Augenbrauenstyling: So verblendest du deine Brauen vorne für einen natürlichen Look

Je natürlicher, desto besser! So lautet das Motto in Sachen Augenbrauenstyling. Augenbrauen schützen die Augen nicht nur, sie haben auch aus kosmetischer Sicht einen hohen Wert. Klar strukturierte Augenbrauen in einer vorteilhaften Farbe wirken sich positiv auf das gesamte Gesicht aus: Es wirkt sofort definierter, weiblicher und oft auch eleganter. Sie bilden den Rahmen des Gesichts.

Die richtige Form finden

Doch wie werden sie den individuellen Gesichtsproportionen optimal angepasst? Während oft zur Augenbrauen-Schablone gegriffen wird, rät Jonas Tendyra - Stylist, Fachtrainer und Markenbeauftragter bei Paul Mitchell - dringend davon ab. Sein Schminktipp: "Jedes Gesicht ist unique, da passt eine Schablone selten. Ein guter Brow Pinsel hingegen ist das A und O. Also lieber von Hand zeichnen. Doch muss das nicht gleich eine schiefe Kurve bedeuten. Mit dem 3-Punkte-Trick lassen sich die Eckpunkte definieren, an denen man sich beim Schminken der Augenbrauen gut orientieren kann und so individuell für jedes Gesicht die perfekte Form definiert. Als Hilfsmittel eignet sich dafür ein Augenbrauenstift oder Brauenpinsel. Zunächst wird dieser entlang des Nasenflügels und inneren Augenwinkels bis hoch zur Braue gehalten. Dort sollte die Augenbraue beginnen. Den höchsten Punkt bildet die Verlängerung der Linie zwischen dem äußeren Nasenflügel, entlang des äußeren Rands der Iris bis hoch zur Braue.

Um den natürlichen Look der Augenbrauen zu unterstreichen, sollte vor allem die Farbe für die Braue genauestens abgestimmt sein. Dieser richtet sich nach dem Ton des Hautteints sowie der Farbe von Haaren und Wimpern. Als Faustregel gilt: Die Brauen sollten immer nur eine Farbnuance dunkler sein als die eigene Naturhaarfarbe. Grundsätzlich empfiehlt es sich, eher aschige Farbtöne zu nutzen - das sorgt für einen noch natürlicheren Look. Blondinen dürfen für mehr Definition auch kräftigere Töne verwenden. Denn zu helle Augenbrauen können im Gesicht verschwinden.

Auch in Sachen Farbton hat Stylist Jonas Tendyra einen guten Rat: "Ich persönlich arbeite gerne mit zwei unterschiedlichen Texturen, weil es schwierig ist, mit nur einer Farbe zu modellieren. Ich empfehle ein helleres Puder, um die Hauttextur etwas zu betonen - und dann mit einer glänzenden, etwas dunkleren Textur darüber stricheln.

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Die richtigen Produkte und Techniken

Für ein natürliches Augenbrauenstyling sind die richtigen Gadgets extrem wichtig. Schlechte Produkte wirken sich ebenfalls negativ auf den Look aus. Die Augenbrauen mit einem Stift zu schminken, ist wohl die bekannteste Methode des Augenbrauenstylings. Um die Augenbrauen mithilfe eines Augenbrauenstifts optisch zu verdichten oder ihre Form zu korrigieren, wird die Farbe gewählt, die der eigenen Haarfarbe entspricht. Der Stift wird in kleinen, feinen Linien aufgetragen, die den eigenen Haaren ähneln.

Damit die Augenbrauen nicht wie zwei dunkle Balken wirken, ist vor allem beim Styling mit dem Augenbrauenpuder ein leichter Farbverlauf wichtig. Dieser wird auch Colour Gradient genannt und sorgt für einen natürlicheren Look. Die meisten Eyebrow Paletten enthalten bereits zwei Nuancen, die aufeinander abgestimmt sind. Begonnen wird an der Innenseite mit dem hellen Puder.

Augenbrauengel erinnert meist an Wimperntusche und sollte damit nicht verwechselt werden: Das Gel befindet sich in einem schmalen Röhrchen und wird mithilfe einer kleinen Bürste aufgetragen. Auch in diesem Fall ist die Gestaltung der Bürste entscheidend für ein gutes Ergebnis. Die einzelnen Borsten stehen idealerweise nicht zu dicht zusammen.

Wer sich mit dem Augenbrauenstift oder -puder zu stark geschminkt fühlt, kann seine Brauen mithilfe eines Augenbrauen-Gels leicht hervorheben. Zusätzlich festigt es die feinen Härchen und verschafft einen langanhaltenden Look. Die Brow Mascaras gibt es in verschiedenen Farbtönen, doch auch transparentes Gel kann bereits für einen wacheren Blick sorgen. Hierbei sollte sparsam vorgegangen werden. Eine zu dicke Schicht des Gels kann die Augenbrauen verkleben und es bilden sich Klümpchen. Aber keine Sorge: Wer gepatzt hat, muss nicht von vorne beginnen.

