Was hilft wirklich gegen Haarausfall? Ein umfassender Leitfaden

Jeder Mensch verliert täglich Haare, egal ob Mann oder Frau. Das ist ganz normal - meistens jedenfalls. In manchen Fällen kann sich dahinter auch krankhafter Haarausfall verbergen. Die Faustregel lautet: 70 bis 100 pro Tag bei einem gesunden Erwachsen sind normal. Und selbst wenn es mehr sein sollten, spricht man nicht zwangsläufig von krankhaftem Haarausfall.

Auch lichter werdendes Haar mit zunehmendem Alter ist etwas Normales und liegt häufig schon in den Genen. Nach der Wachstumsphase kommen die Haarfollikel an den typischen Stellen, wie zum Beispiel den Geheimratsecken bei Männern, nicht mehr aus der Ruhephase heraus und es bildet sich nach dem natürlichen Ausfallen des Haares kein neues.

Dieser Artikel klärt Sie über Methoden auf, die funktionieren - mit dem Wissen vom Facharzt! Beinahe 80 % aller Männer und jede dritte Frau in Deutschland sind im Laufe ihres Lebens von Haarausfall betroffen. Die Betroffenen leiden häufig sehr unter dem lichter werdenden Haar und entwickeln Bewältigungsstrategien wie das dauerhafte Tragen von Kopfbedeckungen oder den Einsatz fragwürdiger Mittelchen. Die auslösenden Gründe sind meist erblich bedingt, hormonell ausgelöst oder durch falsche Gewohnheiten verursacht.

Wann muss ich zum Arzt?

Am häufigsten ist der altersbedingte Haarausfall, der vor allem Männer oft schon in jungen Jahren betrifft. Bei diesem Haarausfall ist es nicht notwendig, zum Arzt zu gehen, da es keine wirksame Behandlungsmöglichkeit gibt.

Einen Arzt aufsuchen sollte man, wenn die Haare plötzlich in großer Zahl („büschelweise“) ausfallen, vor allem wenn dies durch Jucken der Kopfhaut begleitet wird, bei deutlich abgegrenzten kahlen Stellen am Kopf, im Bart oder den Augenbrauen. Ärzte raten aber von solchen Selbstbehandlungen ab. Erstens gibt es für die allermeisten dieser Haarwuchsmittel keinerlei Beleg, dass sie tatsächlich den Haarausfall mindern können, daneben können sie schwerwiegende Nebenwirkungen haben. Oft braucht es auch gar keine medizinische Behandlung, weil Haarausfall auch nur vorübergehen auftreten kann oder dem natürlichen Alterungsprozess unterliegt.

Ob eine Therapie notwendig ist, entscheidet die Art und die Ursache des Haarausfalls. Es gibt drei Hauptformen, zwischen denen die Medizin unterscheidet.

Androgenetische Alopezie

Die androgenetische Alopezie, auch anlagebedingter oder männlicher Haarausfall genannt, ist die häufigste Form des Haarausfalls. In etwa 95 Prozent der Fälle ist er auf diese Form zurückzuführen. Die Dermatologie geht davon aus, dass die Ursache eine genetisch bedingte Übersensitivität auf ein bestimmtes männliches Hormon (5alpha-Dihydrotestosteron) ist. Da das Hormon in geringen Mengen auch bei Frauen vorkommt, können sie ebenfalls von dieser Form betroffen sein.

Allerdings in einer unterschiedlichen Ausprägung: Während die androgenetische Alopezie bei Frauen zu lichterem Haar führt, wird sie bei Männern zunächst durch „Geheimratsecken“ sichtbar und kann zu einer vollständigen Glatze führen. Eine wirksame Therapie gibt es nicht.

Diffuser Haarausfall

Wenn das Haar über den Schopf verteilt immer dünner wird, liegt ein diffuser Haarausfall vor. Die Ursachen können ganz unterschiedliche sein:

  • äußere Faktoren, wie zu viel Stress oder Schlafmangel
  • Vitaminmangel - kommt aber bei ausgewogener Ernährung praktisch nicht vor
  • Einnahme von Medikamenten
  • Röntgenstrahlen
  • Infektionen
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Hormonschwankungen, beispielsweise nach dem Absetzen der Pille sowie während und nach einer Schwangerschaft

Kreisrunder Haarausfall

Der kreisrunde Haarausfall (Alopezia arreata) beginnt meist mit einzelnen kahlen Stellen am Kopf, die sich schnell ausbreiten. Bei schweren Fällen ist die gesamte Körperbehaarung betroffen und die Haare fallen komplett aus. Als Grund für einen kreisrunden Haarausfall wird ein fehlerhaftes Immunsystem vermutet: Körpereigene Abwehrzellen greifen in dem Fall die Zellen der Haarwurzeln an. Ob das wirklich so ist, ist aber nicht bewiesen.

