Afro-Haare sind einzigartig und vielfältig. Sie reichen von lockigen bis krausen Texturen und bieten unzählige Styling-Möglichkeiten. Um die natürliche Schönheit dieser Haare hervorzuheben, ist die richtige Pflege und Kenntnis der aktuellen Trends entscheidend.
Als Afro-Haare bezeichnet man Naturlocken, die sehr stark gelockt sind. Die Locken zeigen sich dabei in einer feinen Spiralform. Sie wirken daher mehr gekraust als gelockt und liegen oft sehr weit oben am Kopf an. Durch diese spezielle Struktur wird die Länge erheblich gekürzt. Wie lang Afro Haare eigentlich sind, sieht man erst richtig, wenn diese geglättet werden.
Das naturkrause Haar hat einen besonderen Anspruch an die Pflege, denn durch das Volumen, die Dichte und die engmaschigen Locken sind Afro Haare schwer zu bändigen und neigen dazu, schnell stumpf auszusehen. Das begründet sich aus der Tatsache heraus, dass Afro Hair sehr feuchtigkeitsarm ist. Das trockene Haar ist darüber hinaus besonders anfällig für Schädigungen.
Afro Haare werden in unterschiedliche Haarstrukturen unterteilt. Bevor Du Dich nach Pflegeprodukten umsiehst, ist es wichtig, Deine Haare einem der Haartypen zuzuordnen. Nur so kannst Du die Pflege entsprechend auf die Bedürfnisse der Haare abstimmen. Die Untergliederung setzt sich aus Zahlen zusammen, die Hinweise auf die Textur geben und Buchstaben je Zahl von a bis c, welche die Lockengröße beschreiben. A bezieht sich auf sehr große Locken bis c sehr enge, krausige Locken.
Die meisten Menschen mit Afrohaaren finden sich bei den Haartypen 3 a-c und 4 a-c wieder.
Aufgrund der Fülle und Dichte denken die meisten Menschen, dass Afrohaare sehr robust und kräftig sind. Das stimmt jedoch nicht ganz. Im Gegenteil - Afro Haare haben eine sehr empfindliche Haarstruktur, sind sehr anfällig, verlieren schnell Feuchtigkeit, trocknen aus und brechen häufig. Damit sich Afro Haare in ihrer ganzen Schönheit zeigen, auf die so manch einer neidisch sein wird, haben wir Dir nachfolgend unsere besten Tipps zusammengestellt.
Der Schlüssel zu perfekt definierten Afro-Locken voller Sprungkraft? Ganz einfach: Feuchtigkeit, Feuchtigkeit, Feuchtigkeit. So lautet der Rat von Star-Coiffeur Errol Douglas, der darauf beharrt, dass es das Durchhaltevermögen in der Pflege ist, das schönes Haar von sprödem Haar unterscheidet. "Ich bin für meine Kunden eine konstante Conditioner-Nervensäge, aber es ist auch wirklich so unglaublich wichtig", meint der preisgekrönte Experte. "Einmal wöchentlich eine Haarmaske zu benutzen, verändert alles.
Wie Errol ausführt, stammt afro-karibisches Haar wortwörtlich von einem anderen Kontinent und bedarf auch einer speziellen Pflege. Es ist dicker, trockener, lockiger und hält Stylingbehandlungen, wie beispielsweise einem Glätte-Treatment, länger stand. "Afro-karibisches Haar braucht weit mehr Pflege, wenn es darum geht, es fürs Styling geschmeidig zu halten und ist eine besondere Herausforderung, wenn es ums Färben geht. Für mich bringt Pflegeöl die Wende. Ein Gutes ist das Moroccanoil Original Treatment.
Afro Hair gehört aufgrund der sehr dichten und voluminösen Mähne zu den anspruchsvolleren Haartypen. Bei der Pflege sowie dem Styling gibt es einige Besonderheiten zu beachten. Wer seine Afro Haare richtig pflegt, kann sich über eine gesunde Afromähne freuen, die mit einer tollen Optik beeindruckt. Du willst wissen, wie man Afrohaare richtig kämmt, wäscht und stylt? Genau das verraten wir Dir in unserem nachfolgenden Beitrag.
