Haarausfall bei Babys und Kindern: Ursachen, Diagnose und Behandlung

Immer wieder kommen besorgte Eltern mit der Frage in die Arztpraxis: „Warum verliert mein Kind plötzlich Haare?“ Gerade in den letzten Wochen haben wir das vermehrt erlebt.

Haarausfall kann alle Altersgruppen treffen. Wird das Haar auf dem Kinderkopf dünner oder finden sich einzelne kahle Stellen, ist das kein kosmetisches Problem, sondern ein ernstzunehmendes Alarmzeichen. Deshalb heißt es in solchen Fällen: Ab in die Kinderarztpraxis und den Haarausfall abklären.

Haarausfall bei Kindern ist für Eltern oft ein Schock, dabei ist er gar nicht so selten. Die häufigste Form ist der kreisrunde Haarausfall, von dem in Deutschland schätzungsweise 400.000 Kinder betroffen sind. Aber auch Nährstoffmangel, psychische Probleme, falsche Haarpflege oder genetische Veranlagung können zu Haarverlust führen. Die meisten Ursachen sind behandelbar oder heilen von selbst aus.

Kinder können aus verschiedenen Gründen Haare verlieren. Häufig ist es ein sogenannter postinfektiöser Haarausfall - also ein vorübergehender Haarausfall nach einer fieberhaften Infektion oder einer Magen-Darm-Erkrankung. Der Körper konzentriert sich in dieser Zeit auf wichtigere Aufgaben, und die Haarwurzeln treten vorübergehend in eine Ruhephase. Auch Stress, ein Nährstoffmangel (z. B. Eisenmangel) oder hormonelle Veränderungen (z. B.

Haarausfall tritt nicht nur mit zunehmendem Alter oder durch die Gabe spezieller Medikamente auf, auch Kinder können unter dem Verlust ihrer Kopfhaare leiden. Was sind Auslöser dafür?

Noch häufiger als bei Erwachsenen ist Haarausfall bei Kindern das erste Anzeichen für eine schwerwiegende Erkrankung. Sobald abgegrenzte kahle Stellen oder eine gleichmäßige Ausdünnung der Behaarung bemerkt werden, sollten deshalb mögliche Ursachen ärztlich abgeklärt und eine entsprechende Therapie eingeleitet werden.

Häufige Ursachen für Haarausfall bei Babys

Dein Baby wurde mit einem Schopf voller Haare geboren und jetzt findest du sie überall verteilt in Babybett und Kinderwagen? Keine Sorge: Haarausfall bei Babys ist in den meisten Fällen völlig normal.

Haarausfall betrifft Babys in unterschiedlichem Maß. Hat dein Baby beispielsweise nur einen dünnen Flaum auf dem Kopf, fällt dir der Haarverlust vielleicht gar nicht auf. Wurde es andererseits mit einer richtigen Haarpracht geboren, ist er kaum zu übersehen. Und während manche Babys nur hier und da ein paar Haare verlieren, sind andere wenige Monate nach der Geburt auf einmal komplett kahl.

Haarausfall bei Babys tritt zumeist innerhalb der ersten sechs Lebensmonate auf. Um die Drei-Monats-Marke ist der Verlust normalerweise am stärksten. Allerdings ist der Haarausfall nicht immer gleich erkennbar. Denn in vielen Fällen überschneiden sich Haarwuchs und Haarausfall.

Übrigens - fun fact: Nur weil dein Baby vielleicht mit blonden Haaren geboren wurde, muss das nicht so bleiben. Die nachwachsenden Haare haben nicht selten eine andere Farbe als die nach der Geburt.

Hormonelle Ursachen

Der häufigste Grund: Hormone. Schon während der Schwangerschaft wird dein Baby von deinen Hormonen beeinflusst. Unter anderem ist dein Östrogenspiegel erhöht (was für viele Frauen eine vollere Haarpracht zur Folge hat). Kurz nach der Geburt sinkt der Östrogenspiegel aber rapide ab. Haare, die sich durch den erhöhten Wert während der Schwangerschaft länger in der Ruhephase befanden, gehen jetzt aus. Den gleichen Effekt erleben nun zahlreiche Babys.