Eine Therapie ist schwierig. In 80 Prozent der Fälle wachsen die Haare innerhalb eines Jahres von alleine wieder nach. Es gibt zwar verschiedene Ansätze der Behandlung, bislang fehlt für diese Therapien jedoch der Beleg, dass sie tatsächlich wirken, was auch an der hohen Zahl der Spontanheilungen liegt.

Das Angebot an Mitteln gegen Haarausfall ist fast unüberschaubar: Shampoos, Medikamente, Ernährung, Hausmittel, Haartransplantation. Dabei den Überblick zu behalten, kann schwierig werden. Woher weiß ich, welches für mich die richtige Therapie ist? Welche Mittel wirken gegen welche Art von Haarausfall? Ob ein Haarausfall-Mittel wirksam ist, liegt maßgeblich daran, ob es an der richtigen Ursache ansetzt. Es ist auch nicht immer ratsam irgendwelche Wirkstoffe einzunehmen.

Haarausfall: Was tun?

Schon kleine Maßnahmen im Alltag können der Haargesundheit zuträglich sein und das Haar kräftigen. Wird der Haarausfall stärker, können Medikamente oder spezielle Therapien helfen.

1. Medikamente gegen Haarausfall

Das Medikament Minoxidil zum Beispiel wird eigentlich als Mittel gegen Bluthochdruck eingesetzt. Der Wirkmechanismus ist noch nicht ganz klar. Vermutet wird, dass das Mittel die Gefäße erweitert und dadurch für eine bessere Durchblutung der Kopfhaut sorgt. Systemische Nebenwirkungen treten durch die lokale Anwendung nahezu nie auf. Es kann jedoch zu Überempfindlichkeitsreaktionen der Kopfhaut kommen, in Form von “Shedding”. Dabei handelt es sich um schockartigen Haarausfall. Ist ein Absetzen des Medikaments geplant, sollte die Anwendung über mehrere Wochen reduziert und ausgeschlichen werden.

Es hemmt die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT). Die wichtigsten Nebenwirkungen dieses DHT-Blockers sind depressive Verstimmungen sowie Störungen der Libido und Potenz. Wir beobachten bei unseren Patienten unter Einnahme von Finasterid einen guten Effekt gegen erblich bedingten Haarausfall bei Männern. Allerdings erleiden etwa 10 -15% unter Einnahme des Medikamentes mittlere bis starke Nebenwirkung, wie bereits beschrieben.

2. Shampoos und Tinkturen

Es gibt verschiedene Shampoos und Tinkturen gegen Haarausfall, die in der Apotheke oder im Supermarkt erhältlich sind. Beliebt sind Shampoos, die Koffein enthalten, zum Beispiel Alpecin oder Plantur 39. Koffein soll die Haarwurzeln stärken und die Wachstumsphase der Haare verlängern. Shampoos oder Tinkturen mit Alfatradiol (zum Beispiel Ell-cranell) sind ebenfalls auf dem Markt erhältlich. Alfatradiol ist für die Behandlung von hormonell bedingtem Haarausfall bei Männern und Frauen zugelassen und kann helfen, den Haarausfall zu verlangsamen.

Zusätzlich gibt es verschiedene Öle und Tinkturen, meist mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Basilikum, Thymian oder Bambus, die auf die Kopfhaut aufgetragen werden können.

Plötzlich büschelweise HAARAUSFALL! Arzt erklärt Grund für Haarverlust (kein Vitaminmangel!)

3. Nahrungsergänzungsmittel

Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen ist nur dann sinnvoll, wenn auch ein nachgewiesener Mangel eines Nährstoffs besteht. Manche Mittel können jedoch auch gefährlich werden, wenn man sie im Übermaß zu sich nimmt. Dazu gehören zum Beispiel Eisenpräparate. Auch manche Vitamine können im Überschuss zu einer Vitaminvergiftung führen, weil sie fettlöslich sind und sich daher im Körper einlagern.

