Ob beim ausgedehnten Herbstspaziergang im Wald oder beim Aufstellen des Weihnachtsbaumes - schnell landet klebriger Baumharz genau dort, wo er nicht hingehört. Beim Sammeln von Tannenzapfen, beim Weihnachtsbaumkauf oder nach der Pause auf einem Baumstamm im Wald kommt es nicht selten zu unschönen Harzflecken auf der Kleidung oder den Händen. Doch obwohl Harzflecken auf Kleidung zunächst hartnäckig erscheinen: Entfernen lassen sie sich mit den richtigen Hilfsmitteln meist rückstandslos. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Harz zuverlässig aus Ihrer Kleidung oder von Haut und Haaren entfernen können.
Der Baum schützt sich durch das Absondern von Harz. Dort, wo der Baum Verletzungen aufweist, etwa an Schnittkanten oder Bruchstellen, soll Harz die Wunde verschließen. Damit der nächste Regenguss das Harz nicht gleich wieder abwäscht, ist Baumharz nicht wasserlöslich: Das macht das Entfernen der Flecken etwas komplizierter.
Je schneller Sie reagieren, desto leichter lässt sich das Baumharz aus der Kleidung entfernen. Du hast den Harzfleck kurz nach seiner Entstehung bemerkt? Super! Doch auch bereits eingetrockneten Flecken kannst du mit einer gezielten Hitze- oder Kälteanwendung zu Leibe rücken.
Beim Christbaumkauf oder beim Absägen und Aufstellen des Weihnachtsbaums kommt es oft zu klebrigen Harzflecken auf der Kleidung.
Harz entfernen, indem Sie Kleidung einfrieren? Auch diese Methode ist erfolgversprechend! Packen Sie die Hose oder Jacke mit Harzflecken in eine Plastiktüte und diese dann für 24 Stunden in die Tiefkühltruhe. Dafür lagern Sie das befleckte Kleidungsstück in einer Plastiktüte für 24 Stunden im Gefrierfach. Im gefrorenen Zustand lässt sich das Harz mit etwas Sorgfalt manuell aus den Fasern herausbrechen. Durch die Kälte wird das Harz porös und lässt sich abbrechen oder vorsichtig abkratzen. Das Tempo ist hier entscheidend - sobald sich der Fleck wieder erwärmt, ist der Effekt verflogen.Meist lässt sich durch die Gefrier-Methode nicht alles Harz entfernen.
Außer mit chemischen Fleckenlösern können Sie den Fleck auch mit neunzigprozentigem Alkohol oder Spiritus behandeln. Hochprozentiger Alkohol (90 Prozent) oder Spiritus sind gute Mittel, um Harzflecken aus Kleidung zu entfernen. Tragen Sie den Alkohol mit einem Baumwolltuch auf die entsprechende Stelle auf. Geben Sie Alkohol oder Spiritus auf ein sauberes Baumwolltuch, und betupfen Sie die Flecken damit. Nach mehrmaligem Tupfen sollten die Harzflecken verschwinden. Anschließend ist die Kleidung reif für die Waschmaschine - und für eine saubere Rückkehr in Ihren Kleiderschrank. Bei empfindlicher Kleidung können Alkohol und Spiritus das Material beschädigen oder die Farben ausbleichen.
So seltsam es klingen mag: Fett ist ein wirksames Mittel, um Baumharz-Flecken aus der Kleidung zu entfernen. Auch mit Fett lässt sich Harz lösen. Gib einfach etwas Olivenöl oder Butter auf die betreffende Stelle. Bei Kleidung, die bei mindestens 60 Grad in die Waschmaschine darf, können Sie Butter oder Olivenöl auf die Flecken geben. Nach einigen Stunden Einwirkzeit hat das Fett den Harzfleck in der Regel gelöst. Lassen Sie das Fett einige Stunden einwirken. Zwar befindet sich nun ein Fettfleck im Kleidungsstück, diesen können Sie jedoch mit einer 60-Grad-Maschinenwäsche schnell wieder loswerden - vorausgesetzt, das Kleidungsstück ist für solch hohe Temperatur geeignet. Danach ist das Harz meist weg - dafür bleibt ein Fettfleck zurück. Diesen können Sie in der Waschmaschine rauswaschen. Beachten Sie also unbedingt die auf dem Etikett angegebenen Waschsymbole!
Harzflecken auf Textilien lassen sich durch Bügeln entfernen. Genau wie Kälte ist auch Wärme ein wirksames Mittel bei der Entfernung von Harzflecken. Auch Wärme ist eine Möglichkeit, um Harzflecken aus der Kleidung zu entfernen. Lege ein Blatt Löschpapier auf den Fleck und erwärme das Ganze bei mittlerer Hitze mit einem Bügeleisen. Der Effekt: Das Harz schmilzt und wird von dem Papier aufgesaugt. Lege zunächst saugfähiges Papier, z. B. Löschpapier oder Küchenkrepp, beidseitig unter und auf das Kleidungsstück und bügle über die fleckige Stelle. Achte darauf, so heiß wie möglich zu bügeln, aber nicht heißer, als es das Material erlaubt. Sonst könnten Bügelflecken entstehen.
Kinder kommen nach dem Spielen im Wald oft mit harzigen Händen oder Harz in den Haaren nach Hause. Erwachsene haben oft Harzflecken an den Händen, wenn sie mit dem Weihnachtsbaum hantieren.
