Babypuder gegen Pickel nach dem Rasieren: Anwendung und Tipps

Wer hätte gedacht, dass Babypuder so vielseitig einsetzbar ist? Ursprünglich für die Babypflege entwickelt, hat sich das saugfähige Pulver, meist aus Maisstärke, auch in der Welt der Erwachsenen einen Namen gemacht. Ob als Trockenshampoo-Ersatz, Mittel gegen schwitzige Hände oder zur Fixierung von Make-up - Babypuder ist ein echtes Multitalent.

Ein besonderer Vorteil von Babypuder liegt in seiner beruhigenden und entzündungshemmenden Wirkung auf die Haut, was es zu einem beliebten Mittel gegen Hautirritationen nach der Rasur macht.

Was ist Rasurbrand und wie entsteht er?

Schöne, glatte und weiche Haut - so sieht für die meisten das Ergebnis der perfekten Rasur aus. Umso unangenehmer ist es, wenn einem Rasurbrand einen Strich durch die Rechnung macht.

Fast alle Methoden der Haarentfernung stressen die Haut ein wenig. Insbesondere bei der Nassrasur berührt die Rasierklinge direkt die Haut. Dabei wird ein Teil der oberen Hautschicht mit abgetragen und es entstehen kleine Mikroverletzungen. Ist deine Haut empfindlich, kann sie schnell reagieren.

Direkt nach der Rasur oder einigen Stunden später können Rötungen, Reizungen und Rasierpickel auf den rasierten Körperstellen auftreten. Die betroffenen Hautstellen jucken, brennen und können schmerzhaft sein. Meistens verschwinden die unangenehmen Rötungen nach ein paar Tagen von alleine wieder. Entzünden sich die Stellen jedoch weiter, oder wachsen die Haare ein, kann es zu einer Follikulitis kommen, einer Entzündung des Haarbalgs.

Oft ist der Intimbereich betroffen, weil die Haut dort besonders dünn und gleichzeitig der Haarwuchs stark ist. An den Beinen oder unter den Achseln kann es ebenfalls zur Hautreizung kommen. Außerdem sind die einzelnen Haare kräftig und können schnell einwachsen.

Babypuder als Helfer gegen Pickel nach der Rasur

Vor allem bei der Intimrasur kommt es dann schon mal zu Rötungen und Pickelchen. Babypuder enthält Zinkoxid, das desinfizierend und entzündungshemmend ist. Viele schwören aufgrund des Saugeffekts bei fettiger Haut und Pickeln auf Babypuder.

Die absorbierende Wirkung von Pudern ist in der Kosmetik schon lange bekannt und wird auch von Erwachsenen zur Pflege von Haaren und Körper verwendet. Wissenschaftlich ist zwar keine Wirkung erwiesen, gegen Ausprobieren spricht aber natürlich nichts.

Anwendung: Auf die betroffenen Stellen streuen, ein bisschen warten und der Schmerz klingt schnell ab und die Pusteln werden kleiner. Wenn ich im Krankenhaus intim rasiert wurde vor notwendigen Behandlungen, bei denen die Haare entfernt werden mussten, wurden hinterher immer die haarlosen Stellen mit Babypuder behandelt. Das tat sehr gut und verhinderte Rötungen und Pickelbildung.

Zudem würde ich dir empfehlen deinen Intimbereich nach jeder Rasur mit kaltem Wasser abzubrausen. Dies mag zwar etwas schmerzen, verschließt jedoch die offenen Poren und vermindert so die Pickelbildung.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten von Babypuder

Neben der Anwendung gegen Pickel nach der Rasur gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, wie Babypuder im Alltag eingesetzt werden kann:

  • Als Deo: Einfach ein wenig davon auf die Hand geben, zwischen den Handflächen verreiben und unter den Achseln verteilen.
  • Gegen schwitzige Füße: Bestäuben Sie Fußsohle sowie Zehenzwischenräume sparsam mit Babypuder. Das Puder saugt die Feuchtigkeit auf.
  • Für trockene Hände: Verreiben Sie vorab eine Prise Babypuder in den Handflächen.
  • Für die Haare: Auf den Ansatz streuen, einwirken lassen und auskämmen.
  • Weg mit dem Fleck: Tupfen Sie das Puder auf den Fleck, 15 Minuten einwirken lassen, abschließend ausklopfen - und das Kleidungsstück wie gewohnt waschen.

Was tun, wenn Babypuder nicht hilft?