Auch wenn man einen Nährstoffmangel eher in ärmeren Ländern erwartet, gehört er auch in Deutschland zu einer der wichtigsten Ursachen für Haarausfall. Vor allem Eisenmangel ist ein sehr häufiger Grund. Manche Menschen nehmen durch ihre Ernährung bestimmte Nährstoffe nicht ausreichend auf, zum Beispiel Vegetarier und Veganer. Andere haben einen deutlich erhöhten Bedarf, weil sie viele Nährstoffe benötigen, wie beispielsweise Sportler oder Schwangere.

Ist ein Nährstoffmangel die Ursache von Haarausfall, kann nach dem Ausgleichen des Mangels das Haarwachstum wieder normal einsetzen. Es kann das richtige Haarausfall Mittel sein, sollte aber nur nach Bestätigung des Mangels genutzt werden. Eine zielgerichtete Therapie bedarf einer eingehenden Diagnostik, daher sollten vor jeder Einnahme von Vitaminen und sonstigen Spurenelementen eine Blutuntersuchung durch den Arzt veranlasst werden. Erst bei bestätigten Mängeln, sollten die fehlenden Substanzen ausgeglichen werden.

4. Hausmittel

Verschiedene Hausmittel gegen Haarausfall werden ebenfalls empfohlen. Beliebt sind hier insbesondere Apfelessig, Brennnesselextrakt, Kokosöl, Kaffee, Bier oder Arganöl. Was alle diese Mittel gemeinsam haben: Ein wissenschaftlich erwiesener Nutzen gegen Haarausfall besteht nicht. Dennoch können Sie damit ihren Haaren etwas Gutes tun. Sie können das Haar kräftiger und geschmeidiger machen und das Auftreten von Haarbruch und Spliss verringern.

Wer zusätzlich von Innen noch etwas für sich tun möchte: Haferflocken sollten regelmäßig im Speiseplan auftauchen, da sie viele für das Haarwachstum wichtige Nährstoffe enthalten. Da es sich allesamt um natürliche Mittel handelt, sind keine Nebenwirkungen zu erwarten.

5. Kopfhautmassage

Die Kopfhautmassage ist primär gut zur Entspannung und kann nützlich sein, wenn Stress eine der Ursachen für Haarausfall ist. Außerdem wird die Durchblutung der Kopfhaut angeregt, wodurch die Haarwurzeln besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden können. Das kann unterstützend zur Kräftigung der Haare beitragen.

6. Richtige Frisur und Haarpflege

Sogar die falsche Frisur kann zu Haarausfall führen. Dabei kommt es durch eine hohe Zugbelastung zu einem Ausfallen der Haare. Gefährdet sind vor allem Mädchen und Frauen, die häufig straffe Pferdeschwänze, Dutts oder Flechtfrisuren tragen. Aber auch enge Kopfbedeckungen können die Haarwurzeln schädigen wie Stirnbänder, Kopftücher oder Helme. Es kommt zu einem Haarausfall vor allem am Haaransatz an der Stirn und den Schläfen. Durch lockere Frisuren oder offene Haare lässt sich die Traktionsalopezie vermeiden.

Auch verschiedene Stylingprodukte und -methoden können das Haar stark beanspruchen. Vor allem Färben, Tönen oder Bleichen gehört dazu, ebenso ein heißer Fön, Glätteisen oder Lockenstab. Andererseits kann die richtige Frisur verstärkten Haarausfall gut kaschieren und das Haar voller wirken lassen. Das Tragen von Extensions als modisches Accessoires, sei es an Wimpern oder Kopfhaaren, führt unausweichlich zu einer Entzündungen der Haarfollikel und permanentem Haarausfall.

7. Sport

Sport kann einen wichtigen Beitrag zur Haargesundheit leisten. Die stressreduzierende Wirkung des Sports senkt den Spiegel an Stresshormonen im Blut, die das Haar dünn und spröde machen können. Außerdem wird neben dem restlichen Körper auch die Kopfhaut besser durchblutet, wodurch Sauerstoff und Nährstoffe besser zu den Haarwurzeln gelangen können. Das Schwitzen beim Sport bewirkt, dass die Poren gereinigt und Toxine ausgeschwemmt werden. Besonders gut tun Yoga oder Ausdauersportarten wie Laufen, Fahrradfahren oder Schwimmen. Als alleinige Therapie hilft Sport als Mittel gegen Haarausfall nicht, kann jedoch unterstützend wirken.

