zu reinigen ist.

Die Bedeutung der Reinigung

Das Thema „Reinigung“ ist bei einem Hygieneprodukt, wie der Rasierapparat eines ist, besonders wichtig. Das wissen natürlich auch die Hersteller, die vor allem ihre Spitzenmodelle oft im Paket mit einer Reinigungsstation anbieten: Das Gerät kommt kopfüber hinein, wird dann mit einer desinfizierenden Reinigungsflüssigkeit gesäubert, getrocknet und - je nach Modell - noch geölt.

Prinzipiell ist das auch eine nette Sache, weil sie gut funktioniert und einfach zu benutzen ist. Allerdings gehen die Reinigungsflüssigkeit, die in speziellen Kartuschen geliefert wird ordentlich ins Geld. Wer den Rasierapparat erst manuell reinigt, um ihn dann in die Station zu stellen, verlängert die Lebensdauer er Reinigungskartuschen, büßt aber einen Großteil des Komforts ein. Wir sind der Meinung, dass man auf eine Reinigungsstation gut verzichten kann. Denn die Scherköpfe der meisten Rasierapparate auf dem Markt (und aller Geräte in unserem Test) lassen sich auch gut unter fließendem Wasser sauber machen. Wer zusätzlich noch etwas Flüssigseife nimmt, bekommt den Rasierer mehr als ordentlich sauber.

Die Braun Series 7 im Detail

Nachdem wir uns bereits den Braun Series 9, 5 sowie 3 näher angesehen haben, wollten wir nun ein Gerät der nächsten Rasierer-Generation der bekannten Firma, den Braun Series 7, genau unter die Lupe nehmen. Ein moderner Elektrorasierer muss heute mehr können als nur Haare entfernen. Er soll vielseitig sein, gründlich arbeiten, sich leicht bedienen lassen und dabei auch noch gut aussehen. Der Braun Series 7 72-G7200cc tritt genau mit diesem Anspruch an. Ob er diesen auch erfüllt, zeigt unser ausführlicher Praxistest.

Der erste Eindruck des Braun Series 7 ist sehr gut. Das Gerät fühlt sich wertig an und liegt mit seiner teilweise gummierten Oberfläche sowie ergonomischen Form schön in der Hand. Der 360°-Scherkopf ist weit weniger flexibel als wir erwartet hätten, wirkt allerdings gut verarbeitet. Der Kopf ist mit 3 unterschiedlichen Klingen ausgestattet, die sich ebenfalls flexibel bewegen lassen und somit eng an der Gesichtskontur aufliegen sollen. Die äußeren zwei sind dabei klassische Scherfolien, wohingegen die mittlere für längere Barthaare gedacht ist.

Designtechnisch spielt der Braun Series 7 in einer ganz anderen Liga als viele Konkurrenzprodukte und er gefällt uns mit seinen Chrom-Akzenten wirklich sehr gut. Typisch für Braun gibt es auch den Series 7 in unterschiedlichen Bundles zu kaufen. Grundlegend könnt ihr aus diversen Sets von 130 bis 200 Euro wählen, die sich vor allem im Zubehör und der Farbe des Rasierers unterscheiden.

Besonders gespannt waren wir auf die Reinigungs- und Ladestation, weshalb wir uns diese sehr genau angesehen haben. Sie läuft mit speziellen Kartuschen, die nicht nur für einen schönen Duft sorgen sollen, sondern das Gerät auch reinigen sowie desinfizieren. Zuallererst ist das tadellose Reinigungsergebnis zu nennen: Die Station hinterlässt nach kurzer Zeit einen wirklich gründlich gereinigten und gut riechenden Rasierer.

Allerdings fanden wir es lästig, dass man das Gerät nach jeder Rasur zwangsweise reinigen muss. Stellt man den Rasierer nämlich in die Station hinein, so wird automatisch mit dem Vorgang begonnen. Braun wäre nicht einer der führenden Hersteller, wenn nicht auch im Series 7 jede Menge Funktionen integriert wären. Hier ist beispielsweise die Wasserdichtigkeit zu nennen, weshalb man den Rasierer auch in Verbindung mit Rasierschaum verwenden kann.

Neben der Wasserdichtigkeit ist er, wie für Braun üblich, mit der sogenannten AutoSense-Technologie versehen, die euren Bart während der Rasur misst und die Leistung entsprechend der Dichte anpasst. Wenn es allerdings einmal zeitkritisch ist, ist der Rasierer ebenfalls mit einer 5-Minuten-Schnellladefunktion ausgestattet. Was uns gut gefällt, ist der Sperrmodus, welchen wir einstellen können, indem wir den Knopf zum Einschalten länger gedrückt halten. Nach wenigen Sekunden wird der Rasierer dann verriegelt.

Praxistest: Wie gut rasiert der Braun Series 7?

Kommen wir nun zum wichtigsten Teil: dem Praxistest. Wie fast alle Elektrorasierer ist auch der Braun Series 7 nicht für längere Barthaare geeignet. Wer natürlich täglich oder alle zwei Tage rasiert, wird dieses Problem nicht haben, denn hier zeigt der Series 7 ein besseres Ergebnis. Was uns leider nicht ganz so gut gefällt, ist die fehlende Möglichkeit zur Arretierung des Scherkopfes.