Reibung als Ursache

Viele Babys entwickeln nach einiger Zeit runde, kahle Stellen am Hinterkopf. Die Ursache: Reibung. Zurückzuführen ist das auf die Schlaf- und Liegepositionen der Kleinen. Ruht dein Baby über einen längeren Zeitraum in der gleichen Position in Babybett und Kinderwagen, sorgt die Reibung gegen die Unterlage für den Haarausfall. Wissenschaftlich spricht man hier von einer okzipitalen Alopezie. Sobald sich dein Baby drehen kann, füllen sich die kahlen Stellen aber nach und nach von selbst wieder.

Eine Studie aus dem Jahr 2011 widerspricht dieser Theorie allerdings. Die Wissenschaftler argumentieren darin, dass Haarausfall bei Babys nicht auf äußere Faktoren nach der Geburt zurückzuführen ist. Sie schlussfolgern, dass vor allem Babys aus folgenden Gruppen von okzipitaler Alopezie betroffen sind:

  • Babys, die vaginal geboren wurden
  • Babys von Müttern, die zum Zeitpunkt der Geburt jünger als 34 Jahre alt waren
  • Babys, die um ihren errechneten Geburtstermin geboren wurden

Diese Studie allein kann eine Korrelation von Reibung und Haarausfall bei Babys allerdings auch nicht widerlegen.

Weitere Ursachen für Haarausfall bei Kindern

Autoimmunphänomene

Wenn sich kahle Stellen plötzlich und schubweise entwickeln, steckt womöglich eine Autoimmunkrankheit dahinter. Diese kann als alleinige Alopezia areata (kreisrunder Haarausfall) auftreten, aber auch Zeichen einer anderen autoimmunen Störung wie beispielsweise einer Schilddrüsenerkrankung sein. Ob und wie behandelt werden muss, klärt die Kinderärzt*in.

Alopecia areata ist eine genetische Form des Haarausfalls und äußerst sich in ungleichmäßig verteilten kahlen Stellen. Konkret handelt es sich hier um einen Defekt des Immunsystems von Betroffenen, das gesunde Haarzellen angreift und zerstört. Es ist bis heute nicht geklärt, warum bei dieser Form des Haarausfalls kahle Stellen langfristig betroffen sind, die Haare direkt daneben aber ganz normal wachsen. Alopecia areata tritt äußerst selten bei Kindern unter sechs Monaten auf.

Von der Alopecia areata oder kreisrundem Haarausfall sind in Deutschland über 1,5 Millionen Menschen betroffen, darunter fast ein Drittel Kinder. Kreisrunder Haarausfall bei Kindern kommt bei etwa 1 von 1000 jungen Menschen vor. Es entstehen kreisförmige oder ovale komplett kahle Stellen am Kopf. Diese Areale können von der Mitte aus immer größer werden. Die Kopfhaut kann dabei kurz vor dem Haarausfall oder während dem Haarausfall jucken oder brennen.

Die Alopecia areata oder der kreisrunde Haarausfall ist bei Kindern ein häufiger Grund für Haarverlust. Jungen und Mädchen sind gleich häufig betroffen. Bei etwa 30 bis 40 Prozent der Kinder heilt die Krankheit innerhalb eines halben Jahres spontan aus.

Kinder mit Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Vitiligo sowie Patienten mit einem Down-Syndrom sind besonders häufig betroffen. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der sich der Körper fälschlicherweise gegen die körpereigenen Haarwurzeln zur Wehr setzt. Es kommt zu einer Entzündungsreaktion an der Haarwurzel, die zu einem Haarverlust führt. Meistens entstehen mehrere kreisrunde kahle Areale, die von gesundem Haar umgeben sind. Man spricht in diesem Fall von einer Alopecia areata circumscripta.

Häufige Auslöser für Alopecia areata ist Stress, in physischer oder psychischer Form. Diese kann ein traumatisches Erlebnis, eine gestörte Darmflora, falsche Ernährung oder bestimmte Medikamente sein. Im Extremfall kommt es zum Verlust der gesamten Kopfbehaarung. Man spricht dann von einer Alopecia totalis.