8. Gesunde Ernährung

Gesunde Ernährung ist ein wichtiger Faktor für die Haargesundheit. Durch die Ernährung nimmt der Körper Vitamine, Nährstoffe und Spurenelemente auf, die für ein gutes Haarwachstum wichtig sind. Fehlen diese Stoffe, wird das Haar schnell dünn, brüchig oder fällt aus. Besonders betroffen sind Menschen mit Essstörungen, Vegetarier oder Veganer. Insbesondere verschiedene Vitamine und Eisen sind wichtig für das Haarwachstum.

Es gibt einige Autoimmunerkrankungen, die mit Haarausfall einhergehen oder sogar Haarausfall als Hauptsymptom haben (wie der kreisrunde Haarausfall). Da sich diese Erkrankungen je nach Ernährung verschlechtern können, wird vor allem im alternativmedizinischen Bereich eine entzündungshemmende Ernährung für Betroffene empfohlen. Als entzündungsfördernd und damit nicht empfehlenswert gelten Lebensmittel mit viel Zucker oder Weizen sowie künstlichen Farb- und Aromastoffen.

9. Regenerative Therapien

Dazu steht zum Beispiel die PRP-Therapie zu Verfügung (PRP= Platelet Rich Plasma). Es handelt sich um eine Eigenbluttherapie. Dem Patienten wird Blut entnommen und speziell aufbereitet, sodass ein Serum aus Blutplasma und Blutplättchen entsteht. Aus dem Bereich der Homöopathie kommt die Meso-Therapie infrage, bei der Vitamine, Aminosäuren, Spurenelemente oder homöopathische Mittel in die Kopfhaut injiziert werden. Die regenerativen Ansätze sind zurzeit die wirksamsten Therapien gegen Haarausfall.

10. Haartransplantation

Als primäre Therapie ist sie aber der falsche Ansatz, da sie den Haarausfall nicht stoppen kann. Wird zu früh transplantiert und der Haarverlust schreitet weiter fort, bleiben die transplantierten Stellen als behaarte Areale stehen und rundherum entstehen wieder kahle Stellen. Diese Methode ist durch die minimal-invasive Technik schonend, schmerzarm und geht nur selten mit relevanten Komplikationen einher. Ist das gesamte Kopfhaar ausgefallen, kommen noch Körperhaare als Spender in Betracht. Die Haartransplantation ist aus medizinischer Sicht das Ultima Ratio, also der letzte Ausweg.

Es geht nicht darum den Haarausfall zu stoppen, sondern nur um eine Umverteilung von Haaren. Daher ist der Haarausfall vorher zwingen zu behandeln, mit effektiven Therapieformen. Spenderhaare sind in der Anzahl limitiert und eine misslungene Haartransplantation lässt sich nur bedingt korrigieren. Daher sollten keine Experimente mit unerfahrenen Anbietern und Billiganbietern im Ausland gewagt werden.

Was ist das beste Mittel gegen Haarausfall bei Männern?

Es gibt kein universelles „bestes Mittel“ gegen Haarausfall, da die Effektivität stark von der Ursache des Haarausfalls abhängt. Allgemein haben sich einige Mittel und Methoden als wirksam erwiesen. Medikamente wie Finasterid und Minoxidil sind weit verbreitet und können Männern bei erblich bedingtem Haarausfall helfen, indem sie den Haarwachstumszyklus beeinflussen und die Haarausfallrate reduzieren. Eine ausgewogene Ernährung und spezielle Nahrungsergänzungsmittel, die Vitamine und Mineralstoffe enthalten, können ebenfalls zur Verbesserung der Haargesundheit beitragen.

Je nach Ursache und Form des Haarverlusts gibt es verschiedene Inhaltsstoffe in Haarwuchsmitteln für Männer, die an ganz unterschiedlichen Punkten ansetzen. Diese Produkte können helfen, den Haarausfall zu verlangsamen und das Haarwachstum zu stimulieren.

Die wichtigsten Vitamine und Nährstoffe bei Haarausfall

Vitamin D, B-Vitamine sowie Biotin sind maßgeblich mit verantwortlich für ein gesundes Haar- & Hautwachstum. Auch Vitamin A, C und E, sowie Zink, Kupfer, Eiweiß und Eisen braucht der Körper für eine gesunde Funktion.