Besonders gut lassen sich Afrohaare nur im feuchten Zustand mit einer groben Bürste kämmen. Vorab solltest Du eine Leave-in-Pflege ins Haar einarbeiten, was für eine bessere Kämmbarkeit sorgt. Zudem ist Vorsicht geboten. Kämme Deine Afrohaare von unten nach oben und vermeide Zerren und Reißen.
Grundsätzlich reicht es aus, Afro Haare einmal die Woche zu kämmen und diese an allen anderen Tagen mit den Fingern zu entwirren.
Auch beim Waschen von Afro Haaren heißt es - weniger ist mehr. Greife auf Produkte zurück, die frei von Silikonen, Sulfaten und Parabenen sind. Ein Shampoo sollte Deine Afrohaare mit ausreichend Feuchtigkeit versorgen. Ebenso gut geeignet sind Öle wie Arganöl, die die Feuchtigkeit einschließen.
Vor dem Waschen kannst Du zusätzlich ein Leave-In-Produkt einarbeiten und die Haare sanft entwirren. Eine Haarspülung beim Haarewaschen solltest Du nur dann nutzen, wenn Du das Bedürfnis hast oder Deine Haare öfter wäscht.
Einmal die Woche ist eine Haarwäsche bei Afrohaaren ausreichend. Zu häufiges Haarewaschen trocknet die Haare schnell aus, macht sie stumpf und spröde. Fühlst Du Dich mit häufigeren Haarwäschen wohler, nutze zusätzliche Pflegeprodukte wie einen Conditioner.
Am Ende der Haarwäsche arbeitest Du einen Leave-in-Conditioner auf Wasserbasis ein und lässt sie lufttrocknen, um Spliss und weiteres Austrocknen zu vermeiden. Zudem verlieren geföhnte Locken schnell ihre natürlich schöne Form.
Am Tag solltest Du Deine Afrohaare mehrmals mit einem Gemisch aus etwas Leave-in-Conditioner und Wasser befeuchten. Nutze dazu eine kleine Sprühflasche, die handlich in jede Tasche passt.
Bette Deine Afrohaare auf einem Seiden- oder Satinkissen, um die sonst übliche Reibung an Baumwollstoffen zu vermeiden. Es bilden sich weniger Knoten, die Haare werden nicht geschädigt und behalten länger ihre Feuchtigkeit. Ein weiterer Expertentipp ist es, die Afrohaare am Abend vor dem Schlafen zu flechten.
Jetzt wissen wir, was wir in Sachen Pflege zu beachten haben, aber was sind denn die aktuellen Trends für Afro-Haare?
"Natürliche Looks feiern ein Comeback", ist sich der Haar-Guru sicher. "Mein Afro-Team stellte einen Anstieg der Nachfrage nach simpleren Back-to-Basic-Styles fest - auch was die Farbe angeht. Der natürliche Look benötigt absolut ein glänzendes Finish, weswegen es so wichtig ist, gut auf seine Haare zu achten.
Wenn es um Farbe geht, liebe ich Pflaumen- und dunkle Blautöne sehr.
Das Tolle bei Afro Haaren ist, dass sie nicht nur offen richtig toll aussehen, sondern sich vielseitig stylen lassen. Beliebt sind Braids. Die geflochtenen Zöpfe gibt es heute in unterschiedlichen Variationen - vom Klassiker, der eng am Kopf geflochten wird, bis hin zu Chunky Braids als aufwendige Flechtfrisur. Der Gang zu einem Profi lohnt sich.
Braids haben zusätzlich den Vorteil, dass sie die Afro Haare vor Haarbruch und Spliss schützen. Unser letzter Tipp: Afro Haare sollte man nicht oder nur gelegentlich mit einem Glätteisen glätten. Die Hitze schadet den Haaren besonders.