Zusätzlich sorgt für ein intensiveres Finish der Griff zum Concealer. Dieser wird im Anschluss entlang der Augenbraue nach unten zum Augenlid verblendet. Der dadurch entstehende Kontrast hebt die Augenbraue stärker hervor. Wer dann noch den Glow ins Gesicht zaubern möchte, setzt auf Highlights. Dazu mit dem Pinsel etwas Highlighter aufnehmen und unterhalb des höchsten Brauenpunkts auftragen. Geschafft! Nun kann sich voll und ganz dem Augen-Make-Up gewidmet werden.

Spezielle Tipps für verschiedene Augenformen

Für das ovale oder herzförmige Gesicht verläuft der Schwung des Brauenbogen leicht steigend von der Nasenwurzel bis sie nach zwei Dritteln ihrer Länge den höchsten Punkt erreicht hat und fällt dann im letzten Drittel ab. Diese Brauenform ist zugleich auch als ideal zu bezeichnen.

  • Eng stehende Augen: Bei eng stehenden Augen kann der Beginn der Augenbrauen etwas weiter von der Nasenwurzel entfernt starten. Das äußere Ende kann etwas weiter hinausgemalt werden. Auf keinen Fall sollten sie zu eng zueinander stehen. Sie sollten möglichst erst auf der Höhe der inneren Augenwinkel beginnen.
  • Weit auseinander stehende Augen: Für weit auseinander stehende Augen verfahren wir genau umgekehrt. Der Abstand der Augenbrauen an der Nasenwurzel darf kleiner sein und die Brauen werden nicht über den äußeren Augenwinkel gezogen.
  • Runde Augen: Bei runden Augen sollten die Augenbrauenform in einem geschwungenen Bogen verlaufen. Zwei Drittel ansteigend und im letzten Drittel abfallend. Auf keinen Fall die Augenbrauen rund formen!
  • Abfallende Augenform: Wenn Sie eine nach außen abfallenden Augenform haben, gestalten Sie die Augenbrauen im letzten Drittel eher gerade oder sogar leicht ansteigend.
  • Schlupflider und tiefliegende Augen: Bei Schlupflidern und tiefliegenden Augen sollten die Augenbrauen dezent, nicht zu breit und nicht zu dunkel gestaltet werden, denn die Augenbrauen stehen optisch sowieso schon stark hervor. Außerdem sollten die Brauen bei Schlupflidern nicht zu buschig sein, auch wenn das zurzeit angesagt ist. Es drückt optisch einfach zu sehr. Stattdessen sollte die Form von der Nasenwurzel aufsteigend und mit einem schönen Schwung genau auf der Höhe der Pupillenmitte kurz abfallen.

Die richtige Farbe wählen

Dafür benötigen Sie einen Augenbrauenstift oder ein Augenbrauenpuder, am besten aber beides. Bei allen diesen verwendeten Produkten ist die richtige Farbe entscheidend. Weiterhin spielt aber auch der Unterton Ihrer Haarfarbe eine Rolle. Dabei gilt es zwischen kühlen und warmen Farbtönen die richtige Wahl zu treffen. Haben Sie als Brünette einen goldenen oder rötlichen Schimmer in Ihren Haaren? Bei kühlem Braunton oder schwarzen Haaren greifen Sie zu „Ash Brown“ oder „Black“. Hier ist etwas Vorsicht geboten, denn ein schwarzfarbenes Augenbrauenprodukt kann auch bei dunkelbrünettem Ton schnell unnatürlich aussehen!

Blondinen und Rotschöpfe sollten bei der Auswahl des perfekten Produkts auch den Hautunterton zur Farbfindung heranziehen: bei einem rosafarbenen Unterton nehmen Sie einen rötlich bzw. warmen Ton wie „Blonde“ oder „Dark Blonde“.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für perfekt verblendete Augenbrauen

Kämmen Sie die Härchen mit einem Augenbrauenbürstchen gründlich durch. Dabei nicht nur senkrecht nach außen bürsten, das macht die Braue optisch dünner. Bürsten Sie die Härchen geradeaus nach oben, erhalten diese von Anfang an viel mehr Volumen!

Nun beginnen Sie in der Mitte der Braue, nicht vorne. Wenn Sie am Brauenansatz starten würden, gelangt zu viel Produkt in diesen Bereich, was unnatürlich aussehen würde. Natürliche Augenbrauen sind vorne immer etwas heller und werden dann zum Ende hin dunkler.

