Honig Shampoo Rezept: Natürliche Haarpflege für glänzendes Haar

Glänzendes, gepflegtes Haar - wer wünscht sich das nicht? Honig ist nicht nur ein Lebensmittel, auch als Hausmittel hat sich das süße Naturprodukt bewährt. Wie Honig dazu verhelfen kann und warum auch Sie ihn in Ihre Haarpflegeroutine aufnehmen sollten, verraten wir hier.

Bei Erkältungen etwa kann ein Löffel Honig Hustenreiz lindern und wirkt zudem entzündungshemmend. Auch zur Pflege unserer Haare eignet er sich prima. Daraus lässt sich schnell und unkompliziert ein DIY-Shampoo herstellen. Die Vorteile: Es ist mild, wir wissen genau, was drin ist und es ist zugleich kostengünstig.

Warum Honig so gut für das Haar ist

Aufgrund des Zuckergehaltes im Honig wird Feuchtigkeit in den Haaren gebunden, dadurch bekommt Ihre Mähne einen schönen, natürlichen Glanz. Außerdem tut das Naturprodukt der Kopfhaut gut, versorgt diese mit Feuchtigkeit und beugt somit Schuppen vor. Noch dazu kann es dank seiner regenerierenden Eigenschaften sogar das Haarwachstum anregen. Bei juckender Kopfhaut ist Honig-Shampoo ebenfalls einen Versuch wert, denn die antiseptische Wirkung hilft gegen den fiesen Juckreiz.

So stellen Sie Honig-Shampoo her:

Sie benötigen hierfür nur zwei Zutaten: Wasser und Honig. Das Wasser sollte nicht zu warm sein, am besten Sie nehmen kaltes bis lauwarmes zur Herstellung. Nun einfach in einer kleinen Schale drei Teelöffel Honig mit 100 ml Wasser mischen. Fertig ist das Shampoo, welches Sie sofort nutzen können. Wem das Ganze zu flüssig ist, setzt auf ein Mischverhältnis von drei Teelöffeln Honig und drei Teelöffeln Wasser, so entsteht eine festere Konsistenz.

Dann die Haare wie gewohnt waschen, das Honig-Shampoo einmassieren und auch in die Längen geben, im Anschluss gut mit lauwarmem Wasser ausspülen. Hinweis: Da sich Honig am Boden absetzen kann, schütteln Sie das Shampoo vor jeder Anwendung gründlich durch.

Alternativ können Sie auch Zitronensaft oder Kräuteressig nehmen.

Rezept für eine Spliss-Haarkur mit Honig

Trockene Heizungsluft und häufiges Föhnen während der kalten Jahreszeit strapazieren die Haare sehr. Sie sind oft spröde, ausgetrocknet, stumpf und neigen zu Splissbildung. Um die Haare intensiv zu pflegen, kann man mit wenigen natürlichen Zutaten eine Spliss-Haarkur selbst herstellen, die das Haar weich werden lässt.

Zutaten:

  • 3 EL Mandelöl
  • 2 EL Aloe Vera-Gel
  • 1 EL flüssigen Wald- oder Blütenhonig
  • 2 Eigelb

Vorbereitung des Aloe Vera-Gels

Aloe Vera gilt als eine Kaiserin unter den Heilpflanzen. Die Wüstenpflanze gedeiht auch bei uns hervorragend an einem sonnigen Fensterbrett, so dass man immer darauf zurückgreifen kann. Zur Verarbeitung schneidet man ein entsprechend großes Blatt einer Pflanze ganz ab, den Anschnitt entfernen. Nun alle grünen Teile des Blatts mit einem scharfen Messer wegschneiden und dabei das durchsichtige Gel vorsichtig auslösen. Man sollte darauf achten, dass keine Pflanzenfasern dabei sind und auch nur das klare Gel verwendet wird. Manchmal bildet sich eine gelb-grüne Absonderung. Das kann passieren, wenn die Pflanze eine Druckstelle hat. Hier haben sich Bitterstoffe gebildet, die entfernt werden sollten.

Zubereitung der Honig-Haarkur

Mandelöl, Aloe Vera-Gel, flüssigen Blüten- oder Waldhonig und Eigelbe in einem Mixer gut mischen, bis eine homogene Masse entsteht.