Einem Vitamin- und Nährstoffmangel, wie er durch anhaltenden Stress entsteht, beugen Sie mit einem hochwertigen Nahrungsergänzungsmittel und ausgewogener Ernährung vor. So unterstützen Sie Ihre Haare von innen heraus und können gesunden Haarwuchs anregen. An einem gesunden Haarwachstum und einer normalen Hautfunktion sind folgende Nährstoffe besonders beteiligt:

  • Biotin (Vitamin H)
  • Vitamin A
  • Vitamin C
  • Zink
  • Niacin
  • Vitamin D
  • Vitamin E
  • B-Vitamine
  • Selen
  • Folsäure
  • Jod
  • Cholin
  • Kalzium

Ursachen für Haarausfall

Haarausfall kann auf verschiedene Faktoren zurückgeführt werden. Wenn du diese potenziellen Ursachen verstehst, kannst du wirksam gegen sie vorbeugen und sie behandeln.

  • Körperlicher und emotionaler Stress
  • Hormonelles Ungleichgewicht
  • Nährstoffreiche Ernährung
  • Sanfte Haarpflege

Wie können Sie Haarausfall wirksam vorbeugen?

Wir geben Ihnen 10 Tipps für schöne und gesunde Haare.

  1. Ernährung anpassen: Eine ausgewogene Ernährung, reich an Vitaminen und Mineralstoffen wie Eisen, Biotin und essentiellen Fettsäuren, unterstützt die allgemeine Gesundheit und das Wachstum der Haare.
  2. Nahrungsergänzungsmittel: Die meisten Deutschen leiden in den Wintermonaten an einem Vitamin-D-Mangel, so dass die Einnahme von Vitamin D gerade im Winter empfohlen wird.
  3. Regelmäßige Friseurbesuche: Um den Schaden frühzeitig zu begrenzen, empfehlen sich regelmäßige Friseurbesuche, um die Haarspitzen nachschneiden zu lassen.
  4. Richtige Haarwäsche: Dermatologen empfehlen, die Haare nicht unnötig oft zu waschen.
  5. Extraportion Pflege: Trockene Haare können mit regelmäßigen Kuren unterstützt werden. Vermeiden Sie auch chemische Behandlungen der Haare.
  6. Kopfhaut nicht vernachlässigen: Mit speziellen Seren, Masken oder Ölen kann die Kopfhaut gezielt gepflegt werden.
  7. Konsequenter Sonnenschutz: Nicht nur unsere Haut, auch das Haar benötigt gerade im Sommer umfassenden Schutz vor Schäden durch UV-Strahlen.
  8. Haarausfall frühzeitig diagnostizieren: Vermuten Sie bei sich Haarausfall, lassen Sie diesen Verdacht von einem Facharzt abklären.
  9. Traktion vermeiden: Zu strenge und immer an der gleichen Stelle getragene Zöpfe können zu Haarverlust auf Grund von Zug auf der Haarwurzel führen.
  10. Kopfhauterkrankungen behandeln: Bei starken Schuppen sollten diese auch immer von einem Dermatologen bzw. einer Dermatologin abgeklärt werden.

Überblick über Mittel gegen Haarausfall

Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über verschiedene Mittel gegen Haarausfall, ihre Wirkungsweisen und Anwendungsgebiete:

Mittel Wirkungsweise Anwendungsgebiet Hinweise
Minoxidil Verbessert die Durchblutung der Haarfollikel, verlängert die Wachstumsphase Androgenetische Alopezie Kann zu Hautreizungen führen
Finasterid Blockiert die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) Androgenetische Alopezie (nur für Männer) Verschreibungspflichtig, mögliche Nebenwirkungen
Biotin Unterstützt die Bildung von Keratin Bei Biotinmangelbedingtem Haarausfall Wirksamkeit bei nicht-Mangelbedingtem Haarausfall nicht bewiesen
Koffein-Shampoos Sollen die Haarwurzeln stärken und die Wachstumsphase verlängern Unterstützende Pflege bei verschiedenen Formen von Haarausfall Wirksamkeit nicht eindeutig belegt
PRP-Therapie Eigenbluttherapie zur Förderung des Haarwachstums Verschiedene Formen von Haarausfall Kostenintensiv, Wirksamkeit nicht vollständig belegt

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Ob ein Mittel gegen Haarausfall wirkt, hängt davon ab, ob die richtige Ursache gefunden wurde. Jedes Medikament und jede Therapie kann nur wirksam sein, wenn es für die vorgesehene Ursache eingesetzt wird. Auch das beste Mittel gegen Haarausfall hilft nicht, wenn es für die falsche Indikation eingesetzt wird.

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