Dabei kommen die Afro-Typen aber nicht allein vor. Meistens hat man gleich mehrere dieser Haartypen und Unterkategorien auf dem Kopf, erklärt Expertin Anna.
Offene Haare verknoten über Nacht sehr viel leichter. Bevor du zu Bett gehst, flechte deine Haare, oder binde deine Haare zu einer Ananas über dem Kopf zusammen. Ganz wichtig: Verwende ein Satintuch, Satinbettwäsche oder eine Satin-Schlafhaube. Die glatte Oberfläche des Tuchs hilft dir dabei, die Feuchtigkeit im Haar zu behalten. Klingt erst mal nach viel Arbeit, wird aber schnell zur Routine und stärkt dein Haar", sagt Afro-Expertin Anna.
"Haardicke oder die Porosität sind wichtige Faktoren bei der Suche nach dem richtigen Produkt", weiß Anna. Du musst also herausfinden, ob deine Haare eine leichte Pflege brauchen, ohne sie zu beschweren, oder ob du eine reichhaltige Pflege möchtest, um sie besser zu bändigen. Bei der Auswahl und Menge der Produkte rät die Expertin: Weniger ist mehr! "Setze auf natürliche Produkte und verwende zum Auffrischen der Haare dein Leave-In Produkt."
Afro Haare sehen geflochten unheimlich toll aus und sind auch noch super praktisch. Doch auch hierbei gibt es einiges zu beachten. Styling-Tipps kannst du dir bei tollen Influencerinnen aus diesem Bereich holen.
Ich denke, es ist nicht übertrieben, wenn ich sage, dass die 2010er einen echten Wendepunkt in Sachen Afrohaartrends darstellen. Die Natural-Hair-Bewegung wurde größer, Stück für Stück sind mehr Afrohaarprodukte erhältlich und es gibt immer mehr YouTube-Tutorials, die zeigen, wie du dir selbst die perfekten Braids flechten kannst. Viele schwarze Frauen testen heute neue Arten aus, ihre Haare ohne chemische Produkte zu stylen. Und schützende Hairstyles wie Boho Passion Twists und bunte Perücken eroberten Instagram im Sturm.
Die Frage ist: Was hält 2020 für uns bereit? Welche Styles werden unsere Feeds in diesem Jahr füllen? Um das beantworten zu können, haben wir uns an einige der besten Expert*innen der Branche gewandt und sie gebeten, einen Blick in ihre Kristallkugel zu werfen. Das Ergebnis ist eine Liste mit fünf Afro-Hair-Styles, die uns in den kommenden Monaten sehr häufig begegnen könnten. Perfekt für alle, die auf der Suche nach Inspiration oder einfach neugierig sind, was 2020 so bringen könnte. Los geht’s!
Laut Dionne sind Pferdeschwänze 2020 ein großes Thema. Sie denkt, mehr Frauen werden tiefe und hohe Pferdeschwänze tragen, bei denen die Haare ganz streng am Kopf anliegen. So entsteht ein schöner Gegensatz zwischen glatt und voluminös.
Accessoires sind nicht nur was für Halloween oder Weihnachten: „Mehr Menschen werden 2020 farbenfrohe und glitzernde Accessoires tragen“, glaubt Lorraine. Spangen mit Edelsteinen oder aus coolen Stoffen wie Denim werden dieses Jahr auf jeden Fall ganz vorn dabei sein.
Afro ist nicht gleich Afro - jede Lockenstruktur ist einzigartig! Hier kommen acht Frisuren-Ideen, die auf Traditionen aus der afrikanischen Diaspora aufbauen, modische Statements setzen und deine natürliche Haarpracht würdigen.
Der klassische Afro - kraus, rund, ausdrucksstark - ist zurück und aktueller denn je. Er erinnert an die „Black is Beautiful“-Bewegung der 70er, in der Schwarze Menschen ihre natürliche Haarstruktur als politisches Statement trugen. Der Look steht für Stolz, Stärke und kulturelle Selbstbestimmung.
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