Anwendung der Haarkur:

Zunächst die Haare mit einem milden Haarshampoo waschen und mit einem Handtuch frottieren. Dann die selbstgemachte Spliss-Kur vorsichtig in die Haarspitzen einmassieren, die Schultern dabei mit einem großen Handtuch abdecken. Am besten setzt man nun eine Plastikhaube auf, damit man nichts verschmutzt. Darüber noch ein warmes Handtuch um den Kopf legen und entspannen. Etwa 20 bis 25 Minuten einwirken lassen. Anschließend das Haar unter fließendem warmen Wasser gut ausspülen und nochmals mit dem milden Haarwaschmittel durchwaschen. Danach ganz normal trocknen und frisieren.

DIY Haarkur für trockene Haare | deep conditioner

Shampoo selber machen: Das Grundrezept

Als Basis für Ihr selbst gemachtes Shampoo dient eine einfache Seifenlauge, die Sie mit nur zwei Zutaten schnell und einfach herstellen können.

Zutaten:

  • 15 Gramm Kernseife
  • 250 Milliliter Wasser

So geht’s:

  1. Kernseife in feine Flocken reiben oder bereits fertige Seifenflocken verwenden.
  2. Seifenflocken in eine Schüssel mit warmem Wasser füllen und mit dem Schneebesen verrühren, bis sich die Seifenrückstände vollkommen aufgelöst haben.
  3. Shampoo-Basis nach Wunsch mit weiteren Zutaten individualisieren.

Tipp: Kernseife mit einem hohen Anteil pflanzlicher Öle wirkt besonders sanft auf die Haut.

Weitere Rezepte für DIY-Shampoos

Bei der Wahl der Zutaten für Ihr individuelles Shampoo sind den Möglichkeiten der Naturkosmetik keine Grenzen gesetzt und auch zu jedem Haartyp gibt es unterschiedliche Rezepte für natürliche und selbst gemachte Shampoos.

Kräuter-Shampoo selber machen (für normales Haar)

Zutaten:

  • 150 Milliliter Seifenlauge (Rezept siehe oben)
  • 150 Milliliter Wasser
  • Aromatische Kräuter nach Wahl wie Minze, Rosmarin, Zitronenmelisse oder getrocknete Lavendelblüten
  • 10-15 Tropfen ätherisches Öl in den passenden Duftrichtungen

So geht’s:

  1. Die Kräuter in einen Topf geben und mit kochendem Wasser übergießen.
  2. Den Kräutersud rund drei Stunden ziehen lassen, anschließend durch ein Sieb abgießen und in einer Schüssel auffangen.
  3. Die Seifenlauge hinzugeben und den Kräuter-Seifen-Mix gründlich verrühren.
  4. Das ätherische Öl hinzufügen und das fertige Shampoo in eine verschließbare Flasche füllen.

Brennnessel-Shampoo selber machen (für leicht fettendes Haar und schuppige Kopfhaut)

Sie möchten Kopfhaut und Haar möglichst sanft von Fettrückständen befreien? Mit diesem Haarshampoo auf rein natürlicher Basis gelingt es.

Zutaten:

  • 20 Gramm frische oder getrocknete Brennnesselblätter
  • 100 Milliliter Seifenlauge (Rezept siehe oben)
  • 100 Milliliter Wasser
  • Ca. 3 Tropfen Teebaum- oder Lavendelöl

So geht’s:

  1. Brennnesselblätter kurz aufkochen und über Nacht im Wasserbad ziehen lassen.
  2. Den Sud in eine Schüssel sieben und die Seifenlauge hinzufügen.
  3. Das ätherische Öl hinzugeben, kräftig umrühren und das fertige Shampoo in eine verschließbare Flasche füllen.

Glanzshampoo mit Kokos selber machen (für feines Haar)

Sie möchten feines Haar kräftigen oder stumpfem Haar einen gesunden Glanz verleihen? Machen Sie sich die natürliche Pflegewirkung von Kokosmilch zunutze!