Allein mit Babypuder können entzündete Pickel in den meisten Fällen leider nicht entfernt werden - das sagen auch Dermatolog:innen. Ihre Erfahrungen zeigen stattdessen: Eine ärztlich entwickelte Hautpflegeroutine aus aktiven und pflegenden Inhaltsstoffen ist der beste und sicherste Weg zu einem nachhaltig verbesserten Hautbild.

Ein/e Hautärtz:in kann die Wirkstoffe, die zu Deiner Haut passen, finden und zu einer kompletten Pflegeroutine gegen Pickel und Akne kombinieren.

Alternativen zu Babypuder

Babypuder ist nicht das einzige Puder, das gegen Pickel und Akne helfen soll. Auch andere Mineralien wie Zink, Schwefel und Silber sollen durch ihre antibakterielle Wirkung Pickel im Gesicht schnell entfernen.

  • Zink: Ein Wirkstoff, der in der Dermatologie zum Ausgleich der körpereigenen Talg-Produktion eingesetzt wird.
  • Schwefelpulver: Eignet sich besonders aufgrund seiner antimikrobiellen und austrocknenden Wirkung zur punktuellen Behandlung von Pickeln.
  • Silberpuder: Wirkt auf der Haut antiseptisch und hat auf Wunden einen desinfizierenden Effekt, der auch zur Behandlung von Pickeln genutzt wird.

Tipps zur Vorbeugung von Rasurbrand

Damit es gar nicht erst zu Rasurbrand kommt, gibt es einiges, was du vorbeugend tun kannst.

  • Nimm dir ausreichend Zeit für die Haarentfernung und bereite deine Haut vor der Rasur immer gut vor.
  • Verwende nach Möglichkeit keine Einwegrasierer.
  • Achte darauf, dass deine Rasierklinge immer scharf genug ist.
  • Reinige den Rasierer hinterher gründlich.
  • Egal, welche Art von Rasierer du verwendest, rasiere immer in Wuchsrichtung und nicht gegen den Strich.
  • Verwende ein sanftes Reinigungsmittel deiner Wahl, um die Überreste zu entfernen.
  • Wasche die rasierte Haut danach mit kaltem Wasser ab, um die Poren zu schließen und zu vermeiden, dass von außen Verunreinigungen hineingelangen.
  • Wenn du frisch nach der Rasur zu enge Kleidung anziehst, kann diese scheuern und da die Haut ja schon gereizt ist, kann der Effekt verstärkt werden.
  • Ein regelmäßiges Peeling kann ebenfalls helfen.

Hausmittel gegen Rasierpickel

Im Intimbereich machen sich erste Rasierpickel sichtbar, doch du hast keine passende Intimpflege zu Hause? Dann kannst du auf die folgenden Tipps und Hausmittel setzen, die Rasierpickeln schnell den Kampf ansagen:

  • Honig: Honig hat, ähnlich wie Zinkoxid, eine entzündungshemmende, beruhigende Wirkungen.
  • Johanniskraut-Öl: Das natürliche Hausmittel ist bekannt für seine heilenden Eigenschaften und kann mit einem Wattebausch auf schmerzende Stellen aufgetupft werden.
  • Kühlen: Gib dafür einen sauberen, angefeuchteten Waschlappen in den Kühlschrank und lege diesen nach knapp 10 Minuten über die irritierten Stellen.

Die Rasur - Pickel und Rasurbrand vermeiden

Was du bei Rasierpickeln im Intimbereich niemals tun solltest:

  • Das Reiben oder Kratzen der betroffenen Stellen vermeiden, da dies die Haut weiter irritieren kann.
  • Entzündete Pickel niemals ausdrücken.
  • Alkoholhaltige, parfümierte oder aggressive Pflege-Produkte vermeiden.

Zusammenfassung

Babypuder kann ein nützliches Hilfsmittel sein, um Pickel nach der Rasur zu behandeln und Hautirritationen zu lindern. Es ist jedoch wichtig, die Haut nicht auszutrocknen und bei Bedarf auf alternative Behandlungsmethoden zurückzugreifen. Eine gute Vorbereitung und Nachsorge der Haut sind entscheidend, um Rasurbrand und Pickelbildung vorzubeugen.

Vor- und Nachteile von Babypuder gegen Pickel nach der Rasur
Vorteile Nachteile
Entzündungshemmende Wirkung durch Zinkoxid Kann die Haut austrocknen
Saugfähige Eigenschaften Nicht immer wirksam bei entzündeten Pickeln
Vielseitig einsetzbar Kann bei übermäßiger Anwendung Poren verstopfen
Einfache Anwendung Talkum steht im Verdacht, krebserregend zu sein (jedoch nicht eindeutig bewiesen)

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