Haften Harzrückstände nach dem Hantieren mit Tannengrün oder Kunstharz an Fingern oder Haaren, können Sie sie schonend mit Babyöl oder herkömmlichem Olivenöl entfernen. Besser als jede Seife sind Babyöl oder Butter. Reiben Sie die Hände mit dem Öl ein und spülen Sie die Reste anschließend gründlich mit Wasser und milder Seife ab. Verreiben Sie das Fett auf der Haut oder in den Haaren, und spülen Sie dann mit Seife bzw. Shampoo nach. Tschüss, Grauschleier!
Harzrückstände im Haar lassen sich mit einem in Olivenöl getränkten Tuch lösen. Öl auf die Stelle in den Haaren, wo das Tannenharz an den Haaren festklebt, einreiben, kneten. Nach wenigen Minuten sollte sich der Klumpen ablösen. Nachdem das Harz aufgeweicht wurde, können Sie vorsichtig versuchen, es mit einer Haarbürste oder einem Kamm auszubürsten. Beginnen Sie an den Spitzen und arbeiten Sie sich vorsichtig in Richtung Kopfhaut vor. Seien Sie geduldig und sanft, um Haarbruch zu vermeiden.
Auch auf Autos sind Harzflecken keine Seltenheit, denn Parkplätze befinden sich häufig unter Bäumen. Autos stehen gern mal unter Bäumen und daher sind Harzflecken auf dem Autolack keine Seltenheit. Noch dazu zieht das klebrige Harz Staub und Schmutz regelrecht an, der sich dann nicht mehr entfernen lässt. Wenn Sie Baumharz auf Ihrem Auto entdecken, können Sie es zunächst mit folgenden einfachen Hausmitteln probieren:
Als letztes Mittel stehen Ihnen noch stärkere Mittel zur Verfügung. Dazu zählen alkoholhaltige Reinigungsmittel wie Verdünnung oder Spiritus und Kriechöl (WD40).
Klebriges Harz ist nicht nur bei unbehandeltem Holz störend. Auch ein gleichmäßiger Anstrich mit einer Lasur, einem Lack oder einem anderen Mittel ist schwierig, denn Harz beeinträchtigt ihre Haftung und kann Flecken entstehen lassen. Bevor Sie das Holz von Harz befreien, sollten Sie jedoch daran denken, dass sich in den tieferen Schichten des Holzes weiteres Harz befinden kann. Wenn Sie mit dem anschließenden Anstrich zu lange warten, kann es daher passieren, dass noch einmal Harz austritt und Sie das Holz ein weiteres Mal entharzen müssen. Das Harz in den tieferen Schichten wird vor allem durch Wärme nach oben befördert. Sie entsteht auch beim Schleifen.
Harz, das bereits trocken und hart geworden ist, lässt sich größtenteils mit dem Meißel, einem Stecheisen oder einem scharfen Messer entfernen. Alternativ erwärmen Sie die Harzgallen mit einem Heißluftfön oder einem Haartrockner und fangen das austretende Harz mit einem Tuch auf. Auch ein Ausbohren oder Ausfräsen ist möglich. Wenn Sie eine Harzgalle mit einem Forstnerbohrer ausbohren, können Sie im Anschluss einen Astlochdübel einsetzen, und falls Sie eine Flachdübel- oder Lamellofräse besitzen, bekommen Sie für diese Maschine Harzgallen- oder Schiffchenfräser und passende Einsätze. Sie sehen, wie der Name schon sagt, wie kleine Schiffchen aus.
Etwas schwieriger ist es, zähflüssigen und noch klebrigen Harz vom Holz zu entfernen. Eine Nitroverdünnung, die Sie vielleicht schon für die Reinigung von Pinseln in Ihrer Werkstatt haben, tragen Sie mit einem Lappen oder einem Pinsel auf das Harz auf. Sie benötigt einige Minuten, um ihre Wirkung zu entfalten. Danach nehmen Sie mit einem sauberen Lappen die Verdünnung mitsamt Harz von der Holzoberfläche. Bei der Verwendung von Nitroverdünnung wird das Holz kaum nass.
Seifenflocken, die Sie in Drogerien bekommen, lösen Sie in warmem Wasser auf. Pro Liter Wasser benötigen Sie circa 20 Gramm Seifenflocken. Die abgekühlte Mischung geben Sie auf das Harz und bearbeiten das Holz mit einer weichen Bürste. Hierbei sollte die Seifenflockenlösung richtig schäumen. Dann säubern Sie die entharzten Stellen mit klarem Wasser und einem Schwamm oder Tuch. Bei dieser Methode wird das Holz ziemlich nass. Es muss daher vor einer weiteren Bearbeitung zunächst wieder vollständig trocknen. Durch den Kontakt mit Wasser werden sich außerdem einige Holzfasern aufstellen, sodass sich die Holzoberflächen nach dem Trocknen rau anfühlen.
| Methode | Anwendung | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Kälte | Kleidungsstück einfrieren | Einfach, keine Chemikalien | Nicht immer vollständig wirksam |
| Alkohol/Spiritus | Betupfen mit Baumwolltuch | Effektiv, löst Harz gut | Kann empfindliche Stoffe beschädigen |
| Fett (Öl, Butter) | Auftragen und einwirken lassen | Natürlich, löst Harz | Hinterlässt Fettflecken |
| Wärme (Bügeleisen) | Erhitzen mit Löschpapier | Saugt Harz auf | Kann Bügelflecken verursachen |
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