Zutaten:

  • 100 Milliliter Kokosmilch
  • 100 Milliliter Seifenlauge (Rezept siehe oben)
  • Ca. 4 Tropfen ätherisches Öl, zum Beispiel Zitronen- oder Orangenöl für einen duftenden Frischekick

So geht’s:

  1. Kokosmilch und Seifenlauge in eine Schale geben und gründlich verquirlen.
  2. Das ätherische Öl hinzugeben und kräftig vermischen.
  3. Das fertige Shampoo in eine verschließbare Flasche füllen.

Festes Shampoo selber machen

Festes Shampoo kommt ganz ohne Umverpackung aus und eignet sich ideal für einen nachhaltigen Lifestyle. Die Herstellung ist genauso einfach wie bei flüssigem Shampoo.

Zutaten:

  • 50 Gramm Sheabutter
  • 100 Gramm pflanzliches Tensid
  • 100 Gramm Speisestärke
  • Ätherisches Öl nach Wahl
  • Eine Form zum Aushärten des festen Shampoos

So geht’s:

  1. Tensid und Stärke in einer Schüssel verquirlen.
  2. Sheabutter wahlweise im Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen.
  3. Sämtliche Zutaten zu einer geschmeidigen Masse verarbeiten, kneten und ätherisches Öl hinzufügen.
  4. Die Masse zum Aushärten in die Form füllen und mindestens einen Tag lang ruhen lassen.
  5. Shampoostück entnehmen.

Shampoo selber machen ohne Seife

Selbstverständlich können Sie Haarshampoo auch in seifenfreier Rezeptur herstellen. Beliebte Haarpflege-Trends wie die No-Poo-Methode nutzen diese Vorgehensweise, um das Haar zu schonen und sanft zu reinigen.

Mit seinem pH-Wert von 5,5 ist selbstgemachtes Shampoo auf Roggenmehl-Basis besonders bei irritierter und juckender Kopfhaut hilfreich. Anders als die zuvor vorgestellten Shampoos müssen Sie Roggenmehl-Shampoo vor jeder Haarwäsche frisch anrühren.

Zutaten:

  • 4 Esslöffel Roggenmehl
  • 200 - 300 Milliliter Wasser (je nach Haarlänge)

So geht’s:

  1. Beide Zutaten in eine Schüssel geben und klumpfrei verquirlen.
  2. Das Roggenshampoo sanft ins feuchte Haar einmassieren und gründlich ausspülen.
  3. Mögliche Reste entsorgen.

Tipps und Tricks für die Anwendung von DIY-Shampoo

  • Spülen mit saurer Rinse: Nach dem Waschen Ihrer Haare mit einer selbstgemachten Haarpflege, ist das Spülen mit einer sauren Rinse sinnvoll. Das ist eine natürliche Spülung, die für weiches Haar sorgt. Dafür füllen Sie ganz einfach zwei Esslöffel Apfelessig in eine Flasche mit einem Liter Wasser, Deckel drauf, einmal kräftig schütteln - fertig.
  • Lagerung: Lagern Sie ihr selbstgemachtes Shampoo nicht in der Sonne oder draußen auf dem Balkon, sondern unbedingt im Kühlschrank. Für Ihr Natur-Shampoo können Sie generell von einer Haltbarkeit von ein bis zwei Wochen ausgehen.

Honig-Ei-Shampoo: ein Selbstversuch

Honig und Ei gelten als besonders sanfte Alternative zu chemischen Haarpflegeprodukten. Nach den Wintermonaten ist die Kopfhaut oft stark strapaziert. Sie juckt, spannt und ist trocken. Also mache ich mich auf die Suche nach einer natürlichen Pflege ohne viel Chemie. Nach einigen Recherchen im Internet stoße ich auf selbst gemachtes Honig-Ei-Shampoo, kurz HES genannt. Die Meinungen sind größtenteils positiv. Die Kopfhaut soll mit Feuchtigkeit versorgt und sanft gereinigt werden.

Die Mischung

In den Foren werden verschiedene Mischungen empfohlen: Mit Zitrone, mit Natron, nur Honig und Ei oder Ei und anschließend eine Essigspülung. Ich bin etwas skeptisch, was die Zitrone und den Essig angeht und entscheide mich nur für die Honig-Ei-Variante.