Benutzt man den Elektrorasierer mit Rasierschaum, so gleitet er angenehm über die Haut. Ein weiterer kleiner Nachteil ist der aufsteckbare Trimmer. Dieser ist - anders als bei vielen Konkurrenzprodukten oder bei der Series 9 - nicht integriert, sondern muss immer wieder gewechselt werden. Dies kostet Zeit und ist einfach nicht so angenehm wie ein ausfahrbarer Trimmer.

Alles in allem waren wir mit dem Rasurergebnis zufrieden. Der Braun Series 7 ist ein solides Gerät, das wirklich schön aussieht und sehr gut verarbeitet ist. Das Rasurergebnis war in unserem Test gut, wobei die Trockenrasur besser funktioniert hat als die Rasur mit Schaum. An schwierigen Partien wie dem seitlichen Hals hat der Braun Rasierer etwas zu kämpfen und es muss öfter die Richtung verändert sowie etwas stärker aufgedrückt werden. In unserem Test hat dies allerdings nicht zu wesentlich stärkeren Hautirritationen geführt und nach wenigen Minuten war auch hier das Rasurergebnis gut.

Wo der Braun wie alle Elektrorasierer ebenfalls Probleme hat, sind längere Barthaare. Ab einem 4- bis 5-Tage-Bart rasiert das Gerät spürbar schlechter. Was das Zubehör anbelangt, so bleiben beim Braun Series 7 keine Wünsche offen und die Reinigungs- und Ladestation erledigt ihren Job wie von Braun gewohnt sehr gründlich. Was uns nicht so gut gefallen hat, ist der Zwang zur Reinigung.

Alles in allem ist der Braun Series 7 ein sehr solides Gerät, das seine Arbeit gut erledigt, in puncto Handhabung überzeugt und dabei sehr schön aussieht.

Alternativen zur Braun Series 7

Neben der Braun Series 7 gibt es natürlich auch noch andere empfehlenswerte Rasierer auf dem Markt:

  • Panasonic ES-LV6U: Gründlich, reizarm und hochwertig. Der Scherkopf ist in einem Maß anschmiegsam, wie man es sonst nur von guten Rotationsrasierern kennt.
  • Braun Series 9 Pro+ 9577cc: Exzellenter Rasierapparat, der ganz klar in die Top-Riege der Rasierer gehört. Mit Powerbank-Etui für unterwegs.
  • Philips S9987/55: Strotzt nur so vor Features. Mit Indikator für den Anpressdruck und großzügiger Zubehörausstattung.

Für Bartträger sind zusätzlich auch Barttrimmer interessant. Denn die Trimmfunktion, die die meisten Elektrorasierer bieten, kommt längst nicht an die von Barttrimmern heran, die nur dafür konstruiert wurden.

Fazit

Die Braun Series 7 Rasierer sind zwar schon seit einigen Jahren nicht mehr die Topmodelle bei Braun, sehr gute Elektrorasierer sind die Geräte der aktuellen Generation aber noch immer. Die Verarbeitung ist sehr gut gelungen und die Rasierleistung lässt ebenfalls keine Wünsche offen. Lediglich einige Enttäuschungen bei der Handhabung und die schwache Reinigungsstation kosten Punkte.

Der Braun Series 7 (71-N1200s) Rasierer zeigt bei täglicher Nutzung eine zufriedenstellende bis gute Leistung in der Rasur, wobei die Ergebnisse je nach Nutzer variieren können. Besonders hervorzuheben ist der bewegliche Kopf des Rasierapparats, der sich für präzisere Schnitte an Stellen wie der Oberlippe arretieren lässt. Jedoch stellt die Rasur im Halsbereich häufig eine Herausforderung dar.

Ein auffälliger Nachteil ist die Lautstärke des Geräts, die selbst durch geschlossene Badezimmertüren noch wahrnehmbar ist. Für Personen, die regelmäßig einen Drei-Tage-Bart entfernen möchten, ist dieses Modell nicht die beste Wahl, da es zu einem unangenehmen Ziepen führen kann.

Der Series 7 eignet sich aufgrund seiner leichten und handlichen Bauweise gut für Reisen und wird mit einem praktischen Etui geliefert. Allerdings ist die Reinigung des Geräts nicht ganz unproblematisch, da die Folienkappe beim Abnehmen leicht entgleiten kann. Im Hinblick auf die Ausstattung zeigt sich der Rasierer eher spartanisch, so fehlt beispielsweise eine Ladestation im Lieferumfang.

Insgesamt ist der Braun Series 7 ein solides Gerät, das seine Arbeit gut erledigt, in puncto Handhabung überzeugt und dabei sehr schön aussieht.

Modell Vorteile Nachteile
Braun Series 7 Gute Rasur, wertige Verarbeitung, einfache Bedienung Aufsteckbarer Trimmer, Reinigung etwas umständlich, Lautstärke
Panasonic ES-LV6U Gründliche und reizarme Rasur, anschmiegsamer Scherkopf -
Braun Series 9 Pro+ 9577cc Exzellente Rasur, Powerbank-Etui -
Philips S9987/55 Viele Features, großzügige Ausstattung -

Braun Series 7 gegen Series 9 Rasierer der erste Eindruck!

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