Fangen Sie an, feine und kurze Striche zu ziehen. Dafür arbeiten Sie mit möglichst wenig Druck und malen die Härchen bewusst in die Lücken Ihrer Brauen. Merksatz: Lieber viele kleine, kurze Striche als lange, dicke Striche. Dafür können Sie sowohl ein Puder als auch einen Stift einsetzen. Ich starte am liebsten mit dem Puder, mit dem ich quasi „Schatten“ der Haare male. Alle ürbigen freien Bereiche und vor allem die Härchen am Startpunkt der Braue zeichne ich mit einem Stift nach. Gehen Sie dabei wie in Punkt 3 beschrieben vor. Zwischendurch immer mal wieder vorsichtig in aufwärts Richtung durch die Haare bürsten, um die Konturen zu verblenden.

Sie können die Härchen zur besseren Sicht auch einmal nach unten kämmen, und die lückenhaften Stellen nun auffüllen.

Möchten Sie besonders klar definierte Brauen haben, können Sie unter der Braue und vor allem direkt unter dem Brauenbogen mit etwas Concealer arbeiten.

Zusätzliche Tipps und Tricks

Weniger ist mehr: Wie bei allen anderen Beautyareas wie Lippen, Wangen oder Lidschatten gilt es aber auch in Punkto Augenbrauen, dass man hier nicht zu tief in den Farbtopf greift. Sie wirken immer - und wirklich ausnahmslos IMMER - schöner und natürlicher, wenn man die Farbe eher im hinteren Drittel der Augenbraue platziert.

Beginnen Sie am Ende: Ein Tipp, den ich Euch gerne mit an die Hand geben will, ist: beginnt mit dem Styling bzw. Auffüllen einfach direkt am Ende der Augenbraue und arbeitet Euch dann Stück für Stück nach Vorne. So geht ihr sicher, dass der Großteil der Farbe im hinteren Drittel landet und ihr so garantiert keine Balken malt. Und wenn wir schon dabei sind, kommt hier noch ein wertvoller Tipp meinerseits: die ersten zwei Millimeter der Augenbraue sollten - im Idealfall - immer farblos bleiben. Natürlich könnt ihr sie mit einem transparenten Gel in Form bringen, aber Farbe hat hier nichts zu suchen. Eine farblich akzentuierter Augenbrauen-Wurzel verfälscht euer Gesicht, nimmt der Augenbraue ihre natürlich Leichtigkeit und ihren Schwung und lässt Gesichter härter wirken. Und wer will das denn bitte schon?!

Wuchsrichtung beachten: Bei allen Produkten gilt immer sie in Wuchsrichtung der benachbarten Haare aufzutragen. Idealerweise arbeitet ihr in den verschiedenen Zonen der Braue also in unterschiedlichen Bewegungen, um schlichtweg das beste, natürlichste Finish zu kreieren. Glaubt mir, es macht so viel aus, ob ihr einfach drauf los malt oder ihr in Wuchsrichtung auffüllt. Versucht es am besten gleich mal aus.

Augenbrauengel von hinten: Augenbrauengel nicht wie bisher von vorne, sondern von hinten in die Braue einarbeiten! Hierfür setzt man das in farbiges Gel gehüllte Bürstchen nicht mehr am Anfang der Braue an, sondern ganz am Ende des Brauenbogens. So bringt man - ähnlich wie beim über Kopf föhnen - mehr Volumen zwischen die Härchen und arbeitet die Farbe auch besser ein. Das Ergebnis: mehr Halt und Standfestigkeit, besser verteilte Farbe und ein natürlicheres Finish.

Augenbrauen-Trends

Zurzeit sind wieder dicke Augenbrauen angesagt. Eigentlich ist der Trend von dem Model Cara Delivingne erschaffen worden. Meine Erfahrung ist, dass die natürliche Form auch die passendste Form zum Auge ist. Ganz absurd finde ich derzeit den Trend zur Monobraue!

Bei einer Monobraue sind die beiden Augenbrauen in der Mitte zusammengewachsen. Trotzdem ist ein regelrechter Hype mit tätowierten Augenbrauen ausgebrochen. Viele Frauen haben von Natur aus spärlich wachsende Augenbrauen und da macht es durchaus Sinn über ein Permanent Make-Up der Augenbrauen nachzudenken. Aber dabei sollten einige wichtige Dinge beachtet werden. Die Pigmentierung sollte aus ganz feinen Strichen bestehen, als wären es Härchen. Auch die Farbe sollte nicht zu dunkel gewählt werden, sondern zur eigenen Haarfarbe passen.

tags: #augenbrauen #vorne #verblenden #tutorial

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