Infektiöse Erkrankungen der Kopfhaut

Zusätzlich kommen bei Kindern infektiöse Erkrankungen der Kopfhaut besonders häufig vor. Insbesondere Pilzerkrankungen wie die Tinea capitis oder Ringelflechte sind verbreitet. Dabei entstehen trockene, gerötete, schuppige Hautveränderungen, die wie eine Entzündung aussehen können.

Pilzerkrankung des Kopfes (Tinea capitis). Bei der Tinea capitis treiben vor allem Dermatophyten wie Microsporum canis oder Trichophytum rubrum ihr Unwesen auf dem Kinderkopf. Sie machen sich bemerkbar mit runden kahlen Stellen, um die herum viele abgebrochene Haare sitzen. Auch schuppige Hautveränderungen sind verdächtig für einen Pilzbefall.

Ob eine Behandlung mit lokal aufzutragenden Antimykotika (Antipilzmitteln) reicht oder ob das Kind diese auch schlucken muss, kommt auf das Ausmaß des Befalls an. Und weil es sich beim Pilzbefall um eine ansteckende Erkrankung handelt, muss strikt auf Hygiene geachtet werden. D.h. Kämme, Bürsten und Handtücher nicht gemeinsam verwenden und Wäsche bei 60 ° waschen.

Die meisten Infektionen auf der Kopfhaut werden durch Pilze verursacht, seltener stecken Viren oder Bakterien dahinter. Die häufigste Pilzerkrankung ist Tinea capitis, die von unterschiedlichen Erregern ausgelöst werden kann und meist vor Beginn der Pubertät auftritt. Sie macht sich durch runde kahle Stellen sowie schuppige Hautveränderungen bemerkbar. Rund um die kahlen Stellen finden sich viele abgebrochene Haare. Tinea capitis kann meist lokal mit Antimykotika, wie Ciclopirox oder Imidazolen wie z. B. Ketoconazol, behandelt werden. In schlimmeren Fällen kann eine systemische Therapie nötig sein. Nach abgeschlossener Therapie wachsen die Haare wieder gesund nach.

Wichtig ist, Betroffene darauf hinzuweisen, dass es sich um eine ansteckende Erkrankung handelt. Kämme, Bürsten und Handtücher sollten deshalb keinesfalls gemeinsam verwendet und direkter Kontakt mit der infizierten Hautstelle vermieden werden.

MilchschorfFehlen deinem Baby allerdings nicht nur Haare auf dem Kopf, sondern dieser ist auch von einer krustigen Schicht überzogen, kann es sich hierbei um Milchschorf handeln. Es ist nicht geklärt, was genau Milchschorf verursacht, aber die meisten Ärzte gehen davon aus, dass er etwas mit hormonellen Veränderungen zu tun hat. Milchschorf an sich verursacht auch keinen Haarausfall. Nur falls die Eltern versuchen, den Schorf abzulösen, können sie dabei die feinen Babyhaare ausziehen. Es empfiehlt sich ohnehin, den Schorf in Ruhe zu lassen. Meist reguliert er sich innerhalb weniger Wochen von selbst. Solltest du dir dennoch Sorgen machen, sprich am besten mit deinem Kinderarzt.

Ringelflechte ist eine ansteckende Pilzinfektion der Haut, die an verschiedenen Stellen des Körpers auftreten kann. Sie hinterlässt oft einen roten, ringförmigen Ausschlag auf der Kopfhaut und kann unter anderem zu Haarausfall führen. Ringelflechte kommt bei Babys eher selten vor. Solltest du dennoch den Verdacht haben, sprich auch hier am besten mit deinem Kinderarzt.

Mangelerscheinungen

Eisenmangel oder der Mangel an Vitaminen führen auch bei Kindern zu einem diffusen Haarausfall. Bei einem derartigen Verdacht kann die Kinderärzt*in leicht im Blutbild leicht feststellen, ob Spurenelemente oder Vitamine fehlen und gegebenenfalls zusätzlich eingenommen werden müssen.

Auch bei Kindern kann ein Eisenmangel als Ursache für den Haarausfall denkbar sein. Ebenso kann ein Mangel an Vitamin C die Haarstruktur stören, da zu wenig Disulfidbrücken ausgebildet werden können.

Sehr häufig führen auch Nährstoff- oder Vitaminmangel zu einem Haarausfall. Die Ursache kann in einer Bulimie, Magersucht oder in einer einseitigen Ernährung liegen. Bei einer einseitigen oder unzureichenden Ernährung fehlen dem Körper wichtige Nährstoffe. Insbesondere zu wenig Eisen oder Zink im Körper können das Haarwachstum beeinträchtigen und für Haarausfall bei Kindern sorgen.

Psychische Ursachen

Starker Stress, Psychische Störungen wie Depressionen, Angstzustände und Zwangsstörungen können sich ebenfalls das Haarwachstum auswirken. Diese Umstände können auch dazu führen, dass sich das Kind selbst die Haare ausreißt.

Manche Kinder reißen sich bei seelischer Überlastung die Haare aus. Oft finden sich dann noch weitere Anzeichen wie Lippenbeißen oder Nägelkauen. Kinder mit diesen Symptomen brauchen Hilfe. Die Eltern sollten deshalb bei der Kinderärzt*in Rat suchen.

Bei der Trichotillomanie handelt es sich um eine Störung, die das zwanghafte Ausreißen der Haare beschreibt. Dabei kann sich das Ausreißen auch auf Wimpern und Augenbrauen ausweiten. Oft ist eine Trichotillomanie von weiteren Symptomen wie Nägelkauen oder Lippenbeißen begleitet. Diese Art von Störung ist häufig ein Anzeichen für eine seelische Überbelastung und gehört in die Hände eines Psychiaters. PTA und Apotheker sollten Eltern daher zu diesem Schritt ermutigen.

Artifizielle Alopezien

Unter artifiziellen Alopezien versteht man einen selbst herbeigeführten Haarverlust. Es handelt sich dabei weniger um ein Problem der Haare selbst als um ein psychologisches Krankheitsbild. Das Bekannteste davon ist die Trichotillomanie. Dabei reißen sich die Kinder zwanghaft ihre eigenen Haare aus. Es entstehen unscharf begrenzte lichte Stellen. Bei der Trichotemnomanie schneiden die Kinder oder Jugendlichen selbst mit einer Schere einzelne Haarsträhnen ab.

Die artifiziellen Alopezien sind keine organische Störung, sondern ein psychologisches Krankheitsbild. Häufig behaupten die Betroffenen jedoch, sich den Haarverlust selbst nicht erklären zu können. Beim Abschneiden der Haare oder nach einem einmaligen Ausreißen, wachsen die Haare in aller Regel wieder nach.

Sollten die Haare allerdings wiederholt ausgerissen werden, kann die Haarwurzeln dauerhaft beschädigt werden und sich somit nicht mehr regenerieren.

Weitere Ursachen

Zu stramm geflochtene Zöpfe oder ein zu fest gebundener Pferdeschwanz können durch ständigen Zug zum Haarausfall führen. Gegen eine solche Traktionsalopezie hilft es, die Haare weniger oder am besten gar nicht zu flechten.

Bei der Traktionsalopezie entsteht ein Haarverlust durch regelmäßige feste Frisuren, die an den Haaren ziehen. Auch Dreadlocks, das Tragen von Haarextensions, Wimpernextensions oder zu fest sitzende Haargummis können die Ursache für den Haarverlust sein. Auch das Tragen von Haarteilen, die beklebt bzw.

Die lichten Stellen entstehen dabei vor allem an den Haarrändern, insbesondere an der Stirn und an den Schläfen. Vermieden werden kann das Problem durch lockere Frisuren oder wenn das Haar öfter mal offen getragen wird.

Neben isolierten Haarbildungsstörungen gibt es dabei auch Anomalien, die mit verschiedenen Syndromen vergesellschaftet sind. Die Trichorrhexis nodosa ist beispielsweise eine erbliche Erkrankung, die mit einer Aufsplitterung des Haarschafts einhergeht. Die Kopfhaut ist dabei oft nur noch von kurzen Stoppeln bedeckt.

Sog. genetischer Haarausfall wird von den Eltern auf die Kinder vererbt, von der Mutter auf die Tochter und vom Vater auf den Sohn. Nicht selten tritt der genetische Haarausfall bereits in der Pubertät auf. Bei Mädchen kommt es zu einer Ausdünnung im Mittelscheitel-Bereich und bei Jungen zu einer leichten Ausdünnung am Oberkopf, mit Bildung von Geheimratsecken. In diesen Fällen sollte ein Haarspezialist konsultiert werden, um den erblich bedingten Haarausfall zu diagnostizieren. Dabei sollte unbedingt eine Blutdiagnostik und eine genaue Familienanamnese erfolgen.

Diagnose und Behandlung

In den allermeisten Fällen ist keine aufwendige Diagnostik nötig. Stark juckende, schuppige Kopfhaut (z. B.

Wenn ein Kind unter Haarausfall leidet, sollte zur Diagnose und Behandlung ein Arzt aufgesucht werden. Der Arzt kann eine körperliche Untersuchung durchführen und Fragen zu den Symptomen, der Krankengeschichte, der Ernährung, dem Lebensstil und der Familiengeschichte stellen.

Durch eine körperliche Untersuchung und eine Blutabnahme können bereits wichtige reversible und behandelbare Ursachen gefunden werden.

Blutuntersuchungen bzw. Allergietest: Ein Allergietest kann durchgeführt werden, um allergische Reaktionen auf Haarpflegeprodukte oder andere Substanzen auszuschließen.

Liegt eine Pilzinfektion als Ursache des Haarausfalls vor, kommen Antimykotika zum Einsatz. Bei speziellen Formen von Haarverlust, wie dem kreisrunden Haarausfall bei Kindern, ist die Spontanheilungsrate hoch. Ansonsten kommen meistens lokale Therapien infrage wie das Auftragen von cortisonhaltigen Cremes oder noch besser eine Injektion von Cortison. Auch topische Immunmodulatoren sind als Shampoo verfügbar. Deren Wirksamkeit gilt jedoch nicht als gesichert.

In unserem Zentrum für Haartransplantation werden Haartransplantationen bei Kindern nur sehr selten durchgeführt. Denn unser Ansatz ist, durch schnelle Diagnostik und regenerative Behandlungen den Haarausfall vorzeitig zu stoppen und die adäquate Therapie einzuleiten. In sehr wenigen Fällen kann auch bei Kindern oder Jugendlichen eine Haartransplantation sinnvoll sein. Bevor dies infrage kommt, ist jedoch zunächst eine umfassende Untersuchung nötig, um reversible Ursachen auszuschließen.

Tatsächlich brauchst und kannst du nicht wirklich etwas gegen ihn tun. Verwende milde Shampoos und wasche die Haare deines Babys idealerweise nicht öfter als zwei bis drei Mal pro Woche.

Spezielle Bürsten für Babys sind besonders sanft und ziehen nicht so stark an den Haaren.

Versuche, deinem Baby in seinen Wachphasen ausreichend Zeit auf dem Bauch zu geben. Das ist ohnehin sinnvoll, vermeidet aber auch ständigen Druck auf den Hinterkopf und beugt somit kahlen Stellen vor. Denk aber daran, dass dein Baby immer auf seinem Rücken schlafen sollte!

Umgang mit Haarausfall bei Kindern

Ein Haarverlust kann für Kinder extrem schlimm sein. Sie fühlen sich nicht mehr hübsch und können an Selbstbewusstsein verlieren. Die Reaktionen des Umfelds können die Situation weiter verschlimmern. Viele Menschen halten ein Kind mit sichtbarem Haarverlust oder gar einer Glatze für krebskrank und sind entsprechend verunsichert. Auch Mobbing in der Schule ist keine Seltenheit bei Kindern, die unter Haarverlust leiden, da sie sich optisch von ihren Klassenkameraden unterscheiden.

Kleinere Kinder können mit dem Haarverlust oft noch besser umgehen als Teenager in der Pubertät, die sich häufig sehr über die Bewertungen ihres Umfelds definieren.

Sind Kinder oder Jugendliche von Haarausfall betroffen, ist es ratsam, zeitnah ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Von Selbstversuchen sollte Abstand genommen werden, da vor der richtigen Behandlung die zugrunde liegende Ursache gefunden werden muss. Außerdem sind in der Regel die Heilungschancen besser, umso früher mit der korrekten Behandlung begonnen wird.

Für die betroffenen Kinder und ihre Eltern ist der Haarausfall meistens ein Schock, der durch die Reaktionen des Umfelds noch verschlimmert wird. Wichtig ist daher insbesondere, die Kinder auf dem Weg der Therapie seelisch zu begleiten und zu unterstützen. Sie sollten verstehen, dass ein Haarverlust kein Weltuntergang ist und dass sie sich trotzdem schön und wertvoll fühlen können.

Um die Haargesundheit zu stärken, sollte auf eine gesunde Ernährung geachtet werden. Die richtige Haarpflege ist essentiell, um Haarverlust zu vermeiden. Seien Sie vorsichtig beim Kämmen und Frisieren der Haare Ihres Kindes.

Es ist zudem wichtig, dass Eltern ihr Kind in dieser schwierigen Phase unterstützen, indem sie ihm helfen, gesunde Gewohnheiten beizubehalten, ihm Mut zusprechen und das Selbstbewusstsein stärken.

Fokale Alopezie (kreisrunder Haarausfall) bei Frauen, Männern und Kindern – Symptome und Behandlung

Wenn Sie feststellen, dass Ihr Kind unter Haarausfall leidet, ist das sicherlich beunruhigend. Es gibt jedoch viele Ursachen für Haarausfall bei Kindern und Jugendlichen, von denen viele harmlos und leicht zu behandeln sind.

In den allermeisten Fällen wachsen die Haare bei Kindern wieder nach, wenn die Ursache des Haarausfalls behandelt wird. Wenn es zu einer Narbenbildung oder dauerhafte Schädigung der Haarfollikel kommt, können dort keine Haare mehr ausgebildet werden. Daher ist es wichtig, frühzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und die Ursache des Haarausfalls so schnell wie möglich abzuklären.

Haarverlust bei Kindern erfordert besondere Aufmerksamkeit. Wir ermitteln die Ursachen und beraten Sie zu Behandlungsmöglichkeiten bei Ihrem Kind.

Falls Sie unsicher sind oder der Haarausfall Sie verunsichert - sprechen Sie uns gerne an. Wir nehmen uns Zeit, Ihr Kind genau anzusehen und gemeinsam zu entscheiden, ob eine Abklärung notwendig ist.

Reza P. Reza P. Azar ist einer der Pioniere innovativer Haarausfallbehandlungen und der modernen Haarchirurgie. Seit 2008 leitet er das „Zentrum für moderne Haartransplantation", in dem er als Haarchirurg und Experte für Haarausfalldiagnosen, -therapien und -behandlungen tätig ist. Durch Forschungsarbeiten und ständige Weiterentwicklungen prägt er die Entwicklungen der modernen Haarchirurgie. Die Erfolgsraten bei Haarausfallbehandlungen liegen bei über 90%.

Tabelle: Ursachen und Behandlungen von Haarausfall bei Kindern

Ursache Beschreibung Behandlung
Postinfektiöser Haarausfall Vorübergehender Haarausfall nach fieberhafter Infektion Abwarten, gesunde Ernährung
Hormonelle Veränderungen (bei Babys) Abfall des Östrogenspiegels nach der Geburt Normalerweise keine Behandlung notwendig
Reibung (Okzipitale Alopezie) Kahle Stellen am Hinterkopf durch Liegeposition Positionswechsel, Bauchlage im Wachzustand
Alopecia Areata (Kreisrunder Haarausfall) Autoimmunerkrankung, kreisförmige kahle Stellen Cortison-Cremes, Injektionen, topische Immunmodulatoren
Tinea Capitis (Pilzinfektion) Ansteckende Pilzerkrankung der Kopfhaut Antimykotika (lokal oder systemisch), Hygiene
Mangelerscheinungen (Eisen, Vitamine) Mangel an wichtigen Nährstoffen Ernährungsumstellung, Nahrungsergänzungsmittel
Trichotillomanie Zwanghaftes Ausreißen der Haare Psychiatrische Behandlung
Traktionsalopezie Haarausfall durch zu enge Frisuren Lockere Frisuren, Vermeidung von Zug

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