Die Anwendung

Ich entscheide mich guten Gewissens für die Basiszutaten und vermische ein Eigelb und drei gehäufte Teelöffel Honig. Ich kann mich nicht durchringen, das Eiweiß mit hinein zu mischen, das wäre mir dann doch zu schmierig. Das Gemisch sieht abenteuerlich aus, riecht aber ganz lecker - fast etwas nach Weihnachtbäckerei. Ich mache meine Haare nass und achte dabei darauf, dass das Wasser nur lauwarm ist: Geronnenes Ei bekäme man nur schwer wieder aus den Haaren, warnen die verschiedenen Stimmen in den Haarforen.

Das Ergebnis

Nachdem alles auf meiner Kopfhaut und in meinen Haaren verteilt ist, massiere ich das Ganze noch etwas ein. Den Foren-Tipps zufolge soll ich die Mischung rund eine Stunde einwirken lassen. So lange halte ich nicht durch. Nach ungefähr vier Minuten muss die Mischung wieder runter. Ich lasse eine gefühlte Ewigkeit Wasser durch meine Haare laufen, damit keine Rückstände kleben bleiben. Danach sind die Haare zwar etwas schwer durchzukämmen, fühlen sich im handtuchtrockenen Zustand aber sehr weich an. Nur der Geruch ist etwas unangenehm. Der Honigduft ist verflogen, man riecht nur noch das Ei.

Meine Kopfhaut ist kein bisschen trocken. Sie spannt nicht und auch der Juckreiz bleibt aus. Sie fühlt sich richtig gut an. Das ist ein riesiger Pluspunkt und überzeugt mich so weit, dass ich aus dem Honig-Ei-Shampoo zukünftig immer mal wieder eine Honig-Ei-Kur machen werde, die ich danach mit einem sehr milden Shampoo ausspüle.

DIY Honig Shampoobars

Die Honig Shampoobars eignen sich besonders für Menschen mit trockener oder gereizter Kopfhaut, für feines bis normales Haar, für Kinder ab dem Schulalter (am besten ohne Duftstoffe) und für alle, die sehr empfindliche Haut haben.

Wir werden bei unseren Naturkosmetik-Artikeln immer wieder gefragt, wo man die Rohstoffe eigentlich bekommt. Wir kaufen den Großteil unserer Rohstoffe seit vielen Jahren bei unserem Partner Dragonspice.

Wenn Du nicht zum Rühren, Kneten und Formen kommst, gibt es eine wunderbare Alternative, die wir mit gutem Gewissen empfehlen: die Shampoo Bars von Blumenmädchen.

Rezept für 2 Bars (à ca. 60g)

Zutaten:

  • 30g SCI Tensid (Sodium Cocoyl Isethionate)
  • 7g Kakaobutter
  • 5g Cetylalkohol
  • 5g Babassuöl
  • 5g BTMS Emulgator
  • 3g Honigpulver
  • 3g Tonerde (Kaolin)
  • 1g Haarguar
  • 0.5g Panthenol
  • 0.5g Seidenprotein
  • 0.5g Brokkolisamenöl
  • 0.5g Arganöl
  • 0.5g Squalan

Anleitung:

  1. Erwärme sanft Kakaobutter, Cetylalkohol, Babassuöl und BTMS im Wasserbad, bis alles vollständig geschmolzen ist.
  2. Vermische in einer zweiten Schüssel das Tensid mit Tonerde, Roggenmehl, Honigpulver und Haarguar.
  3. Gib die warme Fettphase dazu und knete die Masse zu einem geschmeidigen Teig.
  4. Wenn alles leicht abgekühlt ist, mische Panthenol, Seidenprotein, Brokkolisamenöl, Arganöl und Squalan unter.

Anwendung: Befeuchte Haare und Bar gründlich, reibe sie sanft über die Kopfhaut, schäume mit den Händen auf und massiere leicht.

Zutat Wirkung
Tonerde (Kaolin) Bindet überschüssiges Fett, beruhigt irritierte Areale und verbessert die Kämmbarkeit.
Arganöl Reich an Phytosterolen und Antioxidantien.

tags: #honig #shampoo #rezept

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen